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philosophenstammtisch

Dieses Thema im Forum "Stammkneipe" wurde erstellt von Sokrates, 13 November 2001.

  1. Sokrates
    Gast
    0
    *sing* kaum sitz ich hier und rede,
    kommen sie von nah und fern
    und wolln auch mit quasseln,
    sie ham halt soki gern

    :grin: hab hiermit einfach mal den philosophenstammtisch eröffnet :zwinker:

    greetz
     
    #1
    Sokrates, 13 November 2001
  2. DocDebil
    DocDebil (42)
    im Ruhestand
    1.048
    248
    447
    nicht angegeben
    Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Als der Unterricht begann nahm er ein großes leeres Mayonnaiseglas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas voll sei.

    Sie stimmten ihm zu.

    Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen und schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten natürlich in die Zwischenräume der größeren Steine. Dann fragte er seine Studenten erneut, ob das Glas jetzt voll sei.

    Sie stimmten wieder zu und lachten.

    Der Professor seinerseits nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Natürlich füllte der Sand die letzten Zwischenräume im Glas aus.

    "Nun", sagte der Professor zu seinen Studenten, "Ich möchte, dass Sie erkennen, dass dieses Glas wie ihr Leben ist!

    Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihr Partner, Ihre Gesundheit, Ihre Kinder - Dinge, die - wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben - ihr Leben immer noch erfüllen würden. Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge, wie z.B. Ihre
    Arbeit, Ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihr Auto.

    Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben.

    Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden,
    haben Sie für die großen keine mehr. Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder oder Ihren Partner, achten sie auf Ihre Gesundheit.

    Es wird noch genug Zeit geben für Arbeit, Haushalt, Partys usw.
    Achten Sie zuerst auf die großen Steine - sie sind es, die wirklich zählen.
    Der Rest ist nur Sand."

    Nach dem Unterricht nahm einer der Studenten das Glas mit den großen Steinen, den Kieseln und dem Sand - bei dem mittlerweile sogar der Professor zustimmte, dass es voll war - und schüttete ein Glas Bier hinein.
    Das Bier füllte den noch verbliebenen Raum im Glas aus; dann war es wirklich
    voll.
     
    #2
    DocDebil, 17 November 2001
  3. Sokrates
    Gast
    0
    also recht hatta - der prof *g*

    und was beweist das ganze? bier kann ein leben ganz ausfüllen (wer hätte das nicht erwartet :rolleyes :smile:

    aaaaber: ich komm auch ohne bier ganz gut zurecht :zwinker: und mal so nebenbei: gesellt euch ruhig noch hier her, schlagt ein thema zum philosophieren vor und dann kanns los gehn :zwinker:

    *g*reetz :tongue:
     
    #3
    Sokrates, 19 November 2001
  4. seeyou
    Gast
    0
    Zum Nachdenken und lächeln...

    Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf
    Reduzieren könnte und dabei die Proportionen aller auf der Erde lebenden Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf folgendermaßen zusammengesetzt:

    57 Asiaten
    21 Europäer
    14 Amerikaner (Nord-, Zentral- und Südamerikaner)
    8 Afrikaner

    Es gäbe:
    52 Frauen und 48 Männer
    30 Weiße und 70 nicht Weiße
    30 Christen und 70 nicht Christen
    89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle

    6 Personen besäßen 59% des gesamten Reichtums und alle 6 kämen aus den
    USA
    80 lebten in maroden Häusern
    70 wären Analphabeten
    50 würden an Unterernährung leiden
    1 wäre dabei zu sterben
    1 wäre dabei geboren zu werden
    1 besäße einen Computer
    1 (ja, nur einer) hätte einen Universitätsabschluß.

    Wenn man die Welt auf diese Weise betrachtet, wird das Bedürfnis nach
    Akzeptanz und Verständnis offensichtlich.

    Du solltest auch folgendes bedenken:

    Wenn Du heute morgen aufgestanden bist und eher gesund als krank warst,
    hast Du ein besseres Los gezogen als die Millionen Menschen, die die nächste Woche nicht mehr erleben werden.

