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Rechtswissenschaften

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von babyStylez, 13 Februar 2008.

  1. babyStylez
    babyStylez (26)
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    Hallo ihr lieben :smile:

    Ich muss euch da mal ein wenig was fragen..

    Und zwar gehe ich zur Zeit in die 12. Klasse eines Gymasiums und weiß leider irgendwie immer noch nicht (ARGH) was ich danach machen möchte.
    Das nervt mich schon total tierisch.

    Auf jeden Fall interessiere ich mich unter anderem für ein Studium der Rechtswissenschaften.
    Klar man hört immer "es ist so mega langweilig, total trocken". Mh, aber gibts auch positive Aspekte? Klar, Anwalt sein ist bestimmt super toll.. kann ich mir bei mir auch recht gut vorstellen, das Studium jedoch schreckt mich ab.
    Auf der Uni Maastricht kann man Business law studieren. Das wäre vlt eine gute Alternative, da ich nicht in Deutschland bleiben möchte...

    Wär ja nett wenn jemand mal was über seine Erfahrungen o.ä schreibt :smile:

    Danke. und einen schönen Abend noch :smile:
     
    #1
    babyStylez, 13 Februar 2008
  2. Beastie
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    also ich hab ja nur bedingt recht studiert.. nämlich verwaltungswissenschaften, was allerdings hauptsächlich aus recht besteht und ich finds überhaupt gar nich trocken
    mir macht die rechtsanwendung total spass.. hab ich allerdings früher auch nich gedacht.

    das gute is, dass du gesetze genauso auseinanderpflücken kannst, wie ein rechtsanwalt und die so schnell keiner mehr was vor macht
     
    #2
    Beastie, 13 Februar 2008
  3. babyStylez
    babyStylez (26)
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    Also meine Angst ist irgendwie, dass ich das Studium vieeeel zu einschläfernd finde.. Ich bin jemand der viel Abwechslung braucht etc. aber wenn ich ein Ziel vor Augen habe kann ich dieses auch sehr gut verfolgen... Ach.. mensch :smile:

    Vielleicht findet sich ja noch jemand, der mir helfen kann.


    Würde ich z.B. in Deutschland studieren (was eher nich der Fall ist) könnte ich dann "ohne Probleme" auch woanders in Europa arbeiten? Oder gar weltweit?
     
    #3
    babyStylez, 13 Februar 2008
  4. Energy2006
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    einschläfernd kann recht schon mal wirklich sein. vorallem wenn man wie ich nicht alles so praktisch sieht, also nicht richtig bezug sieht.

    jetzt hatte ich allerdings arbeitsrecht und fand das sauinteressant. so richtig fürs tägliche leben und so. also ich finde es ist ein ganz guter studiengang, professor muß natürlich auch passen.
     
    #4
    Energy2006, 13 Februar 2008
  5. Schmusekatze05
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    Ich schließ mich Beastie an. Wenn man sich für recht interessiert ist das Studium überhaupt nicht einschläfernd. Jeder Fall ist anders, und aus den Gesetzen kann man so viel mehr rausziehen, als da auf den ersten Block steht. Das ist super spannend.

    Zum Thema in Europa arbeiten. Du musst dich natürlich in die Gesetze des Landes einarbeiten, da du hier ja nur deutsches Recht un EU-Recht vermittelt bekommst. Aber ich denke, wenn man grundsätzlich verstanden hat, wie man mit Gesetzen umgehen muss und die Sprache des anderen Landes sehr gut beherrscht, dann ist es möglich sich einzuarbeiten.
     
