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Problem mit Verhütungssicherheit

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Brausebär, 14 November 2004.

  1. Brausebär
    Gast
    0
    Hallo,
    vor rund drei Jahren hatte ich ein mehr oder weniger prägendes Erlebnis mit meiner damaligen Freundin: Das "erste mal". Wir verwendeten nur ein Kondom und es kam wie es kommen musste: Das Kondom riss aus irgendwelchen Gründen und die Panik danach war ziemlich groß. Zum Glück sind wir kurze Zeit später zum Arzt gefahren, der ihr die "Pille danach" verschrieb - sie ist nicht schwanger geworden. Mich von diesem Erlebnis zu "erholen" fiel mir nicht gerade sehr einfach und die Erinnerung an diese Situation belastet mich heute auch noch.

    Seit knapp zwei Jahren bin ich glücklich mit meiner jetzigen Freundin zusammen. Vor circa einem Jahr haben wir das erste Mal miteinander geschlafen. Da wir doppelt verhüteten (mit Pille und Kondom) und ich der Sicherheit der Pille ausreichend Vertrauen entgegenbringen konnte, hatte ich keine weiteren Bedenken, dass meine Freundin schwanger werden könnte. Sie ist ein sehr zuverlässiger Mensch und ich weiß, dass sie verantwortungsbewusst mit der Einnahme und allen anderen damit verbundenen Eventualitäten umgehen kann. Allerdings hatte ich zunehmend innere Konflikte mit mir auszutragen, wenn sie aufgrund irgendeiner Krankheit Medikamente nehmen musste, seien es nun eher leichtere Medikamente wie ACC, oder aber auch Antibiotika. Ich bat meine Freundin darum, beim Arzt nachzufragen, ob sich die Medikamente mit der Pille vertragen, oder ob es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen kann. Ich kann leider nicht genau beurteilen, ob sie nachgefragt hat, jedenfalls meinte sie oft, dass es schon keine Wechselwirkungen geben würde - was ja vielleicht auch stimmen mag, allerdings kam es mir in solchen Situationen vor, dass sie von meinem sehr ausgeprägten Bestreben nach Sicherheit genervt wurde. Sie wollte mir manchmal partout nicht den Namen des Medikamentes, des Wirkstoffs oder die Packungsbeilage zeigen. Gewiss vertraue ich ihr und dem, was sie sagt, jedoch wünsch(t)e ich mir, dass sie mir diesbzgl. mit etwas mehr Informationen entgegenkommt und etwas mehr Verständnis für meine Ängste zeigt. Das Erlebnis mit meiner ersten Freundin, diese Verhütungspanne, hat mich einfach so sehr beeinflusst, dass ich halt heute wohl "ZU" vorsichtig bin und gerne mir mehr Abklärung wünsche als der "Durchschnittsmensch". Sie selbst bezeichnet mein Bestreben eher als "krankhaft" und kann sich wohl nicht so gut in die Lage hineinversetzen, wie es mir geht. Meine Angst begründet sich dadurch, dass ich einfach in manchen Momenten zusätzliche Sicherheit brauche, um mich gewisser Maßen auf sie "einlassen" zu können. Stellen sich mir zu viele Fragen, was die Verhütungssicherheit anbetrifft, so kann ich einfach nicht meine Sorgen und Ängste abschalten, da ich mich immer wieder an das "erste Mal" erinnert fühle und Angst habe, dass erneut eine Panne geschen könnte...

    Mit der Zeit hatten wir dann immer weniger Sex, was aus meiner Sicht an mehreren Faktoren liegt:
    - Es ereignete sich irgendein Vorfall, der die Wirkung der Pille hätte beeinträchtigen können. Ich fühlte mich zu unsicher und hatte Angst, einen Fehler zu begehen und blockte aus Angst vor einem "erneuten" Erlebnis ab.
    - Sehr viel Stress in der Schule, Müdigkeit, Erschöpftheit...
    - Meine Freundin fühlt sich in gewisser Weise nicht so sehr geliebt, wenn ich nicht mit ihr intim bin. In der Anfangszeit haben wir beinahe täglich miteinander geschlafen. Wenn ich mal nicht wollte oder einfach nicht konnte, weil zu müde oder zu viel Stress, wurde sie wütend und sauer und hat mir Vorhaltungen gemacht, dass ich sie nicht richtig lieben würde, was natürlich nicht stimmt! Mit der Zeit fühlte ich mich schon etwas unter Druck gesetzt und habe versucht diesem insofern etwas zu entgehen, indem ich halt versuche ihre Wünsche zu erfüllen. Dies klappte leider nicht, da ich sehr unerfahren bin und ihr nicht die erhoffte Befriedigung verschaffen konnte. Prompt war sie wiederum sauer, da ich nicht ihre Erwartungen und Wünsche im Liebesspiel verwirkliche konnte. So kam es dann dazu, dass wir uns beinahe täglich stritten und ich zu dem Thema "Sex" immer mehr Abstand gewann...

