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  • biene03
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    8 April 2006
    #1

    schäden im erbgut durch radioaktive strahlung

    hallo!

    dieses thema ist mehr sehr ernst und ich wollte es gern mal auf diesem weg ansprechen.
    es geht um die eventuelle kinderplanung.. im moment habe ich noch keinen kinderwunsch und mein freund auch nicht, aber in ein paar jahren mag es durchaus soweit sein dass wir uns ein kind wünschen.
    dazu muss gesagt sein, dass mein freund lange zeit in der ukraine gelebt hat und zwar unweit von tschernobyl. ich denke ihr versteht nun, wohin meine besorgnis zielt. meinem freund selbst geht es im weitesten sinne ganz gut, aber was in seinem erbgut schlummert das weiß ich nicht und er selbst natürlich ebenso wenig.
    wir haben darüber noch nicht gesprochen, weil ich es für verfrüht halte. wie gesagt, noch sind keine kinder geplant. aber ich persönliche habe schon angefangen mich damit auseinanderzusetzen. natürlich möchte ich nicht, dass meine kinder später mit mißbildungen zur welt kommen.
    hab' mich nun gefragt ob man etwaige schäden im erbgut irgendwie vorher feststellen kann.. ?!

    grüße, biene
     
  • tangoargentino
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    nicht angegeben
    8 April 2006
    #2
    Ich bin kein Experte für Radioaktive Verunreinigungen und Erbschäden. Aber so viel ist allgemeinbildung: Die Halbwertzeit von Radioaktiven Isotopen liegt zum Teil bei über10.000 Jahren.

    D.h. dass nach 10.000 Jahren das Zeug halb so stark strahlt. Nach 20.000 Jahren ein viertel so stark. Usw...

    Die strahlenden Stoffe werden sich aber durch Regen, Wind etc... so verteilt haben, dass die aktuelle Strahlung nach den Jahren dort viel niedriger ist.

    Aber garantieren dafür, dass das es keine Strahlungsschäden gibt, kann Dir keiner.

    Gen-Untersuchungen von ungebohrenen Kindern auf Erbschäden sind in Deutschland verboten. Wenn Du ein Kind im Mutterleib darauf untersuchen willst, ob es nicht behindert ist, dann mußt Du das z.B. in Holland machen lassen.
     
  • Sylphinja
    Sylphinja (40)
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    vergeben und glücklich
    8 April 2006
    #3
    Man darf das Kind auch in Deutschland auf Mißbildungen untersuchen, die Nackenfaltenmessung, Fruchtwasseruntersuchung und das Organscreening sind nur einige Beispiele wie das hier in Deutschland vollkommen legitim und legal zwischen der 12-20 SSW gemacht wird.

    Kat
     
  • Auxburg
    Auxburg (36)
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    Single
    8 April 2006
    #4
    Wie alt ist denn dein Freund? War er zur Zeit des Reaktor-Unfall in der Nähe?
     
  • birdie
    birdie (34)
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    vergeben und glücklich
    8 April 2006
    #5
    Also normalerweise ist es ja so, dass bei Männern das Sperma, in dem das Erbgut ja liegt, alle drei Monate komplett neu gebildet wird. Wenn er jetzt schon eine Zeitlang in Deutschland ist - oder zumindest nicht mehr in einer strahlenbelasteten Gegend - besteht meiner Meinung nach keine Gefahr.

    Bei Frauen ist es viel schlimmer, wenn das Erbgut einmal geschädigt wird, dann bleibt es immer so, da die Eizellen nicht mehr neu gebildet werden.
     
  • *lupus*
    *lupus* (41)
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    nicht angegeben
    9 April 2006
    #6
    Ich glaube, was Du meinst ist die Präimplantationsdiagnostik, das heißt man darf bei einer künstlichen Befruchtung den werdenden Embryo nicht auf etwaige Gendefekte untersuchen.

    Aber in Deutschland ist die Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung eine gängige Untersuchungsmethode um etwaige Chromosomenanomalien oder bestimmte Gendefekte, bei entsprechendem Risiko z. B. wenn schon ein Kind mit dieser Erkrankung geboren wurde, abzuklären.

    Allerdings kann man mit diesen Methoden ein eventuelles Risiko nicht 100% ausschließen.

    Aber diese Spermien entwickeln sich ja auch aus Zellen und wenn diese in früherer Zeit geschädigt wurden, werden die Defekte auch an die sich entwickelnden Spermien weitergegeben. :zwinker:
     

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