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Richtige Entscheidung?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von reflective, 28 März 2005.

  1. reflective
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo!
    Mein erster Beitrag in diesem Forum und gleich was für den Kummerkasten, da ich am (ver)zweifeln bin:

    Letzte Woche habe ich mich nach 7 Jahren und 10 Monaten von meiner Freundin getrennt.
    Seitdem habe ich ein Gefühlschaos im Kopf. Zunächst mal die Geschichte (hoffentlich objektiv genug; etwas länger, da ich schon "so alt" bin ;-):
    Als ich in der Schule relativ spät anfing, mich richtig für Mädchen zu interessieren kamen die "ich krieg nie eine"-Depressionen. Mit 19 nach dem Abi fragte ich zum ersten Mal ein Mädchen, ob wir nicht mal was unternehmen sollten. Sie war 16, schüchtern unselbständig, etwas kindisch und wurde meine Freundin. Da wir vorher beide die "ich krieg nie eine(n)" Gedanken hatten und sonst noch einige Gemeinsamkeiten, dachten wir, wir wären füreinander bestimmt, und ich glaubte, dass sie noch erwachsener werden würde. Ich fing an zu studieren und zog in die Stadt mit der Uni. Also führten wir 3 Jahre lang eine glückliche Wochenendbeziehung. Ich dachte, ich könnte gut mit ihr über unsere Beziehung reden (was mir sehr wichtig ist), allerdings waren dies hauptsächlich Monologe. Da sie Angst und eine strenge Mutter hatte, stellte ich meine Ansprüche aus Liebe zurück und wir warteten mit dem ersten Mal. Ich erklärte Ihr nur, dass ich nicht mein ganzes Leben ohne Sex verbringen will. Daher hatten wir erst nach 3-4 Jahren unser erstes Mal, was allerdings nicht so gut lief, u.a. weil sie sehr verkrampft war. Kein Problem dachte ich, wir haben ja alle Zeit der Welt. Nur sie dehnte die Intervalle, in denen wirs probierten, immer weiter aus (manchmal mehrere Monate). Ich begann etwas zu drängen, sie meinte ich würde nur noch an das eine denken und ich hörte auf zu drängen. Als sie mit dem Studium anfing, zogen wir zusammen. Ich wurde mit dem Studium fertig und begann an der Uni zu arbeiten. Unselbständig wie sie war blieb sie auch und ich machte meistens die ganze Arbeit (putzen, Geschirr spülen usw.). Wenn ich mich über irgendwas beschwerte war sie schnell beleidigt und sprach eine Weile nix mehr mit mir ("gestritten" hatten wir uns eigentlich nie). Da ich solche Situationen nicht ertragen hab', beschwerte ich mich auch nicht mehr. Nach 5,5 Jahren beschloss ich Schluss zu machen. Ich war sehr entschlossen, auch nachdem sie alles einsah. Aber als sie mich fragte, ob ich sie nicht mehr liebe, haben mich meine Gefühle übermannt und ich war einverstanden, es mit ihr nochmal zu versuchen. Da ich skeptisch und etwas motivationslos war, dachte ich einfach, wenns nicht läuft, dann mach ich Schluß. Es war , d.h. immer wenn ich mich über sie ärgerte, beruhigte ich mich mit dem möglichen Ende der Beziehung. Da ich ihr nix vorschreiben wollte und Angst vor ihrem Beleidigtsein hatte, hab' ich ihr quasi nicht mehr die Meinung gesagt und alles lieber selbst gemacht. Wir hatten uns halt sonst gut verstanden, wohnten wie in einer WG. Im Bett hat's auch wieder immer seltener geklappt, sie beendete jeden Versuch relativ schnell. Ich ließ mich schließlich nicht mehr von ihr anfassen, um nicht mehr erregt zu werden. Ich hab' alles in mich reingefressen und nicht mehr über meine Gefühle gesprochen, was ich mir jetzt selbst vorwerfe. Ich war davon überzeugt, dass es keine Liebe zwischen uns war, sondern nur die Angst, sonst keinen zu finden.
    Ich hab' meinen Mut zusammen genommen und endgültig Schluß gemacht. Es stellte sich heraus, dass sie dachte mein erster Versuch wäre nicht ernst gemeint gewesen und ich befürchte, dass sie jetzt wieder so denkt. Wir werden uns noch öfters sehen, vor allem solange sie noch nicht in eine eigene Wohnung gezogen ist.

    Plötzlich hab ich fast alles Negative vergessen und denke nur noch an die schöne Zeit die wir hatten. Ich glaube, dass sie mich tatsächlich liebte (bzw. noch liebt). Darf man mit einem, der einen liebt, einfach Schluß machen (moralisch gesehen)? Was ist, wenn wir doch füreinander bestimmt waren?

