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  • patensen
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    vergeben und glücklich
    6 Januar 2006
    #1

    Problem mit Pille und Penicillin

    Hallo ihr lieben, ich weiss, es ist immer das gleiche....

    Ich nehme die Yasmin, und habe gestern (Donnerstag) mit der neuen Packung begonnen.
    Habe nun eine starke Sinusitis und habe heute vom Arzt Augmentin (Amoxicillin und Clavulansäure) bekommen.

    Jetzt hatte ich heute morgen aber ungeschützten Sex mit meinem Schatzi. Wenn ich das ausrechne, hätte ich bei einem "normalen" Zyklus den "Eisprung" in ca. 8 Tagen.

    Wenn ich morgen mit dem Antibiotika anfange, kann ich dann schwanger werden? Dass ich während und 10 Tage danach zusätzlich verhüten muss, ist mir klar.... :schuechte
     
  • bjoern
    bjoern (46)
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    Verheiratet
    6 Januar 2006
    #2
    So kannst Du nicht rechnen, Du hast nunmal keinen ungestörten Zyklus.

    Du musst nicht nur zehn Tage danach verhüten, sondern bis zur ersten Pille des folgenden Streifens, der frühestens zehn Tage nach dem letzten AB angefangen werden darf.

    Und was die momentane Situation angeht... Am Tag nach dem GV mit AB-Einnahme zu beginnen ist so ne Sache... Ich würde das Risiko als nicht all zu groß, aber auf schon vorhanden einstufen...
     
  • patensen
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    vergeben und glücklich
    7 Januar 2006
    #3
    Naja... Nehmen muss ichs ja.... :geknickt:
     
  • patensen
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    vergeben und glücklich
    8 Januar 2006
    #4
    Hallo ihr lieben, darf ich vielleicht nochmal was fragen zu diesem Thema...?

    Wenn man Durchfall hat oder erbricht in den ersten 4 Stunden nach der Pilleneinnahme, ist der Schutz ja futsch, oder?

    Wie ist das dann, wenn ich später Durchfall habe? Durch das Antibiotika ist mein Magen-Darmsystem immer ziemlich durcheinander, und da hab ich manchmal unter Tag Durchfall. Die Pille nehm ich aber meistens erst ziemlich spät am Abend (ca. 23:00 Uhr) und Durchfall hab ich dann meistens erst so gegen Mittag des nächsten Tages.....
     
  • Sternschnuppe_x
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    8 Januar 2006
    #5
    Wenn es später ist, ist der Schutz grundsätzlich noch da.

    Da du ja aber im Moment ein Antibiotikum nimmst, ist der Schutz sowieso weg, von daher kommt's auf das Übergeben auch nicht mehr an. Zusätzliche Verhütung ist so oder so angesagt!

    Sternschnuppe
     
  • patensen
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    vergeben und glücklich
    8 Januar 2006
    #6
    Mein Arzt meinte, der Schutz sei gewährleistet, solange ich mich nicht übergebe..... Darum frag ich so blöd.... :schuechte
     
  • User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    8 Januar 2006
    #7
    da hat dein arzt aber leider nicht recht. das ist saublöd, weil man ja normalerweise denkt, dass der arzt da schon nix falsches erzählt und ja fachmann ist. aber dass ärzte da leider ziemlich oft ungenau informieren und es nicht richtig wissen, ist immer wieder so....meine hausärztin wies mich gar nicht drauf hin und meinte bei meiner nachfrage: "naja, kann wirkung einschränken, muss aber nicht." ich: "okay, ich KANN also schwanger werden, muss aber nicht." hab die ärztin inzwischen gewechselt.

    bei antibiotika ist auch ohne durchfall oder erbrechen die gefahr gegeben, dass die wirkung der pille eingeschränkt ist = kein sicherer schutz!

    also den kompletten zyklus verhüten. einschließlich pause. ab neuem pillenstreifen ist wirkung da, sofern die einnahme der antibiotika dann mehr als zehn tage her ist.
     
  • patensen
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    vergeben und glücklich
    8 Januar 2006
    #8
    Offenbar ist es trotzdem nicht so schlimm.... Hab hier den Auszug aus der Seite www.pharmavista.ch, und einen Interaktions-Check gemacht mit meinem Antibiotika und der Yasmin:

    Estrogene - Antibiotika

    --------------------------------------------------------------------------------
    Bedeutung
    4=unbedeutend
    Effekt
    Eventuell in Einzelfällen Wirkungsverlust der Estrogene (Kontrazeptiva)

