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Probleme mit gesamtem Umfeld

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Kraitx3, 1 Juli 2010.

  1. Kraitx3
    Kraitx3 (23)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Hallo liebe Forummitglieder,
    die letzten Monate leide ich unter einigen, größeren Problemen.
    Vor ungefähr 2 Jahren war in meinem Leben alles ziemlich gut. Ich hatte damals guten und häufigen Kontakt zu meinen Freunden, zu meiner besten Freundin und auch neuen Mädchen, die ich kennengelernt hatte. Es war wirklich eine unglaublich tolle Zeit für mich und ich erinnere mich auch sehr gerne zurück an sie. Zu dieser Zeit habe ich auch ein Mädchen kennengelernt, in welches ich mich verliebte. Auch sie verliebte sich in mich. Wir kamen zusammen und für ein halbes Jahr war ich der glücklichste Mann dieser Welt.
    Nach dieser, für mich perfekten, Zeit endete die Beziehung und ich verfiel eine lange Zeit in Kummer.

    Off-Topic:
    Die Zusammenfassung ist sehr grob und auch etwas verändert, da das mit dem Mädchen für die eigentliche Problematik irrelevant ist.


    Bevor ich das Mädchen kennenlernte hatte ich das Gefühl, dass circa zwei oder drei Mädchen auch etwas von mir wollten, aber ich fand das Leben, so wie es war, sehr gut. Mein Name stand für Ehrlichkeit und die Menschen, mit denen ich geredet und geschrieben habe, sagten, dass sie sich neben mir dumm vorkämen, weil ich mir so viele Gedanken um alles machen würde und das diese Gedanken viel zu kompliziert für sie wären aber dass es trotzdem schön sei. Das hat mich persönlich immer unglaublich glücklich gemacht und gerührt; diesen Respekt von anderen Menschen zu erhalten.
    Wenn ich mit ihnen (meistens waren es Mädchen) etwas gemacht habe, hatte ich immer das Gefühl, als wäre es toll, etwas mit mir zu unternehmen. Meine männlichen Freunde waren kaum interessiert an Mädchen und sie sind es denke ich heute immernoch nicht, weil sie sich zu wenig Chancen versprechen.
    Als ich die Mädchen kennenlernte, kam das erste mal der Zeitpunkt in meinem Leben, als man mir sagte, ich sei hübsch. Heute wünsche ich, man hätte es mir niemals gesagt. Gewiss war ich verlegen, als man mir das sagte, aber es war auch so, dass ich ihnen nicht glauben konnte. Doch mit vergehender Zeit kamen mehr Komplimente und so fing ich wirklich irgendwann an daran zu glauben, dass ich hübsch sei. Ich wollte es hören, es war wie eine Sucht, immer zu hören, dass ich hübsch sei. Heute schäme ich mich dafür.

    Nachdem das mit dem Mädchen zu Ende gegangen war, redete ich mit den Freundinnen (es waren vielleicht drei), die ich vorher kennengelernt hatte darüber. Zu einem Mädchen habe ich während der Zeit, als ich mit dem Mädchen zusammen war, den Kontakt verloren. Vorher waren wir sehr gut befreundet; Respekt und Vertrauen waren die wichtigsten Dinge. Meine beste Freundin litt ziemlich darunter, dass ich erstmals etwas mit anderen Mädchen machte. Vor der Zeit sah sie mit so übermäßig viel Respekt auf mich, mit Faszination; wie auf einen großen Bruder. Und sie war meine kleine Schwester, meine Schülerin. Ich habe sie wirklich gelehrt und sie versucht in die richtige Bahn zu lenken. Ihre Mutter und ich haben heute noch ein besonderes Verhältnis zwischeneinander.


    Das eigentliche Problem habe ich immernoch nicht geschildert, ich bin leider ziemlich abgertuscht, weil ich die alles von meiner Seele schreiben muss.
    Seit einigen Wochen merke ich mehr und mehr, wie ich abgerutscht bin.
    Als "Ersatzdroge" für die Komplimente von echten Freunde suchte ich mir diese Komplimente im Internet. Ich begreife erst jetzt, während ich schreibe, wie dumm ich gehandelt habe.
    So weit wie das Internet ist, so viele Leute gibt es dort und dementsprechend war es nur eine Frage der Zeit, bis ich die Komplimente "erzwungen" hatte.
    Nichts desto trotz sagten die Leute zu mir, es sei etwas besonderes, mit mir zu schreiben. Nicht solch 0815-Gespräch wie sonst. Wieder war ich stolz.

