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Provokativer Heiratsthread

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von SandraChristina, 14 Juli 2008.

  1. SandraChristina
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo ihr lieben, ich trau mich jetzt mal :zwinker:

    und zwar in zweierlei Hinsicht:

    zum einen weil, ich das erste mal offiziell drüber spreche, und zum zweiten,

    richtig trauen werd ich mich aller warscheinlichkeit nach im September des nächsten Jahres.

    Jawohl mein Partner hat mir einen Antrag gemacht. Seit einem Monat ca. und trotz dem dass ich blutjunge 21 Jahre alt bin, und mit meinem Partner erst seit 4 Monaten zusammen lebe. Ganz offieziell ist das ganze noch nicht, es wissen bisher nur die engsten Freunde bescheid. Den Eltern und der Familie soll es ganz klassisch an Weihnachten verkündet werden. Ich geh davon aus, die fallen dann vom Stuhl. (sehr klug von mir das ganze vor ab per Internet in die Welt hinauszu posaunen :cool1: )

    Und nun will ich von euch gerne Meinungen zum Heiraten generell hören. Ist es noch zeitgemäß? Ist es in anbetracht der Statistiken (jede zweite Ehe in der Stadt wird geschieden) überhaupt noch sinnvoll?
    was glaubt ihr, warum wird geschieden?
    Ist es scheinheilig, in der Kirche zu heiraten, wenn man sonst im Alltag keineswegs gläubig ist?
    Ab wann ist es vertretbar? Sprich ab welchem Alter, der Dauer der Beziehung? Oder nur wenn Kinder da sind?


    Nun zu mir, bzw. uns: Wir kennen uns seit über 6 Jahren, waren lange sehr gut befreundet, haben uns dann einige Jahre aus den Augen verloren, weil wir beide in sehr langen Beziehungen gelebt haben.
    Seit kanpp 5 Monaten sind wir nun ein Paar, er ist 25, und wir leben seit vier Monaten zusammen. Ja, wir haben uns Jahre zeit gelassen, und dann ging alles super schnell :tongue:
    Wir haben beide sehr genaue vorstellungen davon, wie eine Beziehung zu funktionieren hat, und sind mit dem anderen äußerst zufrieden. Die Lebensplanung deckt sich wunderbar, und wir verstehen uns ausnehmend gut.

    Da stellt sich natürlich die Frage, warum dann nicht warten mit dem Heiraten? Wir finden beide keinen Grund. Zum Termin wäre ich dann 22, fertig studierte Sozialpädagogin, er würde gerade seinen Meister fertig machen, und wir wären 1,5 Jahre zusammen...
    Wir wollen beide einen Ehevertrag, und sind uns über die Vermögens- und Unterhaltsverhältnisse im Falle einer Scheidung einig.
    Laut meiner Rechtsdozentin beläuft sich eine einvernehmliche Scheidung auf ca. 4000 Euro... Erfahrungen dazu, ist dies realistisch? Jedenfalls, ist es viel Geld für etwas so trauriges, wäre aber von unser beider Seiten gut leistbar...

    was haltet ihr davon, sollte man beim heiraten schon über eine mögliche Scheidung nachdenken? ist dies unromantisch, schwarzseherisch?
    meine Mutter meinte mal beiläufig, wenn man einen Ehevertrag aufsetzt, ist es nicht der richtige. wenn es der richtige wäre, würde man über Scheidung keinen Gedanken verlieren.


    Ich denke, es hat mit richtig oder falsch nichts zu tun, sondern eher mit realismus. Im falle eines falles will ich vorher alles geregelt haben. Eine Scheidung an sich, ist schon belastend genug, ohne dass man sich eine Anwaltsschlammschlacht leisten muss.

    nun zum emotionalen Teil:
    Ich habe ein Problem mit den Worten, "bis das der Tod uns scheidet" . Ich denke, diese werde ich kaum über die lippen bekommen, egal wie alt ich bin. Man verändert sich zu sehr, oftmals entwickeln sich partner unterschiedlich. Dieser Satz kommt mir naiv, und blauäugig vor...
    Sich zu versprechen, es nach besten Wissen, und Gewissen zu versuchen, halte ich für realistischer. Mal davon abgesehen, Verantwortung, Respekt, und die Bereitschaft am gemeinsamen Leben zu arbeiten halte ich in einer Partnerschaft für selbstverständlich, ob Ehe oder nicht.

