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Rechtschutz- und Haftpflichtversicherung - soll ich bei diesem Unternehmen bleiben?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von spätzünder, 29 Juni 2009.

  1. spätzünder
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Moin Leute. Ich habe seit einem Monat vor, mir endlich mal eine Rechtschutz- und Haftpflichtversicherung zu holen. Vor einem Monat habe ich dann im Internet verschiedene Versicherungen miteinander verglichen und bin dann hier in Bielefeld bei drei Versicherungen gewesen und habe mich von denen beraten lassen. Oder besser gesagt: Ich habe denen meine Wünsche "auf den Tisch geknallt" und die betreffenden Mitarbeiter gefragt, ob das Unternehmen dies und das bietet. Herausgekommen ist ein Unternehmen, bei welchem nicht nur der Mitarbeiter, mit dem ich sprach, Ahnung zu haben schien von den Angeboten der eigenen Firma, sondern sein RV- und HV-Angebot entsprach auch weitgehend allen meinen Forderungen.

    Und so sahen sie aus, meine Forderungen:

    für die Rechtschutzversicherung:

    - Rechtschutz für Miete, Beruf, Privat (ohne Verkehr, denn ich habe weder Auto noch Führerschein); inklusive Opfer-RS, Vertrags-RS, Sozialgerichts-RS, Arbeitsrecht-RS)
    - unbegrenzte Deckungssumme
    - kostenlose Anwaltshotline (auch in nicht-versicherten Angelegenheiten)
    - Ist die Versicherung nur deutschlandweit, europaweit oder weltweit gültig?
    - ohne Selbstbeteiligung
    - Sozialgerichts-RS auch schon im vorgeschalteten Widerspruchs-Verfahren

    für die Haftpflichtversicherung:
    - Folgeereignistheorie-Berechnung
    - mit Selbstbeteiligung bis 150 Euro

    Der Mitarbeiter dieser Versicherung, für die ich mich entschieden hatte, sicherte mir alle diese Bedingungen zu, mit einigen Ausnahmen:
    - Deckungssumme nur bis 1 Mio. Euro
    - weltweite Gültigkeit der Versicherung
    - RS-Wartezeit 3 Monate

    Kosten für die RV UND die HV: 235 Euro/Jahr bzw. 20 Euro/Monat.

    Soweit war ich zufrieden. Und ich hätte das Paket auch gerne so angenommen. Damals vor einem Monat sagte ich ihm, dass ich gerne nach Hause gehen würde und dieses Angebot mit anderen Versicherungen abgleichen würde, denn dieses Unternehmen war das erste auf meiner Checkliste.
    Mittlerweile aber weiss ich nicht mehr richtig, ob denn dieses Versicherungsunternehmen richtig ist, denn dieser Mitarbeiter ist mir mittlerweile sehr unsympathisch geworden.

    Zwei Wochen später, einen Tag vor meinem Urlaub, ging ich dann zu ihm - ich hatte mit ihm einen Termin ausgemacht. Ich wollte da den Vertrag bei diesem Unternehmen unterschreiben, denn ich hatte mich bereits entschieden. Der Typ befand sich leider in der Besprechung. Da ich es aber eilig hatte, weil ich noch den Zug erreichen wollte, der zu meinen Eltern fuhr, meinte ich dann zu ihm, dass ich auch gerne nach dem Urlaub wiederkommen könne.
    Er stand dann kurz auf und meinte zu mir, dass wir das mit dem Vertrag ganz schnell machen könnten. Ich unterschreibe einfach, und fertig, meinte er.

    Ich wollte aber den Vertrag ohne Unterschrift gerne mit nach Hause nehmen, um zu überprüfen, ob meine Bedingungen auch wirklich in dem Vertrag stehen. Er meinte, das sei schon korrekt so, das könne ich auch im Nachhinein noch überprüfen. Ich lehnte es daraufhin ab, zu unterschreiben und sagte ihm, dass ich den Vertrag jetzt nicht zwischen Tür und Angel unterschreiben werde. Ich hätte ganz gerne noch ein Klärungsgespräch mit ihm.
    Ich vereinbarte nochmal einen Termin mit ihm für heute und verabschiedete mich - ohne Unterschrift.

