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rausschmiss mit 16

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Stinkesocke, 21 Mai 2009.

  1. Stinkesocke
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    ich gebe zu, dass die überschrift dieses threads nicht ganz korrekt ist. erstens werde ich bald 17 und zweitens bin ich dem rausschmiss von zu hause zuvor gekommen. aber die tatsache, dass es bald so weit gewesen wäre, finde ich schon krass und sie tut verdammt weh.

    ich habe meine eltern gefragt, ob sie zustimmen, dass ich nach meinem krankenhaus aufenthalt (ich werde voraussichtlich am 26.06. entlassen nach dann über 10 monaten) mit 5 anderen leuten eine wg gründe. sie haben gefragt, ob ich es mir gut überlegt habe und dann gesagt:

    "es ist zwar nicht das, was wir uns mal gewünscht haben, aber zu hause kannst du nicht wohnen, und bevor wir dir etwas anderes suchen, halten wir das für eine geeignete möglichkeit."

    ich bin sehr froh, dass ich nicht kämpfen muss, damit ich ausziehen darf. es ist so wirklich das beste. aber es ist schon krass, diesen satz zu hören, aus dem ganz klar hervor geht, dass sie den gedanken, ich könnte weiter mit ihnen zusammen wohnen, sowieso schon endgültig abgeschrieben haben.

    vielleicht hätte mir das schon klar sein müssen. war es bis gestern aber noch nicht. wahrscheinlich bin ich nach wie vor ein "schwerer" fall. statt mich zu freuen, dass sie meinen plänen nicht im weg stehen, bin ich darüber traurig. *seufz*
     
    #1
    Stinkesocke, 21 Mai 2009
  2. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Ich vermute, Du hättest Dir einfach gewünscht, dass sie BEDAUERN, dass Du nicht mehr zu Hause wohnen kannst. Dass sie ein bisschen mehr zeigen, dass sie traurig sind, dass es so gekommen ist, und dass sie überhaupt mal versucht hätten, eine andere Lösung für gemeinsames Wohnen zu finden. Dass sie umziehen, wäre ja auch möglich gewesen, wenn ihnen am Familienleben mit Dir zusammen etwas liegt.

    So schlecht, wie sie mit Deiner Behinderung umgehen können, hätte die Suche nach einer rolligeeigneten gemeinsamen Familienwohnung auch vorausgesetzt, dass sie sich mal wirklich klarmachen, welche Bedürfnisse im praktischen Leben Du jetzt hast, was nötig ist, um Dir das Leben zu erleichtern etc. Ich fürchte, sie hätten große Probleme, im Alltag mit Dir zusammenzuleben und täglich mitzuerleben, was die Folgen des Unfalls alles mit sich gebracht haben. Das bleibt ihnen "erspart"...

    Ihr relativ nüchterner Satz schmerzt, weil sie das eben so hinnehmen und fast erleichtert scheinen, dass Du Dich schon längst um eine Lösung gekümmert hast.

    Ich finde verständlich, dass Dich das traurig macht. Was ich von Deinen Eltern gelesen habe und ihrem Verhalten nach Deinem Unfall, hat mich zum Teil erschreckt.
    Ich denke, dass es eventuell sogar gut ist für Dich, dass Du aufgrund der Treppen etc. nicht in ihre Wohnung ziehen kannst. Du hast im letzten Jahr sehr viel allein bewältigen müssen und musstest ohne wirklichen Beistand Deiner Eltern Dich mit dem arrangieren, was Konsequenz Deiner schweren Verletzungen ist. Du hast den Führerschein, die Fahndung nach einer geeigneten Schule, die Suche nach einer Wohnung, den rechtlichen Kram ohne Hilfe Deiner Eltern organisiert. Wirklich nah sind sie Dir nicht - und das ist traurig. Sie haben nicht versucht zu begreifen, wie es Dir geht, und diese Distanz und die fehlende Empathie sind definitiv Kummer wert.

    Schön jedenfalls, dass das mit der WG dann wohl klappt und Du nicht noch mit Deinen Eltern deswegen streiten musst.
     
    #2
    User 20976, 21 Mai 2009
  3. User 39864
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    ……
     
    #3
    Zuletzt bearbeitet: 18 Mai 2014
    User 39864, 21 Mai 2009
  4. Stinkesocke
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    ich glaube, mir wäre im moment keine reatkion wirklich recht, deswegen bin ich auch so durcheinander. ich verstehe, wenn sie erleichtert sind, weil sie in ihrem (unserem) noch nicht abbezahlten lange und hart zusammengesparten haus wohnen bleiben können. ich hätte auch nicht gewollt, dass sie das wegen mir aufgeben müssen und dass ich am ende die schuldige bin, dass es ihnen "schlechter" geht als vorher.

    ich glaube, was mich so irritiert, ist, dass sie NUR diese erleichterung zeigen und kein stück freude oder überhaupt irgend eine anteilnahme. ich weiß nicht, welche reaktion ich mir wirklich gewünscht hätte.

    das ginge GAR nicht.

    vermutlich ist es wirklich das beste. vielleicht soll es einfach so sein.
     