    Typ
    pharmakokinetisch, Beschleunigte Ausscheidung der Estrogene


    INTERAKTION ERWARTET, ESTROGENE
    Estradioli benzoas; Estradioli dipropionas; Estradioli phenylpropionas; Estradioli pivalas; Estradioli undecylenas; Estradioli valeras; Estradiolum; Estradiolum hemihydricum; Estrioli succinas; Estriolum; Estrogena conjugata; Estrogena esterificata; Ethinylestradiolum; Polyestradioli phosphas;
    INTERAKTION ERWARTET, ANTIBIOTIKA
    Amoxicillinum; Amoxicillinum natricum; Amoxicillinum trihydricum; Ampicillinum; Azidocillinum; Azithromycinum; Azithromycinum dihydricum; Bacampicillini hydrochloridum; Bacampicillinum; Benzylpenicillinum; Benzylpenicillinum benzathinum; Benzylpenicillinum clemizolum; Benzylpenicillinum kalium; Benzylpenicillinum natricum; Benzylpenicillinum procainum; Clarithromycini lactobionas; Clarithromycinum; Clindamycini hydrochloridum; Clindamycini phosphas; Clindamycini-2 palmitatis hydrochloridum; Clindamycinum; Cotrimoxazolum; Dicloxacillinum; Doxycyclini hyclas; Doxycyclini hydrochloridum; Doxycyclinum; Doxycyclinum monohydricum; Erythromycini D glucoheptonas; Erythromycini ethylsuccinas; Erythromycini lactobionas; Erythromycini stearas; Erythromycini stinopras; Erythromycinum; Flucloxacillinum; Flucloxacillinum natricum; Iosamycini propionas; Iosamycinum; Lincomycinum; Mezlocillinum; Minocyclini hydrochloridum; Minocyclinum; Oxacillinum; Oxytetracyclini hydrochloridum; Oxytetracyclinum; Phenoxymethylpenicillinum; Phenoxymethylpenicillinum benzathinum; Phenoxymethylpenicillinum kalicum; Piperacillinum; Piperacillinum natricum; Propicillinum; Roxithromycinum; Spiramycinum; Sultamicillinum; Tetracyclini hydrochloridum; Tetracyclinum; Ticarcillinum;
    EFFEKT:
    Die ovulationshemmenden und therapeutischen Wirkungen der Estrogene können möglicherweise in Einzelfällen durch Antibiotika beeinträchtigt werden. Blutungsunregelmässigkeiten (Schmierblutungen, Durchbruchblutungen) und Schwangerschaft können dann eintreten. Die normale Versagerrate (Pearl-Index) von bis zu 0,7 pro 100 Frauenjahre für Kombinationspräparate steigt aber wahrscheinlich unter Antibiotika nicht an.
    MECHANISMUS:
    Eine Unterbrechung des entero-hepatischen Kreislaufs wurde als möglicher Mechanismus vermutet. Estrogene werden bei der ersten Leberpassage zum Teil mit Schwefel- und Glucuronsäure konjugiert und in den Darm ausgeschieden. Dort werden die Konjugate teilweise durch Darmbakterien (Clostridien) wieder gespalten, so dass das aktive Estrogen erneut absorbiert werden kann. Antibiotika können die Darmflora beeinträchtigen und so den entero-hepatischen Kreislauf unterbrechen. Estrogene werden dann schneller eliminiert. Ausserdem könnten Durchfälle, ebenfalls ausgelöst durch eine geschädigte Darmflora, die Absorption der Estrogene beeinträchtigen.
    MASSNAHMEN:
    In der Regel sind keine Massnahmen erforderlich. Kontrazeptiva-Anwenderinnen, die auch das geringe Risiko ausschliessen möchten, oder Patientinnen mit Erbrechen oder Durchfall (jeglicher Ursache), sollen während der Antibiotka- Behandlung und eine Woche darüber hinaus zusätzlich nicht- hormonale kontrazeptive Massnahmen (Barrieremethoden, zum Beispiel Kondome) einsetzen. Bei einer langfristigen Antibiotika-Behandlung können während der ersten 3 Wochen zusätzliche kontrazeptive Massnahmen sinnvoll sein. Dies gilt besonders für niedrig dosierte hormonale Kontrazeptiva (<35 myg Ethinylestradiol). Eine Umstellung auf höher dosierte Kontrazeptiva ist wegen der damit verbundenen Risiken nicht indiziert.
    BEMERKUNGEN:
    Als Risikofaktoren für das Versagen der kontrazeptiven Wirkung ergaben sich in einer epidemiologischen Studie das Zigarettenrauchen sowie Erbrechen und Durchfall. Kritisch scheint auch ein Präparatewechsel zu sein. Zu dieser Wechselwirkung liegen nur Einzelfallberichte von Zyklusstörungen und unerwünschten Schwangerschaften vor, bei denen der Zusammenhang mit der Antibiotika-Anwendung nicht gesichert ist. In klinischen Studien wurden keine verminderten Estrogen-Plasmakonzentrationen oder Anstiege des Progesterons (sicheres Zeichen einer Ovulation) nachgewiesen.
    LITERATUR:
    Archer J.S.M. et al., J. Am. Acad. Dermatol. 46, 917-923 (2002) Back D.J. et al., Br. J. Clin. Pharmacol. 25, 527-532 (1988) Bacon J.F. et al., Br. Med. J. 280, 293 (1980) Helms S.E., J. Am. Acad. Dermatol. 36, 705-710 (1997) Kovacs G.T. et al., Med. J. Aust. 150, 549-551 (1989) London B.M. et al., Arch. Dermatol. 130, 392-393 (1994) Meyer B. et al., Clin. Pharmacol. Ther. 47, 671-674 (1990) Miller D.M. et al., J. Am. Acad. Dermatol. 30, 1008-1011 (1994) Murphy A.A. et al., Am. J. Obstet. Gynecol. 164, 28-33 (1991) Orme M.L.E. et al., Am. J. Obstet. Gynecol. 163, 2146-2152 (1990) Plosker G.L. et al., Can. Med. J. 119, 688-697 (1986) Ruddock B., Can. Pharm. J. 137, 4-45 (2004) Sparrow M.J. et al., N. Z. Med. J. 111, 386-388 (1998) Steiger C., Münch. Med. Wochenschr. 124, 495 (1982) Wermeling D.P. et al., Obstet. Gynecol. 85, 78-84 (1995)


