Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Quote für deutsche Musik im Radio - dafür oder dagegen?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Dragonlord, 23 Oktober 2004.

  1. Dragonlord
    Dragonlord (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    83
    91
    0
    Single
    Also es ist im Moment im Gespräch eine Quote für deutsche Musik per Gesetz festzulegen nach französischem Vorbild, wo seit 1994 40% der im Radio gespielten Sender französischen Unrsprungs sein müssen. Ich finde es eine Unverschämtheit mir diktieren zu lassen, was für Musik ich hören soll. Ich finde gute deutsche Musik setzt sich durch, was man momentan an Wir sind Helden, Silbermond, Juli, etc... sieht. Aber ich habe keine Lust jede deutsche Schrottmusik hören zu müssen. Irgendwie erinnert mich das an die SED, die ja auch wusste was die Leute "wirklich" wollen.

    Hier ein Link zur Sachlage http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/927/38889/

    Wie denkt ihr darüber?
     
    #1
    Dragonlord, 23 Oktober 2004
  2. cat85
    Gast
    0
    schwachsinn! wenn die deutsche Musik nicht mithalten kann, ist es jawohl lächerlich sie durch irgendwelche Quoten ins Radio zu bekommen. wenn viele Leute das gerne hören würden, bräuchte man das nicht. da es ja anscheinend nicht so ist - warum??
     
    #2
    cat85, 23 Oktober 2004
  3. *Anrina*
    *Anrina* (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.360
    123
    3
    vergeben und glücklich
    Ich bin dagegen, da ich nicht gerne deutsche Musik höre und sich die Radiosender daran orientieren sollten was die Hörer gerne hören.
     
    #3
    *Anrina*, 23 Oktober 2004
  4. liZArd
    liZArd (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    113
    101
    0
    Single
    Irgendwie hab ich die Frage falsch verstanden und natürlich dann auch falsch gevotet ;(
    Bin auch der Meinung, dass die Radiosender darum kümmern sollten, was gespielt wird...
     
    #4
    liZArd, 23 Oktober 2004
  5. Trogdor
    Trogdor (40)
    Verbringt hier viel Zeit
    472
    101
    0
    nicht angegeben
    Vielleicht sollten all jene Musiker die nach einer Quote schreien einfach bessere Musik machen.
     
    #5
    Trogdor, 23 Oktober 2004
  6. CreamPeach
    Gast
    0
    tja, angebot und nachfrage....was so gut wie alle bereiche in der wirtschaft regelt.

    so auch beim radio- deutsche musik wird vorrangig gehört, wenn die hörer das auch wollen bzw. wöllten. da dem nicht so ist, wird einem ein angebot sozusagen "aufgedrängt".
    schwachsinnig.

    was die tendenz zum durchsetzungsvermögen hat, wird auch gewinnen- ohne ein zutun durch bestimmte maßnahmen :smile:
     
    #6
    CreamPeach, 23 Oktober 2004
  7. Mette
    Gast
    0
    nun ich weis nicht was ich "davon" halten soll denn es gibt doch schon die radiosender die die deutsche mukke spielen dann sollen doch die "popsender" so bleiben es ist ja net schlimm wenn Herbert g . oder mal Bap leuft aber die zillertaler und co...neeeeeeee im momnet ist ja ne grosse welle mit deutshcer musik aber das geht noch sowas wie "silbermond" oder "rosenstolz" kann man gut haben ....und socle musik leuft doch schon viel wieviel wollen die noch laufen lassen dann kann man sie bald NICHT mehr hören wenns aus den ohren kommt...
     
    #7
    Mette, 23 Oktober 2004
  8. Mr. Poldi
    Verbringt hier viel Zeit
    3.068
    121
    0
    vergeben und glücklich
    Hmm ... also ich bin da zweigeteilter Meinung.

    Wenn die Leute weniger deutsche Songs hören wollen werden weniger deutsche Songs gespielt, im Prinzip sollte sich das selbst regeln.

    Einerseits finde ich es daher unter aller Sau dass man regulieren will was private Sender zu spielen haben, andererseits ist deutsche Musik irgendwo auch ein Stück Kulturgut und als solches schützenswert.
    Wenn immer weniger deutsche Musik gespielt wird, dann stirbt diese früher oder später aus.

    Bei vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen betreibt man ja auch Artenschutz ...
     
    #8
    Mr. Poldi, 23 Oktober 2004
  9. Keller
    Gast
    0
    vielleicht etwas ot:

    über dieses thema hab ich letzte woche ne klausur geschrieben!
    ein informativer text findet sich im SPIEGEL, ausgabe 41/2004!
     