    #5
    Schmusekatze05, 13 Februar 2008
  6. Mario'87
    Mario'87 (29)
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    vergeben und glücklich
    aaalsoo.. als jurastudent im 5. semester darf ich mich hier wohl äußern :tongue:

    das jurastudium an sich ist schon trocken, aber das kann man mit interesse gut überbrücken. ein gewisses rechts-empfinden und damit einhergehender einblick sollte schon vorhanden sein, sonst kann einen das studium doch schon sehr langweilen.

    weiterhin ist lesen angesagt, lesen, lesen, lesen. urteile, theorien, streits, meinungen (man sagt ja immer: 3 juristen, 5 meinungen :tongue:)

    in den "ferien" muss man hausarbeiten schreiben, das ist nicht gerade soo lustig. am ende des semesters gibt es ein paar prüfungen (abhängig vom jeweiligen thema), deren anforderungen zu schaffen sind. ich bin gut durchgekommen und hab im 3. semester schon alle bestanden. (man hat für die zwischenprüfung 4semester zeit - also es geht!)

    die staatsexamina sollen wohl dann nochmal richtig reinhauen...

    man sollte sich im klaren sein, dass man gute 7 jahre mit dem studium planen kann (9semester uni + 4 semester referendariat + 1 "bonus"semester :tongue: )

    aber recht preiswert ist das studium, im vergleich zu vielen anderen. bücher gibt es zuhauf in der bibliothek..

    aber man sollte eines wissen: jura ist nicht bloß ein paar vertäge kennen und ein bisschen strafrecht. gerade staatsrecht und solche sachen gehen mir tierisch auf den keks. politik und so halt, wo man jeden sh*t anhören und wissen muss..

    meine persönliche meinung? ich würde es nicht wieder machen, aber ich bin jetzt zu weit und zu gut, um zu sagen ich höre auf, also zieh ich das durch :tongue:
     
    #6
    Mario'87, 13 Februar 2008
  7. Novalis
    Novalis (35)
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    Praktisch, solange man nicht auf dem neusten Stand sein muß.

    Generell sollte man erwähnen, daß man für Rechtswissenschaft im Staatsdienste schon phänomenale Noten braucht.
     
    #7
    Novalis, 13 Februar 2008
  8. babyStylez
    babyStylez (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Aber auch nicht in jedem Staat, oder?

    Was heißt phänomenal gut?

    Mein Abi wird so.. 1.4 sein ..

    Geld spielt jetzt erstmal nich so die rolle.. wenns nich gerade Harvard is :zwinker: Princeton würde schon reichen :grin:
     
    #8
    babyStylez, 13 Februar 2008
  9. User 7157
    User 7157 (33)
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    Er meint die Examensnote.

    Eine Freundin von mir hat das übrigens in Maastricht studiert und ist jetzt super unglücklich, weil sie doch in Deutschland bleiben möchte und mit dem Studium und Abschluss keine Chance gegen Volljuristen hat - mal davon abgesehen, dass dir die "typischen Juristenberufe" damit in Deutschland natürlich eh verwehrt sind.

    Ich mach übrigens nächste Woche mein 1. StEx, aber sage jetzt besser nix zu dem Studiengang, weil ich grad kein gutes Haar dran lassen würde. :zwinker: Die Examensvorbereitung kann doch sehr nervig sein.
     
    #9
    User 7157, 13 Februar 2008
  10. Beastie
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    staatsrecht hab ich auchimmer gehasst

    bei sowas geht man ja auch nich in die städtische bibliothek :zwinker:
     
    #10
    Beastie, 13 Februar 2008
  11. QuendaX
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    Wenn es dich wirklich interessiert, dann mache es.
    Es gibt wenige Studienfächer, die nicht anstrengend sind, und Jura gehört zu den Fächern, die dir mehr abverlangen. Du musst sehr viel (sehr sehr sehr viel) Wissen aufsaugen können wie ein Schwamm und es wird einige Phasen geben, wo Du kein Privatleben mehr hast. Außerdem hast Du schon den Druck eine gute Note im Staatsexamen zu bekommen.

    Aber: Wenn es dich interessiert, dann wirst Du das auch gerne machen.
    Für mich ist beispielsweise E-Technik ein Graus, aber Freunde von mir, die das studieren und 50+ Stunden in der Woche damit zubringen, gehen in dem Studiengang total auf.

