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  • MrShelby
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    1 Februar 2010
    #1

    Praktikum - Ausbeutung oder Chance?

    Vor einiger Zeit ging ja der Begriff der "Generation Praktikum" durch die Zeitungen, der beschreiben soll, dass Absolventen fast aller Fächer (außer Medizin und Naturwissenschaften) immer seltener eine direkte Einstiegsstelle finden, und demgegenüber immer häufiger mit i.d.R. unbezahlten Praktika vertröstet werden.
    Das ein Praktikum helfen kann, Kontakte zu knüpfen und praktische Erfahrungen zu sammeln, wird niemand bestreiten. Andererseits finde ich die Vorstellung seltsam, dass Absolventen für 0 Euro arbeiten sollen, und somit im Lohngefüge unterhalb der Ferienjobber einsteigen. Das man durch das Praktikum bessere Chancen hat, ist ja nicht sicher. Und schlimmstenfalls werden durch Praktikanten Vollzeitstellen abgebaut, was zu einen Lohnverfall in manchen Branchen führt, wenn die 0-Euro-Jobber zum Normalfall werden.

    Wie sehen eure Erfahrungen damit aus?

    Habt ihr euch schonmal auf Stellen beworben, und lediglich ein Praktikum angeboten bekommen?

    Kennt ihr Leute, die es nicht schaffen, in den Arbeitsmarkt zu kommen, und sich nur von Projektarbeit zu Praktikum hangeln?

    Würdet ihr ein Praktikum machen, da dies im Lebenslauf besser aussieht, als eine mehrmonatige erfolglose Jobsuche?

    Und an die gegenwärtigen Studenten: Habt ihr Angst, nach dem Studium nix zu finden, und dann nach der Uni sehr unschön in die Realität entlassen zu werden?
     
  • Subway
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    1 Februar 2010
    #2
    Vor meiner Ausbildung hab ich 1 Jahr Praktikum (nicht für 0€, aber doch ziemlich schlecht bezahlt) bei der Firma gemacht. Mir hat es geholfen, weil ich in der Zeit eh nix zu tun hatte und so meine Ausbildungsstelle sicher hatte.

    Inzwischen würde ich kein Praktikum mehr machen, dafür sind meine Erfahrungen und Fähigkeiten doch schon zu weit, als dass ich mich noch mit einem Praktikum rumärgere.
     
  • User 92211
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    1 Februar 2010
    #3

    Wie sehen eure Erfahrungen damit aus?


    Bisher sehr positiv, habe ein unbezahltes Schülerpraktikum in der 11. gemacht und dann zwei Praktika im Studium, die beide sehr sinnvoll und noch dazu gut bis sehr gut (also für ein Praktikum eben) bezahlt waren.

    Habt ihr euch schonmal auf Stellen beworben, und lediglich ein Praktikum angeboten bekommen?

    Nein.


    Kennt ihr Leute, die es nicht schaffen, in den Arbeitsmarkt zu kommen, und sich nur von Projektarbeit zu Praktikum hangeln?


    Leider ja. Zumindest eine davon hat aber auch einen wirklich durchwachsenen Abschluss und auch, wenn das sicher nicht alles ist, denke ich, dass das auf jeden Fall ein Faktor ist.

    Würdet ihr ein Praktikum machen, da dies im Lebenslauf besser aussieht, als eine mehrmonatige erfolglose Jobsuche?

    Ich war noch nicht in der Situation, aber als letzten Ausweg ehe man nichts macht - unter bestimmten Umständen wohl schon.


    Und an die gegenwärtigen Studenten: Habt ihr Angst, nach dem Studium nix zu finden, und dann nach der Uni sehr unschön in die Realität entlassen zu werden?


    Schon, ja...
     
  • Stonic
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    1 Februar 2010
    #4
    Sowohl auf aktiver wie auch passiver Seite schon erlebt und würde ich heute nicht mehr machen aber das liegt an meiner mittlerweile doch zu umfangreichen Berufserfahrung. 0 € haben die Praktika nie gebracht und sie haben mich gut auf die Assesmentcenter vorbereitet.