    #9
    Keller, 23 Oktober 2004
  10. Mette
    Gast
    0
    nun ja bei uns gibt es dafür sr3 für die deutsch-songs hörer und ja stimmt wenn die in der charts gut vertreten sind,solte man sie auch spielen aber sonst....ich weis nicht dann kann es sein das die radio sender bald zu machen und es noch mehr arbeitslosen gibt....denn sowas will ich nicht unbeding hören Marianna und michael oder wie... :grrr:
     
    #10
    Mette, 23 Oktober 2004
  11. Mr.Eierhals
    Verbringt hier viel Zeit
    132
    101
    0
    Verlobt
    Ich wäre dafür, weil es dermaßen viele gute Nachwuchsbands gibt die ansonsten so gut wie keine Chance haben sich zu präsentieren.

    Außerdem ist es doch viel interessanter, eine große Vielfalt an Bands,Musikrichtungen im Radio zu hören als auf allen Sendern immer wieder die Charts von oben nach unten,oder umgekehrt, vorgedudelt zu bekommen.
    Außerdem was bitte schön ist an Deutsch Verkehrt?? Hat sich eigentlich jemand mal die Mühe gemacht einige englische Liedtexte zu verstehen(übersetzen)?
    Was da an Müll in die Lieder getextet wird ist ja nun auch nicht so doll.
     
    #11
    Mr.Eierhals, 23 Oktober 2004
  12. Shad-afk
    Shad-afk (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    9
    86
    0
    Single
    jop wär schon nihct verkehrt, aber: denkst du wirklich das dann nachwuchsbands gespielt werden?

    grossteil der charts sind deutsche "künstler", hab leider die zahl nichmehr im kopf :frown:

    Das traurige dabei ist ja, dass im deutschen auch so nen schund produziert wird, oder noch besser: das deutsche musiker meinen lieder unbedingt in englisch zu schreiben, da sie meinen dann hört es sich besser an
     
    #12
    Shad-afk, 23 Oktober 2004
  13. Mr.Eierhals
    Verbringt hier viel Zeit
    132
    101
    0
    Verlobt
    Man wird ja mal hoffen dürfen.....


    Zufall, da gab es aber auch andere Zeiten, wo Britney Spears, Robbie Wiliams und Co uns in den Ohren rieselten.



    Da muß ich Dir leider recht geben,aber da könnte die Quote auch helfen. Wenn die Vielfalt sich erhöht und nicht nur das Teenieschwarm-Gedudel im Radio zu hören ist,dann erhöhen sich die Chancen,das was Vernünftiges bei rauskommt.
     
    #13
    Mr.Eierhals, 23 Oktober 2004
  14. Mr. Poldi
    Verbringt hier viel Zeit
    3.068
    121
    0
    vergeben und glücklich
    > Was bei soner Quote nachher rauskommt ist Volksmusik oder son Quark.
    a) Sind Hansi Hinterseer, das Original Naabtal-Duo, die Schürzenjäger und wie sie alle heißen mögen keine "Volksmusik" und
    b) ist das noch lange kein "Quark" nur weil es nicht deinem und meinem Musikgeschmack entspricht
     
    #14
    Mr. Poldi, 23 Oktober 2004
  15. cat85
    Gast
    0

    Trotzdem will niemand, der N-Joy, FFN oder so hört, diese Musik höern, sonst würden sie zu NDR1 umschalten!
     
    #15
    cat85, 23 Oktober 2004
  16. User 17556
    User 17556 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    417
    103
    2
    vergeben und glücklich
    wenn die radiosender irgendwelche abgedroschenen deutschen lieder spielen müssen, die keiner hören möchte, bedeutet das für die einzelnen sender auch enorme verluste.
     
    #16
    User 17556, 23 Oktober 2004
  17. Steven1234
    Gast
    0
    Holleradihodüdeljö

    von Dirk Maxeiner und Michael Miersch

    Eine der Hymnen unserer Kindheit hatte folgenden Wortlaut: "A wop bop a loo ba a wop bam boom. Tutti frutti, oh Rudy." Hat es unseren zarten Gehirnen geschadet? Nun, darüber gibt es unterschiedliche Meinungen. Jedenfalls hat uns die frühe Prägung auf triebhafte, amerikanische Unterhaltungsmusik nicht davon abgehalten, später deutsche Bücher zu lesen oder ein deutsches Theaterstück anzusehen. Andererseits kennen wir Leute, die haben stets einheimisches Liedgut vorgezogen und noch nie ein Buch gelesen. Wer "Holleradihodüdeljö" schöner findet als "Tutti frutti" wird dadurch also nicht unbedingt zum höheren germanischen Kulturwesen.

    Wolfgang Thierse scheint das aber zu glauben. Sonst hätte er dieser Tage nicht schon wieder nach Quotierung für deutsche Schlager im Radio gerufen. Diese Idee wird seit Jahren von einigen Sängern und Produzenten propagiert. Es missfällt ihnen, dass die Menschen den Sender wechseln, sobald ihre vertonten Grundsatzerklärungen gespielt werden.

    ...