    Ist mein Verhalten in den letzten 2,5 Jahren zu entschuldigen, bzw. kann man von einer 24-Jährigen erwarten, dass sie selbst mal versucht, mit einem zu reden, wenn sie merkt, dass es nicht mehr läuft? Zu allen gegenseitigen Vorwürfen waren wir uns einig. Sie kann es allerdings nicht verstehen, dass wir's nicht nochmal versuchen, aber mein Verstand sagt nein.

    Wenn ich mir's gerade wieder anschaue denk ich, das war die richtige Entscheidung, aber spätestens morgen früh geht's mir wieder dreckig, weil ich mir Vorwürfe mache und mich verantwortlich für sie fühle.

    Ist sowas normal? Geht das zu Ende?

    Eure Meinung dazu ist mir wichtig!

    Danke fürs ausheulen lassen, reflective
     
    #1
    reflective, 28 März 2005
  2. SweetLexy
    SweetLexy (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Hallo,

    also meiner Meinung nach hast du das Richtige getan. Die Beziehung hatte für dich doch überhaupt keinen Zweck, außer das ihr zusammengewohnt habt und die Miete geteilt habt. Okay, sie hat dich zwar geliebt und liebt dich vielleicht immer noch, aber deshalb kannst du nicht auf ewig mit ihr zusammen bleiben.

    In der ersten Zeit wird dich dieses miese Gefühl wahrscheinlich noch öfter beschleichen, aber nach einiger Zeit wird das besser. Und deine Exfreundin wird es früher oder später auch verstehen und drüber hinwegkommen.

    Ich hatte auch mal sowas ähnliches. Damals war ich nur mit meinem Freund zusammen, weil er mich über alles geliebt hat und ich Angst hatte, dass er sich vielleicht etwas antut, wenn die Beziehung endet. Im Nachhinein fragen wir uns beide, was uns dieses "künstliche am Leben erhalten" eigentlich gebracht hat.

    Ich hoffe, dir hilft diese Antwort ein bisschen.

    Liebe Grüße
    SweetLexy
     
    #2
    SweetLexy, 28 März 2005
  3. maikind83
    maikind83 (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo reflective!
    Keine schöne Situation, in der du dich befindest. Aber es ist normal, dass du dich beschissen fühlst. Immerhin hat deine Beziehung fast 8 Jahre gedauert und so einfach kann keiner so eine Zeitspanne vergessen und wegstecken, als ob nix gewesen wäre. Und natürlich ist da auch die Ungewissheit, dass richtige getan zu haben - einen Schlussstrich zu ziehen - was wäre, wenn...
    Die ganzen schönen Erinnerungen treten in den Vordergrund, so als ob man eine Rechtfertigung dafür sucht, die beziehung aufrecht zu erhalten.
    Ich denke, du brauchst dich für dein Verhalten in den letzten Jahren nicht zu entschuldigen. Schließlich warst du derjenige (so hab ich es rausgelesen), der ständig in die Beziehung investiert hat. Was für einen Anteil hatte sie dabei? Hat sie sich bemüht? Anscheinend nicht, da sie deine "Trennungsdrohung" gar nicht ernst genommen hat laut deiner Aussage. Und ja, von einer 24jährigen kann man erwarten, dass sie sich zu der Beziehung äußert!!! Immerhin ist sie ein Teil davon (gewesen). Und es kann nicht nur einer nur investieren, während sich der andere darauf ausruht. Das geht auf Dauer nicht gut. Und zum Thema Sex: Der ist in der Beziehung genauso wichtig, wie über probleme zu reden, darüber zu diskutieren, sich gegenseitig zu stützen und sich einfach miteinander wohlfühlen. Ich habe den Eindruck, dass du vielmehr die Rolle ihres "Beschützers" eingenommen hast anstatt ein gleichberechtigter Teil der Beziehung zu sein. Hast du ihr zu viele ihrer Probleme abgenommen?
    Und wie sieht es mit ihren gefühlen aus? Will sie nur aus Gewohnheit oder aus Angst, keinen anderen zu finden mit dir zusammen bleiben? Ich wage einfach mal die Vermutung, dass du für dich selbst erkannt hast, dass sie nicht die Richtige für dich ist. Ihr könnt nicht über Gefühle miteinander reden, im bett klappt es nicht - hast du letzten endes sogar aufgehört, sie zu lieben? Ich kann dir nicht sagen, ob die Entscheidung, die du getroffen hast, richtig oder falsch ist. Du hast geschrieben, dein verstand sagt ja. Was ist mit deinem Herz?
    Nur noch eines zum Schluss: Bleib nicht bei ihr aus reiner Gewohnheit oder aus der Angst heraus, keine andere mehr zu finden.
     