    Wenn Du noch nie in der Gefahr einer Schlacht, in der Einsamkeit der
    Gefangenschaft, im Todeskampf der Folterung oder im Schraubstock des
    Hungers warst, geht es Dir besser als 500 Millionen Menschen.

    Wenn Du zur Kirche gehen kannst ohne Angst haben zu müssen bedroht,
    gefoltert oder getötet zu werden, hast Du mehr Glück als 3 Milliarden
    Menschen.

    Wenn Du Essen im Kühlschrank, Kleider am Leib, ein Dach über dem Kopf
    Und einen Platz zum Schlafen hast, bist du reicher als 75% der Menschen
    dieser Erde.

    Wenn Du Geld auf der Bank, in Deinem Portemonnaie und im Sparschwein
    hast, gehörst Du zu den privilegiertesten 8% dieser Welt.

    Wenn Deine Eltern noch leben und immer noch verheiratet sind, bist Du
    Schon wahrlich eine Rarität.

    Wenn Du diese Nachricht erhältst, bist Du direkt zweifach gesegnet:

    Zum einen weil jemand an Dich gedacht hat, und zum anderen weil Du nicht
    Zu den zwei Milliarden Menschen gehörst, die nicht lesen können.

    Arbeite, als bräuchtest Du kein Geld.
    Liebe, als habe Dir nie jemand etwas zu leide getan.
    Tanze, als ob niemand Dich beobachte.
    Singe, als ob niemand Dir zuhöre.
    Lebe, als sei das Paradies auf Erden.

    <FONT COLOR="#800080" SIZE="1">[ 19. November 2001 19:49: Beitrag 1 mal editiert, zuletzt von seeyou ]</font>
     
    #4
    seeyou, 19 November 2001
  5. snot
    Gast
    0
    waaaah, is das notwendig, hier tränendrückende kettenbriefe reinzukopieren?

    im übrigen kann ich zu solchen meldungen nur sagen:

    ist mein unglück weniger schlimm, nur weil es kleiner ist?

    unglück ist unglück. nur weil ich zur privilegierten schicht der weltbevölkerung zähle, hab ich trotzdem ein recht auf mitleid und selbstmitleid.
     
    #5
    snot, 19 November 2001
  6. Spacefalcon
    Verbringt hier viel Zeit
    70
    91
    0
    Single
    Jaja es geht auf Weihnachten zu, da wird doch immer auf die Tränendrüse gedrück, damit manmehr spendet und so...

    Finde den Post von Seeyou aber mal gar nicht so schlecht.
     
    #6
    Spacefalcon, 19 November 2001
  7. Sokrates
    Gast
    0
    das mit der statistik ist schon krass...

    das problem dabei ist, daß die meisten menschen in unserer region (für die anderen regionen kann ich nichts sagen...) ihren lebensstandard nicht aufgeben wollen, eben weil er "standard" ist. und es lebt sich in einem bestimmten zustand (sei es jetzt arm oder reich) unter gleichgesinnten besser, als unter solchen mit mehr materiellen mitteln. soll also heißen, solange wir nicht arm sind, werden wir nicht freiwillig ärmer. wenn schon viele arm wären (bei uns), wäre die bereitschaft zu teilen größer. einfach deshalb, weil dem menschen probleme (meistens) nur wirklich! bewußt werden, wenn er sie sehen kann.

    in dieser hinsicht ist der mensch einfach nicht "planungsbegabt". das ist wie mit der ökologie. viele schert es einen dreck (wie passend *g*), was mit der umwelt passiert. und vom rest tun die meistens nichts wirklich gegen umweltverschmutzung. und das, weil es vor ihrer tür und in ihrer wohnung ja noch sauber ist. wenn ihnen täglich plastikmüll ins fenster regnen, algen aus dem wasserhahn kommen würden und täglich sturmflut wär - vielleicht käme er dann zum schluß, daß er etwas hätte tun sollen. aber wie das so ist: dann isses zu spät.

