Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
  • 17 Dezember 2009
    #21
    Ich will gewisse positive Beisymptome der Eifersucht nicht negieren, aber wie zB.many-- schrieb, so dass man durch Eifersucht wachsam bleibt, kann ich absolut nicht als Argument für die Eifersucht nehmen.
    Die Wachsamkeit, bzw die Angst davor, wenn mans nicht ist, ist Begleiter dieser Eifersucht. Diese Wachsamkeit oder sagen wir mal, dass man es nicht "gottgegeben" hinnimmt, muss aber keineswegs auf der Grundlage der Eifersucht entstehen, sondern rein rationales Denken führt doch zu diesem Entschluss.

    Natürlich ist die Eifersucht dazu in der Lage, aber die genau gleichen Probleme, sind auch ohne Eifersucht zu lösen bzw. zu beseitigen. Wenn ich eifersüchtig bin, weiss ich, dass irgendwas nicht stimmt, und ich irgendwo Verlustangst habe, zu ergründen warum dies so ist, kann mir helfen diese Ängste zu überwinden.

    Ich bin aber auch der Meinung, dass Ängste wiederkommen und der Prozess um die Eifersucht zu überwinden ein Zyklus mit abfallenden Symptomen und steigenden Symptomen ist, aber ganz wirklich kann man die Eifersucht doch nicht hinter sich bringen, Verlustängste können immer aufkommen in diverser Form.
    Dies deswegen als positive Eigenschaft zu sehen, wenn es ohne auch besser geht, halte ich zuwenig weit gedacht. Die Eifersucht muss keineswegs auf ganzer Linie negativ sein, aber in der Grundlage ist Eifersucht nunmal ein negatives Konstrukt, auch wenn es unüberwindbar scheint und es ist meiner Meinung nach kein Problem, dem Menschen als ganzes auch negative Eigenheiten zuzusprechen.

    Die wenigsten Menschen werden wohl Eifersucht bewusst positiv wahrnehmen und wenn doch, dann ist es meiner Meinungn ach so, dass die Eifersucht ein Vorwand ist um die Verantwortung abzugeben; jedes Symptom resultierend aus Eifersucht ist auch ohne diesselbige zu produzieren.
     
  • User 77547
    Beiträge füllen Bücher
    2.546
    248
    1.862
    Verheiratet
    17 Dezember 2009
    #22
    Irgendwie fällt mir enorm schwer diese positive Seite der "Eifersucht", die von manchen hier angesprochen wird zu erkennen. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass unter "Eifersucht" unterschiedliche Dinge verstanden werden können.

    Vielleicht sollte man mal definieren, was "Eifersucht" eigentlich bezeichnet.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 16:35 -----------

    Das verstehe ich z.B. überhaupt nicht. Ich kann doch ohne Probleme meine Beziehung als nichts-absolutes bzw. gottgegebenes begreifen, ohne eifersüchtig zu sein.
    Naja, außerdem müsste man ja auch noch unterscheiden zwischen "grundloser" Eifersucht und evtl. begründeter Eifersucht....wobei hier auch schon Definitionsfragen, Intpretationen etc. eine Rolle spielen.
     
  • many--
    many-- (33)
    Beiträge füllen Bücher
    3.058
    248
    1.378
    Verheiratet
    17 Dezember 2009
    #23
    Es kommt letztendlich zentral darauf an, wie man Eifersucht definiert. Ich verstehe Eifersucht als eine Form von Verlustangst. Ich bin eifersüchtig, weil ich Angst habe, dass mir etwas genommen wird. Ich bin eifersüchtig auf Kollege X, weil ich Angst habe, dass er mir beruflichen Erfolg wegnimmt. Ich bin eifersüchtig auf Schönling Y, weil ich Angst habe, dass er mir meine Frau wegnimmt. Ich bin eifersüchtig auf Multimillionär Z, weil ich bemerke, dass es mich unglücklich macht (= dass mir jemand Glück wegnimmt"), dass er so reich ist und ich so arm.

    Ganz zentral ist Eifersucht also Verlustangst. Und ich habe nur Angst, etwas zu verlieren, was mir wertvoll ist - wenn ich nicht sehr geizig bin (Geiz = Verlust von Wertrelation). Ich habe keine Angst, einen Bleistift zu verlieren. Ich habe Angst, meinen Partner zu verlieren.

    Es kommt jetzt darauf an, wie präsent diese Angst ist - ob sie sich als Wachsamkeit manifestiert oder als Panik. Dass Panik selten eine gute Idee ist, darüber sind wir uns einig. Dass aber Angst generell etwas schlechtes ist, glaube ich nicht. Wer vollkommen furchtlos ist, nimmt in der Regel ein schlimmes Ende.