    Auf der anderen Seite bin ich nun jemand der Praktika vergibt sowohl Schülerpraktika wie auch Absolventenpraktika. Die Schülerpraktika sind unbezahlt und sollen den Schülernhelfen erstmal zu sehen ob der Ausbildungsplatz den wir anbieten etwas für sie ist und nicht wie im Fernsehen dargestellt. Wenn sie sich dann für eine Bewerbung als Azubi entscheiden wissen wir wengstens, daß die jungen Damen wissen auf was sie sich einlassen.
    Bei Absolventenpraktika machen wir es so daß diese auf 3 Monate befristet sind um zu schauen ob a) die Absolventen überhaupt Lust auf den Beruf des Anwalts haben und b) ins Team passen. Ich finde hier das Praktikum für beide Seiten vorteilhafter weil dann nicht im Lebenslauf steht das sie in der Probezeit gekündigt wurden
     
  • Zwergenfrau
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    1 Februar 2010
    #5
    Habt ihr euch schonmal auf Stellen beworben, und lediglich ein Praktikum angeboten bekommen?
    Nein, das ist mir noch nicht passiert.

    Kennt ihr Leute, die es nicht schaffen, in den Arbeitsmarkt zu kommen, und sich nur von Projektarbeit zu Praktikum hangeln?
    Nein. Die mir bekannten Absolventen hatten alle fast direkt einen Job nach dem Abschluss.

    Würdet ihr ein Praktikum machen, da dies im Lebenslauf besser aussieht, als eine mehrmonatige erfolglose Jobsuche?
    Wenn es Aussicht auf Übernahme gibt, ja, Ansonsten soll sich das Unternehmen seine billigen (unbezahlten) Arbeitskräfte bitte ohne mich finanzieren.

    Und an die gegenwärtigen Studenten: Habt ihr Angst, nach dem Studium nix zu finden, und dann nach der Uni sehr unschön in die Realität entlassen zu werden?
    Ich studiere keine brotlose Kunst. Habe gerade einen Praktikumsplatz gesucht und gefunden. Bezahlt. Die einzigen Bedingungen sind, dass ich über das Praxissemester hinaus arbeite und nach dem Examen dort auch anfangen soll, da in mich erstmal viel Zeit investiert werden muss. Die Theorie kann ich, die Praxis fehlt noch.
    Allgemein ist es in meiner Studienrichtung üblich, bei Abschluss auch den Job in der Tasche zu haben. Wir sind anscheinend heiß begehrt.
     
  • Joppi
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    1 Februar 2010
    #6
    Wie sehen eure Erfahrungen damit aus?

    Gerade jetzt höre ich immer öfter, dass Freunden Praktika statt Festanstellungen angeboten werden. Manche steigen da sogar drauf ein, auch wenn die Praktika unbezahlt sind.


    Habt ihr euch schonmal auf Stellen beworben, und lediglich ein Praktikum angeboten bekommen?


    Noch nicht, aber das wird sicherlich noch kommen.


    Kennt ihr Leute, die es nicht schaffen, in den Arbeitsmarkt zu kommen, und sich nur von Projektarbeit zu Praktikum hangeln?


    Fällt mir gerade niemand ein. Aber werd ich in der kommenden Zeit sicher auch noch welche kennen lernen.


    Würdet ihr ein Praktikum machen, da dies im Lebenslauf besser aussieht, als eine mehrmonatige erfolglose Jobsuche?


    Ich würde ein Praktikum dann machen, wenn die Bezahlung bei 800€ netto liegt. Das brauch ich um zu überleben. Ansonsten keine Chance, alleine aus finanziellen Gründen könnte ich mir so etwas nicht leisten. Ich frage mich jedes Mal wie das finanziell gehen soll? 40h+ die Woche arbeiten und dann noch einen Nebenjob haben, der einen komplett über Wasser hält? Dann hat man ja gar keine Zeit mehr um Bewerbungen zu schreiben.