    Heute bin ich dann auch wieder bei ihm gewesen, und ich bin jetzt unsicherer als noch vor einem Monat. Der Typ erzählte mir erst einmal gleich, dass es ab 1.7.2009 einen neuen Tarif und ein neues Modell bei der Haftpflichtversicherung seines Arbeitgebers gäbe. Ich war total verwirrt. Das neue HV-Modell war in drei Kategorien aufgeteilt, er wollte mir die höchste Kategorie andrehen. Ich käme dann mit der RV zusammen auf einen monatlichen Beitrag von 29 Euro/Monat - und er meinte auch noch so frech, das wäre günstiger als das, was er mir vor einem Monat angeboten hat. Dabei betrug der Preis für das Paket vor einem Monat nur 20 Euro/Monat.

    Ich bin da schon ziemlich stutzig geworden. Er fragte mich dann nach meinen Bankdaten, die ich ihm - leider - auch gab. Ich sagte ihm jedoch sofort, dass ich auch dieses Mal nicht unterschreiben werde, da er mir jetzt ein völlig anderes Paket angeboten hat als letztes Mal und ich leider diesmal auch nicht meine Unterlagen dabei habe, um das Paket abzugleichen. Er meinte dann rotzfrech zu mir: "Nee Herr ..., also wenn, dann machen wir das alles heute fertig."
    Ich habe ihm gesagt, dass ich mir das ganze gerne in Ruhe noch einmal anschauen möchte und an einem anderen Tag wiederkommen werde.
    Er sagte dann: "Also sie können uns schon vertrauen, Herr ... . Wir sind ein Familienunternehmen und wir gehen ehrlich mit ihren Beiträgen um."

    Ich sagte ihm, dass das auch jeder Bankberater seinen Kunden erzähle. Ich erklärte ihm, dass ich gerne auf Nummer Sicher gehen möchte. Daraufhin sagte er, ich hätte doch ein 14-tägiges Widerspruchsrecht. Das könne ich ja nutzen und zeigte mir die Klausel im Vertrag. Ich sagte ihm, dass es ja wohl komplizierter sei, einen bestehenden Vertrag wieder aufzulösen als ihn erst gar nicht zu unterschreiben. Er wollte mir dann weismachen, dass es umgekehrt sei: Ich müsse nämlich dann morgen während der Arbeit extra zu ihm kommen. Außerdem habe er ab morgen die nächsten 4 Wochen Urlaub, und er sei nicht da. Also könne ich auch jetzt gleich unterschreiben.

    Ich sagte ihm, dass ich dann eben in 4 Wochen noch einmal wiederkommen werde. Ich sagte ihm, dass ich heute auf keinen Fall unterschreiben werde und mir das nochmal überlegen werde. Er meinte dann, dass er morgen doch noch Zeit hätte für mich. Oh Wunder, wollte er nicht in den Urlaub ab morgen?

    Ich verabschiedete mich dann von ihm und machte für morgen nachmittag einen neuen Termin mit ihm aus. Er gab mir noch einige Prospekte mit. Ich bat ihn darum, mit doch den Vertrag mitzugeben, um zu schauen, was da drin steht. Den wollte er mir aber nicht mitgeben.

    So. Der Typ ist mir ganz schön suspekt geworden. Ich projeziere sein penetrantes Verhalten jetzt nicht auf das ganze Versicherungs-Unternehmen, aber wenn ich bedenke, dass ich im Falle eines Vertragsabschlusses die nächsten 3 Jahre mit ihm zu tun haben werden. :wuerg:

    Was denkt ihr? Das Unternehmen an sich fand ich schon ok, ebenso die Leistungen, die mir vor einem Monat versprochen wurden. Aber so wie es jetzt aussieht, müsste ich wohl für dasselbe Paket mehr Geld zahlen als ursprünglich ausgemacht war. Das neue HV-Paket gilt wohl nur ab 1.7.2009. Kann ich von dem Typen verlangen, dass er mir das Paket genauso gibt, wie er und ich es besprochen hatten?
    Und bevor ich unterschreibe, hätte ich auch ganz gerne, dass ich meine Forderungen in dem Vertrag wiederfinde. Kann ich das verlangen, bevor ich unterschreibe?

