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Probleme in der Familie; Umzug; Schulwechsel

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Summerdream, 20 Januar 2008.

  1. Summerdream
    0
    Hi Ihr,

    ich hab ein kleines großes Problem und bräuchte Eure Hilfte... falls jemand helfen kann.

    Und zwar geht es um meine Freundin. Sie wohnt zur Zeit in einem kleinen Dorf, geht auf eine Vollzeitschule (hat noch 1 1/2 Jahre vor sich) und fuhr bisher mit dem Auto zur Schule (Entfernung ca. 35 km). Das Auto wurde bisher von ihren Ersparnissen finanziert und von den Eltern. Die Busverbindung zur Schule ist grottenschlecht, d. h. Sie würde entweder 1 1/2 Stunden zu bald in der Schule sein oder eben jeden Tag mindestens eine halbe Stunde zu spät zur Schule kommen. Die Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft haben wir bisher noch nicht gefunden.

    So viel zur Vorgeschichte.

    Jetzt ist es so, dass ihr Vater ein ziemlich aggressiver Mensch ist. Er schlägt seine Frau und seine Tochter, beschimpft sie, schreit usw. Mich mag er nicht, weil ich evangelisch bin und die Familie katholisch. Er will nicht, dass sie am WE zu mir fährt. Er kennt mich ja eigentlich gar nicht und als ich mal dort war hat er mich bedient, war nett zu mir und ganz normal, also hat mir nur was vorgespielt. Als er sie vor ein paar Wochen geschlagen hat und sie mich total aufgelöst und voller Angst (sie hatte sich in ihrem Zimmer eingeschlossen) angerufen hatte, habe ich die Polizei angerufen und die Situation erklärt, und dass ich mir große Sorgen mache. Diese ist kurz nach dem Anruf bei ihr zu Hause aufgetaucht und der Vater wurde für ein paar Tage des Hauses verwiesen. Ich hab das getan um sie und ihre Mutter zu schützen und ihren Vater vor sich selbst (was hätte der Vater wohl an diesem Abend noch getan, wenn ich das nicht gemacht hätte?)

    Jetzt hat der Vater ihr natürlich das Auto abgemeldet. Allein kann sie keines finanzieren. Auf die Frage an ihren Vater, wie sie wohl zur Schule kommt reagierte er mit einem "Ist mir egal, wenn nicht machst Du Neger oder Hilfsarbeiter. Du brauchst doch eh nur das Auto um zu dem Evangelischen fahren". Er gibt ihr auch seitdem kein Geld mehr für Essen usw... Sie hat nur noch ihr Kindergeld, das direkt auf ihr Konto überwiesen wurde. Arbeiten möchte Sie, aber dafür bräuchte Sie schon wieder ein Auto um dort hin zu kommen.

    Jetzt ist es letzte Woche wieder sehr eskaliert und für mich geht es so einfach nicht mehr weiter. Sie ist fast zusammengebrochen hat nur noch gemeint, sie kann nicht mehr usw... Und ich weiß wirklich nicht, wie lange Sie diesem Druck noch standhalten wird! Sie wohnt leider 50 km weg von mir und ich kann ihr von hier nur bedingt helfen... Sie möchte auch etwas ändern, von der Abhängigkeit raus und auf eigenen Beinen stehen.

    Wir haben uns überlegt, dass sie die Schule wechselt und natürlich an einen Ort zieht, von dem aus Sie besser zur Schule kommt. Schule wechseln auch wegen der Nähe zu mir. Eine Option wäre, dass sie erst einmal eine Zeit lang bei mir wohnt und wir dann in der Nähe der Schule eine Wohnung o. Ä. suchen. Ich wohne in einer kleinen Stadt mit ganz guten Bus und Zugverbindungen.

    1. Problem:
    Allerdings kommt sie ja so von einer Abhängigkeit in die Andere. Sie fühlt sich sehr wohl bei mir, und ich unterstütze sie schon so gut ich kann. Allerdings kenn ich sie auch erst 4 Monate. Was ist wenn wir uns mal nicht mehr verstehen? Was ist dann mit ihr?

    2. Problem:
    Das finanzielle... Eine Wohnung oder Wohnheim usw. kostet ja schließlich auch Geld. Auch die Fahrtkosten zur Schule sind nicht ohne. Ich verdien ganz gut und könnte ihr das alles bezahlen. Aber das wäre wohl kaum die richtige Lösung. Also wie könnte Sie das finanzieren?

    3. Problem:
    Wir haben nur noch sehr wenig Zeit. Bald ist Notenschluß und wir müssen uns die nächsten 2 Wochen entscheiden, was wir tun. Sonst ist ein Wechsel zum Halbjahr nicht mehr bzw. nur noch schwer möglich.

    Ich weiß einfach nicht, wie ich Ihr helfen soll. Ich möchte Ihr so gerne helfen. Aber seh sie halt leider nur am WE. Wenn das so weiter geht landet Sie noch im Krankenhaus und schafft die Schule nicht. Unsere Beziehung belastet die Situation natürlich auch sehr. Ich möchte eigentlich nicht, dass sie einen Bruch mit ihrer Familie eingeht. Wie gesagt, was ist, wenn wir mal nicht mehr zusammen sind... (Sie ist übrigens 19 und ich bin 26).

    Vielleicht kann jemand wertvolle Tipps geben? Was würdet Ihr tun? An wen könnten wir uns wenden? Wäre sehr lieb.
     