    Aber warum dann gerade heiraten? Die ehe ist für mich ein Zugeständnis an der Partner. sie ist für mich ein äußeres Symbol für die Innere Einstellung sein leben mit dem anderen zu verbrigen zu wollen, weil man den anderen liebt, wie er ist.

    ich möchte im Leben, mit einem Partner zusammen leben, heiraten und Kinder bekommen. Wenn ich feststellen würde, mein partner will auf dauer eines von dreien nicht, so würde ich mich wohl trennen, denn dann hat jeder einfach zu verschiedene vorstellungen vom leben.

    Gut, mit 22 Jahren ist es früh... Allerdings hätte ich gerne mit 30 meine Familienplanung abgeschlossen. Sprich ich möchte mit 25 Jahren anfangen Kinder zu bekommen, vorraus gesetzt, die äußeren Umstände, wie Beruf, Finanzen, und Partnerschaft sind für dieses Vorhaben tragfähig...
    Deshalb finde ich drei Jahre Ehe vorher, als Basis, gar nicht mal schlecht.
    Ob es funktioniert, stellt man nur fest, wenn man es versucht.

    Interessant finde ich, dass die Verlobung innerhalb der Beziehung wie eine Lupe wirkt. Das Schöne wird intensiver, die Probleme dagegen werden aufmerksamer betrachtet. Ein lapidares "das wird schon werden" lassen wir beide nicht gelten. Es wird auf beiden seiten ziemlich genau hingeschaut. Und sehr eifrig an Lösungen gearbeitet. Spannend ist das...
     
    #1
    SandraChristina, 14 Juli 2008
  2. waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    Ehrliche Antwort:

    Kein Mensch kann dir eine verlässliche Antwort geben.

    Man kennt eure Beziehung nicht und nicht die Umstände.

    Ich würde es nicht tun.

    Es kann funktionieren, es kann auch scheitern.

    Ich wünsche euch, dass es funktioniert !!! :knuddel:
     
    #2
    waschbär2, 14 Juli 2008
  3. User 66223
    User 66223 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Eine 100% ige Zusage kann dir keiner machen, Ich find es ehrlich gesagt auch übertrieben sich nach 4 Monaten zu verloben obwohl ihr euch bereits seit Jahren kennt...

    Trotzdem wünsch ich euch dass es funktioniert!:zwinker:
     
    #3
    User 66223, 14 Juli 2008
  4. LadyMetis
    LadyMetis (33)
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    3
    Verheiratet
    Zu diesem Thema gab es letztens erst einen sehr diskussionsreichen Thread.
    Beim Lesen deines Threads ist mir aufgefallen dass du dir viele Fragen über das "was wenn" stellst und was andere denken und ob es es "heutzutage" noch so sein sollte. Das finde ich alles irrelevant. Wichtig ist was ihr beide wollt und ob ihr euch das vorstellen könnt, alles andere ist egal.
    Irgendwie geht mir bei deiner ganzen Denkweise die Romantik verloren. Ihr redet über einen Ehevertrag und über eventuelle Scheidung... sowas kam für mich nie in Frage und darüber möchte ich auch nicht nachdenken.

    Mein Tip: entscheidet mehr mit dem Herz und weniger mit dem Verstand!
     
    #4
    LadyMetis, 14 Juli 2008
  5. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    Also mein Süßer und ich haben uns auch nach knapp einem halben Jahr verlobt *in Erinnerungen schwelg* :engel:
    Wir persönlich werden wohl keinen Ehevertrag aufsetzen ... aber das soll ja sowieso jeder machen wie er will.
    Ansonsten - niemand kann eben sagen, dass es auf jeden Fall was wird. Aber wünsch euch viel Glück.:zwinker:
     
    #5
    Guzi, 14 Juli 2008
  6. Animus
    Animus (34)
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    Single
    Hey Sandra,

    ich gehe mal mehr auf deine Fragen zur Statistik und warum wird soviel geschieden ein.
    Doch alles von Anfang an. Früher sah eine typische deutsche Familie folgendermaßen aus: der Mann war der Ernährer, die Frau kümmerte sich um die Kinder. Und kinderreich sollte damals eine Familie auch sein. Um den höchsten Trend von damals zu entsprechen, ein eigenes Haus und ein Auto noch dazu. Ich lasse hier mal die Haustiere weg. *g*

