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Rechtschreibreform

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Eric|Draven, 23 Februar 2005.

  1. Dirac
    Dirac (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Fällt sowas nicht ins Ressort der Bundesbildungsministerin? :ratlos:
    Und es kann ja wohl nicht ernsthaft angehen, dass in Schleswig-Holstein anders geschrieben würde als in den anderen Bundesländern-da hat sie schon gut daran getan, so einen Schwachsinn zu ignorieren.
     
    #1
    Dirac, 23 Februar 2005
  2. Koyote
    Koyote (38)
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    Verheiratet
    Ich finde erstaunlich daß sich einige darüber wundern welche Entscheidungen auf Landesebene und eben nicht auf Bundesebene getroffen werden. Wir haben sowas damals in der Schule gelernt, zumindest grob wie die Kompetenzen zwischen Ländern und Bund verteilt sind...

    Aber auch ich bin der Meinung dass über die Rechtschreibreform auf Bundesebene entschieden werden sollte (hätte sollen...).
    Aber nicht der Bildungsminister, sondern meine Meinung wäre das eine Frage gewesen über die die Bundesversammlung hätte entscheiden sollen, weil das ja schließlich alle in Deutschland betrifft und nicht nur Schüler (und nur für die die sind die Kultusminister ja wohl zuständig).
    Für mich folgt daraus, da ich nicht mehr Schüler bin, kann ich weiter wie bisher schreiben, solange bis es ein mindestens vom Bundestag und Bundesrat verabschiedetes Gesetz gibt. Sollen die Kultusminister doch irgendeinen Schwachsinn unterrichten lassen, das mus ich ja deshalb nicht mitmachen.
    Koyote
     
    #2
    Koyote, 24 Februar 2005
  3. Trogdor
    Trogdor (40)
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    nicht angegeben
    Hmm, also vielleicht habe ich da in der Schule nicht aufgepasst, aber hat die Verfassung die Rolle der Bundesversammlung nicht auf die Wahl des Präsidenten begrenzt und damit Feierabend? Oder meinst Du den Bundestag, das wäre als Gesetzgebungsorgan schon naheliegender.

    Im Prinzip hätte ich das durchaus ganz lustig gefunden, wenn jedes Bundesland seine eigenen Rechtschreibregeln hätte, würde zu einer netten Anarchie in der Rechtschreibung führen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob so etwas im Zusammenhang mit Schulwechseln nicht zu großen rechtlichen Problemen geführt hätte. Kann man einem Schüler, der in der 12. Klasse das Bundesland wechselt, Punkte dafür abziehen, dass er so schreibt, wie er es die letzten 12 Jahre getan hat? Es gibt ja eine freie Wohnortwahl und es ist fraglich, ob es einem Schüler zuzumuten ist, am Ende seiner Schullaufbahn seine Schreibweise umzustellen. Das hätte sicherlich eine Menge Arbeit für die gerichte gegeben.
    Woran denn? Daran, dass ein paar alte Männer bei der FAZ beleidigt sind, weil Sprache sich mit der Zeit wandelt? Ich sehe jedenfalls nichts grundlegend negatives an der Reform, man hätte allerdings einieg Dinge noch radikaler angehen können.
     
    #3
    Trogdor, 24 Februar 2005
  4. Koyote
    Koyote (38)
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    Nein, ich meine Wirklich die Bundesversammlung! Auch wenn die in der Tat dazu momentan nicht berechtigt wäre. Das wäre eine Sache die sich aber ändern ließe...
    Deswegen habe ich ja als "Ersatz" den Bundestag sowie folgend den Bundesrat aufgeführt, weil ich eben der Meinung bin das dies eine Entscheidung ist, die von möglichs vielen getragen werden müsste, weil sie alle betrifft.
    Und der Volksentscheid auf Bundesebene ist bei sowas, meine ich zumindest, rechtlich irgendwie auch nicht möglich.
    Auf jeden Fall kann es nicht sein das sowas von ein paar Kultusministern im stillen Kämmerlein ausgeklüngelt wird, erst recht wenn dann eine Reform herauskommt die nicht von allen deutschsprachigen Staten getragen wird.
    Koyote
    PS: Die Situation haben wir jetzt doch nicht nur mit dem Schüler der das Bundesland wechselt, sondern durch diese Reform haben wir einen ganzen Staat von Menschen geschaffen, die nicht in der Lage sind ihre eigene Sprache fehlerfrei zu schreiben! Das finde ich viel trauriger... Was spielt der einzelne Schüler eine Rolle, wenn sich 65 Millionen Nichtschüler umstellen müssen?
    Ich wehre mich nicht gegen eine Erneuerung der Sprache, die gab und gibt es aber auch unabhängig von der Reform und zwar langsam, verträglich und vor allem nachvollziehbar!
     