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    Datenstand: 2006-01-06
     
  • bjoern
    bjoern (46)
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    8 Januar 2006
    #9
    Die von Dir im Netz recherchierten Informationen decken sich offensichtlich nicht mit der Aussage Deines Arztes. Wenn er behauptet, dass es keinerlei Risiko gäbe, dann ist das schlicht und einfach falsch. Auch die von Dir zitierte Quelle gibt ja an, dass es da sehrwohl eine Wechselwirkung gibt, die in einigen Fällen auch eine Schwangerschaft verursachen kann. Der Wirkmechanismus wird ja auch korrekt und ausführlich beschrieben, also muss nur noch jeder für sich selbst entscheiden, wie die Abwägung zwischen Risiko und Bequemlichkeit ausfällt.

    Ach ja, und dass eine durch Antibiotika ausgelöste Schwangerschaft nicht nur ein rein theorietisches Phänomen ist konnten wir auch hier im Forum schon miterleben... :zwinker:
     
  • f.MaTu
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    8 Januar 2006
    #10
    jup, genau.

    ich habs in nem anderen thread schonmal geschrieben:
    ich/wir können und wollen keinen unsere Meinung aufzwängen.
    wir wollen nur zeigen, dass sehr wohl was passieren kann.

    was der/diejenige schlussendlich aus den Ratschlägen macht, ist dessen Sache.

    wenn du meinst, dass AB und Pille zusammen kein Risiko ist, dann ist das eben deine Meinung und daran können ich/wir nichts ändern.
    es ist immerhin dein Leben und nicht meines.

    mir persönlich wäre das Risiko allerdings zu hoch.
     
  • bjoern
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    8 Januar 2006
    #11
    Vor allem können wir eins hier auf keinen Fall stehen lassen: Die pauschale Aussage, dass ABs im Zusammenhang mit der Pille unkritisch wären, denn das ist schlicht und einfach sachlich falsch.

    Wenn ein Paar für sich persönlich in der entsprechenden Situation entscheidet, das Risiko in Kauf zu nehmen, dann ist das natürlich absolut OK. Nur darf halt niemand anderem suggeriert werden, dass es da keine Probleme gäbe...
     
  • patensen
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    vergeben und glücklich
    8 Januar 2006
    #12
    Ich glaube eher, dass ich mich selber beruhigen möchte.... :geknickt:
     
  • f.MaTu
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    8 Januar 2006
    #13
    hast du das AB schon angefangen? wenn ja, hattest du seitdem ungeschützten GV?
    wenn nicht, kannst du doch beruhigt sein.
     
  • patensen
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    vergeben und glücklich
    8 Januar 2006
    #14
    Nein, ich habe am Donnerstag Abend die 1. Pille nach 7 tägiger Pause aus dem neuen Streifen genommen.
    Am Freitag Morgen ungeschützten GV.
    Am Samstag Morgen um 10:30 die erste Antibiotika Tablette.
    Und seither keinen ungeschützten GV mehr.... Aber überleben die Spermien nicht bis zu 5 Tage...? Ich hab voll die Panik dass da was passiert sein könnte..... :geknickt:
     
  • f.MaTu
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    9 Januar 2006
    #15
    naja, passiert sein könnte schon was, da das ja in der 1. Einnahmewoche war, wo Einnahmefehler ja gefährlicher sind als in der 2. oder 3. Woche.
    ich würde sagen, versuch erstma nich dran zu denken und mach dann in der Pause nen Test.
     
  • patensen
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    vergeben und glücklich
    9 Januar 2006
    #16
    Ok, ich probiers.... :geknickt: Danke für eure Antworten!
     

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