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Schaff ich das? Die 1st World Problems einer 30erin.

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von WeicherKern, 16 April 2015.

  1. WeicherKern
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    Liebe Community,

    ich habe mich angemeldet, da ich seit sage und schreibe drei Jahren immer wieder die gleiche Frage hin und her wälze: Will ich Kinder haben? Kann ich das? Macht mich das nicht unglücklich?

    Das ist eigentlich schon der Kern meiner Problematik, aber damit ihr mir einen sinnvollen Rat geben könnt, muss ich wohl ein bisschen ausholen.

    Ich bin mit meinem Mann seit drei Jahren verheiratet. Zuvor waren wir 2,5 Jahre ein Paar. Ergo halten wir es bereits 5,5 Jahre miteinander aus. :zwinker: Wir sind sehr glücklich miteinander. Wir teilen viele Hobbys, haben aber auch unsere eigenen, wir sind ehrlich und offen zueinander und leben in ziemlicher Harmonie (was nicht heißt, dasss es nicht manchmal knallt, wenn es knallt dann unsere Köpfe richtig zusammen, wir sind beide sehr impulsiv, ein Streit der länger als 10 Minuten glüht ist aber schon die Ausnahme, also eher heftige Strohfeuer ^^). Wir sind beide nicht sehr eifersüchtig, so dass jeder schon sein Ding machen kann, aber oft ist es doch so, dass wir am liebsten Sachen zusammen unternehmen (wir stehen beide auf Sport, gemeinsam Snowboarden, fürn Strongman trainieren, Mountainbiken....ja, das ist toll jemanden gefunden zu haben, der auch so Hornissen im Poppes hat.... :zwinker: ).

    Ich habe zwei abgeschlossene Studienabschlüsse, arbeite seit knapp vier Jahren bei meinem Arbeitgeber (SAP-Beraterin), verdiene dabei recht gut und stehe mit meinen 30 Lenzen noch vor einigen beruflichen Herausforderungen. Mein Mann ist Künstler und hat den großen Luxus, dass er in einem Angestelltenverhältnis für ein Unternehmen tätig ist. Er verdient nicht so gut, ist aber auch niemand, der sich über seinen Job definiert. Wir haben noch kein Eigentum, sparen aber darauf hin, leben aber jetzt in einer wunderschönen 4-Zimmer-Wohnung, in die wir vor zwei Jahren gezogen sind, weil "wir ja mal Kinder wollen".

    Grundsätzlich ist alles momentan perfekt um mal mit "dem Üben" anzufangen. Es heißt immer, es gibt keinen idealen Augenblick für Kinder, aber verdammt, so wie es momentan ist, viel näher kann es nicht an ideal herankommen. Er hätte gerne Kinder. Mehr als das, er würde auch das Gros der Elternzeit nehmen, damit ich beruflich nicht zu sehr abgeschlagen werde und er freut sich jetzt schon sehr auf die Teilzeit danach. :zwinker:

    Und jetzt komme ich ins Spiel: Ich bin ein gottverdammtes feiges Huhn. So furchtlos wie ich sonst bin, so schissig bin ich beim Thema Kinder. Ich habe Angst vor der Schwangerschaft (da fällt mir doch die Decke auf den Kopf, ich kann nicht Biken, ich kann nicht Tauchen, ich kann nicht Klettern, ich kann nix machen, was mich sonst nach einem langen Tag runterchillt). Ich kann mir noch nicht mal ein Feierabendbier zischen oder auf nem Konzi Pogen gehen. Ich habe keine jungen Mütter in meinem Freundeskeis (der eher männlich dominiert ist, was u.a. an meinen Interessen liegen mag.) Ich habe so ne Angst vor den Folgen der Schwangerschaft (ich bin sowieso schon chronisch unzufrieden mit meinem Körper, Muckis hin oder her, aber danach wirds ja nicht besser). Ich habe Angst, dass dieses Mutter-Ding nichts für mich ist (ich finde Babies nicht süß, ich find sie maximal ein bisschen eklig). Und der wichtigste Grund, der mich zweifeln lässt: Ich bin so verdammt glücklich. Jeder Tag - selbst wenn die Arbeit manchmal nervt, 50 Arbeitsstunden + - ist ein Genuss. Mein ganzes Leben war ich noch nicht so glücklich wie momentan.

