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Roman schreiben

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von mr.johnboy, 7 September 2008.

  1. mr.johnboy
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    nicht angegeben
    Also, ich habe folgendes Problem. Ich habe den Traum einen Roman schreiben zu wolllen, na ja, wahrscheinlich nichts weltbewegendes. Habe damit auch schon angefangen, hatte auch um Unterstützung meiner Frau gebebten, die sie mir auch zugewilligt hatte. Doch irgendwie scheint ihr Interesse nicht so groß zu sein, muß immer wieder sie bitten,darin zu lesen (Wegen Rechtschreibfehlern u.s.w.). Habe jetzt 65 Seiten geschrieben und stehe vor der Entscheidung, ob ich überhaupt weiter machen sollte. Irgendwie zieht mich das desinteresse meiner Frau etwas herunter, denke, das sie mir nur nicht sagen mag, das ich gerade Schund produziere.
    Nun meine Frage, würdet ihr, wenn eurer Freund einen Roman schreiben würde, ihn lesen,auch wenn das Thema euch nicht so zu sagt? Wäret ihr so ehrlich ihm zu sagen, er sollte vieleicht lieber was anderes machen?
     
    #1
    mr.johnboy, 7 September 2008
  2. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Wenn es denn sein Traum sein würde ... ich würde ihn unterstützen (mit der Voraussetzung, dass er das neben dem Beruf macht; wenn der Roman nichts wird, hat er immer noch was in der Hinterhand).
    Allerdings lese ich auch gerne und auch wenn es "Schund" ist, les ich es mir durch. Damit ich ein Gefühl dafür kriege.
    Vllt erfährt man gerade durch das Schreiben, was in ihm so vorgeht, was er sonst nie sagen würde/könnte. Ich würde ihn also auf jeden Fall unterstützen.

    PS: Ich würd mich auch als Korrekturleser zur Verfügung stellen, wenn du niemanden zum Lesen findest. :zwinker:
     
    #2
    Guzi, 7 September 2008
  3. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Ich habe schon häufiger für meine Freunde Korrektur gelesen, meist über Themen, die mich nicht sonderlich ansprechen. Ich äußere wahrheitsgemäß meine Meinung über das Verfasste. Sprich doch deine Frau auch ganz simpel auf ihr Desinteresse an.
     
    #3
    xoxo, 7 September 2008
  4. capricorn84
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    Verheiratet
    Würd´s schon lesen für ihn kein Problem. Nur wenn es "Mist" wäre, würde ich ihm das schon ins Gesicht sagen.
     
    #4
    capricorn84, 7 September 2008
  5. many--
    many-- (32)
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    Ich habe für meine Freundin schon literarische Gehversuche überlesen. Ich habe ihr dann ehrlich meine Meinung dazu gesagt, und sie hat das auch akzeptiert und ihre Konsequenzen daraus gezogen.
    Es bringt, finde ich, nichts, jemanden im Unklaren über die Qualität seiner Arbeit zu lassen, nur weil man ihm "seinen großen Traum" nicht verbauen will. - Es ist natürlich einfach nur gemein und ungerecht, Leuten ihren Traum aus reiner Boshaftigkeit madig zu machen (zB wenn man, ohne selber Ahnung von der Materie zu haben, an der Sache rummäkelt), aber wenn man sozusagen als "Sachverständiger" um ein Urteil gebeten wird, dann tut man niemandem einen Gefallen, wenn man nicht nach bestem Wissen und Gewissen urteilt, und das heißt bei mir: ehrlich.
     
    #5
    many--, 7 September 2008
  6. User 70315
    User 70315 (28)
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    Verheiratet
    ich glaube, wenn du und deine frau darüber nicht einklang findet, dann bitte doch einfach jmd. anderen korrektur zu lesen. oder aber leg das geschriebene einfach weg für einen tag und les es am nächsten tag weiter. dann springen dir einige fehler schon selbst ins auge.

    nichtsdestotrotz kann ich verstehen, dass dich ihr desinteresse kränkt.
    ich selbst würde es immer lesen, egal ob das thema mich anspricht oder nicht.

    ein klärendes gespräch wäre hier wohl angebracht.
     
    #6
    User 70315, 7 September 2008
  7. Shiny Flame
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    Verlobt
    Mein Traum ist es auch, einen Roman zu schreiben... Oder gleich mehrere.

    Ich habe auch erfahren, wie frustrierend es sein kann, wenn der Partner nicht die gleiche Begeisterung für das aufbringt, was so in einem brennt. Wie man dann anfängt zu zweifeln. Mein Partner damals hatte sich auf Legasthenie "herausgeredet" und nicht einmal die endgültige Version gelesen.

    Aber ganz ehrlich: Es ist nicht die Aufgabe des Partners, Lektor zu sein und dir da weiter zu helfen, wo die Muse streikt. Aufgabe des Partners ist es, emotionalen Rückhalt zu geben, dich aufzufangen, wenn du nicht weiter zu kommst, dich zu trösten, sich mit dir über positive Rückmeldungen von Verlagen zu freuen!

