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  • Nicole1980
    Nicole1980 (37)
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    4 Dezember 2009
    #1

    Schülerhilfe in der 3.Klasse? Weiß nicht weiter

    Hallo an alle,

    ich weiss nicht mehr weiter.Ich übe und übe mit meinem 9 jährigen Sohn, aber er macht immer wieder die gleichen Fehler. Seine Problemfächer sind Mathe und Deutsch.Aber eigentlich eher Deutsch als Mathe. In der Zweiten Klasse hat er noch gut Noten geschrieben und auch ein Zeugnis mit 2-er und 3-er gehabt. Seine Noten in Deutsch waren nun eine 5 und heute kam er mit einer 4 an.Er liesst sich auch oft die Aufgabenstellung nicht richtig durch. Beispiel


    Grundform Vergangenheit
    rennen er.......... wo hier nun,,rannte"

    rein gehört schreibt mein Kind,,er rennt" hinein.
    Das ist ein Problem von vielen.

    Nun bin ich am überlegen ob ich ihn mal bei der Schülerhilfe anmelden soll.Was meint Ihr?
     
  • User 35990
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    4 Dezember 2009
    #2
    Ich denke wenn du ihn wirklich zu einer Nachhilfe anmelden möchtest, dann lieber früher als spät. Noch lassen sich die Lücken leichter füllen, je länger du wartest desto mehr Lücken und desto länger dauerts.

    Hast du schonmal mit seinem Lehrer/seiner Lehrerin gesprochen?Die sollten die Kinder ja durchaus ein wenig einschätzen können und ab und an haben sie auch direkt jemanden an der Hand der helfen kann.
     
  • aiks
    Gast
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    4 Dezember 2009
    #3
    Eine Nachhilfe wäre wirklich gut. Wenn man linguistische Grundkenntnisse hat (und es sind ja normalerweise Germanistikstudenten, die die Kinder in Deutsch betreuen), dann kann man viel schneller dahinter kommen, wo es genau im Sprachererwerb scheitert.
    An Hand von diesem einen Beispiel sieht man natürlich noch nicht viel. Die Frage ist, ob er das mit der Vergangenheit einfach überliest oder ob er nicht in verschiedenen Sprach-Paradigmen denken kann.

    Wenn es grundsätzlich an Konzentrationsschwierigkeiten scheitert, dann wären verschiedene Übungen besser für ihn als Nachhilfe. Da könnte auch wiederum die Lehrerin Ratgeber kennen.
     
  • Nicole1980
    Nicole1980 (37)
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    4 Dezember 2009
    #4
    Mit der Lehrerin habe ich vor ca.3 Wochen noch gesprochen und ihr gesagt, dass ich mit meinem Sohn übe. In Mathe hat er nicht so grosse Probleme.Wir haben eine Mathe Lern CD für Mathe. Diese hier:

    [ame=http://www.amazon.de/Lernerfolg-Grundschule-Mathematik-3-Kl/dp/3898871452]Lernerfolg Grundschule Mathematik 3. Kl.: Amazon.de: Software[/ame]

    Was haltet Ihr davon?

    Er hat irgendwie mit beiden Probleme.

    Einmal das er nicht in verschiedenen Sprach-Paradigmen denken kann. Oft ist es auch so, dass er so schreibt wie er spricht. Aber er überliesst auch scheinbar die Aufgabenstellungen.
     
  • aiks
    Gast
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    4 Dezember 2009
    #5
    Da ich nicht für das Lehramt ausgebildet bin, sondern nur normale Germanistin bin, kann ich dir leider keine speziellen Literaturtipps geben.
    Dein Sohn hat anscheinend generell Probleme mit Text an sich. Ich lehne mich mal aus dem Fenster heraus und vermute, dass er weder Text als eine Einheit an sich erkennen kann noch einen schriftlichen Text unabhängig von seiner mündlichen Sprache produzieren kann.

    Ich hab jetzt mal ein bisschen gegoogelt und hab eine Seite gefunden, die auch einen großen Literaturapparat hat, das könnte dir vielleicht helfen:

    Texte verfassen Texte ueberarbeiten

    Da geht es zwar in erster Linie um Texte verfassen, aber wahrscheinlich wird das Rezipieren von Texten sehr viel leichter gehen, wenn er selber erfolgreich Texte produzieren kann.
     
  • Nicole1980
    Nicole1980 (37)
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    4 Dezember 2009
    #6
    Die Lehrerin findet die CD gut. Meinem Sohn ist auch aufgefallen, dass da viele Aufgaben vorkommen, die auch im Unterricht gerechnet werden.