    Und heute? Heute stehe ich an einem Punkt, an dem ich mich sehr unwohl fühle. Ich weiß von mir selber, dass ich nicht so hübsch bin, wie ich einst glaubte. Ich vermisse die Zeit, in der es etwas besonderes war, wenn man etwas mit mir unternahm. Ich vermisse die Menschen, die ich damals kennen gelernt und mit der Zeit verloren habe.
    Mit meiner besten Freundin bin ich immernoch befreundet; sie ist nun nur leider nicht mehr meine kleine Schwester, sondern eine Schwester gleichen Alters. Für mich etwas schade, aber es war klar, dass es so irgendwann sein müsste.
    Mit einer anderen Freunde ist es alles beim alten.
    Nur eben mit vielen anderen, zu denen ich damals eine so feste Freundschaft hatte, ist es jetzt anders. Ich fühle mich so alleine, meine "Kumpels" spielen den ganzen Tag am Computer, treffen sich nicht mit Freunden und sind im Grunde genommen ziemlich genau das, was man öfters mal im Fernseh sieht. Als wirkliche Kumpels kann ich sie leider auch nicht bezeichnen, es ist von jedem eigentlich nur ein Lästern über die anderen und ein absolut unfreundliches, gegenseitiges Anmachen.

    Was ich mit diesem Beitrag bezwecken will, weiß ich auch nicht so recht. Das wichtigste ist erst einmal, dass nun alles, was in meinem Herz seit so langer Zeit sticht und beißt verschwunden ist.
    Und wenn es nur ein einziger Mensch ist, der sich dies hier durchgelesen hat, hat es sich vollstens gelohnt, den Text zu schreiben.
    Die Ziele die ich mir selber gesteckt habe sehen etwa so aus:
    Ich will wieder, dass es für die Menschen etwas besonderes ist, wenn ich mit ihnen rede, schreibe oder allgemein Zeit mit ihnen verbringen. Ich will, dass man mich wieder fragt, wenn sie irgendetwas machen.

    Eigentlich sind es nur zwei Dinge, die mir wichtig sind. Wie oben schon einmal erwähnt, Respekt und Vertrauen.

    Ein anderes Problem wäre die Tatsache, dass mich die meisten Leute, nachdem ich sie kurz kennengelernt habe, mögen. Nach einer Zeit ändert sich das allerdings ziemlich schnell. Es ist kein Hass, aber irgendetwas ist es.
    Bestes Beispiel hierfür ist meine neue Schule, auf der ich nun ein Jahr bin. Zu Beginn mochten mich fast alle wirklich sehr, jetzt ist es so "jaja".
    Ich überlege manchmal Tagelang, was das schlechte an meinem Charakter ist. Irgendetwas muss es geben.
    Ich habe auch schon überlegt, das schlechte meines Charakters irgendwie zu kompensieren oder gar meinen ganzen Charakter zu überdecken mit einem Erfolg. Dafür müsste ich mich nur viel aktiver im Handball betätigen, sprich mehrmals die Woche laufen gehen, Krafttraining etc. Musikalisch versuche ich mich auch daheim, ich übe häufiger Singen und versuche mich an einem Keyboard. Ob das hilft?


    Ich könnte noch ein Buch mit Dingen füllen, die mich im Moment bedrücken und belasten und auch die Themen, die ich angesprochen habe ausführen, aber es soll ja auch noch lesbar bleiben.

    Vielen vielen Dank an die jenigen, die sich die Mühe gemacht haben und den Text gelesen haben. Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere etwas zu sagen weiß.
     
    #1
    Kraitx3, 1 Juli 2010
  2. Jessy666
    Jessy666 (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo erstmal und lass dich drücken :knuddel:
    Ich kenne das Gefühl was du hast ein wenig, durch verschiedene Beziehungen und Wohnortwechselei habe ich irgendwie Probleme mit Freunden und Bekannten bekommen, irgendwas war anders, auch beim kennenlernen von neuen Leuten.