    Die damalige Lage in Deutschland. Sei es die Industrielle Revolution bis hin zum Ende des 2. Weltkrieges. Es fand eine Renessaince statt, dass "Menschliche" dominierte. Neue Technologien und die Entwicklung der Fabriken brachten Hoffnung auf ein gutes Leben in der Stadt mit viel Lohn. Nur weg vom Land.
    Am Ende des 2. Weltkrieges war Deutschland ein Trümmerhaufen. Viele dt. Soldaten (junge Männer, Ehemänner und Väter) sind gefallen. Vermehrt waren nur noch die ältere Generation und vor allem die Frauen übrig geblieben. Die Trümmerhaufen haben den Anfang gemacht. *Frauen, ihr seid super!*
     
    #6
    Animus, 14 Juli 2008
  7. glashaus
    Gast
    0
    Wieso sagt ihr es euren Familien denn erst an Weihnachten? Meine Eltern kämen sich da wohl ein wenig veralbert vor, wenn ich verkünden würde: "Ach, übrigens, wir haben uns vor einem halben Jahr verlobt".

    Ansonsten wäre diese höhere Gangart nichts für mich, aber jedem das seine :zwinker:
    Eheverträge etc. finde ich heutzutage vollkommen okay, man weiß _nie_ was mal in 10, 20, 30 Jahren ist. Auch wenn ich in einer Heirat eigentlich tatsächlich auch das "bis dass der Tod euch scheidet" sehe.
     
    #7
    glashaus, 14 Juli 2008
  8. Piratin
    Piratin (38)
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    Verheiratet
    Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, mit 21 zu heiraten und im Nachhinein betrachtet (verlobt war ich immerhin) war das auch die beste Idee die ich hatte. Die Jahre zwischen 20 und 30 waren bis jetzt die aufregendsten meines Lebens, ein bunter Wirbel aus Auslandsaufenthalten, neuen Partnern, verschiedenen Wohnortwechseln, zwei Unis, 1000 neue Freunde, Clubs und Festivals, neue Partner, Erfahrungen in sämtlichen Lebensbereichen , Experimente, Persönlichkeitsänderungen, Klamotten- und Musikstile etc. pp

    Als verheiratete Frau, vielleicht noch mit Häusle und Kindern, hätte ich nicht die Hälfte davon erlebt.
     
    #8
    Piratin, 14 Juli 2008
  9. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Naja, jeder is ja da (zum Glück) anders. Ich hab meine etwas "wildere" Zeit schon hinter mir und bin zufrieden, so wie es ist. Man kann ja auch, wenn man verheiratet ist, sich ändern ... und wenn ich meinen Verlobten so sehe muss ich mir auch keine Sorgen um Experimente im Bereich Liebesleben machen. :zwinker:
    Aber ich wollt sowieso schon eher mit 30 verheiratet sein und Kinder haben. Da sind wir uns beide auch einig. Und Auslandsaufenthalt werden wir beide auch ab September erleben ... aber zusammen im gleichen Land :smile:
     
    #9
    Guzi, 14 Juli 2008
  10. User 66223
    User 66223 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    wann wollt ihr denn heiraten?
     
    #10
    User 66223, 14 Juli 2008
  11. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Wenn alles gut geht, nächstes Jahr. Hängt aber davon ab, wie Studium läuft, da nächstes Jahr für uns beide Bachelor-Arbeit ansteht. Und finanzieren muss man das ja auch irgendwie, haben beide keine Lust, dass unsere Eltern das alles finanzieren :smile:
     
    #11
    Guzi, 14 Juli 2008
  12. User 66223
    User 66223 (31)
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    Verheiratet
    ich glaube ich bin doch etwas eifersüchtig weil mein freund immer sagt dass er nie heiraten will :geknickt:
     
    #12
    User 66223, 14 Juli 2008
  13. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Was nich is, kann ja noch werden :zwinker: Manche Männer merken es später, andere früher dass sie doch heiraten wollen :smile:
     
    #13
    Guzi, 14 Juli 2008
  14. User 66223
    User 66223 (31)
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    andere merkens erst gar nicht :tongue:
     