    Außerdem:

    - Lass ich mich nicht verarschen. Wenn ich unterbezahlt bin, bin ich der unaustehlichste Mitarbeiter den man sich vorstellen kann. Da würde mich sowieso keiner einstellen. Das liegt micht Sicherheit daran, dass ich von mir und meinen Fähigkeiten sehr überzeugt bin.

    - Hab ich genug Kaffeekocherfahrung und große Verantwortung bin ich für 0€-400€ nicht bereit zu übernehmen.
    Dilemma!

    Bevor ich das mache, arbeite ich lieber unterqualifiziert in der Branche in die ich will... und wenn ich das mit zwei 400€ Jobs machen muss..
     
  • xoxo
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    1 Februar 2010
    #7
    Während des Studiums sollte man das ein oder andere Praktikum machen, aber wer sich als Absolvent noch als Praktikant einstellen lässt, der verkauft sich unter Wert. Weniger als eine Traineestelle würde ich nicht annehmen. Der Job, in dem ich jetzt arbeite, ist ein ziemlich sicherer; ich kann die Studenzahl problemlos erhöhen lassen, sollte ich nach dem Studium nichts anderes finden. Um genau zu sein habe ich aber schon ein anderes Jobangebot in Aussicht, also da mache ich mir keine Gedanken.
     
  • ArsAmandi
    ArsAmandi (36)
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    1 Februar 2010
    #8
    Wie sehen eure Erfahrungen damit aus?
    Ich schreibe derzeit Bewerbungen und habe mittlerweile schon einen richtigen Hass meiner Branche (Medien) gegenüber entwickelt. "Eine feste Stelle können wir Ihnen derzeit nicht anbieten, aber Sie können gerne als Praktikant einsteigen", der nächste der das zu mir sagt kriegt eine Briefbombe ins Haus.

    Habt ihr euch schonmal auf Stellen beworben, und lediglich ein Praktikum angeboten bekommen?
    ja

    Kennt ihr Leute, die es nicht schaffen, in den Arbeitsmarkt zu kommen, und sich nur von Projektarbeit zu Praktikum hangeln?
    ja, kenne viele, eine ist gerade nach ihrem Bachelor beim dritten Praktikum, hat erst vor kurzem erfahren, dass sie noch ein Anrecht auf Wohngeld/Hartz IV zusätzlich hat und sich bisher mit nur 400 Euro durchgeschlagen. Sie macht regelmäßig Überstunden, weil man das in dem Betrieb "eben so macht". Die andere hat ihren Städtetrip storniert, weil man ihr weis machen wollte in einem 3-monatigem Praktikum gibt es keine Urlaubstage. Leider haben sehr wenige Ahnung, was die Betriebe mit Praktikanten machen dürfen und was nicht. Zur Info: http://www.fairwork-verein.de

    Würdet ihr ein Praktikum machen, da dies im Lebenslauf besser aussieht, als eine mehrmonatige erfolglose Jobsuche?
    Dickes NEIN! Ich lass mich definitiv nicht ausnutzen, wie Joppi schon sagte, wenn ich unterbezahlt bin, bin ich sowas von motivationslos und unengagiert, da hätte keiner Freude dran.
    Ein Praktikum sieht davon abgesehen auch nicht besser aus, die zukünftigen Arbeitgeber sehen, dass derjenige sich unter Wert verkaufte und werden ihm wieder ein Praktikum anbieten. Ich habe zudem auch schon genug Praktika gemacht (insg. etwa ein Jahr als Schüler und Student), so dass ich das nicht nötig habe, lieber arbeitslos als auf moderne Art versklavt.


    Habt ihr Angst, nach dem Studium nix zu finden, und dann nach der Uni sehr unschön in die Realität entlassen zu werden?
    Damals habe ich mir darum keine Sorgen gemacht, die Einsicht kam erst in den letzten Wochen des Studiums, als die ersten Absagen kamen.
     