    Ich meine, ich kann den Typen schon irgendwo verstehen, dass er so langsam auf heißen Kohlen sitzt. Ich war jetzt dreimal bei ihm, und habe seine Arbeitszeit in Anspruch genommen, ohne etwas dafür zu bezahlen. Und sicher bekommt er auch eine Prämie von seinem Arbeitgeber, wenn er meine Unterschrift gewonnen hat.
    Aber ich bin nunmal gegenüber Unternehmen von Grund auf misstrauisch. Vertrauen? Pah! In der Marktwirtschaft zählt der Verkauf, nicht das Vertrauen.

    Was haltet ihr von der Geschichte? Soll ich mich besser nach anderen Unternehmen umschauen?
     
    #1
    spätzünder, 29 Juni 2009
  2. roset
    Verbringt hier viel Zeit
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    Meine persönliche Meinung ist, dass du deine eigenen Vorstellungen nochmals überdenken solltest. So wie ich das hier sehe, ist das nicht wirklich durchdacht.

    Alleine die Tatsache zu sagen, du brauchst im Verkehr keinen RS, weil du ja kein Auto fährst, ist blödsinn. Was ist bitte, wenn du als Fußgänger angefahren wirst und die Situation strittig ist?

    Aber das mal nur als ein Aspekt. Für mich klingen beide Versicherungen nicht sonderlich gut durchdacht und sind schlecht beraten, alleine deshalb würde ich mich schon an ein anderes Unternehmen wenden.
     
    #2
    roset, 29 Juni 2009
  3. spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Also der Mitarbeiter dieses Unternehmens meinte zu mir, Fahrrad- und Fußgänger-RS seien bei seinem Arbeitgeber in der Privat-RS mit drin, nicht in der Verkehrs-RS.
     
    #3
    spätzünder, 29 Juni 2009
  4. roset
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Kann sein. Aber das wäre nicht das Einzige, was ich bemängeln würde. Haftpflicht nur bis 1 Mio. Deckungssumme ist auch nicht gerade viel.
    Finde dein Gesamtpaket einfach nicht optimal und schließe daraus, dass du nicht gut beraten wurdest, was mich zu dem Schluss bringt, dass es besser wäre, sich nochmals anderweitig umzusehen.

    P.S:
    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie viel ich genau dazu schreiben darf, Rechtsberatung ist hier ja nicht erlaubt.
     
    #4
    roset, 29 Juni 2009
  5. brainforce
    brainforce (33)
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
    genau das ist m.M. nach der springende Punkt! Vermutlich hast du ihn zu sehr beansprucht.:tongue:

    Zumindest eine Haftpflichtversicherung lässt sich m.M. mit einiger Recherche auch komplett ohne extra Berater abschließen!

    Wenn du mit der Gesellschaft eigentlich zufrieden bist nur nicht mit dem Berater könntest du doch auch einfach mal den Berater wechseln!

    Ansonten will ich dir sicher keine Vorwürfe machen aber mir kommts schon so vor als wärest du ZU misstrauisch an das ganze geganen!

    Ich vertehe auch nicht was du damit meinst das du dir schwer vorstellen kannst die nä. drei Jahre mit dem Sachbearbeiter auszukommen? Ich kann nicht erkennen das er sonderlich viel falsch gemacht hat, du bist nunmal nicht der einzige Kunde für den er sich unbegrenzt Zeit nehmen kann... zumal ich nicht verstehe was du mit dem Herrn zu tun haben willst die nächsten drei Jahre? - ich hab noch nie mit einem Versicherungsfritzen nach Vertragsabschluss groß zu tun gehabt - und bei einem Schadensfall wirst du u.U. sowieso an einen anderen Mitarbeiter weitergeleitet...
     
    #5
    brainforce, 29 Juni 2009
  6. spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    @brainforce

    Na wenn das so ist...

    Mit 'drei Jahre zu haben' dachte ich, dass, falls ich in den während der Vertragsdauer, die ja wohl mindestens 3 Jahre dauert (oder?), mal die Versicherung beanspruchen muss, ich dann sofort diesen Typen an der Strippe habe.
     
    #6
    spätzünder, 29 Juni 2009
  7. Koyote
    Koyote (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Nein, 3 Jahre ist nicht üblich.
    Ich habe zumindest bei den Versicherungen wo ich Verträge hatte/habe (2 Unternehmen) sowie bei allen anderen Versicherungen immer nur jährliche Laufzeiten erlebt.