    Mir scheint es so, als ob du damals sehr aufgepusht mit Selbstbewusstsein warst, eben durch die Frauen und Freunde mit denen du dich umgeben hast und die dir Komplimente machten und dich schätzen.
    Eventuell hast du dich ein bisschen zu arg dareingesteigert...
    Hast du vielleicht unbewusst "Fisihing vor Compliments" auch bei Bekannten und Freunden betrieben, bzw machtst es jetzt noch immer (außerhalb des Internets)? Solche Menschen kenn ich nämlich auch, und die werden leider mit der Zeit einfach langweilig bzw. unsymphatisch.
    Du wirkst arg verkrampft darin im Mittelpunkt stehen zu wollen, bewundert werden zu wollen etc.
    Vielleicht solltest du eher wert drauf legen bisherige Freunde wieder für dich zu gewinnen.
    Hast du mal überlegt was damals anders war in deiner vorgehensweise zu jetzt? Hast du mal irgendwas erlebt was dein Selbstbewustsein nach unten gezogen hat?

    Gruß Jessy
     
    #2
    Jessy666, 1 Juli 2010
  3. Kraitx3
    Kraitx3 (23)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Single
    Danke Jessy für's durchlesen, antworten und auch das drücken :smile:. Es tut gut, auch wenn es nur virtuell ist, tut gut zu wissen, dann man verstanden wird.

    Ja, es kam alles ziemlich plötzlich, ich konnte nicht damit umgehen. Vor diesem Tag war ich auch jemand, der ich am liebsten wieder sein würde. Ich war eher schüchtern, war froh, wenn ich mal mit einem Mädchen reden durfte. Das lag zwar auch am Alter (13,14) aber trotzdem kam von mir von innen heraus ein ganz anderes Gefühl.
    Dieses "Fishing for Compliments" habe ich eigentlich nur anfangs betrieben, als ich es noch nicht wirklich glauben konnte. Ich selber kenne solche auch so Menschen, würde mich selber aber nicht als jemand dieser Art einstufen.
    Mein eigentlich sehnlichster Wunsch ist es nicht im Mittelpunkt zu stehen. Ich schreibe mal kurz mein ursprünglich verfolgtes Lebensbild ist.
    Das Größte für mich wäre es, mit ein paar Freunden zusammen zu sitzen, sie unterhalten sich und alle haben Spaß. Ab und zu sage ich vielleicht etwas, aber nie viel und nur durchdachtes. Ich träume von einer Welt in der ich dort Sitze und von anderen etwas allgemeines gefragt werde und die richtige Antwort geben kann. Träume davon, wie wir ein paar Mädchen und Jungs sind, jeder einander zugeordnet. Und auf der weiblichen Seite unserer kleinen "Gemeinschaft" sitzt ein Mädchen, genauso ruhig wie ich, so durchdacht. Unbeeinflusst von Kommentaren, wie ich es bin. Wir brauchen nicht viel sagen und leben einfach nur neben allen anderen, die sich toll unterhalten.

    Während ich das durch meinen Kopf gehen lasse, zünden alle Blutkörperchen in mir ein winziges Feuerwerk.
    Wie ich das erreiche, weiß ich leider nicht. Ich mag es nicht auf meine Freunde schieben, die einen solchen Abend wohl gar nicht erleben wollen. Das habe ich in der Vergangenheit in mir selber schon gemacht.
    Trotzdem weiß ich nicht, wie ich diesen Wunsch erfüllen kann. Manchmal sage ich mir, dass ich jetzt ein Mensch sein muss, der etwas schüchterner ist. In diesen ruhigen Momenten schwirre ich in dem Irrglauben, dass das so einfach geht. Die Realität zeigt leider immer wieder, dass es nicht so einfach geht.
    Wo aber die Fehler suchen? Wie soll ich so etwas erreichen?

    Du hast wirklich recht damit, dass ich viel zu verkrampft wirke. Ich bin es nämlich auch.
    Immer wieder versuche ich zu gefallen. Versuche neue Strategien.
    Das, was ich dabei vergesse, bin ich selber. Nur leider habe ich schon unzählige Suchaktionen nach meinem alten Charakter erfolglos hinter mir. Ich habe mich aus Icq zurückgezogen, schaue nur noch ab und an auf in einem Social Network nach Neuigkeiten und versuche das Leben wieder aus der richtigen Sichtweise zu leben.
    Es geht einfach nicht, ich verzweifle noch an diesem Vorhaben :/.