    ups - ein wenig vom thema abgewichen :rolleyes:
    die ungleichmäßige verteilung des wohlstandes ist eins der größten probleme der menschheit. anmerkung zum "wohlstand": wenn jeder die gleichen mittel zu verfügung hätte, so behaupte ich, daß es keinen wohlstand mehr gäbe, da jeder arm wär. einzige lösung: radikal andere gesellschafts bzw wirtschaftsform - wobei ich mir nicht sicher bin, ob letzteres funktioniert. ersteres würde aber bedeuten, daß wir "wohlstand" anders definieren müßten. autos und co. wärn dann schon mal "weg vom fenster". ich glaub, man müßte einen ähnlichen zustand wie bei naturvölkern oder evtl. auch wie im mittelalter anstreben, um einen akzeptablen lebenszustand für alle zu schaffen - und davon soll mal eine die industriestaatler überzeugen... :rolleyes:

    nur nochmal als kleine kritik an die, die permanent über die ungleiche verteilung des geldes meckern: würdet ihr all das spenden, was ihr mehr habt als der durchschnitt, um es ein paar menschen für einige zeit besser gehen zu lassen? ich denke, fast alle (wenn nicht gar alle) würden ehrlich mit nein antworten...

    dabei ist selbst das (theoretische) spenden problematisch: man hilft den menschen damit nur kruzzeitig. und wenn sie nicht lernen, ihre probleme zu lösen, wird es danach nur noch schlimmer. das ist wie mit verhätschelten kindern, wenn sie plötzlich auf eigenen beinen stehen sollen.

    außerdem hat die welt noch ein ganz anderes problem, daß die kluft zwischen arm und reich noch vergrößert: viel zu viele menschen in dern ländern der dritten welt. sorry, daß ich das jetzt so hart ausdrücke: aber wenn die menschen nicht lernen (bzw. es nicht beigebracht kriegen), über ihren tellerrand zu schauen, haben wir sehr bald ein kritisches niveau erreicht (wenn es nicht schon soweit ist), und dann gute nacht... die erde kan so viele menschen einfach nicht ernähren, da kann man politik treiben und hilfe leisten so viel man will...

    sollte euch etwas an meinem beitrag erbost haben (was ich mit einkalkuliert habe :rolleyes :smile:, immer her damit. ich werd dann versuchen, meinen standpunkt zu untermauern bzw. mißverständnisse zu klären.

    greetz

    p.s.: natürlich wäre ich auch glücklicher, wenn es allen menschen gut ginge, aber man muß die dinge schon realistisch sehen...
     
    #7
    Sokrates, 20 November 2001
  8. snot
    Gast
    0
    irgendwie gibt das thema nix her...
    also mach ich jetzt an ganz sanften themenwechsel - mehr oder weniger.

    ich hab heute den halben tag auf einem begräbnis mit anschließendem leichenschmaus und messe verbracht.

    beinahe naturgemäß sind meine gedanken also ständig um tod, trauer und religion gekreist. wie üblich hab ich mich und die anderen gäste ziemlich genau beobachtet und war (ebenfalls wie üblich) beinahe erstaunt über die starken emotionen, die da aufkamen.

    mir ist bekannt, daß ich ein ziemlich kühler mensch bin. am liebsten wäre ich sogar wie mr. spock - jegliche gefühlsregungen würde mir beinahe wie ein segen vorkommen.
    irgendwie ist es mir manchmal unverständlich, wie sehr man sich selbst grämen kann, weil jemand gestorben ist. ich gebe zu, daß der tod dieses menschen mir sehr nahe gegangen ist - aber warum nochmal tränen vergießen, wenn die leiche des menschen in die erde versenkt wird?
    ich glaube eigentlich nicht an reinkarnation, wiederauferstehung, himmel oder sonstiges leben nach dem tod - trotzdem kam es mir wie eine erlösung für diesem menschen vor, als er gestorben ist. sie hatte einen langen leidensweg, den sie nun, nachdem gewisse umstände in ihrem leben in ihren augen offenbar geregelt waren, endlich beendet hat.

    ich will euch nicht mit endlos-texten erschlagen (*winkewinke* sokrates :zwinker:), ich wart lieber mal was ihr so über tod und co denkt.
     
    #8
    snot, 26 November 2001
  9. Teufelsbraut
    teuflisch gute Beiträge
    4.742
    121
    2
    vergeben und glücklich
    Mir ist solche Trauer um einen Menschen sowieso fremd - alle, die bis jetzt aus meiner Familie verschieden sind, standen mir emotional nicht sonderlich nah (obwohl es meine Großeltern waren).