    #14
    User 66223, 14 Juli 2008
  15. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Naja, man muss es ja nich pessimistisch sehen :zwinker: Bei uns stand zwar schon so fast fest, dass wir mal heiraten wollen, aber sein Antrag (mit dem er sich sehr viel Mühe gegeben hat) hat mich dann doch überrascht :smile:
     
    #15
    Guzi, 14 Juli 2008
  16. User 66223
    User 66223 (31)
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    und bei uns steht fest dass er nicht heiraten will, komme was wolle. seine eltern wären geschieden, genauso wie meine. das wäre kein gutes ohmen
     
    #16
    User 66223, 14 Juli 2008
  17. Animus
    Animus (34)
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    Hey Sandra,

    ich gehe mal mehr auf deine Fragen zur Statistik und warum wird soviel geschieden ein.
    Doch alles von Anfang an. Früher sah eine typische deutsche Familie folgendermaßen aus: der Mann war der Ernährer, die Frau kümmerte sich um die Kinder. Und kinderreich sollte damals eine Familie auch sein. Um den höchsten Trend von damals zu entsprechen, ein eigenes Haus und ein Auto noch dazu. Ich lasse hier mal die Haustiere weg. *g*

    Die damalige Lage in Deutschland. Sei es die Industrielle Revolution bis hin zum Ende des 2. Weltkrieges. Es fand eine Renessaince statt, dass "Menschliche" dominierte. Neue Technologien und die Entwicklung der Fabriken brachten Hoffnung auf ein gutes Leben in der Stadt mit viel Lohn. Nur weg vom Land. Hoffnung! Die Familie war der heilige Ort der Ruhe.
    Am Ende des 2. Weltkrieges war Deutschland ein Trümmerhaufen. Viele dt. Soldaten (junge Männer, Ehemänner und Väter) sind gefallen. Vermehrt waren nur noch die ältere Generation und vor allem die Frauen übrig geblieben. Die Trümmerhaufen haben den Anfang gemacht. *Frauen, ihr seid super!*
    Dann kamen die überlebenden Männer zurück. DM und das Deutsche Wirtschaftswunder. Hoffnung!

    Heute hat sich die Gesellschaft der heutigen Situation angepasst. Jederzeit erreichbar (Handy). Globalisierung. Auch im privaten Bereich durch das Internet. Das Privatleben und Job ist stressiger geworden. Alles muss schnell gehen, da Zeit auch Geld bedeutet.
    Hinzu kommt noch die Rabenschwarze Stimmung in Deutschland. Wir kenne es alle. Steigende Preise im Gegensatz dazu zu niedriger Lohn und Gehalt.
    Auch die Rolle der Frau hat sich stark gewandelt. Ihr wisst was ich meine. ^^
    Konflikte finden dann immer in der Partnerschaft oder in der gegründeten Familie statt. Problem ist nicht zu lösen, Scheidung.
    Hinzu kommt noch, dass Deutschland irgendwie immer Kinderunfreundlicher wird. Aber stimmt das überhaupt?
    Ich sage ein eindeutiges nein.
    Wir sind auch eine Spassgesellschaft geworden. Jeder ist mehr und mehr auf sich selber bezogen. Wenn schon soviel Stress, dann als Ausgleich dafür wenigstens Spass. Familie = noch mehr Stress.

    Die Statistiken sind halt die reinen Fakten. Jede 2. Ehe wird geschieden. Sinkende Geburtenraten und Deutschland wird immer älter. Es mangelt an Nachwuchs und Fachkräften.

    Trotz allem entscheidet jeder für sich selber, wie man sein Leben verbringen möchte. Und das galt auch schon früher und war schon immer so.
    Ich bin jedenfalls in allen Bereichen positiv eingestellt. ^^


    @Sandra: In eurem Alter zu heiraten finde ich es ganz und gar nicht komisch oder unnormal. Ihr schwimmt halt nur nicht mit dem Strom. Und solange ihr glücklich seid und euer Leben so lebt wie ihr es möchtet ist es doch einwandfrei.
    Lasst euch von den negativen Einflüssen nicht unterkriegen. Die Hoffnung und Wünsche liegen bei euch.