    Ich habe nächtelange darüber nachgedacht, was an mir anders geworden ist. Ich weiß es einfach nicht. In der Realschule ging es damals aber auch zum Ende hin in die Richtung, dass ich mich weniger mit den Leuten verstanden habe.
    Es gab schon diesen einen Tag, der mich ziemlich heruntergerissen hat und ein halbes Jahr meines Lebens bestimmt hat. Es war jener Tag, an dem sich meine Ex-Freundin und ich trennten. Tagelang habe ich nichts gegessen, nicht geschlafen und nur Gedanken mit selbstkritischen Fragen gestellt. Ich habe Bilder gemacht, Texte und einen Brief geschrieben, den ich aber nie abgeschickt habe.

    Ich muss noch dazu sagen, dass ich emotional sehr stark schwanke. Manchmal verändert sich meine Lage von dem einen auf den anderen Tag so ungemein. In einer Hochphase bin ich nicht mehr aufzuhalten vor Freude und bei der nächsten Tiefphase stecke ich Tagelang in tiefen "Depressionen". Das wiederholt sich eigentlich zyklisch.


    Etwas negatives, was ich aus der Zeit wohl noch mitgenommen habe, ist, dass ich schon Wert auf das Äußere von Mädchen lege, wie ich zugeben muss. Leider sind die meisten Mädchen die ich kenne und gut aussehe so durch das Internet anders geworden, dass ein guter Charakter selten ist.


    Danke noch einmal für die Antwort, mir hilft das ganze wirklich sehr!

    Gruß
     
    #3
    Kraitx3, 1 Juli 2010
  4. Jessy666
    Jessy666 (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Off-Topic:
    Du schreibst wirklich sehr schön für dein Alter :zwinker:


    Hast du veilleicht mal daran gedacht, dass du so langsam erwachsen wirst und sich dann damit sehr vieles ändert?
    Ich erinnere mich noch an die Zeit mit 15, 16 rum. Ich fand das Leben wirklich beschwingend und hab mich gerne mit Leuten umgeben, gefeiert, oder einfach nur sinnlos auf den Treppen gesessen und unterhalten. So mit 18 kam dann auch eine Phase wo sich vieles veränderte, irgendwie kam man mit den alten Leuten nicht mehr klar, vieles empfand man nicht mehr als aufregend, toll, alles hat ein wenig seinen Glanz verloren.

    Ich denke du steckst da grad mittendrin :smile:

    Was mir auch sehr auffällt ist, was für ein großer Träumer du bist, also du hast wirkliche feste Träume und Vorstellungen, und desdo weiter du dich davon entfernst, desdo mehr verfällst du in eine Art Depresssion.
    Wenn du nicht die Ursache bei dir selbst für diese Abstumpfung in deinem Leben findest, vielleicht liegt es garnicht an dir? Viele Menschen ändern sich, und schlimmstensfals harmoniert es am Ende nicht mehr.
    Das einzige was man dir noch vorwerfen könnte, ist dass du gedanklich in der alten Welt lebst und die neue garnicht zulassen willst.

    --Und hier muss man wohl ein großes STOPP-Schild für dich aufstellen.---

    DU hast es immernoch in der Hand DEIN Leben zu lenken. Du weißt ja eigentlich ziemlich genau was du möchstest, oder? Natürlich kommt jetzt der Standardspruch: "Dann tu was dafür"
    Aber es ist wirklich so...

    Ich selbst bin vor ca. einem Jahr in ein großes Loch gefallen, komplett unzufrieden mit den Menschen in meiner Umgebung, alten Bekannte, der Lebensweise, fühlte mich einfach unbgeehrter, unattraktiver als sonst, suchte die Schuld bei mir, war gelangweilt von allem um mich herum, verlor einigies an Selbstbewusstsein...
    Irgendwann, so blöd es sich jetzt vielleicht für dich anhört bekam ich endlich mal eins in die Fresse, dass ich aufgewacht bin. Ich lag krank daheim im Bett, kotzte mir die Seele aus dem Leib und wurde so wütend, dass irgendwie...so wie du woanders beschreibst "alle Blutkörperchen in mir ein winziges Feuerwerk zünden". Nur in meinem Falll war es eher der winzige Funke zum Feuerwerk *g*