    #4
    Stinkesocke, 21 Mai 2009
  5. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Es wäre natürlich schöner, wenn sie sich mitfreuten über Deine WG - aber für "externe Beobachter" war quasi zu erwarten, dass sie das nicht können. Schon wenn ich an die Reaktion auf Deinen bestandenen Führerschein denke...
    Trotz Deiner bisheriger Erfahrungen mit Deinen Eltern ist verständlich, dass Du traurig und irritiert und durcheinander bist.

    Ich traue Dir zu, dass Du das Beste aus all dem machst.

    Vielleicht tut es Eurem Verhältnis zueinander sogar gut, wenn Du in die WG ziehst. Wenn Du in einem Monat aus dem Krankenhaus entlassen wirst, wieder zur Schule gehst und sich Dein Leben "normalisiert", ist es für Deine Eltern vielleicht leichter, mit Dir umzugehen - die "Sondersituation" im Krankenhaus ist dann vorbei, Du hast wieder Alltag und Schule etc. (Wobei ich mich frage, wie überfordert sie mit einem ersten Besuch in einer WG mit gleich mehreren Rollifahrern sein werden...)

    Off-Topic:
    Was haben Deine Eltern eigentlich zu dem Prozessausgang und zu den Botschaften des Verfahrenspflegers gesagt? Hat sie das interessiert?
     
    #5
    User 20976, 21 Mai 2009
  6. Stinkesocke
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    ich werde es versuchen.

    ich fürchte, als ihr behindertes kind bleibe ich immer eine sondersituation, die sich nicht mehr normalisieren wird.

    omg :grin:

    mal sehen ob die überhaupt je dort auftauchen werden. ich weiß es wirklich nicht. ich könnte keinen tipp abgeben.

    zum prozessausgang haben sie gesagt, dass sie das urteil ok finden, nur hätten sie sich gewünscht, dass die verursacherin nicht automatisch ihren führerschein wieder kriegt, sondern sie nochmal eine prüfung machen muss. mit der meinung kann ich leben, obwohl ich die strafe zu gering finde. eine saftige geldstrafe oben drauf hätte ich mir gewünscht.

    dass die gegnerische versicherung zahlen will, dazu haben sie sich nicht geäußert. dass es noch eine private unfallversicherung gibt, die mein vater mal abgeschlossen hat, als ich mit dem reiten angefangen habe, und die jetzt auch zahlen muss, und das nicht zu knapp, fand mein vater wohl gut, sagte der verfahrenspfleger, aber er war sich noch nicht "so bewusst" darüber, dass das geld mir zusteht, auch wenn der vertrag auf seinen namen läuft. keine ahnung, was er da für gedanken hatte.^^
     
    #6
    Stinkesocke, 21 Mai 2009
  7. webjunkie
    webjunkie (45)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Was hast du für Eltern???:kopfschue

    Wenn ich die vielen Threads von dir hier lese und die Reaktionen die deine Eltern an den Tag legen.. Da fällt mir nicht mehr viel ein. Eigentlich gar nichts mehr...

    Eigentlich müssten sie stolz auf dich sein wie du diese ganze schei** Situation meisterst, aber nee...


    Viel Glück
     
    #7
    webjunkie, 21 Mai 2009
  8. brainforce
    brainforce (33)
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    Single
    zumindest in DIESEN Thread gibt es nichts was man ihnen vorwerfen kann! - alles was man ihnen hier in DIESEN Thread vorwerfen "könnte" beruht doch einzig und allein auf deren Unsicherheit! - und das ist wohl momentan verständlich!
    Falls du es anders siehst hätte ich gerne konkrete Beispiele in DIESEN Thread wo man den Eltern krasse Fehlverhalte vorwerfen kann die zu verurteilen sind...:ratlos:

    @Stinkesocke:

    sicher verhalten sich deine Eltern nicht immer ok - sieh die anderen Threads. Bzgl. der Versicherungsfragen, der Gerichtsfragen o.ä. hängt das sicher damit zusammen das sie mit solchen "Behördengeschichten" und "Papierkram" heillos überfordert sind - und das zustätzlich zu deiner Einschränkung.

    Euch tut ein wenig Abstand sicher gut, du bist in dieser langen Krankheitszeit zwangsläufig viel erwachsener geworden als es anders der Fall gewesen wäre, auch bist du von einem auf dem anderen Tag auf dramatische Weise aus der Obhut deiner Eltern gerissen worden - damit hätten weder sie noch du gerechnet.

    Ich hoffe uns wünsche mir für euch alle drei das euer Verhältnis zueinander im Laufe der Zeit wieder besser wird.:smile:
     
    #8
    brainforce, 21 Mai 2009

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