    Auf dieses Problem haben mein Mann und ich die ganze Fragestellung runter brechen können. Ich (aber auch er) habe Angst etwas zu ändern, weil es einfach zu gut ist wie es ist. Jede Veränderung - und gerade so eine große wie ein Kind - könnte unser tolles Leben auf den Kopf stellen. Und dann erschien da neulich noch so ein Artikel in der "WELT", über Frauen, die es bereuen Mutter geworden zu sein. Das hat mich so runtergerissen, denn wenn ich mir immer wieder sage - und meine Mama mir - dass man da reinwächst, dass ein Kind das Tollste ist und überhaupt....und dann lese ich, dass es auch ganz anders kommen kann. Mann, das hat meinen Kopf gut zum Brummen gebracht.

    Jetzt denken sich viele von euch bestimmt: Prima, dann bleibt doch einfach kinderlos, ist doch nichts dabei.

    Ja stimmt, sagte auch mein Vater zu mir, der mir den Druck nehmen wollte und meinte: "Kind, du weißt, dass wir das nicht von dir erwarten. Mach das, was dich glücklich macht."

    Aber auf der anderen Seite will ich ja irgendwie. Das wird die verdammte innere Uhr sein, oder was weiß ich. Eigentlich wär ich gern Mutti. Wenn da nicht diese Angst wäre. Hier ist das Fleisch sozusagen willig, aber der Geist ein Krüppel. :zwinker:

    Nochmal kurz umrissen: Beziehung toll, Mann toll, Job toll, Kinderversorgung geklärt, beruflicher Weg geklärt, Mann und Frau gesund, Finanzen sicher, Frau will ja auch, Frau trotzdem ein Schisser vorm Herrn.

    Jetzt sind es ca. drei Jahre, dass wir unseren Kinderwunsch diskutieren, wälzen, platt reden. Und wir haben immer noch nicht den Schneid es einfach durchzuziehen.
    Was ratet ihr mir? Gibt es Beratungsangebote für solche Luxusprobleme (denn das sind Luxusprobleme, da ist mir sehr bewusst)? Kennt ihr solche Gedanken, oder bin ich die einzige egoistische Frau, die Schiss hat ihr tolles Leben aufzugeben?

    Ich würde mich freuen, wenn wir uns etwas austauschen könnten.

    Liebe Grüße
    Kat
     
    #1
    Zuletzt bearbeitet: 16 April 2015
    WeicherKern, 16 April 2015
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  2. WeicherKern
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    PS: Wo Andere sich das Leben mit Kind in zu bunten Farben malen, da male ich ziemlich schwarz. Keine Hobbys mehr, kein Spaß mehr, keine Wochenendausflüge mit Zelt und Mountainbike, soziale Vereinsamung, nur noch Kinder auf dem Plan, Verlust der innigen Beziehung zu meinem geliebten Mann, nur Stress und vollgekackte Windeln....ich bin sonst ein großer Optimist, aber bei diesem Thema bin ich einfach....ich sagte es bereits...ein Schisser!
     
    #2
    WeicherKern, 16 April 2015
  3. UMGMHC
    UMGMHC (39)
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    in einer Beziehung
    Ein wenig Off-Topic, aber andererseits auch absolut nötig:

    Der Neologismus "1st World Problems" ist in allem, was er ausdrücken will, dermaßen faschistoid, dass ich mich nur sehr wundern kann, wie unreflektiert er immer häufiger Verwendung findet.
     