    Ich würde also sagen, dass es im Prinzip nichts schlechtes ist, um eine Beziehung besorgt zu sein. Das braucht sich nicht in dauernder Angst, in Unwohlsein, gar in Hysterie auszudrücken - es reicht vollkommen, sich stets der Tatsache bewusst zu sein, dass die Beziehung kein Automatismus ist, sondern ein Kompromisszustand, der durchaus nicht für die Ewigkeit gelten muss.
    Ein kompletter Mangel an dieser Einsicht ist für mich "Gleichgültigkeit". Wer nicht von sich sagen kann, dass ihm seine Beziehung "gleichgültig" ist, der muss also eine gewisse Sorge um seine Beziehung haben, und sei es nur Fürsorge. Und die Grundquelle dieses Gefühls ist eben eine Form der Angst, und sei sie noch so fein. Und diese Angst kann man "Eifersucht" nennen, wenn auch der geläufige Wortgebrauch sie nur so bezeichnet, wenn sie massiv ausgebrochen ist.

    Ist diese Angst nun generell schlecht? Wie gesagt, ich denke nicht. Sie wird dann schlecht, wenn sie - klingt nach einem Zirkelschluss, aber egal - schlechtes bewirkt. So ist das mit jeder Angst: wenn meine Angst vor tiefen Gewässern mich instiktiv daran hindert, in einen unbekannten See zu hüpfen, dann ist das gut. Wenn sie mich daran hindert, einen Badesee zu besuchen, ist das schlecht.
    Ebenso bei einer Beziehung: wenn eine kleine Form der Angst oder Sorge mich dazu bringt, meiner Partnerschaft Aufmerksamkeit entgegenzubringen, mich gelegentlich mal selber zu hinterfragen und zu untersuchen, wie es zwischen mir und dem Partner steht - das ist doch gut, oder? Wenn sie mich aber dazu bringt, jedes Wort des Partners auf die Goldwaage zu legen und seinen Kontakt zu anderen Menschen ängstlich und geizig zu verfolgen - das ist dann natürlich schlecht, aber ich denke, das versteht sich von selber.

    Es ist also alles eine Frage der Definition :zwinker: finde ich jedenfalls. Und von dieser meiner Definition ausgehend, bleibe ich dabei: ein gesundes Maß an Eifersucht, verstanden als Sorge um die Beziehung, ist das Schlechteste nicht.
     
  • 17 Dezember 2009
    #24
    Off-Topic:
    Ich frage mich grad, wer Eifersucht anderst definiert, als grundsätzlich mit Verlustangst? Ist doch eine allgemeinanerkannte Definition. Oder irr ich mich nun völlig? *g*
     
  • User 49007
    User 49007 (30)
    Sehr bekannt hier
    2.993
    168
    299
    Verheiratet
    17 Dezember 2009
    #25
    Ich find Eifersucht etwas total unnötig und kindisches. Es zerstört wie Sweety schon gesagt hat einfach nur das Vertrauen. Entweder man vertraut dem Partner oder lässt das mit der Beziehung gleich ganz bleiben

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 18:50 -----------

    man kann es auch mit "kontrolle" definieren. Immer zu wissen wollen was der andere tut weil man ein Kontrollfreak ist
     
  • 17 Dezember 2009
    #26
    Off-Topic:
    Diese Kontrolle resultiert wohl dann aus der Verlustangst, oder nicht? :zwinker:
     
  • User 49007
    User 49007 (30)
    Sehr bekannt hier
    2.993
    168
    299
    Verheiratet
    17 Dezember 2009
    #27
    Kann wohl sein, muss aber meiner Meinung nach nicht. Schon möglich das es wirklich Leute gibt die einfach eine Kontrollsucht haben die alles total geregelt haben wollen, nichts darf anderst sein als geplant. Ob das nun mit Verlustangst zu tun hat..kann sein
     
  • Tessi
    Verbringt hier viel Zeit
    591
    103
    8
    vergeben und glücklich
    17 Dezember 2009
    #28
    Ich hab deine Frage so aufgefasst, dass du gerne Tips hättest wie deine Eifersucht weggeht.
    Nicht was jeder einzelne sich darunter vorstellt. Aber da war ich wohl vorbei. :smile:
     
  • 17 Dezember 2009
    #29
    Off-Topic:
    Das ist dann ja aber nicht mehr wirklich Eifersucht. Vorallem sind Kontrollfreaks ja, wie du sagst, auf alles bedacht. *g*
     
  • User 49007
    User 49007 (30)
    Sehr bekannt hier
    2.993
    168
    299
    Verheiratet
    17 Dezember 2009
    #30
    Off-Topic:
    du musst einfach recht haben oder :tongue:
     
  • 17 Dezember 2009
    #31
    Off-Topic:
    Ja. :zwinker:
    Das letzte Wort auch.
     
  • munich-lion
    Planet-Liebe ist Startseite
    12.982
    598
    10.512
    nicht angegeben
    17 Dezember 2009
    #32
    Im Prinzip werden wie so oft wieder mal Extremdinge diskutiert und Eifersucht als grundsätzliche Schwäche ausgelegt, die scheinbar verachtenswert ist.
    Aber nicht jede Eifersucht endet darin, dass man zum Kontrollfreak mutiert und die Beziehung deshalb zum Scheitern verurteilt ist, weil man massive Verlustängste besitzt.