  • User 53463
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    1 Februar 2010
    #9
    Das stimmt für Medizin quasi nur zum Teil. Zwar sollte es nach dem Abschluss kein größeres Problem sein eine Stelle zu finden, wenn man nicht in besonders beliebte Fachbereiche oder Kliniken möchte, dafür hat man bis zum Examen aber schon 10 Monate unbezahlte Pflichtpraktika hinter sich.
    Darunter sind drei Monate Krankenpflegepraktikum, bei denen man eigentlich nach 2-3 Wochen nichts mehr neues lernt und die restliche Zeit eigentlich nur für umme arbeitet. Und 12 Monate Praktisches Jahr was sich in meinen Augen von den erbrachten Leistungen sehr mit dem Referendariat der Lehramtsstudenten vergleichen lässt und sicherlich auch eine entsprechende Entlohnung verdient hätte. Zumal man sich während dieser Zeit ja nicht mal groß selbst mit Nebenjobs über Wasser halten kann, da das eben ein Fulltimejonb ist.
     
  • User 4590
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    1 Februar 2010
    #10
    Habt ihr euch schonmal auf Stellen beworben, und lediglich ein Praktikum angeboten bekommen?

    Einmal ist mir das passiert. Ich hatte mich um ein Volontariat beworben, bekam dann aber nur ein 6-monatiges Praktikum mit einer Bezahlung von 200€/Monat angeboten.

    Kennt ihr Leute, die es nicht schaffen, in den Arbeitsmarkt zu kommen, und sich nur von Projektarbeit zu Praktikum hangeln?

    Ich persönlich kenne da niemanden. Das liegt allerdings daran, dass meine Studienkollegen, die gleichzeitig mit mir fertig geworden sind, alle sofort die Promotion angeschlossen haben, also außer mir niemand nach Arbeit sucht. :zwinker: Von meinen Freunden studiert ein Teil noch, eine ist Apothekerin, eine Grundschullehrerin, beide hatten gleich nach dem Studium eine Stelle.

    Würdet ihr ein Praktikum machen, da dies im Lebenslauf besser aussieht, als eine mehrmonatige erfolglose Jobsuche?

    Ich habe mir geschworen, als Hochschulabsolventin keins mehr zu machen. Mein Lebenslauf weist inzwischen 5 Praktika (zwei als Schülerin in der Oberstufe, drei während des Studiums) und zwei längerfristige Nebenjobs mit Themenbezug zum Studium auf, das sollte wohl genügen. Ich finde es völlig ok, als Student Praktika zu machen, man muss sich ja schließlich auch selbst beruflich orientieren; aber jetzt ist mein Studium zu Ende, ich habe zwei Uniabschlüsse gemacht, da sehe ich nicht ein, mich immer noch als Praktikantin herzugeben - da müsste ich schon ziemlich verzweifelt sein.

    Im Übrigen sollte man sich nicht dem Irrglauben hingeben, dass Praktika im Lebenslauf immer besser aussehen als die Lücke wegen Jobsuche. Wenn man sich als Absolvent für Praktikantenstellen hergibt, kann das auch unvorteilhafte Signale an den nächsten potenziellen Arbeitgeber senden, außerdem ist das die klassische Schiene, um in den Dauerpraktikanten-Status abzurutschen, und dass das nicht gut aussieht, ist eh bekannt.

    Und an die gegenwärtigen Studenten: Habt ihr Angst, nach dem Studium nix zu finden, und dann nach der Uni sehr unschön in die Realität entlassen zu werden?

    Ich bin vor ziemlich genau einem Jahr mit dem Studium fertiggeworden, und mir war eigentlich immer klar, dass es in meinem Bereich nicht leicht werden wird, einen Job zu finden, insofern hatte ich mich mental schon vorher auf eine längere Suche eingestellt und versucht, mich nicht unter Druck zu setzen. Leider bin ich 3 Monate nach dem Abschluss krank geworden, seitdem liegt die Stellensuche auf Eis.
     
