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Problem mit Adoptivtochter

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Sweeter Than Yo, 10 Mai 2009.

  1. Sweeter Than Yo
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verheiratet
    Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe ich bin hier richtig.


    ich habe ein ziemlich großes Problem mit meiner Adoptivtochter.
    Sie ist inzwischen elf jahre alt, wir haben sie vor zwei Jahren adoptiert.

    Sie wurde von ihrem leiblichen Vater sehr schwer misshandelt und ist daher Männern gegenüber sehr ängstlich und misstraurisch.

    Nun ist vorgestern etwas passiert was mich sehr erschrocken hat. Sie hat meinen Mann geschubs und er ist durch die Wohnzimmerscheibe geknallt.

    Er wollte ihr nur den Schal um den Hals legen (meine Tochter ist im moment erkältet). Er ist total fertig deswegen, meine Tochter hat gesagt das sie "ihrem Papa nicht weh tun wollte".


    Zudem leidet sie unter Verlust Angst, sie will immer wissen wo ich hin gehe und wann ich wieder komme. (ihre leibliche Mutter ist in einer Nacht und Nebelaktion abgehauen)

    Ich weiß nicht was ich machen soll. Sie ist schon in Psychologischer Behandlung.


    Habt ihr vielleicht Erfahrung mit soetwas gemacht?


    Liebe Grüße Sarah
     
    #1
    Sweeter Than Yo, 10 Mai 2009
  2. Pink Bunny
    Pink Bunny (27)
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    Puhh das ist heftig.
    Ich denke das sie ihrem Vater wirklich nicht weh tun wollte.
    Du hast geschrieben sie wurde von ihrem leiblichen Vater schwer misshandelt.

    Wenn ich da an den Schal denke denke assoziiere ich das in etwa so :

    Schal umlegen = strangulieren

    Wirklich nur als krassestes Beispiel was mir aber sofort durch den Kopf geschossen ist.

    Ihre Reaktion kann eine Art abwehr gewesen sein da sie sich durch das umlegen des Schals womöglich an etwas unangenehmes erinnert hat.
     
    #2
    Pink Bunny, 10 Mai 2009
  3. Beastie
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    ich seh es wie pinky, sie dachte in dem moment nicht an den schal, sondern wahrscheinlich daran, dass ihr was um den hals gelegt und dann vll zugedrückt wird.
    das war reiner überlebensinstinkt von ihr, ein reflex
    dein mann soll versuchen, sich das nicht so sehr zu herzen zu nehmen.
    und GLAUBT IHR, dass sie ihm nicht weh tun wollte. sie muss wissen, dass ihr beide ihr glaubt und vorallem ihr papa (was für ein vertrauensbeweis, dass sie so über ihn redet!!!) sollte ihr zeigen und sagen, dass er sie trotzdem liebt.

    sie braucht zeit. zeit, verständnis, liebe.
    es ist scheiße hart für euch.. und ich glaube, durch die pubertät wirds nich viel einfacher :geknickt:
     
    #3
    Beastie, 10 Mai 2009
  4. User 75021
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    Ich denke auch das Pink Bunny recht hat.

    Redet liebevoll mit ihr ...sprecht die Situation bei der Therapeutin an.
    Ihr braucht jetzt einfach ganz viel Zeit und Geduld.
    Macht ihr eine Familientherapie, oder ist sie alleine in Therapie?
    Ich denke, das eine Familientherapie angebracht ist, da ihr Verhalten ja euch alle betrifft und ihr dort vielleicht hilfreiche Tips bekommt, wie man mit solchen Situationen umgeht.
    Ausserdem würde ich mich erkundigen, ob es in der Nähe eine Art Selbsthilfegruppe für Eltern gibt, die in einer ähnlichen Situation stecken wie ihr...man könnte sich über Probleme austauschen..

    Und ausserdem finde ich es ganz toll, das ihr dem Kind eine Chance gegeben habt in einer lieben Familie aufzuwachsen :herz:
    Das ist heutzutage wo jeder nur noch an sich selber denkt nicht selbstverständlich :smile:
    Viel Kraft!!
     
    #4
    User 75021, 10 Mai 2009
  5. Daniel1980
    Daniel1980 (36)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Wir wäre es mal mit einer stationären Behandlung? Vll hilft das besser oder auch mal zum Phsyichater gehen und begleitend Medikamente nehmen?
     
    #5
    Daniel1980, 11 Mai 2009
  6. Tinkerbellw
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Ich kenne nur Pflegekinder die relativ früh aus ihren Herkunftsfamilien genommen wurden mit 2-3 jahren, aber selbst diese kinder haben ein riesenbündel an problemen, dass sie mit sich herumtragen. Viele der Kinder haben ein riesenproblem mit körperlicher Nähe, die können sich nicht trösten lassen wenn ihnen etwas wehtut, sie können das einach nicht aushalten. daher würde ich mit ihr absprechen, dass sie immer Nähe haben kann, wenn sie das möchte, ihr sie aber von euch aus nie anfassen werdet ohen sie vorher zu fragen ob sie das möchte.
    Sie braucht wahrscheinlich sehr lange um Vertrauen fassen zu können, aber mit Glück irgendwann erlebt man wie diese Kinder anfangen zaghaft Nähe zu suchen und es teilweise in geschützetem Raum auch zulassen können. Ich würde diesen Vorfall mit der Tehrapeutin deiner Tochter besprechen und sie fragen, was sie für Ratschläge hat!
     