    Ich gehöre z. B. zu den Menschen, denen macht die Eifersucht nicht zu schaffen und meine bisherigen Partner wurden damit auch noch nie behelligt bzw. war ein Thema.
    Aber es gibt einfach hin und wieder Situationen, wo sich z. B. mein Magen zusammenkrümmt, eine Stichflamme mein Herz berührt oder plötzliche Hitze aufsteigt und ich zweifle stark daran, dass so etwas tatsächlich von einigen noch nie erlebt wurde.
    Aber na und, wo liegt jetzt das Problem?
    Deshalb würde mir nie einfallen, dass ich dann sofort meinen Partner damit konfrontiere und sage "du hast jetzt aber 3 Sekunden zu lange geschaut" oder "ich wusste doch schon immer, dass du meinen Arsch zu dick findest". (das sind jetzt nur willkürliche Beispiele, denn bei mir darf man[n] schauen - es kommt nur auf das Wie an)

    Nein, so etwas mache ich leise mit mir persönlich aus, atme einmal tief durch, lasse mir nichts anmerken, analysiere und überlege womöglich kurz und schon vergeht dieser Anflug wieder...dafür schäme ich mich auch nicht.
    Ich frage mich obendrein, weshalb man eigentlich immer jede Schwäche bekämpfen muss...bin ich deshalb weniger liebenswert oder eine tickende Zeitbombe?
    Und Eifersucht wird obendrein nicht automatisch schlimmer und schlimmer, aber es ist auch nicht unbedingt "Privileg" der Jugend...betroffen ist fast jeder einmal und leider -ich will es nicht verleugnen- auch sehr oft der Partner bzw. die Beziehung.
    Aber eben nicht immer und in dem Umfang, wie es hier teilweise zur Sprache kommt.
     
  • 17 Dezember 2009
    #33
    Es wäre besser ohne?
    Da liegt das Problem, sonst nirgends und es bietet keine Vorteile, die ohne die Eifersucht nicht möglich sind/wären.

    Weil man dadurch stärker wird? Müssen tut man nichts.

    Je nach Stärke der Eifersucht macht es eine Person durchaus weniger Liebenswert, ja.


    Aber deine extremen Beispiele...ich hab die bis jetzt in dem Thread nicht explizit gelesen?
     
  • munich-lion
    Planet-Liebe ist Startseite
    12.982
    598
    10.512
    nicht angegeben
    17 Dezember 2009
    #34
    Also räumst auch du ein, dass es unterschiedliche Stärken davon gibt und nicht jede zu Problemen führen muss.


    Nein? Ich schon...aber wie wäre es z. B. mit Eifersucht ist Selbsthass?
    Aber ich denke, wir brauchen die Diskussion nicht weiterführen, weil ich eigentlich nur zum Ausdruck bringen wollte, dass ich daran zweifle, wie viele Menschen angeblich noch nie eifersüchtig waren oder es sind.
     
  • 17 Dezember 2009
    #35
    Ich habe nie was anderes behauptet. Sondern nur dass Eifersuch grundlegend schlecht(Die Eifersucht an sich, die Grundlage) ist, wie die Ausprägung dessen ist, ist eine andere Sache.

    Aber das "grundlegend" bleibt nunmal.

    Hm, stimmt. Habe ich überlesen.
    Natürlich hört sich das nun an, wie eine Ausrede, aber es war ein Einzeiler und so ein Thema auf einen Satz zu reduzieren, wird dem Ausmass nicht gerecht.
    Wer also ernsthaft über Eifersucht und das schlechte bzw das gute daran diskutieren will, braucht mehr Sätze.

    Ich sehe nichts positives an der ganzen, da die Eifersucht immer als negatives Bleibsel da ist. Habe aber nie behauptet, noch nie eifersüchtig gewesen zu sein, ja sogar ausgeführt, dass man die Eifersüchtig wohl nie wirklich überwinden wird. Ob ich glauben kann, dass andere nie eifersüchtig war? kann ich nicht bewerten. Ist hier auch nicht wirklich wichtig, wenn es darum geht die positiven und negativen Aspekte von Eifersucht aufzuzeigen.

    Gibt also durchaus Kritiker die nicht ignorant sind und denoch der Eifersucht nichts zusprechen, welches nur diesen Vorbehalten ist um es dann als positive Eigenschaft zu klassifizieren.

    Genausowenig zwing ich jemanden dazu, seine Eifersucht zu bekämpfen.
     
  • *Luna*
    *Luna* (35)
    Meistens hier zu finden
    2.692
    133
    14
    in einer Beziehung
    19 Dezember 2009
    #36
    Man sollte sich auch bewusst machen, dass man durch Eifersucht nichts erreicht. Man kann den Partner nicht an sich binden und ihn zu irgendwelchen Unterlassungen zwingen. Eifersucht führt eher zu einem unnötigen Ende der Beziehung.
    Wer fremdgehen will, wird es tun. Egal, ob der Partner eifersüchtig ist oder nicht.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
    die Fummelkiste