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"perverse fantasie", eure meinung auch gefragt!

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von BlacKTeaR, 3 Juni 2007.

  1. BlacKTeaR
    Verbringt hier viel Zeit
    1
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    nicht angegeben
    hey zusamm!

    ich bin echt verzweifelt und das ganze is mir eigentlich auch total peinlich:cry:

    also: ich hatte noch nie einen richtigen freund. deshalb hab ich halt ne ech gute fantasie entwickelt... nur denke ich jetzt, dass das ganze echt schlimm geworden is. jeden tag schwelge ich in solchen träumen und hab mir ne richtige welt aufgebaut. es is (noch?) net so schlimm, dass ich typen die auf den strassen rumlaufe übersehe, ich denk dann schon zb.:ashamed:h der is heiss oder so:tongue: . oder dass ich schule oder freunde vernachlässige. es is vielmehr zum abschalten und entspannen.

    seit einiger zeit hab ich da so ne fantasie, die ich manchmal wie gar nich haben will, aber ich kann sie einfach net loslassen :ratlos: (kling jetzt wahrscheinlich total krank): ich stell mir dann halt so sachen vor, mit einem schauspieler, der aber sehr sehr viel älter is als ich... das macht mir i-wie voll angst.. also dass mich dass i-wie anmacht:schuechte ..

    habt ihr ne ahnung, wieso ich das net abschalten kann? is das schon krank (der altersunterschied is wirklich extrem)? habt ihr manchmal auch so gedanken die eigentlich voll pervers sind, die euch anmachen?

    glg BlacKTeaR
     
    #1
    BlacKTeaR, 3 Juni 2007
  2. Needlove
    Needlove (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Der Stoff, aus dem die Tagträume sind, kennen wir alle. Es ist der Südseeurlaub mit Sonne, Palmen und leisem Meeresrauschen, die Liebesnacht in den Armen von Antonio Banderas beziehungsweise einer aufregenden Blondine oder auch die Rachephantasie, die einem ewig nörglerischen Vorgesetzten eine rechte Blamage gönnt. Jeder Spielfilm und jeder Unterhaltungsroman ist eine Art Tagtraum, der uns von einer spannenderen Gegenwelt erzählt.

    Der nüchterne Philosoph Immanuel Kant beschrieb Wachträume als eine Gemütskrankheit, die nach einer Flucht aus der Wirklichkeit süchtig machen. Sigmund Freud beschrieb sie als Ersatzbefriedigung der Unglücklichen. Der Glückliche brauche keine Phantasie von einer besseren Welt.

    Moderne Untersuchungen belegen, daß Wachphantasien uns nicht hindern, zugleich mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen zu stehen. Wer es schafft, am Tage seinen Träumen freien Lauf zu lassen, erholt sich von Streß und monotonen Arbeitsanforderungen. Er gönnt sich eine seelische Erholungspause. Außerdem schult er seine Kreativität. Manche Neuerung in der Arbeitswelt fand ihren Ausgangspunkt in der stillen Frage: "Wie wäre es, wenn ein Roboter die Teile stanzen würde? Wenn unsere Autos sich selbst zusammenbauen würden? Wenn ich mein Büro zusammenklappen und bei einer Bergwanderung unterwegs auf einer Alm aufbauen könnte?"

    Der letztgenannte Traum ist mit Notebook und Handy realisierbar. Nicht selten lieferten Tagträume von einer besseren Welt Anstoße für tatsächliche Verbesserungen.

    Das berühmteste Beispiel stammt von dem Politiker Thomas Morus (1477-1535), der sich das Bild gerechten Gesellschaft ersann, die Wohlstand und Glück für alle garantiert. Er verpflanzte sie auf eine imaginäre Insel "Utopia" (zu deutsch: Nirgendwo). Seitdem sind zahllose Versuche unternommen worden, Gesellschaftsutopien in die Wirklichkeit zu übertragen. Sie haben dazu beigetragen, daß heute der gesellschaftliche Reichtum auf breitere Schultern verteilt wird als zu Morus’ Zeiten.

    Tagträume sind folgerichtiger strukturiert als die spontanen Phantasien während des Schlafs. Der Tagträumer vermeidet in aller Regel unmotivierte, bizarre Sprünge. Seine Bilder sind weniger verschlüsselt. Meist weiß er sehr genau, welchen heimlichen Wunsch er in seiner Phantasiereise gestaltet.

    Darüber hinaus sind die wachen Träume denen des Schlafs sehr ähnlich. Ihre Tagträume beschäftigen sich mit dem, was Sie stört und was Sie vermissen. In ihnen kümmern Sie sich um Ihre ureigensten Bedürfnissen. An ereignisarmen Tagen verbringen wir bis zu vierzig Prozent der Zeit im Land unserer Phantasie. Das ist keine Zeitverschwendung, sondern wie medizinische Studien belegen eine Form seelischen Krafttankens für kommende Belastungen.

    Tagträume trösten, beruhigen und stärken die Seele. Sie helfen über Phasen der Depression und Niedergeschlagenheit hinweg. Wer tagträumt, ist besser gegen Wutanfälle und andere spontane Ausbrüche, die er später bereuen könnte, geschützt. Es genügt, eine Rachephantasie zu ersinnen und im Detail auszuleben.