    #4
    Koyote, 24 Februar 2005
  5. Koyote
    Koyote (38)
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    Verheiratet
    Genau meine Meinung, vor der Reform war vieles logischer, selbst wenn man die Reform ignoriert stolpert man immer wieder über irgendwelche Auswüchse davon!
    Gruß Koyote
     
    #5
    Koyote, 24 Februar 2005
  6. Daucus-Zentrus
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    1
    nicht angegeben
    Möp, seit dem Tode der beiden gab es schon eine Reform, du schreibst also so oder so nicht in deren Sprachregelungen... Agesehen davon ist jede Aufregung umsonst, wenn nur mal sieht, wie viele Fehler der durchschnittliche Deutsche in einem einzigen Brief unterbekommt... egal, ob nach neuer oder Alter Rechtschreibung...:zwinker:
     
    #6
    Daucus-Zentrus, 24 Februar 2005
  7. Trogdor
    Trogdor (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Du würdest für eine Frage der rechtschreibung solche lementaren Punkte der Verfassung ändern? Du machst hoffentlich Scherze.
    Die meisten Entscheidungen des Bundestages betreffen all, und oft sind sie schwerwiegender als nur eine Frage der Rechtschreibung. Für dich ist die Rechtschreibreform von höherer Bedeutung als etwa Hartz 4?
    Du stells die sehr gewagte These auf, vor der Reform konnten alle fehlerfrei duetsch schreiben, da lehnst Du Dich ziemlich aus dem Fenster. Sinn der Reform war es ja gerade, das offizielle deutshc an das anzupassen, was sowieso schon viel geschrieben haben. Rad fahren /radfahren vs. Auto fahren zum Beispiel. Vollkommen unlogisch, warum früher die Schreibweise vom Verkehrsmittel abhing. Und haben auch genug Leute "falsch" geschrieben.
    Wie soll sich eine Norm für eine Schriftsprache langsam ändern? Jedes Jahr eine Kommaregel? Wie stellst Du Dir das organisatorisch vor? Und es gab auch schon früher Rechtschreibreformen, 1907 oder so war die letzte.

    Das ganze wird jetzt sehr Off Topic, vielleicht kann einer der Mods da einen neuen Thread draus machen.
     
    #7
    Trogdor, 24 Februar 2005
  8. Trogdor
    Trogdor (40)
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    nicht angegeben
    Doch, hat mit Alben oder Elben oder Elfen zu tun. Dummerweise wissen das nicht sehr viele. Und das mit dem "spricht mans net so" stimmt vielleicht in Hamburg, aber das ist nicht das Mass der Dinge. Ich kann mich erinnern, dass Alptraum in meinem Sprachraum bei Grunschülern durchaus als schwieriges Wort galt.
    Ich gehe dann davon aus, dass Du Photographie auch so schreibst, wie ich es normal mache. Aber meine Erfahrung ist es, dass manche Worte mit der Zeit ihre Schreibweise ändern, das ist ein gnaz normaler Prozess in einer lebenden Sprache.
    Eben, aber unser festgeschriebenes Schriftdeutsch stellt sich dieser natürlichen Entwicklung eben in den Weg. Wenn es nach den vereinigten Deutschlehrern gegangen wäre, hätte es nie die genannten Lautverschiebungen gegegben.
     