    #3
    maikind83, 28 März 2005
  4. Casscavall
    Casscavall (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich denke die beiden haben absolut recht! Das Deine Ex nicht verstehen kann, dass Du es nicht noch einmal versuchen möchtest zeigt doch ganz eindeutig, dass es keinen Sinn mehr macht. Auch wenn es sich total bekloppt anhört: Du bist es Dir selbst schuldig gewesen einen Schlussstrich zu ziehen. Mit Moral hat das alles nichts zu tun...es geht hier schließlich um Dein verdammtes :eek: Wohlbefinden. Du hast jahrelang für ihres gesorgt und jetzt bist Du mal dran. Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass Du eine merkwürdig, verquere Ansicht von Beziehungen hast. Komm mal von dem Bemühen weg, es allen/Deiner Ex recht zu machen. Mehr Selbstbewusstsein und durchaus auch ein eigener Kopf sind angesagt. Es ist häufig auch wichtig kompromissbereit zu sein, aber ja nicht bis zur totalen Selbstaufgabe (so wie bei Dir).
    Ach ja, die ganzen miesen Gefühle sind wirklich völlig normal. Wenn Du sie überwunden hast wird es Dir umso besser gehen, glaub mir.
     
    #4
    Casscavall, 29 März 2005
  5. reflective
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Hallo!

    Danke schonmal für die positiven Antworten. Sie haben mir schon sehr geholfen.
    Sehr seltsam finde ich die Stimmungsschwankungen, die ich habe: Abends geht's mir schon ziemlich gut, ich hab' sogar ein leichtes Gefühl der "Befreiung". Als ich meinen Text gestern schrieb überlegte ich zwischenzeitlich, warum ich das überhaupt mache, eigentlich ist doch alles klar. Morgens wache ich allerdings mit 'nem Einsamkeitsgefühl auf. Danach kommen die Sorgen um sie. Heute morgen war sie bei mir (im Büro) und teilte mir mit, dass sie ab Mai ins Studentenwohnheim ziehen kann. Auch ohne diese (gute) Nachricht stellt sich allerdings schon etwas Gleichgültigkeit bei mir ein. Ihr Krempel steht jetzt noch einen Monat bei mir rum (am besten einpacken, damit ich's nicht mehr sehe).
    Ich bilde mir ein in ihrer Stimme mehr Ärger als Trauer zu erkennen, was es mir möglicherweise leichter macht. Wie angedeutet, könnt ihr nur "laut meiner Aussage" urteilen, wobei ich bei meinen Gefühlen nicht konkret sagen kann, ob es so war, oder ob ich mir das alles doch nur einbilde. Da mein Verstand aber weiter durchhält, denk ich, dass es keine Einbildung sein kann.

    Ich glaube sie war einfach nur da. Und hat mich möglicherweise geliebt. Sie natürlich auch mal was gemacht, aber für unsere Beziehung? Mir fällt gerade leider nix ein; vielleicht auch besser so.

    Ich hab' sie konkret danach gefragt und sie hat nur verdutzt geguckt und geschwiegen.

    Der Verstand spricht eine klarere Sprache als das Herz. Wie erwähnt deutete ich jetzt die "Aussage" meines Herzens so, dass es wohl keine Liebe, sondern einfach nur Angst war. Wenn ich's wüßte hätte ich möglicherweise keine Probleme.

    Das kann ich denk' ich ausschließen. Um an Selbstmord zu denken muss man erst mal über's Leben nachdenken.

    Ist es wirklich eine "verquere Ansicht von Beziehungen"? Ich hätte gedacht, es ist möglich beliebig kompromissbereit zu sein sofern der andere dies nicht ausnutzt und ebenso kompromissbereit ist. (Mal abgesehen davon, dass ich zu lange gebraucht hab' um das zu erkennen und Konsequenzen zu ziehen). Es muss doch möglich sein, dass mein Partner (freiwillig) einen Kompromiss eingeht, ohne dass ich danach fragen muss und schließlich ein schlechtes Gefühl habe.


    Sie meinte, ich würd's mir zu einfach machen. Einfach ist's allerdings nicht, aber eigentlich hätte ich doch auch das Recht mir's einfach zu machen?
    Ich hab' nicht mit dem Mangel an Sex argumentiert, weil ich nie jemandem wegen dieser Sache Vorwürfe machen will. Hätt' ich das machen sollen? Soll ich's irgendwann nachholen, damit sie's bei ihrer nächsten Beziehung besser machen kann. Oder sollte sie's durch meine Aussage, dass ich ohne nicht leben kann zur Genüge wissen?

    Danke nochmal für die Antworten. Schon das Schreiben ist erlösend, daher werd' ich möglicherweise öfters mal 'ne Frage hier stellen. Oder vielleicht auch mal jemandem ein ratschlag geben (, wie man's nicht macht).

    Viele Grüße, reflective
     
    #5
    reflective, 29 März 2005
  6. rave1976
    rave1976 (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Single
    Es handelt sich zwar um eine vollkommen andere Situation, dennoch denke ich das es Dir im Moment so ergeht wie mir (siehe Beitrag 2,5 Jahre Entfernungsbeziehung).