  • many--
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    1 Februar 2010
    #11
    Praktika sind meiner Erfahrung nach entweder eine Zumutung für den Praktikumsgeber (Schülerpraktikanten, Studentenpraktikanten im frühen Semester, v.a. bei Nichtpflichtveranstaltungen) oder für den Praktikanten selber (alles ab Mitte des Studiums aufwärts, wenn du also in der Lage bist, richtig produktiv zu arbeiten, aber keine müde Mark dafür siehst).
    Insgesamt stehe ich der Einrichtung "Praktikum" sehr negativ gegenüber. In Schule und Uni hat es für die Berufsausbildung seinen Sinn, suckt aber für Firmen und Arbeitgeber (aber da müsst ihr durch, Leute, der Nachwuchs bildet sich nicht von selber aus). Danach hat es für die Ausbildung eigentlich keinen Sinn mehr, denn "Erfahrungen sammeln" mache ich halt normalerweise im ersten Berufsjahr, im Einstiegsjahr. Für den Arbeitgeber hingegen hat es enormen Sinn, unbezahlte Akademiker einzusetzen, die sich besonders anstrengen, weil sie hoffen, mal mit einer Festanstellung belohnt zu werden.
    Das Ganze ist in seiner nachschulischen/-universitären Form doch nur noch blödsinnige Ausbeuterei. Und das schlimme ist: jeder weiß das, aber man kommt trotzdem nicht drum herum.
     
  • simon1986
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    1 Februar 2010
    #12
    Ich habe VOR dem Studienbeginn (also noch als Schüler) Praktika im Spital und im Altersheim gemacht. Ich wollte mich testen ob ich genug belastbar bin.
    Mit haben diese Praktika viel gebracht, und natürlich auch dem Arbeitgeber, weil ich wirklich motiviert und nicht ungeschickt war.

    Ausbeutung war es schon, denn ich war unterbezahlt, aberirgendwie trotzdem eine Win Win Situation.

    Den unbezahlten oder extrem unterbezahlten Praktika nach der Ausbildung stehe ich auch sehr skeptisch gegenüber. Meistens ist das legale und erst noch hoch gelobte Ausnutzung einer Notsituation.
     
  • Scheich Assis
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    2 Februar 2010
    #13
    Hatte noch nie ein unbezahltes Praktikum, und damit fange ich auch nicht an.

    Meiner Meinung nach sind Leute, die sich ein unbezahltes Praktikum unterschieben lassen, selbst schuld. Das sind unseriöse Jobangebote, und von sowas lässt man besser die Finger. Wer will kann sich herschenken, ich tu es nicht, denn umsonst geh ich nicht arbeiten.

    Nein

    Nein

    Nein, heute nicht mehr. Ich bin schon in der Arbeitswelt, wer mich als Praktikant will, sucht in mir die falsche Person
     
  • User 37284
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    2 Februar 2010
    #14
    Ich sehe das ein bisschen anders wie manche hier.
    Im Märze werde ich auch ein Kurzpraktikum (1 Monat) unbezahlt machen und ich wusste vorher schon, dass ich dafür kein Geld bekommen werde.
    Wieso sollte ich das Angebot aber ablehnen? Ich bin noch am Studieren und werde somit etwas Erfahrung in einem Bereich sammeln und mich orientieren können (will ich da später mal arbeiten oder schließe ich es komplett für mich aus?).

    Sicherlich macht es einen Unterschied, ob man noch am Studieren oder Absolvent ist. Bin ich fertig, dann würde ich mich auch erstmal auf richtige Stellen bewerben und ein unbezahltes Langzeitpraktikum kommt für mich nicht infrage. Bekommt man etwas Geld und kann Erfahrung sammeln, so würde ich es aber nicht komplett ausschließen.
    Es geht ja nicht darum, STÄNDIG und ANDAUERND unbezahlte Praktika zu absolvieren.
     
  • Tornadin
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    3 Februar 2010
    #15
    Definitiv Chance, niemand wird zu nem Praktikum gezwungen, insofern kann es auch keine Ausbeutung sein.
     