    Der verdiente Bürgerrechtler Thierse scheint vergessen zu haben, dass die Kulturpolitik des Regimes, gegen das er einst rebellierte, genau diese Art Bevormundung vollstreckte. Willi Stoph nannte Rock'n'Roll einen "modernen Veitstanz" und Walter Ulbrichts sprach: "Ich bin der Meinung Genossen, mit der Monotonie des yeah, yeah, yeah und wie das alles heißt, sollte man doch Schluss machen." Sein Nachfolger erlaubten dann ein wenig "Jugendtanzmusik", auf Deutsch versteht sich. Doch die Erinnerung an sozialistische Geschmacksverbesserer scheint Thierse weniger zu plagen als der Horror vor amerikanischer Unterhaltungskultur. Er findet Quoten gut, "damit deutsche und europäische Kultur sich gegen die Allmacht des amerikanischen Kulturimperialismus durchsetzen kann."

    ...

    Ein CDU-Bundestagsabgeordneter verlangte sogar "Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Rock- und Popmusik in Deutschland."

    ...

    Und Teile der Musikbranche applaudieren dazu. Darin spiegelt sich der Geisteszustand einiger in die Jahre gekommener Deutsch-Rocker, die viel Gesinnung und wenig Groove hervorbringen. Ihr Generationenprojekt bestand darin, das geile, hedonistische, asoziale, freiheitssüchtige Schmuddelkind Rock'n'Roll umzuerziehen, zu einem braven Chorknaben im sozialdemokratischen Gesangsverein. Es kränkt sie, wenn die Radiohörer und CD-Käufer sich ihrem doch so gut gemeintem Programm widersetzen.

    Der Verdacht liegt nahe, dass Quotierung mangelnden Publikumserfolg, durch staatliche Hörvorgaben ausgleichen soll. Es gibt jedoch reichlich Belege dafür, dass populär und künstlerisch wertvoll sich nicht ausschließen müssen. International erfolgreiche deutsche Bands wie "Kraftwerk" oder "Rammstein" haben keine Zwangsquoten nötig. Aber wenn sich Bürokraten in etwas verbissen haben, lassen sie so schnell nicht wieder los. Wer weiß, vielleicht nimmt der Bundestagspräsident demnächst die Hitparade ab. Der letzte macht das Radio aus. "
     
    #17
    Steven1234, 23 Oktober 2004
  18. Trogdor
    Trogdor (40)
    Verbringt hier viel Zeit
    472
    101
    0
    nicht angegeben
    Überhaupt nichts. Ich habe keinerlei Problem mit Musik in Deutsch oder auch Italiniesch, Spanisch, Französisch etc. Womit ich ein Problem habe, ist dass mit der Quotierung ja auch die Auswahl der Musik beeinflusst wird. Nenn mir mal ein paar Classic Rock Hits mit deutschen Texten. Die Dire Straits fangen nun mal nicht plötzlich an auf deutsch zu singen. Und wenn ich dann mit Horror-Musik wie Peter Maffay und PUR leben muss, die einen so schon mehr als genug nerven, dann kann ich doch gleich bei meiner CD-Sammlung bleiben.
     
    #18
    Trogdor, 24 Oktober 2004
  19. Olli242
    Olli242 (41)
    Verbringt hier viel Zeit
    166
    101
    0
    Single
    Wäre theoretisch eindeutig dagegen.... da ein Großteil der deutschsprachigen Musikszene einfach nur noch traurig ist und sich darin versucht, den "großen" Brüdern und Schwestern aus sonstwoherauch nachzueifern...

    Aber halt auch nur theoretisch, da bei mir eh nie Radio läuft... :grin:
     
    #19
    Olli242, 24 Oktober 2004
  20. Dragonlord
    Dragonlord (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    83
    91
    0
    Single
    Da bin ich ja froh, dass es viele genauso sehen wie ich :zwinker: Kalr ist es ein Problem wenn große Labels voll auf ihre Zugpferde setzen und aufgrund dessen die Musikauswahl ein wenig monoton ist. Aber es wird niemand gezwungen sich die Charts anzuhören. Wenn die Leute so gerne alternative Musik bevorzugen können sie sich auch mal die Mühe machen sich darüber zu informieren, gibt nämlich gar nicht so wenig alternative Musik. Die Auswahl der Musik jedoch durch die Sprache festzulegen finde ich totalen Schwachsinn. Als ob die Sprache für Qualität stehen würde (z.B. Dj Ötzi). Auch hab ich Probleme die "deutsche" Kultur krampfhaft verteidigen zu müssen. Ich finde auch im Kulturbereich sollte es Marktwirtschaft geben, wenn die englische Sprache gegenüber der deutschen immer mehr Anhänger findet dann sollte man das akzeptieren und nicht dauernd auf das "böse" Amerika schimpfen. Das wir nämlich meinen Amerika sei "böse" ist vielleicht auf deren Politik zurückzuführen, aber ganz bestimmt nicht darauf, dass sie anstatt Hund Dog sagen.

    MFG Matthias
     
    #20
    Dragonlord, 24 Oktober 2004

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Quote deutsche Musik
MrShelby
Umfrage-Forum Forum
5 März 2016
148 Antworten
ProxySurfer
Umfrage-Forum Forum
24 September 2004
11 Antworten