    Innerhalb von einer Woche schmiss ich die Hälfte meiner Sachen weg, wil ich sie nicht mehr sehen konnte, ich trennte mich von meinem Freund, der sowieso nur ein naiver, arroganter Pisser war, ich forderte eine Gehaltserhöhung auf Arbeit, die ich schon 1 Jahr vor mir hingeschoben hatte, ich holte mir eine Mietze aus dem Tierheim, was ich schon lange vorhatte, ich leerte meine Handy mit zig Nummern von Leuten, die sich eh nie melden, oder mich geschweige denn noch kennen usw...
    Einfach mal klar die Schnauze voll vom alten Leben in dem nichts vorangeht, und in dem man irgendwie nie "gesehen" wird.
    Ich will das jetzt nicht arg weiter ausführen, aber ich suchte mir konkret einen neuen Freundeskreis aus der Gegend, z.B mittels Anlaufstellen im Internet (Communities aus der Gegend) oder einfach bewusst mal alleine weggehen, und dabei sich vornehmen offen zu sein für alles neues und neue Bekanntschaften.
    Jetzt über ein Jahr später geht es mir deutlich besser, ich habe wirklich soviele tolle Menschen gefunden, die mich mögen, mit denen ich einfach zusammensitzen kann und Spaß habe. Da gibts es keine richtigen und keinen falschen Antworten...
    Und das zeigt mir doch: Es lag nicht NUR an mir, ich musste nur offen werden, neu anfangen, altes abschütteln.
    Natürlich, weil das ja die Lösung zum Erfolg ist... daran glaubst du doch nicht ernsthaft :zwinker:
    Den alten Charakter gibt es noch, natürlich, eigentlich bist das immer noch du, nur eben momentan komplett sinnesvernebelt...Charakterzüge ändern sich natürlich mal, aber deine wesentlichen Eigenschaften behälst du bei, das wärst sonst nicht du, du weißt nur nicht wie du derzeit damit umgehen sollst

    Bin selbst etwas erschrocken wie ich mich noch in das Thema reinsteigern kann, aber ich erkenne sehr viel von mir selbst in deiner Geschichte.
    Aber nun nochmal speziell an dich: Auch Träumer wachen zwischenzeiltich mal auf :zwinker: Zieh dich nicht zurück, sondern versuche mal einen anderen, neuen Weg, und wenn es nur zum testen ist, viel zu verlieren hast du ja nicht mehr oder?

    Gruß,
    Jesssy
     
    #4
    Jessy666, 1 Juli 2010
  5. Lenassatempler
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    1
    vergeben und glücklich
    -------hier an der Stelle...meine Rechtschreibfehler sind (meistens) Tippfehler :zwinker: sry dafür ------

    Das erste Problem, du sehnst dich nach dem Alten. Gut, das tun viele, genauso wie ich. Aber das alte ist nicht immer das bessere.
    Das Jetzt ist immer der schönste Augenblick, wenn du dich an ihm Erfreuen kannst.
    Es ist gut, dass du viel denkst. Versuch doch einfach mal an jeder Sache die Du tust, das Schöne zu finden. Such es nicht, finde es.

    Als kleines Beispiel. Wenn du alleine in deiner Wohnung bist, mach dir doch einen Tee, einen Kaffee oder irgendwas, was du magst (vielleicht nicht grad ne Zigarette drehen, falls du rauchst).
    Dann setz dich an den Tisch, mach das Fenster auf und freue dich über den Wind, der dir leicht über dein Gesicht streicht, über all die Leute da draussen, die glücklich sind und freu dich darüber, dass auch du eigentlich zu ihnen gehörst. Denk an alles gute was dir einfällt.

    Gut, und jetzt:
    Wenn du Familienmitglieder hast, die du sehr liebst, denk an sie, wie sie gerade lächeln und dir freundlich zunicken, schließ die augen und denk an alles Schöne was dir einfällt, und ist es auch noch so klein, dann lass dich davon überfluten und lächle. Es wird dir besser gehen.
    Und jetzt sehr wichtig! -> Fasse dein Glück in deiner Faust. Stell dir vor, wie kleine leuchtende Partikel deiner Lieblingsfarbe um deine Hand kreisen und fasse sie! Drücke deine Faust so fest wie möglich zusammen.