    Wir beide lieben.... anscheinend die richtige Frau für uns. Wir sind nicht glücklich... können uns aber dennoch nicht mit reinem Gewissen trennen. Wir glauben das Richtige zu tun... trotzdem kommt es uns falsch vor. Wir möchten gerne leben... fühlen uns aber der Gewohnheit verpflichtet...

    "...dein verstand sagt ja. Was ist mit deinem Herz?..."
    Das Herz kann nicht lügen, der Verstand sagt dir was vielleicht das richtige wäre. Was uns fehlt ist der Instinkt für die Situation. Zu wissen wo wir uns befinden, zu wissen wie es weitergeht und zu wissen wie man es verbessern kann. Ich habe in den letzten Jahren gelernt auf mein Herz zu hören, den Verstand auszuschalten... zumindest in solchen Situationen. Ob es die richtige Entscheidung war weiß ich nicht...

    Aber zu deinem Problem: Ich glaube auch das du das richtige getan hast! Zur Liebe gehört der Sex einfach dazu! Er zeigt dem Partner das man ihn liebt, das man ihn begehrt... das man mit ihm zusammen sein möchte. Sex ist die schönste Sache der Welt, und sollte in keiner Beziehung fehlen. Denn grade das hält die Gefühle aufrecht...

    Das deine Freundin mit 24 noch recht unselbstständig ist ist schwierig. Stellt sich die Frage "kann sie nicht oder will sie nicht". Ich denke ihr deswegen Vorwürfe zu machen wäre falsch, aber versuchen ihr das "selbstständig sein" zu zeigen ist der richtige Weg.

    Dennoch... das eine geht nicht ohne das andere. Und ich glaube wir beide müssen lernen aus der Gewohnheit wieder ein Leben zu machen. Viel Glück dabei...
     
    #6
    rave1976, 29 März 2005
  7. maikind83
    maikind83 (33)
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    vergeben und glücklich
    Ich denke nicht, dass die Einstellung zu Beziehungen verkehrt ist. Reflective hat, glaube ich, einfach irgendwann aufgehört, kompromissbereit zu sein, weil von seiner Gegenüber einfach nix kam. und ich muss ehrlich sagen - Hut ab, dass du so tolerant bist ( "Habe ihr das mit dem Sex nicht vorgehalten") und noch so nett mit ihr umgehst. Das machen viele andere nicht.

    Ich denke nicht, dass die Einstellung zu Beziehungen verkehrt ist. Reflective hat, glaube ich, einfach irgendwann aufgehört, kompromissbereit zu sein, weil von seiner Gegenüber einfach nix kam. und ich muss ehrlich sagen - Hut ab, dass du so tolerant bist ( "Habe ihr das mit dem Sex nicht vorgehalten") und noch so nett mit ihr umgehst. Das machen viele andere nicht. Und ich finde es eigentlich schon fast unverschämt, dass sie dir vorhält, dass du es dir zu einfach machst (wenn ich das so richtig verstanden habe). Sie war doch diejenige, die sich fast 8 jahre in der Beziehung ausgeruht hat - lass dir nix einreden. Fang an,wieder glücklich zu sein.
     
    #7
    maikind83, 29 März 2005
  8. Casscavall
    Casscavall (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich glaube ich wurde etwas falsch verstanden. Das mit der Kompromissbereitschaft war generell gemeint, da ich ja nicht wirklich weiß, wie es bei euch gelaufen ist. Natürlich hat eure Beziehung wohl weniger von Kompromissen gelebt. Du hast gegeben, sie hat genommen.
    Ich wollte Dir eigentlich nur zu verstehen geben, dass Du Dir zu viele Gedanken machst. Es scheint so, als hättest Du gleich wegen dem kleinsten Etwas ein schlechtes Gewissen. Ich wollte Dir nahe legen, dass Du das ablegen solltest...das Du es Dir leisten sollst mehr Selbstbewusstsein zu haben und auch in bestimmten Punkten Deinen eigenen Kopf durch zu setzen :smile: . Mach Dir erst einmal Gedanken um Dich und nicht um Deine Ex. Sie ist 24 und benimmt sich wie 14.

    @maikind83: ich schrieb verquer (weil reflective ohne Ende um sie herumgerödelt hat, ohne auch nur ein kleines bisschen auf seine eigenen Bedürfnisse zu achten und dann auch noch ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber aushalten muss, weil er mal so handelte, wie er es für richtig hielt) nicht verkehrt.

    Alles Gute Dir.
     
    #8
    Casscavall, 29 März 2005
  9. Traveller79
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo Reflective!

    Deine Gefühle sind völlig normal und i.m.A. auch legitim. Nach dieser gemeinsamen Zeit, wäre es unnormal, wenn Du nicht Zeiten des Zweifeln hättest. Und sie gehen vorbei, es dauert, aber sie gehen vorbei.