    Wenn es deiner Neigung entspricht, dann sind die Wörter "schwer" und "langweilig" immer relativ.
     
    #11
    QuendaX, 13 Februar 2008
  12. Mario'87
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    vergeben und glücklich
    @babystylez: dein postfach ist voll :zwinker:



    ------------------------------

    lalala staatsrecht, links rein, und sofort wieder raus.

    sitze gerade über 2 hausarbeiten, einmal bgb und einmal staatsrecht.. ich sag lieber nichts dazu, ich hätte doch automobilbau studieren sollen.


    @examensnoten: ich kann jetzt grad mal nur von baden-würrtemberg sprechen, was die note für den staatsdienst angeht --> da wurde 10,5im ersten und 11,5 im 2. gefordert. die spinnen doch. dann werd ich lieber freiberufl.RA und bin glücklich nicht in meinem büro jeden tag hunderte drogendelikte enstcheiden zu müssen, bei denen nur die menge von 0,1g mariuhana bis 5g varriert. ganz ehrlich, das muss ich nicht haben. zu allem überdruss darf man ja im staatsdienst als "frischling" eh nur die niederen delikte machen..

    ich glaube ein gutes konzept und der RA ist besser dran als viele im staatsdienst. :engel:
     
    #12
    Mario'87, 13 Februar 2008
  13. Beastie
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    bgb fand ich super :zwinker:
     
    #13
    Beastie, 13 Februar 2008
  14. Sternschnuppe_x
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    Ja, wobei du wahrscheinlich nur die Light-Version hattest...

    Ob einem Jura liegt oder nicht merken die meisten erst, wenn sie dabei sind. Natürlich, man sollte ein gewisses Sprachgefühl mitbringen und logischem Denken nicht abgeneigt sein, aber es ist schwer, da eine Vorhersage zu treffen, wenn jemand fragt "wird mir das gefallen?".

    Langweilig und trocken... na ja, natürlich gibt es immer Dinge, die einen mehr interessieren und andere, die einen eher langweilen. Alles in allem finde ich Jura aber alles andere als langweilig und trocken - aber das ist meine subjektive Einschätzung. Es gibt genug Leute, die in ihrem Fach auch mal eine juristische Vorlesung haben und entsetzt sagen "wie haltet ihr das nur aus, NUR sowas zu studieren?!" - umgekehrt hab ich es auch nur zwei Stunden in "Einführung in die Wirtschaftswissenschaften für Juristen" ausgehalten, weil ich mich zu Tode gelangweilt habe.

    Es ist schon ein hartes Studium, vor allem das Staatsexamen am Ende. Die Stoffmenge ist schlicht nicht überschaubar, und ich würde lieber ohne jede Vorbereitung in 3 Wochen nochmal Abi schreiben als mein Staatsexamen mit einem Jahr lang Lernerei... *seufz* Andererseits - ich wüßte nicht, was ich sonst hätte studieren sollen, alles in allem macht es mir wirklich Spaß.

    Von irgendwelchen Auslandsstudiengängen, ebenso wie von FH-Studiengängen (mit Abschluß "Diplomjurist" *lol*) halte ich nicht so wirklich viel. Denn Volljurist wird man nunmal nur mit einem Staatsexamen einer deutschen Universität - und ohne sind jedenfalls in Deutschland die Möglichkeiten ziemlich eingeschränkt. Ich persönlich bin der Meinung: Wenn schon Jura, dann richtig. Und nicht irgendwelche Nebenfächer, FH- oder sonstige Pseudo-Jura-Studiengänge.

    Man schnappt vielleicht auch in irgendeiner Jura-für-Fachfremde-Vorlesung gewisse juristische Kenntnisse auf, Rechtswissenschaft und juristisches Arbeiten ist aber letztlich doch was anderes.

