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philosophische grundfrage

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von re_invi, 13 Januar 2005.

  1. re_invi
    Gast
    0
    wir können die welt nicht verändern - sie verändert sich mit uns



    und nun eure meinung :grin:

    invi
     
    #1
    re_invi, 13 Januar 2005
  2. Bengel77
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    vergeben und glücklich
    welche form des gegensatzes meinst du damit zu postulieren?
     
    #2
    Bengel77, 13 Januar 2005
  3. re_invi
    Gast
    0
    ich meine damit den ausgleich zwischen natur und kultur. zerstört der mensch die natur? nutzt er sie nur? wie wichtig ist kultur? kann der mensch kultur zu gunsten von natur minimieren? will er das?

    ich schreibe gerade ne facharbeit darüber. mich interessiert nur mal eure meinung! und nein das ist keine rechersche für die facharbeit, die is nämlich schon fertig :tongue:

    invi
     
    #3
    re_invi, 13 Januar 2005
  4. Bengel77
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    gut, dass die arbeit schon fertig ist! *lob*

    ehrlich gesagt, kann ich mit dem gegensatzpaar leider trotzden nichts anfangen. aber ich hab mein philosophicum ja auch schon bestanden, da muss ich das nicht mehr verstehen *g*
     
    #4
    Bengel77, 13 Januar 2005
  5. Kolibri
    Gast
    0
    Erstmal finde ich, ist es wichtig zu definieren was "Welt" bedeutet in diesem Kontext. Nur die Natur? Natur und Mensch, also die Gesellschaft, d.h. plus die Kultur, Infrastruktur, die Tierwelt, und was es nicht alles gibt..?

    Sagen wir mal, die Welt sei "alles", also Menschen, Gesellschaft (dazu gehöre Kultur, Infrastruktur, Politik, Soziales, etc) Natur/Umwelt, Tiere,... (noch was vergessen ?). Und "wir" seien = Menschheit.

    Wenn man annimmt, wir, d.h. die Menschen, können die Welt nicht verändern, dann schließe ich daraus, dass sich die Welt selbst verändert.

    Und dann folgt: "sie verändert sich mit uns" - wenn die Welt sich mit uns verändert, entnehme ich dem Satz, dass die Menschheit sich auch verändert. Und zwar verändern sich Welt und Menschheit dann zeitgleich, gleichzeitig.
    Entweder verändern sich Welt und Mensch nebeneinander, von allein, unbeeinflusst von einander .

    Oder aber, es (dass die Welt und die Menschheit sich gleichzeitig verändern) könnte bedeuten, dass die Welt sich verändert, weil wir uns verändern.
    Und das wiederum heißt, dass wir die Welt beeinflussen . Also wirkt sich die Veränderung des Menschen auf die Welt aus.
    Wir sind schlussfolgernd der Grund warum sich die Welt verändert.
    Und das heißt, dass wir die Welt durch unsere Veränderung mit verändern , ob das die Menschheit will oder nicht.

    Also lässt sich folgern, dass die These "wir können die welt nicht verändern"
    in diesem Zusammenhang: "sie verändert sich mit uns",
    widerlegbar ist. Wenn man davon ausgeht, dass die Veränderung der Menschheit die Welt beeinflusst, insofern, dass diese sich dann schlussfolgernd auch verändert.
    Die Aussage, die Menschheit könne die Welt nicht verändern würde somit nicht stimmen.

    Aber wenn man annimmt, dass die Welt und die Menschheit sich beide verändern, aber nicht beeinflussen , dann würde das heißen, dass sich die Welt ohne unser Mittun verändert .

    Oder aber, man nimmt an, dass beide Varianten möglich sind.
    Das heißt, die Welt verändert sich von sich aus. Und zusätzlich beeinflussen und verändern die Menschen sie.
    Aber das widerlegt auch die These "wir können die welt nicht verändern".


    Ob das nun generell stimmt oder nicht, oder ob das meine Meinung ist, sei dahingestellt. Ich hab diesen Satz nur etwas "zerpflückt" und meinen Teil dazu geschrieben :gluecklic.