    Eine Trennung erfordert auch immer eine Entwöhnung, viele Dinge im Alltag werden sich/haben sich geändert. Viele Gefühlsregungen wirken anders, weil dieser "gewohnte Mensch" nicht mehr an Deiner Seite ist. Wichtig dabei ist nur zu merken und sich bewußt zu machen, dass es nicht die "Liebe" ist, die Dich so fühlen läßt, sondern einfach nur die neue Situation, an die Du Dich gewöhnen mußt.

    Ich habe mich auch nach fast sieben Jahren von meiner Verlobten getrennt und auch heute noch denke ich oft an sie (ist mittlerweile fast fünf Monate her). Nur ist meine Entscheidung deshalb falsch gewesen, sollte ich sie revidieren? Nein, Du hast Gründe, die für diese Trennung sprechen. Wenn das Engagement in eine Partnerschaft einseitig wird/ist, (Der Partner schaf(f)t=Partnerschaft), dann läuft etwas falsch. Genau so war es bei mir auch. Jeder hat in einer Beziehung Wünsche und Bedürfnisse, es war Dein Bedürfnis, ihre zu erfüllen. Und so sollte es in einer Beziehung sein, nicht anders. Und aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, selbst Liebe ersetzt diese elementaren Verhaltensweisen i.m.A. nicht. Ich habe meine Lebensgefährtin geliebt, ich habe auch heute noch Gefühle für sie. Dennoch, wenn eine Beziehung nicht in den grundlegenden Eigenschaften gleich ist, wird immer (mindestens) einer unglücklich sein und das widerum kann niemandens Wille sein. Du wärst mit der Haltung Deiner Freundin nie glücklich geworden (mangelnde Sexualität, mangelnde Verantwortungsübernahme, mangelnde Kommunikationsfähigkeit/Wille), sie war es (wahrscheinlich). In so fern ist die gesunde Grundlage einer funktionierenden, bestandhabenden Beziehung nicht gegeben. Punkt. Und das rein rational betrachtet. Liebe bringt zwar auch eine hohe Leidfähigkeit mit sich, aber ist Liebe nicht auch Glück? Und das wäre so nicht möglich gewesen. Ich habe nach meiner Trennung geweint wie ein Schloßhund, noch relativ lange danach, ich habe sie vermißt, ich habe mir Sorgen um sie gemacht, hatte die selben Gedanken wie Du.

    Nur dennoch wärst Du (genau wie ich) in dieser Beziehung nicht glücklich geworden und dieser Zusammenfass sollte verdeutlichen, dass Du die richtige Entscheidung getroffen hast, Deine Gedanken und Gefühle ganz normal sind und "alles vorbeigeht", Du mußt Dir nur die notwendige Zeit geben und nicht aus falschen Motiven "umfallen".

    In diesem Sinne halt die Ohren steif!

    Herzliche Grüße,
    Trav
     
    #9
    Traveller79, 29 März 2005
  10. reflective
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Hallo!

    So, ich versuch nun, sie aus meinem Kopf zu steichen, da ich nunmal nicht für sie verantwortlich bin. Heute morgen gings schon ganz gut, ich fing sogar schon an, mir Gedanken um mich zu machen ;-). Naja, 8 Jahre legt man aber nicht einfach ab.
    Heute nachmittag war sie wieder bei mir, sie müsse noch Sachen aus unserer Wohnung holen, wobei ich ihr helfen musste (ich hatte ihr gesagt, dass ich sie nicht hasse und wir immernoch miteinander reden können bzw. hauptsächlich helfen, so wie sich Kumpels halt helfen). Kein Problem, sie hat noch die Schlüssel, ist schonmal in die Wohnung gefahren. Bevor sie das allerdings machte hat sie mir noch erzählt, wie sie sich über ihre Kollegin geärgert hat und sich quasi so verhalten, wie wenn ich früher abends nach Hause gekommen bin. Ich hab' schon gedacht sie hätte alles vergessen und macht sich noch Hoffnungen. Mit diesen Gedanken bin ich nach Hause und war beim Ausräumen relativ kurz angebunden. Als wir fertig waren weinte sie und ich sagte ihr, warum ich so kurz angebunden bin, damit das geklärt ist, dass sie sich keine Hoffnungen machen soll.
    Dann ging die richtigere Weinerei los: sie dachte sie könne mit mir über alles reden und sie hätte ja niemanden mit dem sie reden könnte außer ich. Naja, ihre Mutter blockt sowas ab, allerdings hat sie Kolleginnen, eine Schwester und eine alte beste Freundin mit denen sie reden kann. Ich sagte ihr Reden bringt Linderung, allerdings niemand kann ihr sagen, was sie machen soll, damit ihr Leben optimal verläuft. Das müsse sie selbst entscheiden und erfahren. Ich sagte, ich würde ihr (bei technischen Sachen) helfen, aber für Lebensangelegenheiten stehe ich nicht mehr zur Verfügung und wir sollten Abstand gewinnen, um uns unserem neuen Leben zu stellen. Sie sah alles ein und war einverstanden, auch damit, dass es mit uns nicht klappt. Ich motivierte sie noch damit, dass sie zumindest die äußeren Voraussetzungen erfüllt, schnell wieder einen Partner zu finden. Ohne Weinen fuhr sie dann nach Hause zu ihren Eltern. Ich hoffe nur, sie vergisst das nicht wieder wie alles worvon ich mit ihr über unsere Beziehung gesprochen habe. Nutzt ansonsten nur noch ein Wutausbruch, um sie zu "verscheuchen"? Psychisch einfacher macht eine solche versöhnliche Trennung das ganze wohl nicht.