    #8
    Trogdor, 24 Februar 2005
  9. Mr. Poldi
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    vergeben und glücklich
    Finde ich nicht. Wie bei allem ist sie an einigen Stellen verbesserungswürdig, aber im großen und ganzen schon gelungen.
     
    #9
    Mr. Poldi, 24 Februar 2005
  10. Trogdor
    Trogdor (40)
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    nicht angegeben
    Es scheint aber eine ganze Menge leute gegeben haben, die es seither schon Albtraum gesprochen und geschrieben haben.
    Ich habe beim googeln sowohl ein althochdeutsches alp als auch alb gefunden. Damals war einem die Schreibweise wohl egal.

    Worauf ich hinaus will ist, dass die Rechtschreibreform die offizielle Sprache an das anpasst, was Leute bisher schon fehlerhaft geschrieben haben. Die Reform dokumentiert die natürliche Änderung der Sprache. Zur Zeit der Lautverschiebungen gab es auch keine Rechtschreibung. Aber hättes es eine Rechtschreibung und Deutschlehrer und FAZ-Redakteure gegeben, dann hätten die sich vermutlich auch dagegen ausgesprochen, die durch die Lautverschiebung entstandenen Änderungen in die Rechtschreibung zu übernehemn.
     
    #10
    Trogdor, 24 Februar 2005
  11. Koyote
    Koyote (38)
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    Verheiratet
    Ich denke nicht, daß durch die Rechtschreibreform diese Anpassung geschafft worden ist, die wesentlichen Vereinfachungen die durch die Reform gebracht werden sollten, haben sich ja letztendlich nicht durchgesetzt. Ich nehme nur das Beipsiel "dass", wo ist denn da eine Vereinfachung oder gar Verbesserung gegenüber vorher??? "Das", "dass" und "daß" spricht man alles gleich, von einer Anpassung an Lautverschiebung oder ähnlichem kann da wohl nicht gesprochen werden. Das ist nur ein Beispiel von sinnlosen "ß" bzw "ss" Anpassungen die vorgenommen sind. Es gibt genug Beispiele in der Reform, wo man der Überzeugung war daß man das Wort in der Schreibweise auf seinen Wortstamm zurückgeführt hat, nur leider hat man oftmals den falschen Wortstamm gewählt.
    Natürlich muss man die Schriftsprache an die gesprochene Sprache anpassen, aber anpassen heißt dann nicht, daß man die gesprochene Sprache der Schriftsprache anpasst, da liegt dann kein Sinn mehr drinnen.
    Koyote
     
    #11
    Koyote, 24 Februar 2005
  12. Mr. Poldi
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ja?

    Also ich höre zwischen "daaaas" (das) (Man erinnere sich an die Titelmelodie der Sesamstraße) und "dassss" (dass) schon einen deutlichen Unterschied.
     
    #12
    Mr. Poldi, 24 Februar 2005
  13. Trogdor
    Trogdor (40)
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    0
    nicht angegeben
    Man muss hier unterscheiden zwischen dem Artikel "das" und der Konjunktion "dass/daß". Das sind zwei verschiedene Worte. Am einfachsten wäre es gewesen, aus "daß" "das" zu machen, aber dann hätte man zwie verschiedene Worte mit gleicher Schreibweise gehabt. Hätte mich nicht gestört, es leuchtet mir aber ein, dass man das nicht machen wollte. Die neue "ss/ß"-Regelung ist zumindest einfacher, als die alte. Lange Vokale mit "ß" wie etwa bei "Fuß", kurze wie bei "Fluss" mit "ss". Das "Fluß" früher analog wie "Fuß" geschrieben wurde, aber ganz anders ausgesprochen wurde, war wenig sinnvoll, konnte man sich nur über den Stamm "fließen" merken. beim Plural "Flüsse" galt das aber schon nicht mehr. Also ich seh da eine Verbesserung. Allerdings hätte mir eine Doppelvokallösung für lange Vokale besser gefallen. Also "ß" abschaffen und "Fuus" statt "Fuß", analog zu "Boot". Aber solch ein großer Schritt hätt die Kritiker doch erst recht auf die Barrikaden gebracht.
    Die Frage ist, ob es wichtig ist, welcher Stamm sprachgeschichtlich richtig ist, und was dei Leute glauben, wo das Wort herkommt. "Stängel" kommt zwar nicht von "Stange", der Gedanke ist aber naheliegend, und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele bereits vor der Reform "Stängel" geschrieben haben. In dem Fall hat die Reform nur eine bereits gebräuchliche Schreibweise dokumentiert.
     