    @re_invi: Es interessiert mich in welchem Fach/Kurs du zu diesem Thema eine Facharbeit geschrieben hast? :zwinker:

    Kolibri
     
    #5
    Kolibri, 13 Januar 2005
  6. Bengel77
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich tippe mal auf "Bioethische Positionen/Deutungen seit dem Rome-Prozess".
    Zumindest scheint mir nur eine eher auf den Überblick angelegt Arbeit in der Lage zu sein, ein solch umfangreiches Thema anzureißen. Wenn ich mir nur vorstelle, was da alles reinspielt, suche ich sofort Vermeidungsstrategien ;-)
    Bioethisch muss sie deswegen sein, weil ich mir kein anderes Feld vorstellen kann, in dem dieses Gegensatzpaar ernsthaft aufgemacht werden würde, da Folgen doch im wesentlichen hinter Interdependenzen zurückstehen müssen.

    Tippt wer mit, bevor der Threadstarter antwortet?
     
    #6
    Bengel77, 14 Januar 2005
  7. re_invi
    Gast
    0
    nicht schlect kolibri, war schon so ungefähr die richtung in die ic vorgedrungen bin :zwinker:

    die arbeit hab ich in kunst geschrieben :grin: facharbeit, habe einen film gemacht (mit filmmaterial aus london, war april eine woche in london), und das habe ich eben so auf hektik usw parallel zur musik geschnitten. die musik habe ich auch selbst gemacht. und dahinter hab ich halt noch ein großes philosophisches konstrukt aufgebaut und 45 seiten geschrieben (mein kunstlehrer meinte ess reichen auf 12, aber ich konnte in der hinsicht nicht kürzen :zwinker: philosophie ist halt "geschwaffel").

    ich bin der meinung, dass die natur innerhalb der kultur besteht. natur ist aber ein unaufhaltbar fortschreitender prozess. egal wie sehr sich der mensch bei der natur "bedient", egal wie sehr er sie angeblich ausbeutet, der natur ist das völig egal. sie beschwert sich nicht. und die natur (hier gesehen als alles bedingende, also raum+zeit, aber auch eben fortschritt, zivilisation) holt sich alles irgendwann wieder zurück. das heisst, dass kultur nicht länger sein kann als natur, das ist schlichtweg unmöglich, da natur ja auch zeit ist, und die zeit kann der mensch nicht "überlisten". also wird kultur verfallen. und da der mensch den naturkreislauf nicht aufhalten kann, sage ich, dass sich die welt mit uns verändert, was ja eigentlich doppeldeutig ist, wie du schon erkannt hast. es widerlegt auf der einen seite die these "wir können nicht", aber das trifft es genau, da es nicht aktiv, sondern passiv ist, ganz egal ob du das "mit uns" jetzt als "durch unser handeln" oder als "trotz unseres handelns" deutest.

    das ist so meine ansicht ^^ die arbeit handelt eben vom ausgleich zwischen natur und kultur. kennt jemand den film koyaanisqatsi von godfrey reggio? vom stil her ungefähr so, nur wesentlich moderner, dynamischer, und nicht moralinsauer! ich klage den menschen nicht als "naturzerstörer" an wie das reggio macht, sondern ich sage dass der mensch gar nicht anders kann. deshalb stelle ich die fage: brauchen wir eine neue moral? :zwinker:

    war jetzt alles ein wenig verquer. die FA is jdf strukturierter :zwinker: aber ich find das thema einfach sauinteressant, so dass mich mal eure meinung interessiert.

    invi

    @bengel

    kunst ist wunderbar um solche sachen zu diskutieren, da kunstwerke eben entweder nur analytisch sein können und diesen geegenwärtigen zustand darstellen können (wie ich das gemacht habe), oder polarisieren wollen, d.h. lehren wollen (wie ich es NICHT machen wollte).

    kunst ist in verbindung mit philosophie eine absolut geniale waffe zur diskussion von dialektischen gegebenheiten :smile:

    invi
     
    #7
    re_invi, 14 Januar 2005
  8. Bengel77
    Verbringt hier viel Zeit
    134
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    0
    vergeben und glücklich
    hast recht. ich hatte lediglich nicht den blick über den phlosophischen tellerrand gewagt ;-)
     
    #8
    Bengel77, 14 Januar 2005
  9. Kolibri
    Gast
    0
    Danke invi :smile:.

    Das Thema hört sich sehr interessant an!
    Ich studiere im Nebenfach Ethnologie und dort beschäftigen wir uns auch mit Kultur und unter anderem Natur. Ich besuche eine Vorlesung, wo das Thema "Natur - Kultur" in einer Sitzung mal drin vorkam :zwinker: .
    Ich darf das ganze Thema und noch weiteres wieder "aufrollen", weil wir am 1. Februar eine Klausur darüber schreiben werden :grin: :cool1: (-.-)°...

    Gruß, Kolibri
     
    #9
    Kolibri, 14 Januar 2005

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