    Wir gehen beide nicht so leicht aus uns raus (wir mussten uns auch schon lange keinen Partner mehr angeln). Deswegen sehe ich die Zukunft in Sachen Partnerschaft zunächst nicht so rosig, aber wenigstens hab ich ihr Mut dazu gemacht (und sie hat ja noch Kolleginnen, mit denen sie mal weggehen kann). Möglicherweise werd' ich deswegen auch mal wieder nach Rat suchen.

    Viele Grüße, reflective
     
    #10
    reflective, 29 März 2005
  11. reflective
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Auch für die anderen Antworten wollte ich mich mal noch bedanken, unter anderem, da ich nun weiß, dass andere Leute ähnliche Probleme haben (zu deren Lösung ich ihnen viel Glück wünsche). Ich habe denke ich jetzt alles verstanden.

    @rave1976:
    In Deiner Situation wär ich mir mit meiner Entscheidung noch sicherer als in meiner Situation. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob es richtig ist, nicht auf den Verstand zu hören, weil man das Herz möglicherweise nicht versteht (ist's Angst oder Liebe?). Geht man mal davon aus, die Lebenssituation wäre optimal auch für die Liebe: Würde dann der Verstand was dagegen sagen?

    Viele Grüße, reflective
     
    #11
    reflective, 29 März 2005
  12. Casscavall
    Casscavall (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich wollte Dir nur schnell sagen, dass ich es super finde, dass Du es geschafft hast.

    LG
     
    #12
    Casscavall, 30 März 2005
  13. reflective
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    64
    91
    0
    nicht angegeben
    Danke, das ist lieb. :smile:

    reflective
     
    #13
    reflective, 30 März 2005
  14. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    2
    Single
    Ja, ich kann auch nur sagen, deine Entscheidung war richtig. Ich war auch schon in der Situation (auch wenn's nur 3 Jahre waren und keine 7), und irgendwie kamen bei mir zwischenzeitlich nach der Trennung auch gewisse "Schuldgefühle" auf, wie's ihm ohne mich ergehen würde, aber gleichzeitig hatte ich auch dieses "Befreiungsgefühl". Und das hat mir gezeigt, daß meine Entscheidung richtig war.

    Natürlich denkt man nach so langer Zeit noch oft an den anderen, man hakt mehrere Jahre zusammen nicht einfach so ab. Und natürlich ist einem derjenige dann auch nicht sofort gleichgültig - und trotzdem ist es besser, auf Abstand zu gehen und die Sache wirklich endgültig zu beenden. Ich hab am Anfang die Erfahrung gemacht, daß er, solange wir noch halbwegs engen Kontakt nach der Trennung hatten, nicht wirklich realisiert hat, daß es 100%ig und unwiderruflich vorbei ist.

    Ich hatte danach auch manchmal Angst, ich würde vielleicht nie wieder jemanden finden, mit dem es SO vertraut und schön wird wie mit meinem Ex, ich hatte Angst, bei jemand Neuem wieder völlig "bei null" anfangen zu müssen, ich hatte das Gefühl, die Chancen, wieder so eine schöne Beziehung zu finden (denn solange es funktioniert hat war es bei uns sehr schön!), mit einem Partner, wo alles paßt, wären doch ziemlich gering.

    Und jetzt? Bin ich seit bald einem Jahr mit meinem neuen Freund zusammen. Und zwar sehr, sehr, sehr glücklich. :verknallt Und ich bin mir 100%ig sicher, daß meine Entscheidung damals das Richtige war, ich hab's nie bereut. Denn sonst würde ich vielleicht jetzt immer noch aus reiner Gewohnheit in dieser letztendlich unglücklichen Beziehung stecken... :rolleyes2

    Besser aus den richtigen Gründen alleine als aus den falschen mit jemandem zusammen!

    Sternschnuppe :engel:
     
    #14
    Sternschnuppe_x, 30 März 2005
  15. rave1976
    rave1976 (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    93
    1
    Single
    Sicherlich... wenn alles läuft sprechen Herz und Verstand eine Sprache! Nur das ist im Leben leider sehr selten, und so versuche ich abzuwägen welches wohl die richtige Entscheidung ist. Wenn Du meinen anderen Beitrag gelesen hast kennst du meine Zwickmühle. Das Herz sagt Liebe, der Verstand Finger weg. Ich hab auf mein Herz gehört, weil ich weiß das ich Sie liebe. Aus diesem Grund hab ich ihr einen Brief geschrieben und ihr sozusagen erklärt wie ich alles sehe.. und nun warte ich auf eine Antwort. Bei der Antwort auf den Brief gibt es nur ein "entweder oder"... sonst nichts. Sollte sie sich für mich entscheiden weiß ich das mein Herz Recht hatte. Sollte sie sich dagegen entscheiden wird auch mein Herz sagen das es ein Fehler war.... und somit weiß ich wieder was ich zu tun habe.

