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Radsport: Auferstehung der Dopingsünder

Dieses Thema im Forum "Lifestyle & Sport" wurde erstellt von ProxySurfer, 25 Februar 2009.

  1. ProxySurfer
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    Ich habe neulich bei Eurosport nachts die "Tour of California" gesehen. Da fuhren sie alle wieder Rennen, die wegen Doping gesperrt waren oder bei denen man Doping vermutet: Armstrong, Landis, Basso, Hamilton, Mancebo, Sevilla usw. Außer Jan Ullrich alle wieder dabei. Und - natürlich - ganz vorn. Bei der Tour de France 2009 wollen viele im Rennen sein.

    Was meint ihr dazu: Sollte man sagen "Ok, die haben ihre 2 Jahre Sperre hinter sich, sollen sie also wieder mitfahren." Oder: "Es sollte einen wirklichen Neuanfang geben - die Sünder will ich nicht mehr im Rennen sehen."

    (Anmerkung: Armstrong ist nie erwischt worden, aber in höchstem Maße verdächtig)
     
    #1
    ProxySurfer, 25 Februar 2009
  2. Clocks
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    Wenn er was genommen hat, dann will ich das Zeug auch haben! Wenn es aus einem quasi-toten Krebspatienten einen 7fachen Tour-Sieger macht, dann möchte ich nicht wissen wie ich auf dieser Droge abgehe. :smile:

    Der Radsport sich selbst kaputt gemacht, die Medien haben dazu einen erheblichen Beitrag geleistet. Diese ewige Negativberichterstattung geht mir dermaßen auf den Sack, dass mein Interesse etwas geschrumpft ist.
    Find ich es gut, dass die noch fahren? Hm, vielleicht ist der Wettkampf nicht mehr fair - aber extreme Leistungen sind es trotzdem. Doping wird man nie abstellen können. Wo es Leistungssport gibt, wird auch betrogen - in welcher Form auch immer.
    Von daher sehe ich das ganze halb so dramatisch.
     
    #2
    Clocks, 25 Februar 2009
  3. stega
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    und selbst wenn man die alten Fahrer nach ihrer Sperre nicht mehr fahren ließe, was kein Rennstall wagen würde, denn gewinnen können sie auch ohne Doping noch heute, dann kommen halt junge Fahrer nach (wenns denn noch jemanden gibt, der in diesem Fach sein Geld verdienen möchte) und nachher sind die dann dopingverseucht.

    Ich glaub, dass die Fahrer an sich diejenigen sind, die als letztes komplett ausgetauscht gehören. Erstmal alle Verantwortlichen hinter den Kulissen, die Doping beschaffen, verabreichen, planen und die richtige kriminelle Energie entwickelt haben nur damit ihr "Pferd im Stall" dann ganz vorne mitfährt.

    Klar, Rennfahrer haben auch Verantwortung und sind nicht nur dumme Roboter. Wenn ihnen was gespritzt wird oder so, dann sollten sie auch nein sagen. Aber je nachdem wie tief man in diesem Netz drinhängt denk ich, ist sowas auch relativ schwer. Deshalb: Netz entflechten, niederreißen und dann hoffen, dass der Sport sauber bleibt.

    Und die Medien bitte auch mal positiv berichten und nicht nur negativ.

    Schaut euch Hoffenheim an: auch da gabs den Vorfall mit Doping. aber wer berichtet da groß negativ drüber? Zweierlei Maßstab. Denn das eine ist Radsport und Dopingsumpf und das andere unsere tolle Bundesliga mit den viiielen Fans und Millionengeldern. Also lieber nicht zu negativ berichten.
     
    #3
    stega, 26 Februar 2009
  4. Schweinebacke
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    Wobei man dazu sagen muss, das Doping im Fussball einfach viel viel weniger bringt, Radsport ist halt eine nahezu reine Ausdauersportart während Fussball zu großen Anteilen Technik ist, die man mit Doping 0 beeinflussen kann.
     
    #4
    Schweinebacke, 26 Februar 2009
  5. stega
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    da geb ich dir natürlich auch Recht. Aber wenn du beim Fußball auch mal eben 90min topfit rumrennen kannst und als Abwehrspieler den ganzen Platz rumrennst ohne müde zu werden, dann denk ich (also Fußball-Nichtkenner), dass das auch ein Vorteil sein kann, oder?

    Gestern war Schumacher im Sportstudio (ZDF) und hat über seinen Dopingvorwurf geredet - bzw. sich darüber ausgeschwiegen und ausgewichen. Hats jemand gesehen?

    Fand sehr scheinheilig von ihm, die Schuld erstmal von sich zu weisen und alle anderen seien schuld blabla. Warum können sie es nicht so machen, wie andere Sünder, die ihre Schuld zugeben und gut ist? Dann wäre das wenigstens geklärt und sie können ihre Strafe absitzen. Aber nein, alle sind die Unschuld vom Lande - und so wird das Bild vom Radsport nie besser. Brauchen sie sich gar nicht wundern dann.....

    Klar, es ist schon komisch, dass z.B. die Tour immer schneller gefahren wird, dass berganstiege im gleichen Tempo gemeistert werden können wie Flachetappen und man einfach den TV bissle drehen muss, dann siehts auch genauso aus, als ob sie nur flach fahren würden tempomäßig..... irgendwie ist da schon ziemlich viel faul in diesem Sport.
     
