Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
  • Aeldran
    Aeldran (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    194
    103
    4
    Verlobt
    13 Februar 2007
    #1

    Psychiatertermin: schiefgelaufen oder normal so?

    Hallo allerseits,
    ich habe seit einiger Zeit psychische Probleme. Zuerst haben wir das auf mögliche Schilddrüsenfehlfunktion gesetzt. Nein, es war das nicht. Leider muss ich wohl sagen. Denn dann wäre das wohl einfach zu lösen gewesen, da meine halbe Familie das hat und behandelt wird. Also wäre eine mehr auch nicht das Problem gewesen.
    So, das war es aber eben nicht. Soweit die "Vorgeschichte".

    Jetzt bin ich gestern bei einer Neurologin/Psychiaterin gewesen, bin dahin überwiesen worden von meinem Hausarzt. ER hat den Termin selbst gemacht und innerhalb von einer Woche als "Akutfall" einen bekommen. Ich sollte extra in diese Gemeinschaftspraxis, weil die bekannt ist, nicht sofort zu Medikamenten zu greifen, sondern an andere Psychologen zu verweisen, wenn eine organische Möglcihkeit ausgeschlossen ist.
    Nachdem ich dann also 2,5 Stunden nach meinem Termin drankam, war ich innerhalb 10 Minuten fertig. Ich war vorher noch nie in einer Psychiaterpraxis, das war also ein "Antrittsgespräch".
    Ich bin wegen endogenen Depressionen überwiesen worden.
    Die Frau hat mir 4 Fragen gestellt, die ich immer nur gut mit ja oder nein beantworten konnte, á la "Haben Sie Selbsttötungsabsichten?" "Haben Sie sich schon einmal selbst verletzt?" und so weiter. Dann sollte ich etwas aus meiner Biografie erzählen, ich hatte keinen Plan, was ich erzählen sollte, es hiess eben nur "Erzählen Sie mal..."
    Die Ärztin hat krampfhaft versucht, irgendein Erlebnis aus mir rauszubekommen, was die Depressionen ausgelöst haben. Habe ihr aber keins bieten können. Danach war das Ganze dann zuende, sie meinte, sie wüsste nicht, wo sie ansetzen könnte, mit einer Therapiemöglichkeit, also welche Art, und überhaupt, ich mache auch gar keinen depressiven Eindruck, das bestimmt nur eine Festigungskrise... Ich habe keine Psychosen, keine Zwangshandlungen, also nichts beunruhigendes. Sie hat mir eine Empfehlung für ein pflanzliches Antidepressivum gegeben, dass ich nehmen soll, und mich für in drei Wochen wieder hinbestellt. Mit dem Vermerk, dass die Tabletten (LAIF 900) dann auch anfangen zu wirken. Und sympathischer wurde sie mir innerhalb dieser 10 Minuten auch kein bisschen.

    Deswegen meine Fragen, ich bin ja zum ersten Mal da gewesen und hab ja auch keine Ahnung von Psychiatrie/Neurologie.
    1. Ist das normal, dass man so schnell abgehandelt wird?
    2. Braucht man für eine Therapie wegen Depressionen wirklich ein konkretes Erlebnis, an dem die Depression aufgehängt ist?
    3.Wieso soll ich genau dann wieder dahin, wenn das Zeug angängt, zu wirken?
     
  • SexySellerie
    Sehr bekannt hier
    5.326
    173
    8
    Single
    13 Februar 2007
    #2
    Ich glaub, du solltest wissen Psychiater ist was anderes als Psychologe.

    Ein Psychologe beschäftigt sich mit dir 45 min. und setzt in der Regel auf gesprächstherapien. Auch das genaue Störungsbild wird erst nach mehreren Sitzungen diagnostiziert. Psychologen sind auch eher für die sozialen, gesellschaftlichen Problemlösungen "zuständig".
    Psychiater sind in erster Linie Ärzte und setzen auf viel unflexiblere Therapiemethoden als es Psychologen tun/können.
    (hab's jetzt alles ganz vereinfacht ausgedrückt)

    Vielleicht solltest du zu einem Psychologen???
     