    Du könntest ja, wenn du dich dafür interessierst und eine Uni in der Nähe hast, dich zu Beginn des nächsten Semesters (irgendwann im April, variiert je nach Uni) einfach mal in eine juristische Anfängervorlesung reinsetzen. Kostet nichts, es kontrolliert auch keiner am Eingang, ob du da wirklich "hingehörst", einfach reinsetzeun und zuhören, und vielleicht bekommst du dann wenigstens ein bißchen eine Vorstellung, um was es da so geht und ob es was für dich wäre...
     
    #14
    Sternschnuppe_x, 14 Februar 2008
  15. Beastie
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    also wir haben nich das BGB voll durchgemacht.. aber ich behaupte einfach mal, dass es schon fast egal is... denn wenn du nich weißt, wo du in den §§ noch was zum thema suchen musst, haste eh verloren
     
    #15
    Beastie, 14 Februar 2008
  16. Sternschnuppe_x
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    Du verstehst offensichtlich überhaupt nicht, was ich meinte. Es geht nicht darum, ob man das BGB "durchgemacht" hat. Es geht darum, ob man gelernt hat, mit dem Gesetz zu arbeiten, es nicht nur anzuwenden, sondern auch zu wissen, WARUM man jetzt gerade welchen Paragraphen prüft, ob und wo es Analogien gibt und wie die verschiedenen Rechtsgebiete systematisch verknüpft sind.
     
    #16
    Sternschnuppe_x, 14 Februar 2008
  17. TheRapie
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    hi,

    ich hab nach 6 semestern jura an den nagel gehängt, bwl studiert, arbeite jetzt bei ner bank und bin zufrieden (ich erzähl das nur damit du meine aussagen einordnen kannst)

    jura ist glaub ich eines von den fächern die man liebt oder hasst.
    die aussage, ob jura langweilig oder nicht kann man, wie ich finde, nicht pauschalisieren. wenn einem etwas spass macht, wird man es nicht langweilig oder trocken finden, das gilt auch für jura

    mich haben eigentlich zwei dinge zum "aufgeben" gebracht: zum einen diese endlosigkeit. bis man mit dem studium was anfangen kann, ausser seinen eigenen freundeskreis zu bereichern, vergehen 5-7 jahre. in dieser zeit sitzt man in bibliotheken und liest und liest und liest und liest. das muss man wissen.
    auch wenn man in den ersten semstern denkt: "och, ist ja ganz locker", wird sich das später rächen. also man muss wirklich lesen und schreiben bis es einem zu den ohren wieder raus kommt. selbst wenn einem der stoff freude bereitet, wird man irgendwann an den punkt kommen, an dem man denkt man schafft es nie. zudem kam bei mir immer das gefühl dazu ich würde nur einen bruchteil des stoffes beherrschen, weils einfach soviel war.
    das andere sind die noten. es gibt wohl kein anderes fach indem die schere zwischen gut und schlecht so aussereinander klafft wie in jura.
    ums salopp zu foumlieren und ausnahmen aussen vor zu lassen:
    machst du ein prädikatsexamen (umgerechnet 3+ oder besser) steht dir die (berufs-)welt offen. bleibst du drunter, wirst du kämpfen müssen. klingt soweit fein, wenn nicht (ich kann nur für rheinland-pfalz reden) die durchschnittsnoten im ersten juristischen in den letzten 3 jahren irgendwo um die 6 punkte gelegen hätte. das entspricht einer 4+

    so als fazit würde ichs es eigentlich jedem empfehlen. weils neben guten jobaussichten (wenn die vorraussetzungen erfüllt sind) einen selbst auch weiter bringt. jura hilft in allen lebenslagen. aber der weg ist verdammt steinig.
     