    #5
    stega, 1 März 2009
  6. ProxySurfer
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    Ich habs gesehen und fand es auch sehr scheinheilig. Das Problem ist: Wer seine Schuld zugibt und öffentlich sagt, dass allgemein viel gedopt wird, gilt als Verräter der Szene und wird für immer ausgegrenzt. Besonders, wenn er nach 2 Jahren Sperre wieder fahren darf. Er kriegt dann keinen Rennstall mehr der ihn nimmt. Also arbeitslos? Darum so viele "Schumachers" und "Ullrichs".
     
    #6
    ProxySurfer, 2 März 2009
  7. brainforce
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    Persönlich habe ich den Glauben an auch nur einigermaßen sauberen Profiradsport schon längst verloren. In keiner anderen Sportart wurde das so lange schöngeredet, vertuscht, verharmlost und was das schlimmste ist: es ging und geht jahrelang ohen das auch nur ein erwischter Radfahrer draus gelernt hat.:kopfschue

    Der Sport hat sich selbst kaputt gemacht. Ich würde für keinen einzigen Fahrer mehr die Hand ins Feuer legen und behaupten das dieser nicht dopt.:kopfschue

    Mir ist mittlerweile echt egal wer da fährt und wie die fahren - und dabei war ich früher mal ein richtiger Fan der fast keine Übertragung versäumt hatte - so enttäuscht war ich noch von keiner Sportart...

    Mittlerweile schaue ich die bspw. die Tour-de-france Übertragungen nur noch wegen der schönen Landschaften und den Erklärungen darüber - der Radsport an sich ist nebensächlich geworden.
     
    #7
    brainforce, 2 März 2009
  8. User 44981
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    Der Radsport ist kaputt und völlig unglaubwürdig. - Erst ein kompletter Neuanfang, bei dem alle bisher aktiven Profisportler (von denen wohl fast jeder gedopt hat) nicht mehr dabei sind, könnte der Radsport wieder glaubwürdig werden. - Aber nur, wenn zusätzlich auch der ganze Rest ausgetauscht wird und wirklich überzeugend gegen jegliches Doping vorgegangen wird, so dass ungedopte Fahrer siegfähig sind.
     
    #8
    User 44981, 3 März 2009
  9. Miss_Marple
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    Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon vor einer ganzen Weile aufgehört habe, mir über Doping im Radsport den Kopf zu zerbrechen. Das ist so dermaßen verlorene Liebesmüh'...
    Der ganze Radsportzirkus ist schon seit Jahren eine einzige Farce.

    Generell bin ich der Ansicht, dass es für sicher überführte Dopingsünder im Profisport keine zweite Chance geben sollte, sprich lebenslange Sperre, auch nach einem möglichen Wechsel der Disziplin. Das gilt im Radsport wie überall sonst auch.
     
    #9
    Miss_Marple, 3 März 2009
  10. Schweinebacke
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    Der Radsport war leider nur spannend, als noch ordentlich gedopt wurde :ratlos:
     
    #10
    Schweinebacke, 7 März 2009
  11. stega
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    Lasst sie doch so lange dopen, bis sie alle tot vom Rad fallen. Dann wäre das Problem auch gelöst :grin:

    Wer besser dopt, ist halt schneller und wir nennen die Tour einfach in Doping-Tour oder so um und den Sport nicht mer Radsport, sondern Doping on Bike.

    :zwinker:
     
    #11
    stega, 8 März 2009
  12. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
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    Langfristig ist der Kampf gegen Doping eh verloren, es werden immer wieder neue Mittel kommen, die so ohne weiteres nicht nachweisbar sind. Es wird ja durchaus spekuliert, das Phelps und Co. bei Olympia mit neuartigen Mitteln zur Muskelregeneration gedopt waren.
     
    #12
    Schweinebacke, 9 März 2009
  13. Renner
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    Wie Radsport funktioniert oder auch nicht wurde doch schon so oft in den Medien durchgekaut.Ist eben so,wird sich auch nie ändern,außer man fuehrt Nationalmannschaften ein,wobei jeder das Gleiche verdient und Sponsoren aussen vor sind.Wie das funktionieren soll?Gar nicht.Also abhaken und nicht immer so naiv tun. Ich schau mir jetzt wieder die Klassiker an, falls ich dazukomme.Das ist echt eine Gaudi, wofür es sich lohnt an der Strecke zu stehen.
     
    #13
    Renner, 3 April 2009
  14. OMS2
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    Was Hoffenheim angeht, muss man eine Sache bedenken.

    Es handelte sich nicht um einen Dopingfall, sondern um einen Verstoß gegen die Regeln.

    Diese sehen vor, dass vor Ende des Spieles (in der 85. Minute?) die Proben ausgelost werden und die Spieler sofort bei verlassen des Spielfeldes informiert werden und sich direkt zur Probe begeben.
    Allerdings gab es ein Mißverständnis zwischen den zuständigen Personen im Verein, so dass die beiden Spieler erst nach 10 Minuten zur Probe eintrafen.

    Dass in der Zwischenzeit eine Manipulation, z.b. mit Katheder und Fremdurin, durchgeführt wurde ist eher unwahrscheinlich.

    Der Tamtam der um die Sache gemacht wurde, fußt weniger auf der Frage "gedopt oder nicht?", sondern auf einem Kompetenzgerangel zwischen dem Sportverband (=DFB) und der NADA.
    Die NADA hätte gerne, dass der DFB nach seiner Pfeife tanzt und der DFB als Mitgliedstärkster Sportverband der Welt möchte sich diese Anmaßung, dass eine kleine Organisation ihm Kompetenzen abspricht, nicht gefallen lassen.
     
    #14
    OMS2, 27 April 2009
  15. desh2003
    Gast
    0
    Ganz interessant zu dem Thema fand ich in den letzten Tagen diesen und diesen Artikel.
     
    #15
    desh2003, 1 Mai 2009

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