    Aber ich hab einen anderen, interessanten Aspekt an mir selbst erkannt. Als mein Kater gestorben ist, mit dem ich groß geworden bin und der mir wohl von allen Wesen dieser Welt bis dahin gefühlsmäßig am nächsten Stand, hab ich nur solang geweint, wie er um sein Leben gekämpft und gelitten hat. Als wir ihn dann beim Tierarzt einschläfern ließen und dann alles vorbei war, mußte ich nicht mehr weinen. Ich war zwar noch sehr traurig, aber es machte mich auch froh, dass er nicht mehr leiden mußte. Und so ging es mir bei jedem Haustiere, das verstorben ist.

    So gesehen, sehe ich den Tod auch als Erlösung (in solchen Fällen) - das macht die Sache für mich wirklich minder traurig und schlimm.
     
    #9
    Teufelsbraut, 26 November 2001
  10. Sharky18
    Gast
    0
    Weil ich hier zufällig mal reingespechtelt hab wollt ich nur schnell sagen das es mir bei dem thema so ähnlich wie snot geht.

    Vor einiger Zeit haben im abstand weniger wochen zwei jugendliche aus unserem ort selbstmord begangen.
    (Auf einen will ich näher eingehen)
    Sie hat diesen selbstmord noch dazu mit einem zweiten begangen den sie über internet kennengelernt hat und ist für die "Tat" extra zu ihm nach norwegen gefahren! (ihr habt vielleicht in den nachrichten davon gehört)

    Nun ja dieses Mädel war die Tochter einer arbeitskollegin meiner mutter und ich habe sie auch flüchtig gekannt.
    Nun ist so ein Fall natürlich erschütternd und auch das begräbnis und alles.
    Vor allem weil es ja eine jugendliche war!
    Mir fällt es aber trotzdem irgendwie schwer darüber bestürzt zu sein weil es für mich in der relation gegen kriege oder terroranschläge wo 1000ende menschen sterben einfach wie ein "Klacks" vorkommt!
    Ich habe dieses mädel schon gekannt aber ich denk mal wenn mein (10 jähriger) Kater sterben würde wär ich auch mehr darüber erschüttert so hart das klingt...
    Menschen sterben eben!
    Was Religion betrifft sollte sich jeder seine eigenen gedanken machen.
    Ich glaube eigentlich fest an ein "Jenseits" unsere staatlich aufgedrückten kirchen haben für aber mit dem tod herzlich wenig zu tun und ich kann mir nicht vorstellen unter einem Kreuz oder ähnlichem beerdigt zu sein!


    Sharky

    <FONT COLOR="#800080" SIZE="1">[ 27. November 2001 18:11: Beitrag 1 mal editiert, zuletzt von Sharky18 ]</font>
     
    #10
    Sharky18, 27 November 2001
  11. Sokrates
    Gast
    0
    tja, ich hab in sachen tod noch nicht viel erfahrung, tode von verwandten (die ich auch persönlich kannte) hab ich nur als kind mitgekriegt, und da realisiert man nicht wirklich, was passiert ist.

    anders war es, als wir unseren hund einschläfern lassen mußten. sie hatte irgendeine krankheit, von der keiner wußte, was es war, aber letztendlch war sie blind, taub, nahezu nicht in der lage etwas zu riechen und hatte immer öfter krampfartige, vielleicht auch epiläptische anfälle. das war jedesmal schlimm. von daher hab ich es auch als erlösung empfunden, als sie es hinter sich hatte, aber traurig war ich und bin ich immer noch. eher bin ich jetzt trauriger als ich es am anfagn war...

    zu dem emotionsausbrüchen beim zugrabelassen:
    das kommt meiner ansicht nach daher, daß man sich bei diesem anblick nochmal bewußt wird, daß man den dahingeschiedenen nie mehr wieder sieht...

    und daß man nahestehenden tieren oder so im allgemeinen eher nachtrauert als einem (nahezu) fremden menschen ist für mich vollkommen klar. ich muß zugeben, daß ich auch nach den anschlägen nicht wirklich getroffen war. ich mein, es ist tragisch, daß so viele ihr leben ließen, aber ich habe keinen gekannt, von daher hat es mich nicht sehr berührt... vielleicht kommt es auch daher, daß meine ersten gedanken bei den bildern warn: das gibt krieg... :rolleyes: naja, so wars ja auch.