    #17
    TheRapie, 14 Februar 2008
  18. Beastie
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    ja große meisterin.. das haben wir getan.... hatte wohl doch nich nur die light-version... darf ich noch mitschreiben hier? :zwinker:
     
    #18
    Beastie, 14 Februar 2008
  19. Sternschnuppe_x
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    Es hat schon seinen Grund, warum Zivilrecht als "Königsdisziplin" das wohl anspruchsvollste Rechtsgebiet ist und warum regelmäßig Leute durch's Staatsexamen rasseln, obwohl sie 4 Jahre studiert und sich 1 Jahr lang intensivst drauf vorbereitet haben. Ich finde es... nennen wir es anstrengend... wenn jeder, der irgendwann mal irgendwo in seiner Ausbildung ein bißchen (oder auch ein bißchen mehr) Rechtskunde hatte, der Meinung ist, Zivilrecht zu können. Das würde ich von mir nämlich nicht behaupten, und ich habe es fast 5 Jahre lang studiert. Und ich vermute mal, an einem Fall zum gutgläubigen Zweiterwerb der Vormerkung würdest du doch eher scheitern.

    Das Niveau, auf dem Jura in einem juristischen Studium an einer Universität unterrichtet wird, ist in aller Regel einfach ein völlig anderes. Und die Herangehensweise auch. Wenn ich mich da an die paar Leute bei mir im Seminar erinnere, die Öffentliches Recht im Nebenfach studiert hatten - die Arbeiten waren schlicht eine Katastrophe, unter juristischen Gesichtspunkten. Nicht, weil die Leute keine Ahnung gehabt hätten, prinzipiell wußten sie schon, worum es in der Praxis geht, aber sie waren eben nicht mit juristischem Arbeiten vertraut. Daran ist ja auch nichts Schlimmes, sie wurden entsprechend großzügig benotet.

    Aber ja, wie gesagt, wenn man selbst geradezu in Stoff erstickt und weiß, daß man in Zivilrecht NIE alles können wird und daß man sogar alles wissen KANN und trotzdem nur 5 oder 6 Punkte in der Klausur schreiben, dann merkt man, daß jemand, der meint "och ja, Zivilrecht, fand ich auch immer gut, wenn man weiß wo's steht ist alles super" wohl doch irgendwie was anderes "studiert" hat als man selbst.

    Ich kenne auch einige, die den umgekehrten Weg gegangen sind - die bei 'ner Bank gearbeitet haben und dann Jura studiert. :zwinker:

    Das stimmt. Theorie und Praxis sind schon zwei paar Schuhe, und das Studium ist zum allergrößten Teil doch sehr theoretisch. Wobei man schon auch Möglichkeiten hat, ein bißchen "Abwechslung" reinzubringen - man kann fremdsprachige Vorlesungen belegen (bei uns jedenfalls), es gibt diverse Moot Courts (Wettbewerbe, in denen man in Teams in "gespielten Verhandlungen" gegeneinander antritt) und nicht zuletzt auch die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts... Aber ja, man sollte schon viel, gerne und schnell lesen können und sich für logische Konstrukte begeistern können, denn man muß oft irgendwelche Theorien verinnerlichen, die erstens im Verständnis anspruchsvoll und zweitens manchmal auch einfach ziemlich sinnlos sind; man sollte Spaß am "juristischen Aha-Effekt" haben, wenn plötzlich alles zusammenpaßt. :zwinker: Wer denkt: "Super, ist doch eh alles egal, der BGH macht's sowieso anders", der hat schon verloren, jedenfalls im Studium. *g*

    Ja, das ist allerdings ein Problem... allerdings weiß man vorher ja nicht, zu welcher "Sorte" man gehört. Und selbst kurz vor dem Staatsexamen läßt sich da nur bedingt eine Vorhersage treffen. Ich kannte eine, die anderthalb Jahre gelernt hat ohne Ende, zig Übungsklausuren geschrieben und da am Ende in so gut wie allen 10 Punkte aufwärts hatte - was war im schriftlichen Examen? 6,irgendwas... Umgekehrt gibt's auch immer mal wieder Leute, die vorher nie so wahnsinnig gut sind und im Examen dann plötzlich abräumen... das hat auch viel mit Glück zu tun, was drankommt (bei der Stoffmasse KANN es einfach sein, daß man sich zufällig am Tag vorher genau das richtige angeschaut hat, es kann aber auch sein, daß das, was drankommt, schon ein halbes Jahr her ist beim Lernen...), was man für einen Korrektor hat...

