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Eltern/Familie Psychoterror durch Vater

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 53338, 12 Juli 2009.

  1. User 53338
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    offene Beziehung
    Hallo ihr Lieben,

    meine Eltern haben sich vor zwei Jahren getrennt, haben inzwischen beide neue Lebenspartner etc. Meine Mutter hatte meinen Vater betrogen, was dann heraus kam, und lebt nun mit diesem Mann auch zusammen. Was sie da gemacht hat, war mit Sicherheit nicht in Ordnung, weder fair noch sonst etwas, aber es ist passiert. Fuer meinen Vater brach da einiges zusammen, was ich auch sehr gut verstehen kann. Aber das was dann nach der Trennung passiert ist, ist in meinen Augen damit nicht zu entschuldigen, egal wie sehr man verletzt wurde.

    Mein Vater fing nach der Trennung mit richtigen Psychoterror an. Bei meiner Mutter, bei meinem Bruder, bei mir. Meiner Mutter stalkt her hinterher, auch heute noch, hatte sie mit einer Waffe bedroht, verbreitete Luegen ueber ihren neuen Partner, ueber sie, ist in ihre Wohnung eingedrungen, lauerte ihr auf - solche Sachen eben. Bei meinem Bruder und mir kreuzte er nur auf, wenn es ihm schlecht ging. Das aeusserte sich dann so, dass er bei meinem Bruder aus dem Fenster springen wollte oder mich mitten in der Nacht anrief, um darueber zu reden was fuer eine Schlampe und Hure meine Mutter ist und das er sich umbringen will. Diese Akutphasse, also wo diese Anrufe mehrmals in der Woche kamen, ging ungefaehr ein Jahr. Dann wurde es schleichend besser, aber es ist immer noch so, dass wenn irgendetwas wieder vorgefallen ist (und da reicht es aus, wenn meine Mutter ihn wegen Unterlagen etc. etwas fragen muss), dann kommen wieder solche Anrufe und solche Aussagen. Mein Vater meldet mich sonst nie bei mir, aber ich weiss, sobald das Telefon klingelt und er ist dran, dass wieder was vorgefallen sein muss, sonst wuerde er nicht anrufen...


    Ich hatte zu meinem Vater noch nie eine gute Beziehung, besonders in den letzten Jahren in denen ich noch zu Hause gewohnt hatte, lebten wir nur nebeinander her. Meine Mutter war in meiner Kindheit meine Bezugsperson, die Person die mich erzogen hat und mir Liebe gab. Mein Vater gab mir das Gefuehl ein Niemand und Nichts zu sein, was er mir auch oft sagte. Mein Bruder wurde bevorzugt und ich wie das fuenfte Rad am Wagen behandelnt. Sicherlich gab es auch schoene Momente mit meinem Vater, aber die ueberwiegenden negativen Erelbnisse haben sich eingebrannt. Unter den Folgen leide ich heute noch. Ich habe kaum Selbstbewusstsein, traue mir nichts zu und kann nur ganz schlecht Fehler eingestehen, weil ich angst vor der Reaktion habe (bei meinem Vater wurden Fehler mit Anschreien, Demuetigungen und Liebesentzug quittiert). Ich habe in den letzten Jahren viel an mir gearbeitet und bin auch um einiges selbstbewusster geworden und traue mir mehr zu, aber ich falle immer noch in alte Muster zurueck, besonders dann, wenn es mal wieder Telefonanrufe von ihm gab.

    Diese ganzen Erinnerungen kamen durch die Trennung wieder hoch. Durch seine Psychoterroraktionen hat sich mein Vater immer mehr ins Abseits katapultiert. Oh, ich darf natuerlich nicht vergessen, dass er den Missbrauch an mir durch meinen Grossvater dazu nutzt, um sich besser da stehen zu lassen. Er zieht meinen Grossvater immer dann aus der Tasche, wenn ihm die Argumente ausgehen, mit denen er meine Mutter schlecht machen koennte. Dann kommt er immer wieder damit an, wie sehr meine Mutter versagt hat mich zu beschuetzen - nur ich habe das mit meiner Mutter inzwischen klaeren koennen und lebe damit ganz gut. Das hatte zwar lange gedauert, aber fuer mich ist es so, wie es jetzt ist, okay.

    Nun habe ich es geschafft mich von meinem Vater recht weit zu distanzieren. Das ist ihm natuerlich aufgefallen... letztens rief er mich an, da war es in Deutschland schon 4 Uhr morgens. Er hatte mich dadurch kalt erwischt, denn ich konnte mich auf das Gespraech so nicht vorbereiten. Mein Vater ist ein sehr, sehr dominanter Mensch und das kommt bei solchen Gespraechen sehr stark durch. Ich wollte ihm all das was ich oben geschrieben haben sagen, aber mein Kopf war ploetzlich total leer - wie ein Blackout bei einer wichtigen Pruefung. Ich versuchte einige meiner Punkte deutlich zu machen, zB versuchte ich ihm zu erklaeren, warum sein Verhalten nach der Trennung nicht in Ordnung war und ist und dass Aktionen, wie in die Wohnung meiner Mutter einzusteigen, nicht in Ordnung sind und er sich dann nicht wundern braucht, warum sie angst vor ihm hat.

