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  • glashaus
    Gast
    0
    23 September 2008
    #1

    Rechtsgutachten - Frage

    Ich habe eine Frage, vermutlich eher an die Juristen und solche, die es mal werden wollen :zwinker:

    Ich hab hier mehrere Rechtsgutachten zu einer Sache.... jetzt ist mir nicht ganz klar, wie ich diese einzuordnen habe. Sind die als Interpretationen/Empfehlungen/... anzusehen?

    Kann mich da mal jemand kurz briefen? :smile:
     
  • User 16351
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    23 September 2008
    #2
    Zumindest die Angabe zum Thema des Sachverhalts sowie der Ersteller der Rechtsgutachten wäre hilfreich. :zwinker:

    So ist das etwas wenig Info, um es beurteilen zu können.
     
  • User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    23 September 2008
    #3
    In welchem Kontext denn? In welches System hast Du sie einzuordnen? Bibliothek, Aktenordner, ...? Oder eben im übertragenen Sinn - welche Textgattung? Oder oder oder.
     
  • glashaus
    Gast
    0
    23 September 2008
    #4
    Ich schreibe meine Abschlussarbeit über die Kontroverse zu den Online-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Anstalten.

    Dazu hab ich hier diverse Dinge, unter anderem eben ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Jarass und eine Dissertation, die an der Uni Rostock eingereicht wurde. Auch noch mehr Zeug, aber da hab ich noch nicht reingeschaut.

    Ich meinte das im übertragenen Sinne. Dass das keine Gesetze sind, ist mir klar. Ist das als so etwas wie eine Beurteilung der Lage oder eine Stellungnahme einzuschätzen?


    E: Um es noch näher zu erläutern, es geht darum, dass diese Rechtsgutachten sich u.a. widersprechen ob und inwiefern die Online-Aktivitäten des ö.-r. Rundfunks sich mit der Verfassung bzw. auch dem EU-Recht vereinbaren lassen.
     
  • User 16351
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    23 September 2008
    #5
    So wie du es darstellst, handelt es sich um wissenschaftliche Arbeiten, welche das Problem behandeln. Im juristischen Arbeitsalltag und in der Lehre werden diese Ausführungen, sofern sie ein Problem abstrakt beleuchten, als "Meinungen" oder "Ansichten" eingeordnet, wobei meist Kontroversen zwischen den verschiedenen Meinungen bestehen.

    Sinnvoll ist es zu wissen, was "herrschende Meinung", "Lehre", "Mindermeinung" und "Rechtsprechung" zu einem Thema sagen und welche Argumente vorgebracht werden. Hierbei können sich die Meinungen überschneiden oder völlig entgegengesetzt sein.

    Meinung ist hier jedoch keinesfalls als "Werturteil" zu verstehen, es handelt sich um streng wissenschaftliche Ausführungen zu Problemen, die nach festgelegten Auslegungsregeln angefertigt werden. Meist ist es so, dass die "Meinung" mit den besten Argumenten auch "herrschende Meinung" ist, was aber noch lange nicht heißt, dass die Rechtsprechung so entscheidet.

    Ein Rechtsgutachten untersucht ein konkretes juristisches Problem, unter Heranziehung der juristischen Arbeitstechnik. Es stellt letztendlich also auch eine "Meinung" dar.

    Du hast also keine "Beurteilungen der Lage" oder "Stellungnahmen" vor dir, sondern nach festen Regeln angefertigte Gutachten/Aufsätze zu einem konkreten Thema.
    Als Analogie zur Verdeutlichung: Es handelt sich eher um mathematische Betrachtungen, bei denen verschiedene Ergebnisse möglich sind.
     
  • glashaus
    Gast
    0
    23 September 2008
    #6
    Merci, das war genau das, was ich wissen wollte. :zwinker: Dann kann ich mir den Spaß ja mal zu Gemüte ziehen!
     

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