    ABER das solls gewesen sein (winke@snot *g*) wenn ich am schreiben bin, achte ich nicht auf die länge meines textes, also sorry, falls sich jemand durch die länge mancher meiner beiträge gestört fühlt :zwinker: aber ich zwinge ja niemenden, sie zu lesen... JAAA ich mach ja schon schluß :tongue:

    greetz :zwinker:
     
    #11
    Sokrates, 27 November 2001
  12. User 631
    Verbringt hier viel Zeit
    547
    103
    6
    nicht angegeben
    Ist das obige Thema zu Ende? Dann hab ich noch ne philosophische Standardfrage, die ich hier mal breittreten will:

    Wenn im Wald ein Baum umknickt und niemand es mitbekommen hat, hat es dann ein GEräusch gemacht?
     
    #12
    User 631, 2 Dezember 2001
  13. DocPixel
    Ruhestand
    217
    101
    0
    Single
    Bleibt doch erst mal die Frage, was das Geräusch, falls vorhanden, verursachen sollte. Wovon wird der Baum umgeknickt? Von einem sich dran schubbernden Wildschwein? Dann war das Geräusch des Wildschweins da. Vom Wind? Der flüstert leise sein Lied oder singt sein Sturmgetöse. Also auch Geräusch. Vielleicht knickt der Baum auch aus Langeweile um weil ihm die anderen Bäume um ihn herum zu eintönig sind. Na dann war zumindestens das Rauschen des Nichts da...
    Gute Nacht und viel Spaß beim Nachdenken,
    Steffen :zwinker:
     
    #13
    DocPixel, 2 Dezember 2001
  14. Sokrates
    Gast
    0
    tja, also erstmal muß ich sagen, daß das nicht wirklich ne philosophische frage ist. naja, gewissermaßen schon, aber nicht so ganz *lol*

    es gibt da nochn anderes beispiel: man sperrt eine katze (oder etwas anderes für alle katzenliebhaber *g*) in einen kasten, der ein abgeschlossenes system ist. das heißt, von außen kann nichts, absolut gar nichts rein, und genau so viel kann auch heraus. wenn man sich jetzt die frage stellt, ob die katze lebt oder nicht, kann man sie logischerweise nicht beantworten. die katze ist also tot und lebendig. erst, wenn man in das system eingreift, also zum beispiel den deckel der ksite öffnet, entscheidet man quasi über tod oder leben der katze. natürlich kann man auch sagen, die katze ist schon vorher tod bzw. war nie tod, aber wie soll man es rausbekommen? und wenn nun eine tote und eine lebendige katze drin sind? und eine von beiden verschwindet, wenn man die kiste öffnet.

    ihr merkt schon, reine gedankenspielerei. ich bezweifle, daß das mal irgendwo anwendung finden wird. vielleicht soll es uns einfach nur sagen, daß man nie etwas mit sicherheit voraussagen kann.

    aber nun zu jans frage: jein :grin:
    man kann das von zwei seiten sehen (hören?): einerseits kann man durchaus den standpunkt vertreten, daß der baum ein geräusch verursacht hat, weil er ja umgefallen ist. und das macht nun mal ein geräusch. andererseits könnte man aber auch behaupten, es gab kein geräusch, weil ein geräusch bloß die wahrnehmung ist, und wenns keiner wahrnimmt, gibts auch kein geräusch.

    jetzt fällt mir noch ein dritter standpunkt ein *g*: es könnte ja sein, daß der baum geräuschlos umgefallen ist. man kann es aber nicht nachweisen, weil ja niemend da war oder so.

    anmerkung zum doc: man kann auch sagen, daß der baum einfach so umgefallen ist, oder er ist nicht umgefallen, er liegt halt nur da, wo er vorher noch gestanden hat. die frage danach, ob beim umfallen, umschmeißen oder umnichtsn (*g*) ein geräusch da war, tja, das kann dann auch keiner mehr sagen...