    Gruß
     
    #7
    Koyote, 30 Juni 2009
  8. Kaltduscher
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Hi!

    Also mit drei Jahren Laufzeit, das waren die alten Verträge. Die neuen laufen nur noch jährlich.

    Dann zu der Rechtschutz erst mal: ich habe nen komplettes Teil mit Internet-Rechtschutz, den ganzen anderen Krempel, aber ohne Mietrechtschutz.. Den konnte ich seperat rausnehmen ohne woadneres verzichten zu müssen.
    Also um es mal kurz zu sagen: Von diesen Paketen halte ich nicht viel. Sinnvoller finde ich Verträge, bei denen man extras mit reinnehmen kann ohne an andere Extras gebunden zu sein. Berappen muss ich 14eus im Monat, aber mit 150SB.

    Zu Haftpflicht: Deckungssumme hab ich 3Mio eus, dazu gebucht habe ich Gefälligkeitsschäden bis 1000eus. ist ja mal schnell was passiert.. Beim Umzug geholfen oder so...
    Mit drin ist Schlüsselverlust privat und geschäftlich und meine Freundin war auch mit drin. Das kostet mich 8,89 im Monat.
     
    #8
    Kaltduscher, 30 Juni 2009
  9. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single
    ganz allgemein halte ich es wie brainforce:

    die wirklich notwendigen informationen sollte man sich nicht vom kundenberater der versicherung holen.

    natürlich...

    :: ist es "convenient", d.h. die stellen sich her und schütten dich mit information/prospekten/entscheidungshilfen/meinungen/blahblah voll, stehen dir zur verfügung.
    :: sind sie bereit, mit dir bis zu einem gewissen grad der-kunde-ist-könig zu spielen. dich also zu hofieren, ..


    aber...

    :: es besteht in diesen beratungen für den berater immer ein ziel: dir einen vertrag zu verkaufen. das "biased" jedes wort, das er sagt. das ist die kehrseite der "convenience", die du augescheinlich bekommst, weil die versicherung dich ach so gerne "berät". der vertrauensbonus, den leute firmen, die sich so unendlich verfügbar, greifbar und hilfsbereit geben, unbewusst entgegenbringen, ist etwas, das gezielt ausgenutzt wird.
    :: die der-kunde-ist-könig-Beziehung kann sich schnell umdrehen - nämlich dann, wenn man nicht bereit ist, dem trampelpfad zum vertragsabschluss so straight zu folgen. dann wird druck ausgeübt, und mit kommt eine menge "obligations"-gefühl. diese firmen investieren viel ins training ihrer leut - aber nicht, um diese dynamik aus ihren verkäufern rauszukriegen, wie sie es gern behaupten ("wir nehmen uns zeit für sie", blah), sondern, um sie möglichst gut zu kaschieren.

    du hast gut angefangen: du willst xy, und wer es dir um den preis z am ehesten bieten kann bekommt den zuschlag. jetzt musst du konsequent weitermachen: informier dich und entscheide dich, scher dich nicht um ein einziges wort, was dieser hampelmann sagt, aber triff eine entscheidung und stiehl diesen typen nicht die zeit. wenn er dir den vertrag nicht mitgeben will sag: "danke, wiedersehen.".

    keine zehn gespräche mit dem typen werden dir klarheit und vertrauen bringen. du musst dir selbst genau aneignen, was du wissen willst und wissen musst (hier helfen gerne, objektiv und kompetent: konsumentenschutz, arbeiterkammer, stiftung warentest, .., ..,..), dich selbst entscheiden, und dann ohne die "beratungsqualitäten" irgendeiner firma groß in anspruch zu nehmen, eine entscheidung treffen. den superlieben berater, der dir superlieb objektiv rüberkommt - den gibt es nicht. solltest du einmal an einen geraten, dann ist das nur jemand, der dir gut genug weismachen kann, dass er dir nichts aufschwatzen will. (den sollte man sowieso meiden.) ist doch okay, wenn dir der heini etwas aufschwatzen will - solange du gut informiert bist und sein gebiased-es blah entsprechend (leicht)gewichtest, soll er es ruhig versuchen. solche leute sind schon akzeptabel als ansprechperson dieser firmen - weil man sie gut durchschauen und einschätzen kann.
     
    #9
    squarepusher, 30 Juni 2009

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