    Das hat er nicht verstanden! Fuer ihn war es sein Recht in ihre Wohnung einzudringen, denn sie waren ja ueber 30 Jahre verheiratet und da ist man kein Fremder. Ich zaehle gerade dieses Beispiel auf, um diese verquerten Gedankengaenge von ihm deutlich zu machen. Einbruch war das laut seiner Aussage ja nicht, er war ja kein Fremder und die Tuer war auf (nachdem sie ihm die Haustier nicht aufgemacht hatte, ist er um das Haus herum gelaufen, durch die Garage in den Garten eingedrungen und dann uber die Balkontuer in die Wohnung gelangt, da er wusste das die Garage nur zu und nicht verschlossen ist und er auf gut Glueck versuchte, ob die Balkontuer offen ist) - sorry, aber das ist fuer mich keine Argumentation. Er hat eindeutig eine Grenze ueberschritten und meine Guete, ich haette in solch einen Moment so eine angst vor ihm gehabt, denn wenn er in solch einer Phase ist, kann man ihm alles zu trauen.

    Ich weiss gar nicht, wie oft ich nachts wach lag, als ich vor zwei Jahren meine Eltern fuer 4 Wochen besucht hatte und sie streiten gehoert habe und angst hatte, dass er seine Waffen aus dem Waffenschrank holt und uns alle abknallen wird.

    Ich komme einfach nicht gegen ihn an! Als wir telefonierten hat er, ohne Mist, 50 Minuten am Stueck geredet und ich kam nicht einmal zu Wort. Er fuehrt diese ewig langen Monologe, durch die man ganz klein geredet wird, wo einen nur noch der Kopf schwirrt. Ich fuehl mich dann wie ein Reh im Scheinwerferlicht eines Autos. Total erstarrt, aber weg rennen kann ich nicht. Egal was ich ihm dann sage, er dreht es dann immer wieder um, um sich als Engel da stehen zu lassen.

    Ich will mich so sehr aus seinem Griff loesen, ich will mich nicht laenger manipulieren lassen, will mir nicht laenger einreden lassen das ich die Boese und er der Gute ist, aber wie kann ich aus dem Griff entkommen? Wie schaffe ich das nur? In seiner Welt sind alle gegen ihn, alle machen etwas falsch und er ist der einzige, der ohne Schuld ist und immer nur richtig gehandelt hat. Ich will mir nicht laenger eine Schuld einreden lassen, die ich gar nicht tragen muss. Aber jedesmal fehlen mir dann die Worte, falls ich denn zu Wort komme...

    Wuerd mich ueber jede Menge Ratschlaege und Tipps freuen... :confused:
     
    #1
    User 53338, 12 Juli 2009
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Informiert ihr die Polizei, wenn eure Mutter mit einer Waffe bedroht wird und euer Vater in ihre Wohnung einbricht? Ist euer Vater in Therapie? Wieso legst du nicht auf, wenn dein Vater dich anruft? Erkennt euer Telefon seine Nummer nicht? Wie wäre es, wenn du dir eine neue Nummer zulegst?
     
    #2
    xoxo, 12 Juli 2009
  3. User 53338
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    Das Problem ist, wir erfahren so was ja immer erst hinterher, manchmal Wochen spaeter. Sie macht das nicht, obwohl ich bzw. auch mein Bruder ihr schon oft gesagt haben, sie soll bei solchen Sachen endlich mal die Polizei einschalten. Aber das will sie nicht, um noch mehr Stress zu vermeiden...

    Ja, aber ich frage mich ernsthaft was er damit macht, weil es wird und wird ja nicht besser.

    Nein, leider nicht. Ich bekomme gar keine Nummer angezeigt, wenn mich jemand aus Deutschland anruft. Kann also wirklich jeder aus der Familie sein.

    Ich zieh in zwei Monaten um und ueberlege wirklich, ob ich ihm meine Nummer + Adresse dann ueberhaupt geben will, weil er schon androhte, wenn es ihm dann wieder schlecht geht, kann er dann ja einfach mal vorbei kommen. oO Aber ich kenn mich doch, ich lass mich dann wieder ueberreden oder ein schlechtes Gewissen einreden und rueck die Daten dann doch raus...
     
    #3
    User 53338, 12 Juli 2009
  4. User 53338
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    Das war alles...?
     
    #4
    User 53338, 14 Juli 2009
  5. Loomis
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    in einer Beziehung
    Das Ganze erinnert mich sehr an eine Situation aus meinem Umfeld..
    Kannst du nicht einfach aufzulegen, wenn er wieder anruft? Einfach konsequent den Kontakt mit ihm verweigern?
    Oder brauchst du für dich selbst noch eine Aussprache mit ihm? Wenn ja, könntest du ihm vielleicht auch einen Brief schreiben, in dem du all das mal "rauskotzt". Bei einem Brief ist er gezwungen, dir zuzuhören und du konntest alles mal loswerden.
    Und wenn du umziehst - gib ihm deine neuen Daten BLOß nicht!! Bleib hart! Und lass auch die anderen wissen, dass sie ihm diese Daten auf keinen Fall geben sollen! Wenn er immer wieder in dein Leben "eindringt", wirst du vermutlich nie wirklich damit abschließen können. Du sagst ja selbst, dass du nach seinen Anrufen oft in dein altes Muster fällst, obwohl du doch bereits so gute Fortschritte gemacht hast.
    Lasst euch nicht unterbuttern von so einem Menschen. Wenn du deine Mutter nicht dazu bringen kannst, die Polizei zu rufen, wenn er wieder vor der Tür steht, dann vielleicht ihren Lebensgefährten.
     
    #5
    Loomis, 18 Juli 2009

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