    Seit mehreren Monaten haben wir jetzt immer weniger Sex. Ich habe regelrech t Angst, etwas falsch zu machen und meide auch die Situation, da ich sie nicht immer enttäuschen möchte und auch nicht immer später wieder von ihr "getadelt" werden will. Wenn eine Kleinigkeit nicht so lief, wie sie sie sich vorstellte, folgte meist gleich eine Grundsatzdiskussion - sie drehte sich im Bett um und war mir gegenüber aggressiv. Dies ist nunmal ihre Art, die ich auch gar nicht weiter kritisieren möchte, nur hat mir das schon etwas die Lage erschwert. Es war prinzipiell egal, was ich machte - nahezu bei jedem Mal habe ich laut ihr etwas "falsch gemacht"...
    Mit der Zeit kam es dann soweit, dass wir uns fast täglich stritten, weil sie eben meinte, dass ich sie nicht lieben würde und vernachlässigen würde. Ihre Liebesbestätigung konnte sie angeblich nur noch im Bett erfahren. Worte meinerseits waren da mehr oder weniger wirkungslos. Mein Problem lag halt darin, dass ich nicht mehr so auf sie eingehen konnte, da ich einerseits Angst hatte, sie könnte nach einem Medikament schwanger werden, andererseits da ich mich nicht immer diesem Druck hergeben wollte. Denn selbst wenn ich versuchte etwas bei ihr zu "machen", war dies aufgrund mangelnder Kenntnisse meinerseits nicht sehr erfolgsversprechend und endete erneut in Zoff und Streit. Sie beschwerte sich daraufgehend über meine mangelnde "Zuneigung" und sagte, dass sie auch einfach körperliche Liebe in einer Beziehung bräuchte. Dies kann ich bei bestem Willen verstehen und nachvollziehen. Eben diese Zuneigung möchte ich ihr ja auch geben, allerdings ist dies für mich aufgrund meiner "Vorbelastung" durch das oben beschriebene Ereignis mit meiner Ex-Freundin nicht so einfach.
    Gerade jetzt war sie erst wieder beim Arzt, der ihr wohl vor Ort bei der Lungenuntersuchung eine Substanz zum Inhalieren gegeben hat. Vor dem Arztbesuch habe ich sie darum gebeten, den Arzt darüber in Kenntnis zu setzen, dass sie die Pille nimmt. Dies hat sie wohl aus irgendwelchen und durchaus auch verständlichen Gründen nicht gemacht. Aus einem anderen Forum habe ich jedoch erfahren, dass die bei ihr vorgenommene Untersuchung eben doch die Wirkung der Pille beeinflussen könnte. Auch nimmt sie jetzt ein Medikament, welches zwar nicht die Wirkung der Pille herabsetzt, sondern von der Pille negativ beeinflusst wird. Meinen Wunsch, noch einmal Rücksprache mit dem Arzt zu halten und mir somit auch eine gewisse Abklärung und Sicherheit zu geben, scheint sie leider nicht sehr ernst zu nehmen. Sie besteht auf dem Standpunkt, dass ich erst von meiner Seite aus zeigen müsste, dass ich sie liebe. Dies sollte ich ihr im Bett kenntlich machen. Dazu fühle ich mich jedoch nicht in der Lage, da ich einfach zu große Angst habe, dass etwas passieren könnte. Gewiss würden wir Kondome benutzen, doch kämen dann eben wieder die Ängste und Sorgen in mir hoch...ich würde mich wieder an mein erstes Mal erinnert fühlen und könnte diese Situation nicht mit mir vereinbaren, geschweige denn innerlich aushalten..

    Ich weiß, dass ich, was Verhütung anbelangt, sehr ängstlich und vorsichtig bin. Ich wünschte ich wäre es nicht, doch hat mich das Ereignis mit meiner Ex-Freundin so geprägt, dass ich es nunmal bin. Dies scheint meine Freundin wohl leider nicht zu verstehen und beharrt darauf, dass der erste Schritt von mir kommen müsste. Zu diesem Schritt sehe ich mich jedoch nicht in der Lage, nicht weil ich ihn nicht wollte, sondern weil ich in der jetzigen, nicht abgeklärten Situation zu viele Ängste habe.
    Ich muss sagen, dass ich meine Freundin über alles liebe und mir auch weiterhin eine erfüllte und glückliche Beziehung mit ihr wünsche, doch hoffe ich, dass sie ihrerseits auch mir etwas mehr Abklärung bieten kann. Es ist doch nicht zu viel verlangt, dass sie in solchen Fällen beim Arzt anruft und zur Sicherheit nochmal nachfragt, oder? Denn diese ganzen Streitsituationen entstehen ja aus der Tatsache, dass ich mich mehr Abklärung wünsche, sie aber dieser nicht nachkommen will, weil sie meint, ich wäre "krank".
    Gewissermaßen muss ich ja auch zugeben, dass ich diesbzgl. sehr sensibel reagiere. Das einzige, was ich mir wünsche ist doch nur, dass sie mir mit etwas mehr Verständnis entgegenkommt. Würde sie dies tun, so könnte ich mein Bestes geben und zumindest versuchen ihre Wünsche annähernd zu befriedigen. Jeder hat doch irgendwo seine kleine Macken und Fehler. Da ist es doch nicht zu viel verlangt, wenn man von seinem Partner ein kleines Opfer verlangt, oder sehe ich das falsch?
    Ich wünschte, wir könnten durch etwas mehr Gegenseitigkeit und Zusammenhalt eine Lösung finden.
    Was meint ihr zu der ganzen Situation?