    Tagträume liefern Ansätze für Problemlösungen. Befragungen zeigen, daß die Wirklichkeitsflucht geringer ist als vielfach angenommen. Die meisten Tagträume beschäftigen sich mit der Gegenwart und nahen Zukunft. Sie kreisen um Wünsche, die einen engen Bezug zu den realen Frustrationen des Träumers haben. Wir denken uns positive Gegenentwürfe aus – Situationen mit viel Gefühl und möglichst geringem Risiko eines Scheiterns.

    In einer Untersuchung von Jerome Singer stellte sich heraus, daß Tagträumer im Schnitt die gesünderen Menschen sind und ihren Alltag besser bewältigen als andere. Wem das gelegentliche Abtauchen in phantastische Welten verwehrt bleibt, langweilt sich schnell und ist daher anfälliger für Ablenkungen der Außenwelt. Phantasiearme Mitbürger unterliegen leichter der Verführung durch Drogen, Risikospiele und andere schnelle Befriedigungen.

    Tagträume sind eine Fundgrube der Selbsterkenntnis, da wir in der Phantasie gern unsere Lieblingsrollen spielen: der Draufgänger, der kraftvolle Liebhaber, die Femme fatale, der von allen bewunderte selbstlose Helfer, das verkannte Genie, der angehimmelte Star, der künftige Nobelpreisträger ... In welcher Rolle sehen Sie sich am liebsten? Was ist Ihnen also wichtig? Anerkennung, Reichtum, Erotik, Schönheit, Klugheit?

    Die häufigsten geschichten drehen sich um Liebe, Erfolg und Abenteuer. Geborgenheit, Anerkennung und Ausbruch aus der Alltagsroutine sind folglich die wichtigsten Motive der Phantasie.

    In Tagträumen können wir Krisen und frühere Fehler wieder durchspielen und andere Abläufe der Geschehnisse ersinnen. Selbst wenn es nicht mehr möglich ist, Fehlentscheidungen zu korrigieren – das Umprogrammieren des Unterbewußtseins auf andere Verhaltensweisen schützt uns davor, die gleiche Irrtümer noch einmal zu begehen. Außerdem sehen wir unser ideales Ich agieren. Wir sehen uns so, wie wir gern sein möchten. Damit unterstützen wir gewünschte Verhaltensänderungen. Wir sehen uns in Gedanken schon einmal so handeln, wie wir morgen in der Realität handeln wollen.

    Tagträume bauen Luftschlösser. Aber jedes Schloß aus Mörtel und Stein mußte erst einmal in der Phantasie eines Baumeisters entworfen sein, bevor es errichtet werden konnte.

    (Gekürzter Auszug aus: Frank-Uwe Maaß/Frank Naumann: Was Träume uns raten. Verlag Gesundheit Berlin 1999. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlages.)
     
    #2
    Needlove, 3 Juni 2007
  3. Ginny
    Ginny (35)
    Sehr bekannt hier
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    173
    3
    vergeben und glücklich
    Ich finde da überhaupt nichts Schlimmes bei. Erstmal ist es ein wesentlicher Unterschied, ob man etwas nur in der Phantasie auslebt oder ob es einem wirklich gefällt. Viele Frauen haben vergwaltigungsphantasien - und würden so etwas niemals in real erleben wollen. Denn in der Phantasie ist alles steuerbar, da hat man die Kontrolle und kann sich wesentlich gefährlicheren oder verruchteren Dingen widmen als in der Wirklichkeit, wo immer Probleme auftreten können. Und dann finde ich deine Ühantasie an sich auch nicht gerade "pervers". Komisch gucken würde ich, wenn jemand Mordphantasien hat - die tun auch niemandem was Schlimmes, aber da würde ich mich schon fragen, ob da etwas nicht ganz koscher ist, wenn sich jemand davon erregt fühlt.
    Also, Phantasien mit deutlich älteren Schauspielern hatte auch, da war ich grad mal ein Teenager. ;-)
     
    #3
    Ginny, 3 Juni 2007
  4. nora18
    nora18 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    15
    in einer Beziehung
    Halb so wild..ich fantasiere auch viel vor mich hin, wenn ich allein bin...auch Sachen, die ich in der Realität niemals tun oder erwarten würde..aber da sehe ich nichts schlimmes bei :smile: Solange es sich nicht zu viel auf dein "wirkliches" Leben, mit Freunden und Schule..etc..auswirkt..völlig normal :smile:
     
    #4
    nora18, 3 Juni 2007
  5. wildchild
    wildchild (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    865
    101
    0
    nicht angegeben
    Wenn das schon pervers sein soll, müsste ich ja schon von mir aus freiwillig ins Gefängnis gehen ^^ ...
     
    #5
    wildchild, 3 Juni 2007
  6. User 34612
    User 34612 (38)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    5.390
    398
    3.980
    vergeben und glücklich
    Ich wünsch Dir viel Spaß *g*:cool1:
     
    #6
    User 34612, 3 Juni 2007
  7. sternschnuppe83
    Verbringt hier viel Zeit
    1.105
    121
    0
    Verheiratet
    .....
     
    #7
    sternschnuppe83, 3 Juni 2007

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