    wer weiß, vielleicht schweb ich ja auch grad vor meiner tastatur rum, oder ich schreib mit meinen haaren. niemand könnte es widerlegen. einfach nur zu sagen: "in haaren sind keine muskeln, wie soll man dann damit tippen?" reicht da nciht aus. vielleicht hab ich ja muskeln in meinen haaren. vielleicht hab ich sie auch und in 5 minuten nicht mehr. das gibts nicht? woher will man denn bitte wissen, was es gibt und was nicht. ein gesetz ist höchstens so lange gültig, bis es wiederlegt wird. und wenn gravitation einmal abstoßend wirkt (warum, daß lasse ich jetzt mal außen vor), tja, dann hatten wir mal ein gesetz, das da besagt, gravitationskraft ist immer anziehend.

    ich hoffe, hir versteht so in etwa, worauf ich hinaus will.

    ich hab die frage(n) nicht beantwortet? tja, kann ich auch nicht. und ich behaupte mal, das kann keiner :zwinker:

    greetz :tongue:
     
    #14
    Sokrates, 3 Dezember 2001
  15. User 631
    Verbringt hier viel Zeit
    547
    103
    6
    nicht angegeben
    Um meine Frage zu verfeinern: Der Baum würde ein Geräusch beim Umfallen machen, wenn jemand da war, um es zu hören.

    Darüber habe ich mit unserem Betriebsphilosophen (ja, ab und zu arbeiten wir auch noch :zwinker:) sehr lange diskutiert. Wir sind zum Schluss gekommen, dass nichts, was nicht in unserem Wahnehmungsbereich liegt, existiert.

    (Dann dachten wir uns aber: So lange wir die Arbeit nicht wahrnehmen, existiert sie auch nicht, und da war der Chef anderer Meinung :grin: )


    PS: @Sokrates: Über das Katzenmodell streiten sich ja inzwischen auch die Quantenphysiker.....

    <FONT COLOR="#800080" SIZE="1">[ 03. Dezember 2001 12:58: Beitrag 1 mal editiert, zuletzt von Der Lange Jan ]</font>
     
    #15
    User 631, 3 Dezember 2001
  16. Sokrates
    Gast
    0
    tja, wie gesagt, man kann das von verschiedenen seiten betrachten. aber es stimmt schon, daß das, was nicht in mein (um mal konkret zu sein) bewußtsein dringt, nicht in mir bzw. für mich exisiert. für mich exisiert z.b. meine tastatur, denn ich sehe sie, ich höre sie (wenn ich drauf tippe) und ich fühle sie. aber du nicht, ergo existiert sie für dich nicht. naja, jetzt allerdings schon, da du sie dir bestimmt grad vorstellst *g*

    man kann nie wissen, was außerhalb von uns passiert. klar kann man behaupten, daß es "da draußen" eine welt gibt, aber das ist im grunde nicht einmal die frage nach ihrer existenz wert, da wir es nicht überprüfen können. einzige möglichkeit: hinsehen, hingören oder was auch immer, aber damit führen wir uns die welt ja bereits "zu gemüte". klar? :grin:

    und das katzenmodell: ich hab das beispiel auch aus som buch über physik bzw. n freund von mir hats mir mal gezeigt, aber was genau die damit bezwecken wollen weiß ich nicht :zwinker:

    greetz
     
    #16
    Sokrates, 3 Dezember 2001
  17. eheu
    eheu (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    177
    101
    1
    vergeben und glücklich
    und wenn wir schon dabei sind bei theoretischen Gehirnwindungsspielchen: Platons altbekanntes Höhlengleichnis:

    Stellt euch vor, eine gruppe menschen sind seit geburt an in einer höhle eingesperrt, können sich nicht bewegen und starren daher immer nur auf die wand vor ihnen. Auf gerade diese Wand wird mittels einem feuer die schatten von verschiedenen gegenständen, ungeheuern etc. projeziert... die leute glauben, dass sei die wahrheit. was passiert aber wenn man einen dieser menschen befreit? man führt ihn nach oben (aus der höhle raus) und ans licht ( erst ist er von der grellen sonne geblendet) und zeigt ihm (nachdem sich seine augen an das licht gewöhnt haben) die bäume, die gegenstände, ungeheuer etc. wie sie (für uns) real sind und sagt ihm dass sind sie wirklich, das andere waren nur schatten, trugbilder der (unserer) realität. er wird es sicher als logisch erkennen und als die wahrheit erachten. er kehrt zurück in die höhle und versucht seinen freunden zu erklären, dass das was sie ein lebenlang für die realität, die wahrheit gehalten haben nur abbilder/schatten von anderen dingen sind... sie werden ihm wohl nicht glauben, denn der mensch glaubt nur das, was er auch empirisch (mit den sinnen) beweisen kann.