    #1
    Summerdream, 20 Januar 2008
  2. Zottelkopp
    Zottelkopp (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Also mit 19 auszuziehen ist nicht zu früh, das sollte sie am besten machen.
    Es gibt z.B. die Möglichkeit Schüler-Bafög zu beantragen. Um da einigermaßen viel zu bekommen müsste sie aber möglichst ausziehen bevor sie das beantragt. Ihr Vater müsste da natürlich mitspielen und die Formulare unterzeichnen und Angaben über sein Gehalt machen. (Mutter natürlich auch wenn sie arbeitet)
    Dazu könnte sie noch Wohnungsgeld beantragen, was auch nochmal 150€ zusätzlich wären.

    Sie kann ausserdem Sozialwohnung beantragen ... dann sollte sie diese billiger kriegen (allerdings dann kein Wohngeld mehr). Ich denke mal 20-24m² sollten für sie ja reichen als Wohnung, da dürfte sie so ca. mit 250-300€ warm rechnen. (als nicht Sozialwohnung)

    Das ihr zusammen zieht ist glaub ich keine so gute Idee, dafür kennt ihr euch tatsächlich viel zu wenig und sie würde wie du selber erkannt hast zu Abhängig von dir werden eventuell, dadurch nimmt sie dir ja auch freiheiten.
     
    #2
    Zottelkopp, 20 Januar 2008
  3. brainforce
    brainforce (33)
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    Single
    Erstmal möchte ich sagen das du die Situation sehr objektiv betrachtest.:smile:

    Wie ihr bereits erkannt habt ist die Situation alles andere als einfach - aber bei dem was du geschrieben hast bin ich mir sicher das du der Situation gewachsen bist.

    Du schreibst der Vater mag dich nicht da du "evangelisch" bist - meinst du er ist wirklich so strenggläubig? oder denkst du er es ist ein Vorwand dich nicht zu mögen?:ratlos:

    Wenn er tatsächlich tiefgläubig ist dann könnte evtl. ein Gespräch zwischen dir, deiner Freundin und den ortsansässigen Pfarrer helfen. Ich weiß nicht was das für ein Mensch ist aber evtl. könnte er die Situation entschärfen.:ratlos:

    Ihre Mutter ist wohl keine große Hilfe da sie selbst unter ihrem Mann leidet bzw. ihm nicht wiedersprechen kann...:kopfschue

    Anlaufstellen für Hilfe könnten für euch z.B. das Jugendamt sein (keine Ahnung da sie schon 19 ist), kirchl. Hilfsorganisationen wie z.B. Caritas. In größeren Städten gibt es auch Organisationen speziell für Frauen in solchen Situtationen z.B. auch ein Frauenhaus. Ansonsten evtl. das Sozialamt eurer Stadt etc.
    Ich denke irgendwo werdet ihr mit euren Problemen sicher angehört werden bzw. irgendeine Organisation wird sich sicher um eine Lösung bemühen sofern man dranbleibt und das ganze plausibel klingt.

    Was die Schule angeht:
    vermutlich weiß kein Leher etc. wie es bei deiner Freundin zu Hause abgeht. Ich würde ihr bzw. euch raten das sie sich überwindet und sich an einen Vertrauenslehrer wendet und die Situation schildert. Je früher desto besser. Evtl. sollte so etwas auch mit mehreren Lehrern besprochen werden bzw. wäre der zuständige Schulpsychologe hoffentlich auch eine gute Anlaufstelle um weitere Hilfe und Tipps zu bekommen.

    Ich kann dir allerdings den Rat geben das du, deine Freundin evtl. zusammen mit der Mutter erstmal alleine mit den Hilfsorganisationen sprecht - du weißt ja wie der Vater reagiert... (Aktion mit der Polizei...):kopfschue
     
    #3
    brainforce, 21 Januar 2008
  4. Summerdream
    0
    Hi. Erst einmal Danke für Eure Antworten.

    @ Zottelkopp: Ja, das ist eben fast nur mit Einverständnis des Vaters möglich. Ich denke da wird er kein OK geben. Danke für den Tip mit dem Wohnungsgeld bzw. Sozialwohnung.

    @brainforce: Danke für die vielen Hinweise.
    Der Vater ist wirklich so (er ist schon fast 70). Aber das mit dem Pfarrer wäre definitiv einen Versuch wert, haben wir auch schon überlegt.
    Die Mutter traut sich leider wenig zu sagen und arbeitet auch nicht, ist also auch von ihrem Mann abhängig.

    Das mit den Hilfsstellen hatten wir damals nach der Aktion mit der Polizei schon probiert. Wir bekamen allerdings nirgendwo schnell einen Termin. Als sie dann bei einer "Beratungsstelle" war (ich weiß leider grad nicht welche), saß da nur eine Frau, die sich das ganze angehört hat ihr aber nicht wirklich weiter helfen konnte. Es war glaub ich eine Psychologin. Natürlich wäre das definitiv noch einmal einen Versuch wert, allerdings ist das eben auf die Kürze wieder schwierig und außerdem weiß sie kaum, wie sie da hin kommt ohne Auto. Ich würde Sie ja hinfahren, aber unter der Woche bin ich jeden Tag bis spät abends auf der Arbeit.
    Wir bräuchten eigentlich jemanden, der sich wirklich darum auch kümmert, selbst wenn er Geld kosten würde. Der bescheid weiß und sie aktiv unterstützt.

    zum Thema Schule. Der Vertrauenslehrer weiß bescheid, die Schulleiterin ihrer Schule auch.

    Hab gerade noch mal mit ihr telefoniert. Ich denke es wird das Beste sein, dass mit dem Umzug und den Schulwechsel auf das nächste Schuljahr zu verschieben. Das wird jetzt einfach zu knapp und zu überstürzt. Irgendwie müssen wir das Halbjahr noch überstehen.

    Danke nochmal für Eure Hilfe!
     
    #4
    Summerdream, 21 Januar 2008

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