    Ich wünsche euch viel Glück und eine schöne gemeinsame Zukunft! :smile:
     
    #17
    Animus, 14 Juli 2008
  18. User 72261
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich bin seit zwei Monaten verheiratet. Wir waren bei der Verlobung 10 Monate zusammen und hatten eine Fernbeziehung geführt, bevor wir nach sieben Monaten zusammengezogen sind. Die Entscheidung war verrückt, irrational, aber ganz bewusst - wir haben in uns die Lebenspartner gefunden.

    Ich hatte vorher eine langjährige Beziehung, die gescheitert war. Dann wusste ich - er ist es.

    Mit 21 - wäre für mich niemals in Frage gekommen. Zu viele Veränderungen im Lebensstil, in der Persönlichkeit, in der Einstellung und Vorstellung vom Leben. Ich habe mich zwischen 20 und 25 extrem entwickelt, bin ein ganz anderer Mensch als damals. Ich möchte die aufregende Zeit damals auf keinen Fall missen. Jetzt war es Zeit für was Neues, auch wenn wir alles andere als ein biederes Leben mit Häuschen führen :zwinker:

    Gedanken zum Ehevertrag - hätte ich mir nie gemacht. Man mag mich und meinen Mann naiv und altmodisch finden, für uns wäre das nie in Frage gekommen. Gedanken an Scheidung schon vor der Hochzeit ... dann wäre er nicht der Richtige für mich gewesen.

    Nichts überstürzen, ihr habt noch so viel Zeit.
     
    #18
    User 72261, 14 Juli 2008
  19. SandraChristina
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Hey, ihr schreibt ja fleisig! erstmal vielen dank für die positiven wünsche!

    einen gewissen unterton an skepsis höre ich da raus, was ich durchaus verstehen kann...

    zu denk konkreten komentaren:

    das mit dem romantisch stimmt schon, das geht bei mir in anfangsphasen immer verloren.
    ich bin auch am anfang einer beziehung nicht romantisch. da müssen bei mir fakten auf den tisch: wie verhält sich mein gegenüber, was ist ihm wichtig, wo sind die macken begraben, etc...

    verlieben tue ich mich immer erst später, nämlich dann, wenn es sich festigt, und gut läuft. das liegt in meiner person, ich arbeite erst an etwas, und wenns gut wird, genieße ich erst. dann aber richtig... :tongue:

    ich denke eher im nachhinein romantisch an dinge zu rück. fehlen tut mir dabei nichts, ich liebe das erforschen von menschen, situationen, kurz analysieren ist mein hobbie sozusagen...
    die anderen in meinem umfeld, sagen immer, mensch, genieß doch, und nehm nicht immer alles auseinander... aber mir macht das spaß.. der weg ist das ziel

    zu dem verpassen und verändern: das ich was verpasse glaub ich nicht. erstens bleibt das leben zu zweit nicht stehen. zweitens hab ich mich als single, ein jahr lang, eigentlich nur gelangweilt. ich war permanent auf dates, und die routinierte oberflächlichkeit hing mir nach ein paar monaten zum hals raus. wirklichen spaß finde ich nur in der tiefe einer wirklichen menschlichen begegnung. gleich zu heiranten ist eine extrem tiefe begegnung, aber angst machts mir nicht, von daher... reifen und erleben werde ich noch genug, das berufsleben, und ein evtl. zweites studium werden mich schon auf trab halten...
    im übrigen, mein verlobter ist ein spannender kerl, uns wirds schon nicht langweilig.
    ob wir uns in gleiche richtungen verändern werden, steht noch in den sternen... das kann man nie wissen, egal in welchem alter man ist. wobei die wahrscheinlichkeit in jungen jahren wesentlich höher ist, das stimmt.

    das wirs den eltern erst später erzählen, hat damit zu tun, dass ich das ganze für eine sehr paarpersönliche sache halte. ich wäre auch predestiniert dafür, das ganze nur zu zweit zu machen, in urlaub zu fliegen, und beim heimkommen zu erzählen, hey, ich bin verheiratet. (das liegt bei mir in den genen, kam in unserer familie schon zwei mal vor, ich müsste also kein schlechtes gewissen haben :zwinker: wobei wir sonst eigentlich verdammt offen in allem sind, komisch irgendwie...) große feiern mag ich generell nicht, ich bin jedes mal froh, wenn ich von geburtstagen etc. verschont bleibe...