    Ich sag dir aus erfahrung das Funktioniert: Wenn du einmal unglücklich bist, dann schaue dir genau diese Hand wieder an. Wenn du unglücklich bist, stelle dir diese Partikel, die deine schönen erinnerungen oder einfach nur Gedanken darstellen vor und wiederhole die Bewegung mit der du sie geschnappt hast. Sofort fallen dir diese schönen Dinge wieder ein! Und du bist Glücklich.
    => Das ist jetzt mal ne Hilfestellung. Mir hat das in jeder Lebenssituation geholfen, unglücklich oder nicht.

    --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Jetzt suche dir eine Beschäftigung die du wirklich gerne tust, mit der du dich identifizierst, am besten, wenn es mit einer Gruppe zu tun hat! Bei mir ist es das Basketballspielen. Beschäftige dich damit. Erfreue dich daran. Denke nicht an das Frühere, denke an das jetzt, mache das Beste aus deinem Leben.
    Das Gefühl, zu leben ist das schönste!

    Versuche einfach nicht zu viel darüber nachzudenken, was du tust, sondern wie ich sagte, was schön ist! Und versuche bei jeder gelegenheit diese Welt zu verbessern, auch wenn du nur einem Touristen den Weg beschreibst oder jemand in diesem Forum einen Beitrag machst.

    Erinnere dich an das Frühere, aber lebe im Jetzt! Früher ist eine Erinnerung, jetzt ist das Leben!

    Du denkst viel, so hab ich das verstanden, also wirst du bestimmt viel an das Denken können was ich dir gesagt habe.

    Ich hoffe, mein Beitrag hilft dir! Falls ich manchmal durcheinander gekommen bin, es ist 01.13 uhr xD und meine Augen brennen, aber ich wollte dir meine Lebensfreude, die man, wenn man weiß wie, soo einfach haben kann, weitergeben! Ich wollte dich daran teil haben lassen!

    Alles Gute
    Dominik :zwinker:
     
    #5
    Lenassatempler, 4 Juli 2010
  6. Kraitx3
    Kraitx3 (23)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Single
    Ihr glaubt nicht, wie ihr mir helft :smile:

    Erst einmal antworte ich auf Jessy's Beitrag:

    Es ist sehr gut möglich, dass ich gerade im Abschluss meiner Pubertät zum wirklichen Erwachsenen mutiere.

    Ich schwelge schon immer gerne in Erinnerungen und besinne mich auf das, was einmal war. Die Nostalgie die allerdings in diesen Erinnerungen immer teilhaben wird, lässt mich grundsätzlich trauer über das Jetzt ausüben. Ich vergleiche mit der Vergangenheit. Sei es das Mädchen, mit dem ich zusammen war oder ein toller Abend mit Freunden. Solange ich mit der Vergangenheit vergleiche, hat die Gegenwart und die Zukunft verloren, da sich die Vergangenheit immer das Schönreden zu Nutze macht. Sie hat automatisch gewonnen.
    Ich selber weiß auch, dass ich mich von diesem Gedankengang entfernen muss, die Frage die sich hier stellt ist das "Wie?".
    Eigentlich will ich alles alte Abwerfen, neues erkunden und kennenlernen. Wir hatten das ganze einmal in Religion. Als Abraham's Exodus haben wir darüber gesprochen, dass mit jeder Überwindung schicksalhaft vorgegebener Ursprungsbindungen neue Möglichkeiten entstehen. Was mich davon natürlich abhält, ist die Angst.
    An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass ich sehr gut aufgenommen werde und an anderen Tagen sorgt jedes Lachen dafür, dass ich mich selber angesprochen fühle. In solch Situationen will ich einfach nur noch nach Hause.

    Ich will etwas ändern, ja; und ich bin auch bereit dafür etwas zu tun.
    Dinge, die mich an etwas erinnern, kann ich, wie du es getan hast, nicht. Ich bin viel zu ängstlich für so etwas. An jedem Gegenstand hängt ein Bild oder eine Situation, mit denen ich diesen verbinde.