  • User 44981
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    4 Februar 2010
    #16
    Wie sehen eure Erfahrungen damit aus?
    Ich habe bisher nur als Schüler ein einwöchiges, unbezahltes Praktikum absolviert, was ich auch sehr gut finde, da es mir gezeigt hat, dass eine gewisse Branche, die ich damals ziemlich interessant fand, doch nichts für mich ist.

    Habt ihr euch schonmal auf Stellen beworben, und lediglich ein Praktikum angeboten bekommen?
    Ich studiere noch und habe mich noch nicht für richtige feste Stellen beworben.

    Ich habe nur auf der Suche nach einem Ferienjob einen Job an einem Institut gefunden, bei dem ich neben dem relativ geringen Verdienst auch noch viele Erfahrungen in einem Bereich sammeln konnte, in dem ich später eventuell arbeiten will. - In vielen anderen Bereichen hätte man so etwas wohl nur als unbezahltes Praktikum bekommen...

    Kennt ihr Leute, die es nicht schaffen, in den Arbeitsmarkt zu kommen, und sich nur von Projektarbeit zu Praktikum hangeln?
    Nein. Ich kenne nur jemandem, der gerade keinen Job findet, der zu seinem Studium passt und sich deshalb in der Wartezeit bis die wirtschaftlichen Verhältnisse wieder besser werden, mit irgendwlechen Aushilfs-Jobs über Wasser hält.

    Würdet ihr ein Praktikum machen, da dies im Lebenslauf besser aussieht, als eine mehrmonatige erfolglose Jobsuche?
    Ich gehe nicht davon aus, mehrere Monate lang keinen brauchbaren Job zu finden...
    Aber wenn, dann würde ich mich sicherlich nicht ausbeuten lassen und allerhöchstens ein bezahltes Praktikum mit hoher Übernahme-Chance annehmen, wenn ich wirklich nichts Anderes finde. (also z.B. so etwas wie Stonic anbietet)

    Jemandem, der mir ein unbezahltes Praktikum anbietet, würde ich wohl den Vogel zeigen. Verarschen kann ich mich auch alleine.

    Und an die gegenwärtigen Studenten: Habt ihr Angst, nach dem Studium nix zu finden, und dann nach der Uni sehr unschön in die Realität entlassen zu werden?
    Da ich ein naturwissenschaftliches Studium mit guten nationalen und internationalen Berufsaussichten absolviere, habe ich keine große Angst, zur Generation Praktikum zu gehören...
    Sollte ich in Deutschland wider erwarten nur Praktika angeboten bekommen, werde ich schon im Ausland etwas brauchbares finden.
     
  • ArsAmandi
    ArsAmandi (36)
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    nicht angegeben
    4 Februar 2010
    #17
    Noch nie was von Pflichtpraktika gehört?
    Und auch sonst nach mehreren Monaten Arbeitslosigkeit steigt dann auch der Druck wenigstens "irgendwas" zu tun.
     
  • User 53748
    User 53748 (30)
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    4 Februar 2010
    #18
    Hi!

    Also während meines Studiums muss ich definitiv insg. 20 Wochen Praktikum machen, zweimal acht und einmal vier. Heute fangen die ersten acht Wochen davon an. Ich freu mich drauf, ewrd aber auch nicht bezahlt und ne Festanstellung o.ä. steht gar nicht zur Debatte. Im Moment finde ich Praktika noch ok und auch später noch weil es in meinem Beruf sehr viele unterschiedliche Berufsfelder gibt in die man so super hinein schnuppern kann... aber auf Dauer.. .nein danke. Ich hoffe auch eine Festanstellung zu finden und glaube ganz fest dran :zwinker:. Und nein, mir wurde noch nie ein Praktikum anstelle eines Arbeitsplatzes angeboten. Aber ja ich denke ich würde ein Praktikum machen anstelle von arbeitssuchend zu sein, man kann ja auch ein Halbtagspraktikum machen und den Rest der Zeit arbeiten
     

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