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  • Maxx
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    Single
    22 November 2006
    #1

    Pubertätsphobie

    Die Frage klingt vielleicht blöd, aber gibt es hier Leute, die eine innere Abneigung gegen ihre eigene körperliche Entwicklung haben/hatten oder sogar eine regelrechte Angst davor in die Pubertät zu kommen und zu einem erwachsenen Menschen heranzureifen?

    Dass mit dem Eintreten von sekundären Geschlechtsmerkmalen das Gefühl von Scham hochkam und sich sogar Identitätsprobleme entwickelten, weil man sich plötzlich fremd fühlte und sich nicht mehr als die Person empfand, die man vorher war?

    Erfolgte über die Jahre hinweg ein sozialer Rückzug deswegen oder wurde sogar vehement versucht bestimmte Entwicklungsstadien zu verleugnen und zu verbergen? D.h. der Junge rasiert z.B. seine Körperbehaarung peinlich genau, um zu demonstrieren, dass er (noch) keine Körperbehaarung hat. Oder er versucht zäh an seiner Kinderstimme festzuhalten, damit niemand bemerkt, dass er in den Stimmbruch kommt.

    Die Mädels mit diesem Problem könnten z.B. leugnen oder verschweigen, dass sie schon ihre Regel bekamen und sich heimlich Tampons kaufen und mit aller Kraft versuchen zu verbergen, dass sich die Brüste entwickeln.

    Mag sein, dass viele solche Probleme mit 13 oder 14 haben und sich das später wieder normalisiert, aber wenn es nicht gelungen ist im Alter von 20+ diese Scham und Angst vor dem Erwachsenwerden abzulegen, sich deswegen weiterhin kindlich benimmt und zu keinem sozial erwachsenen Menschen heranreift, dann wird es schwierig bis unmöglich, sowohl im Beruf als auch im Bereich Freunde/Partnerschaft auf einen grünen Zweig zu kommen.

    Meine Frage ist, ob hier jemand unter diesem Problem leidet oder ihr jemanden kennt der betroffen ist. Vermutlich ist dies v.a. im höheren Alter ein ziemlich exotisches Phänomen, aber man kann sich da leicht täuschen, weil gerade Themen wie diese von Betroffenen selbst vermutlich so gut es geht tabuisiert werden.

    Möglicherweise gibt es hier auch psychologisch geschulte Leute, die sich zu diesem Thema äussern und es fachlich genauer umschreiben könnten.
     
  • Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    22 November 2006
    #2
    ich hatte damal schon probleme damit.ich hab fussball gespielt,hatte als freunde nur meinen bruder und die gesamte männlcihe nachbarschaft.es war scheiße für mich mich davon wegzuentwickeln was mir immer soviel bedeutet hat.

    aber ich habs ja überlebt.
     
  • Olga
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    vergeben und glücklich
    22 November 2006
    #3
    Da ich immer und überall die Jüngste war, konnte ich es kaum erwarten.
     
  • User 37284
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    22 November 2006
    #4
    Mir war das relativ egal, ich war von der körperlichen Entwicklung schon immer etwas hintendran, das soll heißen, ich war immer recht klein und sah schon immer jünger aus, als ich wirklich bin.

    Ich habe auch meine Regel "erst" mit 14 bekommen aber mir war das Recht, denn darauf hatte ich nunmal gar keine Lust.

    Ich glaube, dass es sogar bei den meisten so ist, dass es ihnen eher etwas unangenehm ist, dass sich plötzlich brüste entwickeln etc.
     
  • User 22419
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    nicht angegeben
    22 November 2006
    #5
    Toll fand ich das alles anfangs nicht, aber von einer Phobie wie von dir beschrieben war ich noch weit enfernt.
     
  • Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    22 November 2006
    #6
    ALLE müssen das ja auch immer erwähnen,das war immer sowas von peinlich,was sollste denn dazu sagen?
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
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    22 November 2006
    #7
    ich würde jetzt mal die these in den Raum stellen, dass wenn man eine richtige Phobie hat, man auch ein Problem mit seinem Geschlecht hat?!
     
  • NickTim
    Gast
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    22 November 2006
    #8
    Ich konnte es kaum erwarten, denn schließlich hat man ja bei seinen Klassenkameraden die Entwicklung gesehen und darüber geredet. Zum Glück war ich recht früh dran. Mit 12 hatte ich den ersten Samenerguss.
    Vor meinen Eltern habe ich allerdings immer versucht, alles möglichst geheim zu halten
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
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    vergeben und glücklich
    22 November 2006
    #9
    ja schon und vor allem wird immer geguggt. Mir sagte ja mal einer aus der Verwandtschaft "den ersten bh kaufe ICh dir dann", mein gott... :kopfschue

    was ist daran denn schön, früh dran zu sein? Also wieso redest du da von glück?
     
  • Olga
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    vergeben und glücklich
    22 November 2006
    #10
    Kann ich schon verstehen.
    Wie gesagt, wenn man sonst immer nur die (oder der) Kleine und Jüngste ist, freut es einen, plötzlich bei etwas schneller dran zu sein als die anderen (zumindest bei mir war es so).
     
  • Mr. Keks Krümel
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    22 November 2006
    #11
    Ging mir ähnlich, nur das ich meinen mit 11 schon hatte :zwinker:
     
  • VelvetBird
    Gast
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    22 November 2006
    #12
    Ich hatte Probleme damit.
    Ich wollte keine Brüste bekommen, da das Brustwachstum bei mir schon früher einsetzte, als bei den meisten meiner Freundinnen. Ich fand sie schrecklich und hab immer die Schultern nach unten gezogen, damit man sie nicht so gesehen hat.