    Nun hätten wir die aber auch noch gerne für Deutsch.

    Was haltet Ihr davon?
     
  • User 505
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    #7
    Schülerhilfe ist in dein meisten Fällen eher für die Füße, wenn dann würde ich dir zu privater Einzelnachhilfe raten. Ist auch nicht teurer, bringt aber deutlich mehr.

    Liest dein Sohn? Wenn nein wäre das der Punkt, an dem ich ansetzen würde. Wenn er freiwillig liest - um so besser, geh mit ihm (!) Bücher einkaufen. Wenn eher nicht, verknüpf eine Art Belohnungssystem damit. Lesetagebücher mit Stempeln o.ä. motivieren die Kleinen meistens ganz gut. Übrigens würde ich laut lesen und leise lesen kombinieren und unbedingt Fragen zum Text stellen, damit er genau lesen muss (kann man prima ein Ratespiel draus machen - mein Nachhilfeschüler hat sich immer gefreut wie ein Schnitzel, wenn er mich geschlagen hat :zwinker: )

    Ansonsten halte ich nicht übermäßig viel davon Kids in dem Alter vor dem Rechner zu parken - auch wenn es Lernspiele sind.
     
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  • Nicole1980
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    4 Dezember 2009
    #8
    Die machen sogar schon Deutsch und Mathe Test`s in der Schule.

    Das mit dem Belohnungssystem machen wir auch.Er bekommt immer Sternchen ins Heft geklebt und wenn er es gut gemacht hat, dann gibt es eine Kleinigkeit
     
  • User 505
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    #9
    Wenn er WAS gemacht hat?
     
  • Beastie
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    4 Dezember 2009
    #10
    und wenn er eine lernbehinderung hat?
    keine ahnung, ob man das so früh schon feststellen kann.
     
  • User 46728
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    4 Dezember 2009
    #11
    Naja an deiner Stelle würde ich auf jeden Fall ne Nachhilfe organisieren, anstatt selber zu geben..Sorry.
    Des Weiteren halt ich nicht viel von Software, sondern viel eher von Praxisübungen. Lass ihn Bücher lesen!
    Ich gebe schon seit Jahren Nachhilfe.. CD's bringen selten was.
     
  • hennahlein
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    4 Dezember 2009
    #12
    cds kann man ergänzend sehr gut einsetzen, auch als motivation. aber gerade in deutsch bringt reden und sprechen sehr viel.
    lies du ihm 10min aus einem buch vor, dann er dir 10min immer im wechsel.

    rede viel mit ihm, auch komplexer als mama macht jetzt essen (und nein, ich unterstelle dir damit nichts, ist aber eine meiner beobachtungen an grundschulen).

    wenn ihr zb zusammen hausaufgaben macht, lasse ihn die aufgabenstellung nochmal erklären, bevor ihr anfangt. das trainiert viel verstehendes lesen und kann dir helfen zu merken, wo seine probleme bei den aufgabenstellungen liegen. sind es die begriffe die er nicht versteht? ist es die aufregung in einem test die ihn dazu verführt die aufgabenstellung nicht zu lesen um zeit zu sparen?...

    von einer lernbehinderung würde ich erstmal noch nicht ausgehen, da er ja letztes jahr sehr gut mitgekommen ist.
     
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  • aiks
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    4 Dezember 2009
    #13
    Das Problem dabei ist, dass Lernbehinderungen viel zu leicht diagnostiziert werden und oft eine Ausrede für Schüler _und_ Eltern sind, damit sie sich mit diesen Problemen nicht mehr auseinandersetzen müssen.
    Grundschullehrer sind normalerweise auch so gut ausgebildet, dass sie solche Sachen auseinanderhalten können.
     
  • User 77547
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    #14
    Das wage ich zu bezweifeln. Eine Lernbehinderung oder eine Lese-Rechtschreib-Störung/Schwäche sollte vom Schulpsychologen diagnostiziert werden. Grundschullehrer können das definitiv nicht.

    Aber ich würde davon erstmal sowieso nicht ausgehen.
     
  • hennahlein
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    4 Dezember 2009
    #15
    diagnostizieren können sie es sicher nicht, aber würden im normalfall einen schul-/kinderpsychologen empfehlen, wenn sie eine vermutung in die richtung haben.
    grundschullehrer können schon meistens sehr gut unterscheiden, ob ein kind ein wirklich psychologisches problem oder eine derzeitige unfähigkeit zu dem ergebnis führt.
     