    Es ist schön, dass so viele Leute hier schreiben, sie würden ihren Partner bei seinem Traum unterstützen. Das ist lobenswert. Aber, wie ich inzwischen eingesehen habe, es ist nicht die Norm. Du kannst von niemandem erwarten, dass er dir den Kampf abnimmt, deinen Traum zu erreichen.

    Ich hatte meinen ersten Roman vor vier oder fünf Jahren fertig gekriegt (225 Seiten) und an verschiedene Verlage geschickt. Mein damaliger Freund hat mich getröstet, als die Absagen kamen. Und ich musste mir für mich selber überlegen: Ist dieser Traum es wert, daran festzuhalten?

    Für mich war er es. Also habe ich daran gearbeitet und an mich selbst geglaubt, denn das konnte mir keiner abnehmen. Ich habe nicht daran geglaubt, dass das, was ich schreibe gut ist - sondern daran, dass ich lernen kann, geschichten so zu erzählen, dass man sie gerne hört, dass man mit den Helden mitfiebert, dass die Spannungsbögen stimmen und ähnliches.

    Ich habe mir von Elizabeth George "Wort für Wort - die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben" gekauft und auf einmal gemerkt, warum mein Roman tatsächlich schlecht gewesen war - aber das hätte mein Partner mir gar nicht sagen können, weil er eben nicht diesen professionellen Blickwinkel hatte.

    Ich habe angefangen, Geschichten und Märchen für Kinder im Kindergarten zu erzählen - die sind ein verdammt kritisches Publikum, wenn du da eine Sekunde nachlässt, hören sie nicht mehr zu. Ich habe Workshops zum kreativen Schreiben besucht, die mir verdammt viel gebracht haben. Immer wieder kleine Texte geschrieben und bei Wettbewerben eingesandt - immer Absagen. Mir Leute gesucht, die Ahnung hatten, und ihnen kurze Passagen meiner Texte gegeben mit der Bitte, sie zu analysieren. Habe stundenlang an einzelnen Sätzen gefeilt.

    Es war mein Traum. Das konnte mir keiner abnehmen. Es war meine Aufgabe, daran zu arbeiten. Vielleicht ist das, was du schreibst, tatsächlich noch nicht schmissig und genial genug, um einen Lektor zu überzeugen. Wahrscheinlich sogar. Es gibt beim Schreiben so unglaublich viele Anfängerfehler, die man machen kann... Und sei es nur der simpelste:

    Du erzählst etwas so, wie es ist oder wie es in deinem Kopf ist - aber das ist nicht dein Job als Autor! Dein Job ist es, Bilder in den Kopf deines Lesers zu zaubern!

    Und wie geht das?

    Tja, manche haben es intuitiv raus, manche müssen es lernen. Manche meiner frühen Texte finde ich heute immer noch verdammt gut, auch wenn ich jetzt deutilch mehr über mein Handwerk weiß, aber bei manchen fasse ich mich deutlich an den Kopf. Wenn ich sie lese, dann weiß ich noch, was für Bilder ich beim Schreiben im Kopf hatte, was ich gefühlt habe, und es waren gute Bilder - aber der Text vermittelt gar nichts davon!

    Schreiben ist harte Arbeit. Es ist ein guter Traum, aber man muss dafür arbeiten. Lernen. Immer wieder einsehen, dass man sich verbessern muss.

    Ach ja, was mir auch noch geholfen hat: Ich habe hier im Forum ein Blog angefangen. Es ist immer etwas leichter, Dinge, die tatsächlich passiert sind, aufzuschreiben und das zu vermitteln, was daran wichtig ist. Manche Leute schauen regelmäßig rein, dass ist für mich auch immer eine Motivation, weiter zu machen.

    Inzwischen habe ich erste Kurzgeschichten verkauft. Nach vielen Jahren harter Arbeit an mir. Es gibt inzwischen Leute, die an mich glauben, in meinem Freundeskreis. Andere sind ein bisschen neidisch, skeptisch, was auch immer. Aber das wichtigste ist: Ich habe an mich selbst geglaubt, habe gearbeitet, an den richtigen Stellen um Rat und Wissen gebeten...

    Und jetzt bezahlt mich mein Lektor alle zwei Monate für eine neue Kurzgeschichte. Inzwischen wächst mein zweiter Roman, zumindest handwerklich deutlich besser als der erste. Und ich schätze mal, wenn ich den an meinen Lektor schicke, wird er ihn mit mehr Interesse lesen als einen Text von einer völlig unbekannten Neuautorin.

    Und wenn es wieder nicht klappt?

    Weiter machen. Wieder von vorne anfangen, schauen, was es handwerklich als nächstes zu lernen gibt.
     
    #7
    Shiny Flame, 7 September 2008

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