    Ist ja so, oder? man braucht nur Gallileo herannehmen...

    (Wer macht mit und führt gemeinsam mit mir dieses Experiment durch?? *ggg* vorraussetzung sind versuchspersonen und viieeeeeeeeel zeit *ggg* :zwinker: :grin: )

    lG Uwe

    PS.: scheiß auf groß-/kleinschreibung

    PPS.: noch zwei so Gedankenspiele:
    1: Ist der Mond auch da, wenn man nicht hinsieht?

    2: In einer welt voller verrückter, ist da nicht derjenige verrückt, der nicht verrückt ist?

    <FONT COLOR="#800080" SIZE="1">[ 03. Dezember 2001 17:43: Beitrag 1 mal editiert, zuletzt von eheu ]</font>
     
    #17
    eheu, 3 Dezember 2001
  18. Teufelsbraut
    teuflisch gute Beiträge
    4.742
    121
    2
    vergeben und glücklich
    Alsoooo zumindest ich wär so ein Höhlenmensch :grin: .Der kann mir viel erzählen, wenn ichs net selbst gesehen hab - und es mir absolut net vorstellen kann, weils net in mein Weltbild paßt (in diesem Fall wärs wohl so)

    Zu der Sache mit dem Mond... is genau diesselbe Frage wie: wenn du die Tür zu einem Zimmer schließt, wer sagt dir, dass es immer noch da ist?
    Gott sei Dank sind beide Dinge immer da, wenn wir hinsehen bzw. hineinsehen - sonst würden wir irgendwann mal ziemlich dumm aus der Wäsche schaun *ggg*.

    Und zu verrückt: "verrückt" ist für mich ein WOrt, dass der Mensch nur dazu erfunden hat, um Dinge damit zu betiteln, die er nicht versteht - also ist für mich ich die Frage hinfällig :zwinker:
     
    #18
    Teufelsbraut, 3 Dezember 2001
  19. Sokrates
    Gast
    0
    tja, ob ich auch so ein höhlenmensch wär... schwer ztu sagen, auf jeden fall wär ich sehr skeptisch. ich fänds wahrscheinlich eher komisch, wenn mir der typ sagt, er hätte sich bewegt *g*

    <BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Helvetica, sans-serif">Zitat:</font><HR>Und zu verrückt: "verrückt" ist für mich ein WOrt, dass der Mensch nur dazu erfunden hat, um Dinge damit zu betiteln, die er nicht versteht - also ist für mich ich die Frage hinfällig[/quote]
    hm, diese definition könnte mir zusagen... :grin:
    vieles von dem, was der mensch nicht versteht, wertet er auf irgendeine weise ab (irgendwie fällt mir da spontan der macho ein *g*). naja, so long,

    greetz :smile:
     
    #19
    Sokrates, 4 Dezember 2001
  20. User 631
    Verbringt hier viel Zeit
    547
    103
    6
    nicht angegeben
    Seit ihr bereit für noch ne phil. Frage? Wie meine Frage davor schleift das nicht nur am philosophischen, sondern auch an der modernen Physik:

    Ist unser Leben vorherbestimmt?

    (Wegen dieser Frage sind angehende Physiker lieber Philosophen geworden)

    Ich will mal ein Beispiel geben: In einem Pool-Billiardspiel muss ich nur noch die 8 versenken und die steht so gut, dass ich nur treffen kann, selbst wenn ich mit einer Cola in der Hand spielen würde. Jetzt stoße ich.

    Dann ist es doch vorherbestimmt, dass die 8 versenkt wird, oder?

    That's all folks
     
    #20
    User 631, 7 Dezember 2001

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