    Brausebär
     
    #1
    Brausebär, 14 November 2004
  2. Gehts noch??
    ..wenn ihr eh immer mit Pille und Kondom verhütet ist doch alles bestens! Wenn das Kondom sich wirklich mal wieder verabschieden sollte kann sie ja überlegen, ob sie irgendwann im dem Monat mal ein Medikament genommen hat (an Medikamente die die Pille beeinflussen erinnert man sich normalerweise) und falls ja - kann sie dann noch immer die Pille danach nehmen (ist zwar nicht gerade toll w der Hormone, aber dann ja echt besser)!!
    Und damit sollte das ganze doch ohne Probleme funktionieren..
     
    #2
    smileysunflower, 14 November 2004
  3. Brausebär
    Gast
    0
    Mein Problem liegt ja auch eher darin, dass ich solche Notfallsituationen mit "Pille Danach" eben vermeiden möchte, da ich damit sehr viele Ängste verbinde und deshalb vorher gerne wissen möchte, ob das Medikament eine Auswirkung auf die Pille hat. Und eben dies weiß ich ja derzeit nicht, da nur der Arzt weiß, was er meiner Freundin dort gegeben hat. Sie möchte dies ja leider nicht in Erfahrung bringen...
    Und das ist ja auch nur ein "Teil" des Problems...
     
    #3
    Brausebär, 14 November 2004
  4. ja, aber es ist der Teil, der noch am einfachsten zu klären ist..
    Vielleicht solltest du sie einfach mal - ohne ihr Vorwürfe zu machen - fragen warum sie den Arzt nicht fragt?!?
    Und wie willst du es sonst machen? ..und ehrlich - nen Monat keinen Sex nur weil ich mal nen Medikament genommen hab??
    Fänd ich nicht lustig!!
     
    #4
    smileysunflower, 14 November 2004
  5. Bambi
    Verbringt hier viel Zeit
    1.082
    121
    0
    nicht angegeben
    Also, erstmal finde ich es nicht richtig, dass sie dich so unter Druck setzt, ihr deine Liebe durch Sex zu beweisen (hm, dem Klischee nach machen das doch angeblich immer die Männer... da kann man mal wieder sehen). Aber ich weiss auch, dass wir Frauen oft denken, dass es vielleicht an uns liegt, wenn er mal keine Lust hat. Naja, ich denke, das ist ein Missverständnis, über das man reden kann.

    Zu der Verhütungsfrage: ich verstehe dich da schon, aber ich versuche das jetzt mal aus ihrer Perspektive zu sehen. Und ich glaube, ich würde erstmal denken, dass mein Freund mir nicht vertraut, wenn er immer wieder nachbohrt. Sie will doch wahrscheinlich auch nicht schwanger werden, oder? Dann würde ich denken, er unterstellt mir, dass ich entweder unaufrichtig oder unzuverlässig bin. Wenn ich sage, dass ich mich um die Verhütung kümmere, dann mache ich das auch nach bestem Gewissen. Umgekehrt würde ich dasselbe von ihm erwarten.

    Versuch doch einfach, ihr dabei zu vertrauen! Nichts kann eine Beziehung schlimmer kaputt machen, als wenn man meint, sich nicht mehr vertrauen zu können.
     
    #5
    Bambi, 14 November 2004
  6. Brausebär
    Gast
    0

    Ich vertraue ihr auf jeden Fall und glaube auch das, was sie mir sagt. Allerdings belastet es micht, wenn ich auf Nachfragen keine Information erhalte bzw. abgewimmelt werde. Es ist ja nicht so, dass sie mir jeden Satz zehnmal sagen muss, sondern es geht mir eher darum, dass sie mir in manchen Situationen überhaupt etwas sagt und meinen Ängsten mit etwas mehr Verständnis entgegen kommt. Ich weiß, dass dies für sie nicht einfach ist und kann ihre Haltung auch verstehen. Ich suche nur nach einer Lösung, mit Hilfe derer wir beide zusammen glücklich sein können und niemand Nachteile erleidet.
     
    #6
    Brausebär, 14 November 2004
  7. Subah
    Subah (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    vergeben und glücklich
    böeibt doch einfach mal ganz cool --klar dieses "Erlebnis" kann "einschneidend" sein aber ES IST VERGANGENHEIT. also lass es hinter dir mach im Kopf nen kompletten neuanfang und vertrau deiner Freundin in Sachen Verh+tung bedingungslos ...zumindest meine ansicht
     
    #7
    Subah, 14 November 2004
  8. t4e5r6
    Gast
    0
    #8
    t4e5r6, 14 November 2004

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