    Aber so wie du das beschrieben hast, trifft es genau das, was ich auch manchmal fühle. Bis ich diesen Schritt aber selber gehen kann, müssen wohl noch einige Stunden voller Wut und Hass folgen. Mir fehlt sonst einfach die Überzeugung.
    Gestern beispielsweise habe ich wieder gemerkt, dass mich dann doch wieder viele mögen und auch ansehen und respektieren.
    Das Probleme, was ich glaube ich habe, ist, dass ich keine klare Linie habe.

    Allgemein ist es wohl nicht die Lösung schlecht hin, aber um einen solchen Abend, wie ich ihn beschrieben habe, zu erreichen, muss ich etwas schüchterner werden oder ich brauche Freunde, die etwas extrovertierter sind und überhaupt mal etwas sagen. So, wie es jetzt ist, bin ich quasi gezwungen eine Rolle zu übernehmen, in der ich etwas sagen muss.

    Und wie gesagt, manchmal habe ich dann doch das Gefühl, etwas verlieren zu können :confused:

    Off-Topic:
    Danke! Denkst du, ich hätte eines Tages die Chance zum Beispiel Buchautor zu werden oder fehlt es da an etwas? Ich bin aktuell nicht ganz sicher, hatte das aber schon einmal in Erwägung gezogen.


    Jetzt zu dem Beitrag von Dominik:

    Ich hatte sehr viel Freude beim Lesen deiner Antowort :smile:

    Das Beispiel, wie du es genannt hast, erlebe ich in ähnlicher Form, wie du es geschrieben hast, häufiger.

    An manchen Abend liege ich in meinem Bett, mache das Dachfenster auf und schaue Minutenlange in den Himmel. Ich erfreue mich dann an allem, will die Welt umarmen. Und dann auch der Wind, den ich spüre. Wie ich jede kleinste Böe meine Haut lang gleiten spüre. Das ist das Größte und tollste Gefühl, was ich in letzter Zeit habe.

    Das habe ich auch vor einiger Zeit an meine Ex-Freundin zusammengefasst. Ein kurzer Ausschnitt, den ich allerdings in ein paar Tagen wieder löschen werde, da ich nicht will, dass man ihn in Zukunft über eine Suchmaschine findet:

    --

    Geraucht habe ich noch nie in meinem ganzen Leben und ich bin stolz darauf :smile:

    Und großen Danke und ein Großes Lob für die Idee mit der Faust. Direkt, als ich meine Faust zusammendrückt habe, habe ich die Endorphine in mir stömen spüren. Danach kann ich einfach nur noch lachen :smile:


    --------------------------

    Einer Beschäftigung gehe ich schon seit circa zehn Jahren nach: Handball.
    Dabei muss ich allerdings auch noch einmal kurz in meiner Vergangenheit suchen.
    Ich habe im Handball sehr viel erlebt und dadurch auch sehr viele Menschen kennengelernt. Vor 3 Jahren war Handball für uns noch etwas sehr wichtiges. Wir haben mit unserer Mannschaft einige Titel gewonnen und alle unsere Stammspieler waren in einer Auswahlmannschaft von unserem Bundesland. Es hat so viel Spaß gemacht. Wir haben es nie übertrieben mit dem Training, davon bin ich ein absoluter Feind.
    Mittlerweile ist der Alkohol für alle wichtiger geworden und von Jahr zu Jahr verlieren wir an Qualität.

    Neben dem Handball laufe ich auch noch Halbmarathon. Das befreit mich auch immer wieder von Gedanken; es ist halt nur kein Mannschaftssport.

    Und auch das was du sagst, trifft genau meine Gedanken. Diese Bedürfnisse und Einstellungen habe ich auch; allerdings ausschließlich in den Hochphasen meines Lebens. Aber in Zukunft werde ich Wert darauf legen, nach "fist instead of frustration" zu handeln! :smile:


    Ich möchte euch beiden noch einmal meinen Dank aussprechen. Danke für die Zeit, die ihr euch für mich nehmt. Nach dem Lesen geht es mir prinzipiell besser!

    Lieben Gruß!
     
    #6
    Kraitx3, 4 Juli 2010
  7. Lenassatempler
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    28
    1
    vergeben und glücklich
    Freut mich zu hören :zwinker:
    Ich hab das im Rausch des halbschlafes geschrieben, aber es schien verständlich zu sein :zwinker:
     
    #7
    Lenassatempler, 4 Juli 2010

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