    Es ist eben nicht wie in Frage-Antwort-Klausuren, wo man sagt "okay, ich weiß eigentlich alles, hab gut gelernt, wenn ich 5 von 10 Fragen beantworte, hab ich schon bestanden, das paßt locker", und auch nicht wie in Mathe, wo es eben "richtig" oder "falsch" gibt und ggf. Punkte für den Lösungsweg, wo man auch 2 Fragen am Anfang gar nicht haben und immer noch bestehen kann. Es passiert sehr schnell, daß man in einer Klausur (die Klausuren sind als Gutachten, das heißt als Lösung zu einem Sachverhalt, den man als Aufgabe präsentiert bekommt, zu schreiben) einmal "falsch abbiegt" und komplett auf dem falschen Dampfer ist - eine Übereignung bejaht, die man eigentlich hätte verneinen müssen, und schon ist die Klausur komplett im Eimer, weil alles folgende nicht mit der Lösungsskizze übereinstimmt und nichts mit dem Fall zu tun hat.

    Aber ja, ich glaube, die allermeisten, die mit Jura angefangen haben, wußten zu Anfang nicht so wirklich, worauf sie sich einlassen - mich eingeschlossen. Ich hab mich sogar erst ganz kurz vor (oder sogar nach?) dem Abi dafür entschieden, aber ich hab's nicht bereut.

    Was man auf keinen Fall scheuen sollte, ist das Abbrechen! Ich kenne genug Leute, die sich immer so von Schein zu Schein gehangelt haben, nicht wirklich Spaß dran hatten, aber dann doch immer irgendwie bestanden haben und wo dann irgendwann der Punkt kam: "Na ja, jetzt bin ich schon im 6. Semester, jetzt kann ich's auch komplett durchziehen". Das kann im Staatsexamen böse ins Auge gehen, aber auch danach, wenn einem einfach klar wird, daß man eigentlich nicht sein Leben lang Jura machen will. Und ja, wer am Ende durch's Staatsexamen fällt (und das sind nicht wenige), hat quasi gar nichts in der Hand. Wer gerade so besteht und dann doch noch was anderes studiert, weil er endlich eingesehen hat, daß Jura doch nicht so sein Fall ist, hat 5 Jahre verschenkt. Also ja, besser zu früh als zu spät die "Notbremse" ziehen, als sich immer weiter zu quälen...
     
    #19
    Sternschnuppe_x, 14 Februar 2008
  20. Beastie
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    und wieder mal hast du nur das gelesen, was du lesen willst....
    denn das hab ich überhaupt nicht gesagt.

    und zum rest... ich hab nicht behauptet ich bin perfekt und weiß alles und schreib dann auch noch 15 punkte in klausuren. das wäre auch traurig, wenn man bedenkt, wie lange ihr studiert und wie lange ich studiert habe
    ich hab lediglich gesagt, dass ich bgb super fand, meinte damit, dass es mir eben immer spass gemacht hat.
    so wie ich staatsrecht gehasst habe und verwaltungsrecht ebenfalls geliebt habe.. aber wahrscheinlich wirst du mir gleich erzählen, dass ich von letzterem auch keine ahnung habe :confused:

    aber weißt du was? wo du so schön über diplomjuristen und so herziehst: die meisten volljuristen können auch nur ihr fachgebiet.. was ich aber noch schlimmer finde is, dass sie sich in der regel in allen gebieten versuchen und ihren mandanten so das geld aus der tasche ziehen, obwohl sie keinen schimmer haben. das seh ich immer ganz toll an den lächerlichen schreiben, die wir in der behörde bekommen
     
    #20
    Beastie, 14 Februar 2008

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