  • Aeldran
    Aeldran (34)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    194
    103
    4
    Verlobt
    13 Februar 2007
    #3
    Ja, genau... Das ist es ja. Ich sollte von dieser Neurologie/Psychiatriepraxis zu einem Psychologen "vermittelt" werden. Das ist mir durchaus klar. Das war auch Sinn der Sache. Die Psychiaterin sollte die Behandlungsmethode klären und nur im letzten Fall wenn der Psychologe (falls!) nicht weiterkommt, medikamentös weiterhelfen
    Aber braucht man dafür, also zum Vermitteln, nicht ein paar Infos, über Verhalten, oder Empfinden oder sowas? Weil die Medikamente waren das letzte was wir wollten.
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
    Benutzer gesperrt
    12.818
    248
    474
    vergeben und glücklich
    13 Februar 2007
    #4
    mh, ich kann jetzt nur von meinem opa sprechen. Dieser leidet seit einem monat oder so auch unter depressionen und wir hatten das Thema auch schon in der Schule..

    Es ist nunmal so, dass es nicht immer bestimmte psychische Auslöser dafür gibt, denn dies kann auch an den Transmittern im Gehirn liegen. Falls natürlich irgendein Erlebnis dahintersteckt, hat man ganz andere Ansätze als anders.

    Wieso bist du denn Medikamenten gegenüber so abgeneigt? Mein Opa bekommt auch welche und innerhalb kürzester Zeit wurde es dann auch besser (er war bei einem neurologen).

    Wie äußern sich deine Depressionen?
     
  • glashaus
    Gast
    0
    13 Februar 2007
    #5
    Irgendwie verstehe ich nicht, wieso die Praxis dich vermitteln sollte?

    Es ist doch eigentlich andersherum? Erst Psychologe, dann (wenn nötig) Medikamentierung, um die Therapie an sich zu unterstützen! So kenne ich das jedenfalls.

    An sich würde ich aber die pflanzlichen Mittel nicht verteufeln!
     
  • sunnyhoney
    Verbringt hier viel Zeit
    99
    101
    0
    nicht angegeben
    13 Februar 2007
    #6
    Nein ist es nicht immer.

    Viele Hausarzt und Internistische Praxen überweisen nicht direkt ohne psychiaztr./neurlog. Abklärung an Psychtherpeuten, weil sie für die Diagnose psychischer Erkrankungen nicht speziell ausgebildet sind.

    So ist das zumindest bei meiner hausärztin...
     
  • glashaus
    Gast
    0
    13 Februar 2007
    #7
    Ja, aber ein Psychotherapeut ist ja auch nochmal etwas anderes als ein Psychologe, oder?
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
    Benutzer gesperrt
    12.818
    248
    474
    vergeben und glücklich
    13 Februar 2007
    #8
    schon aber was ist denn jetzt in dem Fall die Diagnose? Es konnte ja nichts festgestellt werden und viel Mühe hat sie sich damit ja auch nicht gegeben :ratlos:
     
  • Starla
    Gast
    0
    13 Februar 2007
    #9
    Ja. Nur ersterer ist befugt, therapeutisch/klinisch zu arbeiten. Psychologe ist man, wenn man diesen Studiengang abgeschlossen hat :zwinker:
     
  • glashaus
    Gast
    0
    13 Februar 2007
    #10
    Nun ja, da sie keinen konkreten Grund nennen konnte und nicht akut gefährdet ist, wird sie wohl davon ausgehen, dass z.B. eine Gesprächs-/Verhaltensthera erstmal nicht nötig ist und versucht es also mit dem pflanzlichen Mittel.
    Das erste Diagnosegespräch (beim Psychiater) kenne ich eigentlich auch so ähnlich, wie es hier beschrieben wurde.
     
  • sunnyhoney
    Verbringt hier viel Zeit
    99
    101
    0
    nicht angegeben
    13 Februar 2007
    #11
    ich denke es geht hier in diesem fall um psychotherapeut oder?
     
  • glashaus
    Gast
    0
    13 Februar 2007
    #12
    sie war bei einer Neurologin, wollte aber anscheinend lieber direkt zum Psychotherapeuten denke ich.
     
  • Kuri
    Kuri (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    4.777
    123
    2
    vergeben und glücklich
    13 Februar 2007
    #13
    Ich stimme SexySellerie voll zu. Ich bin auch beim Psychiater (medikamentöse Behandlung) und weiß vom Termin-machen, dass sie ein Terminheft mit 15minütigen Abständen haben. Der Psychiater ist Mediziner, kein wirklicher Therapeut - es sei denn, er hat eine Zusatzausbildung.
    Du solltest es mit dem pflanzlichen Antidepressivum (ich vermute, es ist Johanniskraut) mal versuchen, das birgt auch kaum/keine Gefahren.
     