    Der Verstand ist ein Hilfsmittel zur Vorsicht... allerdings sollte er in Liebesdingen niemals die größte Rolle spielen...

    Dir auch weiterhin viel Glück!
    Rave1976
     
    #15
    rave1976, 30 März 2005
  16. Explorer
    Explorer (41)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Schau mal ins Postfach, hab dir ne PN geschrieben.
     
    #16
    Explorer, 30 März 2005
  17. Traveller79
    Verbringt hier viel Zeit
    237
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    vergeben und glücklich
    Hallo rave1976,

    ich möchte Dir ungern widersprechen, ich bin aber der Meinung, dass Du einen kleinen Denkfehler hast. Vielleicht hilft's Dir, folgende Sicht auch nochmal auf Deine Situation zu prüfen, die ich jetzt leider aus dem Stegreif nicht mehr erinnere. Sollte es wirklich nicht passen, entschuldige bitte.

    Ich hatte einen ähnlichen Konflikt zwischen Herz und Ratio, habe mich für den Verstand entschieden. Ich habe mich vor knapp fünf Monaten nach fast sieben Jahren von meiner Lebensgefährtin getrennt, und Gefühle für sie habe ich heute noch, sicherlichwesentlich weniger als damals, es geht also vorbei. Nicht nur in einer Beziehung, auch als Single möchtest Du für Dich, und aber auch für Menschen die Du magst was? Das Du und sie glücklich sind, oder?

    Ich habe festgestellt, dass meine Lebensgefährtin mit meinem Leben (Familie, Job, Zukunft, Hauskauf) nicht glücklich wurde, ihre Interessen gingen in Richtung Feiern, geringstmögliche zu tragende Verantwortung, Eishockey, Urlaube. Du siehst, recht gegensätzliche Interessen. Wir haben seit sechs Jahren zusammen gewohnt, und genau das war es noch. Nur durch die starken unterschiedlichen Interessen war nur noch wenig gemeinsames Leben da, Dinge außerhalb des normalen (gemeinsames Essen, Schlafen, ...), denn die anderen Dinge hat man ohne seinen Partner erlebt.Wir haben uns auch nicht nur gestritten, wir haben einfach nur immer weniger gemeinsam gelebt. Und irgendwann kam ich dann an einen Punkt, wo mir einfach auffiel, dass die Wege immer weiter auseinander liefen. Ich glaube wir waren nicht viel unglücklicher, als früher. Nur gemeinsam glücklich zu sein, gemeinsam ein Leben zu genießen, dass wurde immer seltener. Jeder ging mal mit dem anderen mit, um ihm eine Freude zu machen, nur glücklich war man damit nicht. Und das genau war mein rationaler Fazit, richtig glücklich wird man so nicht...

    Aus diesem Grund kann ich Dir nur sagen, dass die "Liebe" auch nicht ausreicht, wenn man nicht auch sonst in den "elementaren" Dingen die gleichen/ähnlichen Wünsche und Bedürfnisse hat. Und die Vernunft hat damit Recht gehabt...

    Ich wünsche Dir viel Erfolg, Kraft und Glück bei Deinem Versuch, egal wie es ausgeht...

    Gruß,
    Trav
     
    #17
    Traveller79, 30 März 2005
  18. *fechti*
    Verbringt hier viel Zeit
    1.757
    123
    1
    vergeben und glücklich
    der satz ist so schön formuliert und so passend! genau diese erfahrung habe ich auch gemacht... man muss das nur erstmal seinem herzen klar machen, aber dann geht's :zwinker:

    ich denke auch, dass dein entschluss richtig war. in einer beziehung müssen BEIDE lieben und sich beide wohlfühlen. du hast dich aber nicht mehr wohlgefühlt, also hast du schluss gemacht. und genau das war das richtige, auch wenn es weh tut. du brauchst keine moralischen bedenken dabei zu haben, denn zur liebe gehören immer zwei.
     
    #18
    *fechti*, 30 März 2005
  19. reflective
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    64
    91
    0
    nicht angegeben
    Ich bin's mal wieder, ich glaube ich brauch noch Eure Unterstützung. Wenn's doch nur so einfach wär!