    Als ich das erste Mal meine Tage bekommen habe, hab ich erst mal so richtig, richtig geheult.

    Insgesamt hab ich mich ziemlich geschämt, so früh dan zu sein, das war für mich echt peinlich.
     
  • User 37284
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    22 November 2006
    #13
    Aber ich denke mal, dass man von den meisten nicht von einer phobie sprechen kann! darunter verstehe ich einfach etwas anderes, so eine Art Ekel oder so...
     
  • Maxx
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    22 November 2006
    #14
    Jein, ich könnte mir zwar vorstellen, dass der Mann sich nicht als Mann fühlt und die Frau sich nicht als Frau fühlt, aber dass in diesem Sinne keine Transsexualität vorliegt, da man keinen Wunsch verspürt dem anderen Geschlecht anzugehören.

    Es ist in diesem Fall eher eine Phobie vor dem Erwachsenwerden, bzw. der Geschlechtsreife und man hat später Mühe sich selbst zu akzeptieren, weil man sich selbst nicht mit der Rolle des geschlechtsreifen und erwachsenen Menschen identifizeren kann.

    Während ein transsexueller Mensch vor allem damit Mühe hat seine primären Geschlechtsmerkmale zu akzeptieren, hat der Betroffene in meinem Beispiel Mühe damit die sekundären Geschlechtsmerkmale zu akzeptieren.

    Ja genau, so ähnlich habe ich mir das auch vorgestellt. Aber wahrscheinlich hast du den Schock irgendwann überwunden, hast gelernt es zu akzeptieren, so dass es zur Normalität für dich wurde.
     
  • VelvetBird
    Gast
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    22 November 2006
    #15
    Na ja, sobald ich sah, dass die anderen Mädchen in meinem Alter nachzogen, was ihre Entwicklung anging, war's nicht mehr so schlimm.
    (Und mittlerweile liebe ich eh alles, was mich als Frau auszeichnet ;-))
     
  • xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    23 November 2006
    #16
    Anfangs habe ich es gehasst und konnte nur schwer damit umgehen, aber das hat sich dann normalisiert.
     
  • latindance
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    23 November 2006
    #17
    nein, welche zeit gibts denn sonst in der man/frau tun kann, jedem auf die nerven gehen kann usw. launisch sein kann, den bogen überspannen usf.. schlicht und einfach auch die sau raus lassen kann. :smile:

    das heisst aber nicht, dass man durch die pubertätsphase erwachsen wird. :grin:

    latino
     
  • Ginny
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    23 November 2006
    #18
    Nein, hatte ich nicht wirklich. Ich hab mich zwar als Kind sehr wohl gefühlt und war alles andere als frühreif. Aber ich war ein bisschen neugierig, was sich alles verändern würde. Mich störte nur, dass ich mit 13, 14 etwas zunahm und mich mollig fühlte, obwohl ich nicht wirklich mehr aß als zu Kinderzeiten. Und ich wurde sehr kritisch mit meinem Aussehen, schminkte mich stark und war öfter unsicher. Aber im Großen und Ganzen kam ich klar.
     
  • Witwe
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    23 November 2006
    #19
    Mal ganz ehrlich, diese Zeit ist für keinen jungen Heranwachsenden einfach. Jeder, der heute zurück denkt, ist froh, das er das Überwunden hat.
    Ich glaube, das ist etwas weit hergeholt, das Scham und Angst vor dem Erwachsenwerden von der Pubertät auf die heutige Probleme in Beruf und Partnerschaft zurück zu führen sind.

    Klar gibt es kindische Erwachsene, aber mal ganz ehrlich, kein Mensch bleibt in seiner Entwicklung stehen und kein 20 jähriger wünscht sich zurück in den Körper und Geist eines 15 jährigen.
    Das muß andere Gründe haben.


    Ich hatte auch eine furchtbar schwere Zeit, da ich öfters der Außenseiter war, aber eher aus gegenteiligem Grund, da viele frühreif waren und da fiel es schwer, sich zu behaupten und mitzuziehen. Daher kenn ich das Problem so gar nicht, das Du beschreibst. Ich mußte immer dafür kämpfen, das man mich ernst nimmt, mitspielen läßt oder mit mir redet, weil ich jünger war oder weil die anderen sich schon so erwachsen gefühlt haben (wobei das oftmals einfach nur Einbildung war von machen, die meisten waren teils im Kopf unterentwickelter als ich) :kopfschue
     
  • Teresa
    Teresa (34)
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    23 November 2006
    #20
    Ich hab das hier schon einmal geschrieben... ich wollte als Kind immer ein Junge sein, weil ich nicht eingesehen habe, warum ich mich nicht so verhalten durfte, wie ich wollte (und ich kletterte nun einmal gern auf Bäume und hasste Puppen). Mit elf hab ich dann Brüste gekriegt und hatte unheimliche Panik, weil ich nun erkannte, dass ich eben wirklich kein Junge bin. Erst mit 12 oder 13, als ich anfing, mich auf etwas "andere" Weise für Jungs zu interessieren, hab ich allmählich gemerkt, dass es für mich besser ist, ein Mädchen zu sein...
    Probleme gabs trotzdem, und ich bin lang nicht damit zurechtgekommen. Auch in meiner Klasse waren viele schon sehr frühreif, und ich konnte nicht mitziehen, ich war Außenseiterin und wurde auch von vielen, die sich schon so erwachsen vorkamen, nicht ernst genommen, weil ich keine war, die aufgeschminkt mit Minirock und Riesen-Dekoletée herumgelauefn bin... vielleicht war das auch einer der Gründe, warum ich mit dem Rauchen angefangen hab und nach der Matura (Abi) eine Zeitlang so abgstürzt bin... ernst genommen wurde ich auch lang nicht...
     

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