  • Aeldran
    Aeldran (34)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    194
    103
    4
    Verlobt
    13 Februar 2007
    #14
    Ich bin wegen endogener Depressionen überwiesen worden. Was es ist, ist mir eigentlich unwichtig, aber es soll verschwinden. Und endogene Depressionen sind da, ohne Auslöser.

    Ich bin immer müde, lustlos, heule ohne Grund und bin kaum noch in der Lage, irgendwas aus eigenem Antrieb zu machen. Ich hab nicht mal mehr Lust was mit meinen Freunden zu machen, sehe immer, dass mich keiner mag, und sonstige Gespenster. Diese Gedanken bleiben dann lange, ich grübel über alles, was nicht 100pro in Ordnung ist, stundenlang, kann sogar nachts kaum schlafen. UNd mit anderen Leuten reden ist auch nicht mehr mein Ding. Mein Laptop ist momentan "mein betser Freund".
     
  • SexySellerie
    Sehr bekannt hier
    5.326
    173
    8
    Single
    13 Februar 2007
    #15
    Also im Prinzip hat das Gespräch da nix gebracht und du wurdest auch nicht vermittelt,versteh ich das jetzt richtig?

    Ich mein, dann schlag das branchenbuch auf und such dir nen Psychotherapeuten in deiner Nähe
     
  • glashaus
    Gast
    0
    13 Februar 2007
    #16
    Wenn es eine Depression ohne Auslöser ist, dann bist du schon richtig, und auch die Medikamentierung ist dann in Ordnung. Was sollte denn bei dir psychotherapeutisch behandelt werden, wenn es da nichts gibt?

    Versuch es doch erstmal mit den Tabletten.
     
  • Aeldran
    Aeldran (34)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    194
    103
    4
    Verlobt
    13 Februar 2007
    #17
    ich habe je keine ahnung davon, ich gehe einfach dahin, wo ich hin überwiesen werd. aber irgendwas wird sich mein hausarzt gedacht haben, also er mich dahin geschickt hat. und es war immer von psychotherapie die rede. wo und wie sollte in der praxis abgeklärt werden. man bedenke, ich bin als akuter fall dahin geschickt worden!

    aber wenn ihr mir hier sagt, dass das so okay, war ist das auch in ordnung, wie gesagt, ich war noch nie da!

    Ja, genau das!
     
  • SexySellerie
    Sehr bekannt hier
    5.326
    173
    8
    Single
    13 Februar 2007
    #18
    Also den Spruch "Versuchs doch ERST MAL mit Tabletten" fand ich jetzt nicht so Bombe.

    Medikamente sollten die letzte Lösung sein und den Grund für eine Depression kann man auch nicht in einem 10-minütigem gespräch erfassen.
    Das können so unterschwellige Gründe sein,die man erst nach mehreren Gesprächen erörtern kann und wer weiß,vielleicht gab es ja dafür doch einen noch unbekannten Auslöser. Deshalb finde ich solltest du erst zu einem Psychotherapeuten und erst zuletzt zu den Medikamenten greifen.
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
    Benutzer gesperrt
    12.818
    248
    474
    vergeben und glücklich
    13 Februar 2007
    #19
    mhhh, stimmt... ich erinnere mich auch nicht daran, dass mein opa woanders gewesen sein soll, er war nur bei einem Neurologen und hat dort Medikamente bekommen, ob die jetzt pflanzlich waren, weiß ich nicht.

    Aber Glashaus hat schon recht, wieso probierst du es denn nicht mal mit den Tabletten?? :smile:
     
  • glashaus
    Gast
    0
    13 Februar 2007
    #20

    Seh ich anders. Die Kurzdiagnostik hat doch ergeben dass es keinen offensichtlichen Auslöser gibt. Der Hausarzt hat auch schon eine endogene Depression diagnostiziert.
    Es handelt sich hier außerdem nicht um chemische Keulen, sondern um ein pflanzliches Mittel, dass sie erstmal 3 Wochen lang nehmen soll. Ich seh da kein Problem und hab damit auch schon gute Erfahrungen gemacht.

    Wenn es ihr nach 3 Wochen nicht besser geht, kann man immer noch auf eine therapeutische Behandlung setzen.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
    die Fummelkiste