    #6
    Tinkerbellw, 11 Mai 2009
  7. User 46910
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Also ich bin zwar kein Adoptivkind, sondern ein Pflege kind, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sie es sicherlich nicht wollte. Ihr war in der Sizuation wahrscheinlich nicht bewusst, dass ihr Papa das ist, dass es ein schal ist und dass es nicht weh tun wird. In solchen Momenten assoziiert man Dinge aus der Vergangengheit, auch unterbewusst, und kann völlig die Kontrole verlieren. In diesem Moment ist man dann nicht mehr Herr seiner selbst.

    Ich hatte das früher auch, konnte keine Nähe zulassen und hab auch heute bei fremden Personen extreme, teilweise schon Ekelgefühle, wenn mich jemand berührt, und sei es nur am Rücken.
    Natürlich ist dein Mann kein Femder für sie, aber in diesem Moment war ihr nicht bewusst, dass es eine harmlose Situation ist.

    Ich denke, es ist wichtig, mit ihr zu sprechen und ihr zu versichern, dass niemand deswegen böse auf sie ist. Ich habe oder hatte immer extrewme Schuldgefühle gegenüber meinen Pflegeetern, weil sie so viel auf sich nehmen und bin ihnen sehr dankbar. Zu dankbar manchmal, weil ich dann sehr strak aufpasse, sie nicht irgendwie zu verletzen, indem ich sie irgendwie beleidige oder was falsches sage etc.

    UNd wenn Ihr eurer Tochter das Gefühl gebt, dass sie euch eben nicht unendlich dankbar sein muss, sondern dass sie ein Geschenk für euch ist, könnte ich mir vorstellen, dass sie sich euch auch etwas annähern könnte..

    Ich denke auch, dass der Gedanke an eine Familientherapie helfen könnte oder ihr schaut euch mal nach Eltern in eurer Umgebung um, die auch Adoptivkinder haben, um euch auszutauschen..
    Es ist nicht einfach, mit einem angenommenen Kind ein "normales" Familienleben zu führen, weil solche Kinder enorm viel ZUneoigung und Liebe brauchen, ohne sie dabei zu bedrängen.
    Meine Eltern haben mir früher immer gesagt, dass ich jederzeit kuscheln oder reden kommen kann, aber dass ich sofort sagen soll, wenn ich mich eingeengt fühle.. das hat ei8gentlich gut funktioniert.

    Gebt ihr "einfach" (ich weiß, das ist net einfach) das Gefühl, sie so zu akzeptieren und aufzunehmen wie sie ist (dieses Gefühl braucht man auch nach Jahren noch) und dass ihr sie lieb habt.
    Und, ich weiß nicht, ob der Gedanke in ihr schlummert, versucht ihr klarzumachen, dass sie gut ist so wie sie ist.. und dass es keinesfalls an IHR lag, dass sie nicht bei den leiblichen Eltern aufwächst. Denn das ist ein Gedanke, der einen unheimlich kaputtmachen kann. (aber vlldenkt sie daran nicht)

    Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du gerne fragen.

    Lg :smile:
     
    #7
    User 46910, 11 Mai 2009
  8. Pink Bunny
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    Halte ich ehrlich gesagt für eine schlechte Idee.
    Sie ist 11 Jahre alt und sollte versuchen in einer gewohnten Umgebung (ihrem neuem Heim) mit ihren Problem fertig zu werden.
    Sie hat wie gesagt das starke Bedürfnis immer in der Nähe ihrer Adoptivmutter zu sein. Sie jetzt da raus zu reissen macht mehr kaputt als man will.
    Stell dir mal vor wie du dich mit 11 fühlen würdest wenn man dich für ein paar Wochen in die stationäre Behandlung einer Kinder und Jugendpsychiatrie stecken würde.Da dreht man doch frei. Das würde der kleinen eher schaden bringen als nutzen.
    Wendet man denke ich auch nur bei akutfällen an.
    Schon allein deswegen ist es keine gute Idee sie jetzt in die Klinik zu stecken.


    Abgesehen davon bin ich der Meinung das man Medikamente, in dem Fall höchst warscheinlich Psychopharmaka ,erst in einem Gewissen Zustand einsetzen sollte den die kleine aber anscheinend noch nicht zeigt.
    Solche Medikamente hauen ganz schön rein, zumal sie noch ein Kind ist.

    Der Schal war denke ich wirklich nur ihr Trigger, ein Schlüsselreiz der sie dazu veranlasst hat. Kein Grund dazu jetzt schon Medis mit ins Spiel zu bringen.
     
    #8
    Pink Bunny, 11 Mai 2009

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