  • aiks
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    4 Dezember 2009
    #16
    Also zumindest bei uns an der Uni gibt es verpflichtende Lehrveranstaltungen dafür, wo man zumindest Materialen und Literaturlisten kriegen sollte, auf die man im Zweifelsfall zurückgreifen kann.
    Ausserdem sollte man eine gewisse Erfahrung haben, ob das typische Anfängerprobleme sind oder da etwas ganz im Argen liegt.
     
  • Beastie
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    4 Dezember 2009
    #17
    oh.. und ich dachte, dass man nach so einer diagnose sich erst recht drum kümmert und ein lernprogramm startet:eek::rolleyes:
     
  • aiks
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    4 Dezember 2009
    #18
    Off-Topic:

    Ja solche Fälle gibt es natürlich auch. Aber das ist halt das gleiche wie mit ADHS, braucht der Bub nur die Tabletten nehmen und schon passt wieder alles. Da braucht man sich nicht weiter damit beschäftigen. Geben'S dem Kind halt einen Vierer, Sie wissen ja dass er ADHS/Legasthie/Lernschwäche/etc. hat.

    Problem gefunden. Lösung gefunden. Brauchen wir uns nicht weiter damit beschäftigen.
     
  • Shiny Flame
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    5 Dezember 2009
    #19
    Also, eine Lernbeeinträchtigung (man sagt heute nicht mehr Lernbehinderung, weil es meistens ja wirklich "nur" eine Beeinträchtigung im schulischen Lernen ist) kann man nicht mal eben ohne weiteres feststellen. Grundschullehrer können höchstens anhand ihrer Beobachtungen einen VErdacht aussprechen, ähnlich wie die Eltern. Nicht umsonst müssen Sonderpädagogen ziemlich lange studieren und umfangreiches Überprüfungsmaterial verwenden, wenn sie Kinder mit Verdacht auf sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen überprüfen.

    Bei so was würde ich auch niemals eine Ferndiagnose stellen.

    Oft ist es so, dass Situationen wie von der TS beschrieben tatsächlich durch Fremdnachhilfe besser werden können als wenn immer nur die Eltern mit dem Kind üben - weil das Kind sich dort dann tatsächlich anders einsetzt als wenn "nur" immer die Mama am Schimpfen ist, es solle sorgfältiger lesen.

    Es wurden bereits zwei Vorschläge gemacht, denen ich auf jeden Fall zustimmen möchte.

    - Das Kind soll die Aufgabenstellung selber erklären. Denn offenbar hakt es ja genau in dem Bereich - und dann muss es auch genau in dem Bereich üben.

    - Lesen, lesen, lesen! Und zwar ruhig Bücher, die Spaß machen! An meiner Ausbildungsschule (Förderbedarf Sprache und Sprechen) kriegen die Kinder immer Lesekarten für einen Monat. Das Kind soll jeden Tag zehn Minuten vorlesen, egal was und woraus. Jeden Tag. Und wenn es das vorlesen geschafft hat, unterschreiben die Eltern auf der Karte.

    Das hat einmal den Vorteil, dass Eltern und Kinder gemeinsam in einer Kommunikationssituation sind, in der kein Druck wie sonst bei den Hausaufgaben vorliegt - und einmal übt das Kind dadurch tatsächlich das sorgfältige Lesen. So was zeigt mittelfristig tatsächlich Ergebnisse, das Lesen wird automatisiert und geht dann auch bei anderen Aufgaben leichter. Aber es sollen Texte sein, die dem Kind Spaß machen! Warum nicht zu Weihnachten mal gemeinsam in ein Buchgeschäft gehen und das Kind zwei Bücher aussuchen lassen, aus denen es danach vorlesen kann?

    Wichtig ist hierbei wirklich die Regelmäßigkeit. Jeden Tag. Auch am Wochenende. Und auch noch in zwei Wochen, wenn die neue Idee langsam einzuschlafen droht... Und auch noch in zwei Monaten, wenn sich langsam erste Erfolge abzeichnen und man glaubt, jetzt ist es nicht mehr so wichtig, jetzt klappt es ja auch so... Und auch noch in einem halben Jahr!
     
  • aiks
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    5 Dezember 2009
    #20
    Ich hab ja wie gesagt keine solche Ausbildung. Aber besteht bei diesem regelmäßigen Vorlesen nicht die Gefahr, dass das Kind das anfangen wird zu hassen?
     

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