    #13
    Trogdor, 25 Februar 2005
  14. Koyote
    Koyote (38)
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    Verheiratet
    Ich muss EricDraven Recht geben, wir werden hier wohl nicht auf einen Nenner kommen. Die Reform wie sie in der derzeitigen Art und Weise eingeführt und durchgeführt wird, ist für mich nicht tragbar.
    Ich werde auch weiterhin nach der alten Rechtschreibung schreiben, weil die Zeit in der man versucht mir die neuen Regeln kurz vor Schluß noch nahezubringen viel zu kurz war. Außerdem bin ich zum Zeitpunkt der offiziellen Einführung der Reform nicht mehr Schüler gewesen, also auch an die Beschlüsse der kultusminister nicht gebunden. Solange es nicht, wie schon gesagt, einen Parlamentsbeschluss gegeben hat, werde ich weiter nach der alten Weise schreiben.
    Gruß Koyote
     
    #14
    Koyote, 25 Februar 2005
  15. whitewolf
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Es geht beides Alptraum und Albtraum; Und das hat NICHTS mit irgendwelchen Rechtschreibreformen zu tun:

    Definition:
    Der Begriff "Albtraum" oder "Alptraum" ist vom Wort her (Alb-drücken, Alb ist ein altes deutsches Wort für Elf) einem ganz bestimmten Zustand zugeordnet, wird jedoch gegenwärtig aus Unkenntnis des mythologischen Ursprunges und aus Unkenntnis des inneren (wollen wir es mal weit fassen)

    Quelle

    Nicht unbedingt die beste Quelle, aber Al[p/b]traum kann seit Urzeiten mit p oder b geschrieben werden. Das hat nichts mit Rechtschreibereformen zu tun,


    Aber davon abgesehen, welches Land in der Welt verantstaltet sonst Rechtschreibreformen. ???


    www.duden.de verweist bei der Suche nach alptraum uebrigens nach albtraum.
     
    #15
    whitewolf, 25 Februar 2005
  16. Trogdor
    Trogdor (40)
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    nicht angegeben
    Weil Sprache immer von der breietn Masse bestimmt wird. Wenn Du es auf irgendeine Weise schaffst, dass 80% der Deutschen ein von Dir erfundenes Wort oder noch viel besser eine neue grammatikalische Konstruktion verwenden, dann ist das Teil der Sprache, und früher oder später muss die Fachwelt das akzeptieren, eine Sprache lebt eben. Auch wenn es grausam für die Augen ist, es würde mich nicht wundern, wenn in 20 Jahren der angesächsische Genitiv a.k.a. Deppenapostroph Teil der deutschen Sprache geworden ist.
    Logisch, weil keiner nach Ende seiner Schulzeit noch einmal etwas neu lernen will. Die alten Leute haben früher auch noch ewig Sütterlin geschrieben, als das schon lange nicht mehr gelehrt wurde. Egal wie sinnvoll die Reform ist, die meisten wären immer dagegen. Selbst dann, wenn sie auf Grund von häufigen Rechtschreibfehlern, eher nach der neuen Schreibweise schreiben.

    Wie stehts Du zu den Wünschen vieler Reformgegner, die Änderungen, wieder zurückzunehmen, was ja dann noch einmal viel Geld kosten würde?
     
    #16
    Trogdor, 25 Februar 2005
  17. whitewolf
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Uuuuups

    Du hast Recht.

    Aber ich haette schwoeren koennen, dass beide Schreibweisen auch schon vor der Reform legitim waren. Wie man sich taeuschen kann...
     
    #17
    whitewolf, 26 Februar 2005

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