    Eben war meine Ex-Freundin da, weil Sie was brauchte von den Sachen, die noch in meiner Wohnung sind. Beim Suchen fand sie eine liebe Glückwunschkarte von mir zu Ihrem Abitur, wo ich auch reinschrieb, dass ich mich freue mit ihr zusammenzuziehen und zusammen zu studieren. Ich liebte Sie schließlich... Sie brach schrecklich in Tränen aus, blieb dann noch 'ne Weile, um sich fürs Autofahren zu beruhigen.
    Sie ging scheinbar gestern extra zum Frisör und zog sich was tolles an, um mich zu beeindrucken. Als sie endlich ging sagte sie, sie könne es immernoch nicht verstehen und sie würde sich immernoch freuen, wenn sie mich hört oder sieht. Sie langweile sich zu Hause, usw.. Ich bin relativ gefasst in dieser Situation und mache ihr Mut, dass wir bald drüber weg sein werden. Dann fragte sie, ob ich denke, dass es wirklich nie mehr klappen könnte zwischen uns beiden, auch wenn sie sich bessert. Ich sagte, dass ich das nie ausschließen würde, allerdings müsste jetzt viel Zeit vergehen, in der wir uns selbst Gedanken machen müssen. Ich könne es mir im Moment nicht vorstellen.
    Jetzt hab' ich plötzlich ein schlechtes Gefühl, dass sie das in den falschen Hals bekommen hat und sich Hoffnungen macht, aber das sollte sie doch richtig verstanden haben?

    Das alles würde ich wohl noch besser meistern... Allerdings wenn ich sie eine Zeit lang nicht sah und nichts von ihr hörte bekomm ich schon richtig Angst, dass ich nie wieder eine Freundin finde und für den Rest meines Lebens alleine bin (dabei trauere ich aber nicht hinter ihr her; ist ja schonmal was...). Deswegen werd' ich mich wohl noch öfters bei Euch melden. Ich habe gerade mein erstes Wochenende alleine in meiner Wohnung. Meine Eltern besuchten mich gestern zwar, das lindert meine Angst allerdings nicht.

    Ich hab' Panik vor der Einsamkeit und jage meine Freundin zum Teufel. Mir explodiert gleich der Kopf... :flennen:

    Viele Grüße, reflective
     
    #19
    reflective, 3 April 2005
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    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hey ref,

    zunächst mal: was du da durchmachst gehört sicherlich in die Kategorie des schlimmsten was einer Menschenseele passieren kann. Man fühlt sich so richtig auf verlorenem Posten.

    Was Traveler schreibt, darauf gebe ich Brief und Siegel. Besser hätt ichs nicht formulieren können.

    Aber nochmal zurück zur heutigen Situation. Anfälle von Angst sind bei sowas nicht ungewöhnlich. Manche Menschen sind robuster, andere nicht. Ich selbst bin bei sowas sehr empfindlich, weshalb ich nach meiner Trennung (fast 7 Jahren) unter regelrechten Angst-Attacken litt. Bei Traveler ist es gerade mal 5 Monate her (was man aus dem text noch raushört :zwinker: ), bei mir schon über 2 Jahre. Aber von uns beiden lernst du, daß es im Moment der erste Schock ist, der dich aus der bahn wirft. Du hast angst keine Freundin mehr zu finden, ich hatte angst, vor Trauer mein tägliches Leben nicht mehr auf die Reihe zu kriegen. Es gibt so viele Gründe womit man seine Verzweiflung rechtfertigen kann.

    Aber ganz so grausam ist das Leben dann doch nicht. Glück und Unglück halten sich dann doch die Waage, nur eben nicht zeitgleich. Du wirst eine Partnerin finden, genau wie ich dann doch noch zu meinem Traum gekommen bin. Naja, ein bischen muß man sich schon anstrengen, weil umsonst ist der Tod und der kostet auch noch das Leben. :smile:

    Deine Reaktion wie du sie beschreibst finde ich absolut ok. Damals war ich in der Situation, daß ich meine Sachen bei Ihr aus der Wohnung holte und ich kann deine Beschreibung absolut nachvollziehen. Ganz grausam waren die Rückfälle und die verzweifelten "geht es nicht doch irgendwie?"-Fragen... An einem gewissen Punkt blieb sie dann hart und ließ mich auch nicht mehr in die Wohnung. Das war ultrakrass, schließlich war sie jahrelang mein Lebensmittelpunkt...

    Ich denke, der Gedanke, daß es irgendwann wieder mal was erden könnte, hilft enorm über den ersten Schmerz hinweg. Wenn sich die Gemüter beruhigt haben wird mann das ganze dann nochmal neu einschätzen und zu neuen Erkenntnissen kommen.

    Also , wie gesagt, keine Panik, das wird schon. Aber ein ehrliches Wort muß ich dann doch noch reden: Eine mehrjährige Beziehung zu überwinden dauert erfahrungsgemäß (nicht nur nach meiner ERfahrung) ca. 1 bis 2 Jahre. Sorry, aber das ist die Wahrheit.

    Wer mag, für den hätte ich auch noch einen Buchtipp...
     
    #20
    Explorer, 3 April 2005

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