    dass ich "unsicher" schreibe, und viel nachfrage, liegt einfach daran, dass mich das thema, gegebener maßen zur zeit sehr beschäftigt. ich höre gerne objektive meinungen zu themen die mich betreffen. nicht weil ich mir nicht sicher wäre, sondern einfach weil ich gerne dazu lerne, und erfahrungen anderer oft als sehr gewinnbrigend erlebt habe. ich nehme die anregungen ernst, reflektiere für mich selbst, und vertiefe, erweitere so meine meinung... sinnvoll ist es nicht zu letzt in bezug auf meinen künftigen job, gesamtansichten aus verschiedenen blickwinkeln sind ja schließlich mein täglich brot...

    im übrigen wäre ein forum ziemlich leer, wenn man die meinung der anderen weg lassen würde :grin:
     
    #19
    SandraChristina, 14 Juli 2008
  20. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Hallo!

    Interessanter Thread - dass sich ein Päarchen in der heutigen Zeit in so jungen Jahren noch vermählt ist schon selten. Ob die Sache das richtige für euch ist, werdet ihr ja noch erfahren. So wie du es schreibst hört sich das auf jeden Fall alles sehr durchdacht an.

    Dich scheint ja auch primär so die Meinung zu Ehe zu interessieren, darum ein paar kurze Kommentare.

    Man sollte sein Leben nicht nach IRGENDEINER Statistik richten.

    Weil man/frau es mittlerweile kann. Meine Eltern gehörten noch zu einer Generation an, wo das allein wegen der Kinder "nicht vorstellbar" gewesen wäre. Willkommen in über 25 Jahren unglücklicher Ehe!
    Ehrlich, ich bin froh, dass so es so viele Scheidungen gibt.

    Hört sich für mich inkonsequent an. Warum nicht woanders? Hübsche Burg oder sowas?

    Keine Ahnung... Hört sich so an, als ob ihr was verbotenes tut. :tongue:

    Ich denke, das ist ganz sinnvoll, da ja Ehen schon irgendwie juristische Sachen sind. Ein weiterer Grund dafür, warum ich nie Heiraten würde.

    Kommt ganz auf die Situation an - wenn viel Geld im Spiel ist, wäre alles andere naiv.

    Kann ich in gewisserweise nachvollziehen. Es ist natürlich eine schöne Sache, soetwas zu teilen und die Partnerschaft nach außen zu tragen. Für mich persönlich wäre ein solches Symbol aber nicht nötig - ich verbinde zu viel negatives mit Ehe.

    Im Hinblick auf den Kinderwunsch kann ich so einer Ehe wohl noch am ehesten etwas positives abgewinnen. Habe das Gefühl, dass diese meistens so "hinterhergeschoben" wird. Wie gruselig mir bei diesen ganzen Familiengetratsche wird... "Die haben doch nur wegen dem Kind geheiratet" *flüster* :tongue:

    Krass finde ich, dass du mit keinen Partner zusammenleben könntest, der dich nicht heiraten und Kinder mit dir machen wollen würde. Wahrscheinlich werde ich als ganz und gar nicht familiär veranlagtes Männchen diesen Kinderwunsch nie nachvollziehen können...

    Ich finde, die Basis hört sich aber gut an - unter solchen Umständen ist es sicherlich möglich, Kinder auf diese Welt vorzubereiten.

    Zu dem Lupenaspekt: interessanter Effekt, aber ich persönlich würde damit wohl nicht klarkommen. Ich empfand Druck und Erwartungshaltungen in Beziehungen bisher immer belastend. Durch Schaffung einer Ehe würde dies - aufgrund meiner Einstellung dazu - höchstwahrscheinlich forciert werden.

    Man sollte auch ohne Ehe genau auf seine Beziehung schauen, wenn einen diese Person wichtig ist. Und was soll das für ein Zauber sein, dass man seine Beziehung plötzlich intensiver wahr nimmt? Naja - ich wills nicht so negativ sehen :engel:

    Ich finds nur interessant, mal eine so durchweg positive Meinung zu diesem Thema zu hören. Vorallem weil es sich bei dir schon so anhört, als ob du dir keine Luftschlösser bauen würdest. Aber naja - so wirklich beurteilen kann man das aufgrund deiner Schilderungen natürlich nicht :zwinker:
     
    #20
    Fuchs, 14 Juli 2008

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