    #3
    UMGMHC, 16 April 2015
    • sehe ich anders sehe ich anders x 3
  4. WeicherKern
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Ich empfinde die Abgrenzung "echter" Probleme (Gesundheit, Nahrungsversorgung, Bildung) von "Luxusproblemen" schon nicht unsinnig. Nenn mir ein vergleichbar prägnantes Synonym und ich steige gerne um, auch wenn ich von einer faschistoiden Tendenz dieses Ausdrucks bislang noch nichts gehört habe. :zwinker:

    Ich reagiere ähnlich auf den Terminus "Gutmensch", daher bin ich offen für dein Statement. :smile:
     
    #4
    WeicherKern, 16 April 2015
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  5. UMGMHC
    UMGMHC (39)
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    Allein die Formulierung "echte Probleme" impliziert, es gäbe unechte Probleme. Was zum einen im eigentlichen Wortsinn absoluter Nonses wäre; aber noch viel wichtiger: Mit dieser Aburteilung und Kategorisierung / Hirarchisierung von Problemen erhebst Du dich zur Entscheider-Instanz, die über die Wichtigkeit von Problemen entscheidet.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 16 April 2015 ---
    "Du" nicht im persönlichen Sinne, sondern generell. :smile:
     
    #5
    UMGMHC, 16 April 2015
  6. WeicherKern
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Gibt es für dich ehrlich keinen qualitativen Unterschied zwischen "ich kann mein Kind nicht ernähren" und "Hilfe, mein Leben ist so schön, ich trau mich nicht ein Kind zu kriegen?". Für mich schon. Aber ich rede auch hier nur von mir. Ich maße mir generell nicht an über die Probleme anderer Menschen zu urteilen. Aber ich verstehe, was du meinst.... :zwinker:

    Back to topic please. :zwinker:
     
    #6
    WeicherKern, 16 April 2015
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  7. UMGMHC
    UMGMHC (39)
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    in einer Beziehung
    Die Qualität bemisst der / die Betroffene Person, niemand anders. :zwinker:
     
    #7
    UMGMHC, 16 April 2015
  8. WeicherKern
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Genau und in diesem Fall ich. :grin: Ich empfinde mein Problem nicht als weltbewegend, lebenszerstörend, bedrohlich oder fatal. Ich empfinde es in Anbetracht anderer Probleme als eher klein. Dennoch beschäftigt es mich. Daher die Wortwahl. Aber schau, so uneinig sind wir uns doch gar nicht. :zwinker:
     
    #8
    WeicherKern, 16 April 2015
  9. User 137391
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    offene Beziehung
    ich wollte auch erst nie kinder, war sogar verheiratet und hatte trotzdem nie das gefühl, ein kind zu wollen..
    dann kam die scheidung, ich hatte ne weile nur spaß im leben..
    plötzlich lerne ich meinen jetzigen mann kennen.. und da war er dann: der kinderwunsch.. von ganzen herzen und irgendwie fühlte es sich dann erst richtig an.
    warum das so nicht auch mit dem ersten mann war, weiß ich nicht genau..
    umso heftiger wars dann mit mann 2 ;-)

    was ich sagen will.. setz dich doch nicht so unter druck. du bist 30 und hast noch einige jahre zeit ;-)
    (ich will jetzt auch nicht damit sagen, du hättest den falschen mann!! :zwinker::grin:) war nur eben bei mir so..
    das kann man ja nicht erzwingen oder logisch durchdenken,.. das gefühl war bei mir dann irgendwie da und alle bedenken waren über den haufen geworfen.
    und ja, das meiste ändert sich erstmal mit kind.. es wird nicht schlechter oder besser, es wird ANDERS :grin::thumbsup:
     
    #9
    User 137391, 16 April 2015
  10. User 150857
    Verbringt hier viel Zeit
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    Und wenn du dir vorstellst, bald Mama zu sein, was würde dir an dem Gedanken gut gefallen? :smile:

    Während der Schwangerschaft und auch später mit Kind würde sich deine Freizeitgestaltung natürlich schon ändern. Das heißt aber ja nicht, dass man nur gelangweilt Zuhause rumgammelt. Fahrradfahren, Wandern, Joggen usw. würden auch gut mit Kind funktionieren - natürlich nicht ganz so extrem wie bisher.
    Es fallen bestimmt Veränderungen in vielen Bereichen an, viele davon sind aber sicher auch sehr schön.
     
    #10
    User 150857, 16 April 2015
  11. Than87
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    Japp Kinder sind schwer. Du kannst dich erst einmal von vielen Hobbys verabschieden. Deine Freizeit wirst du auch erst haben wenn das Kind groß ist. Und weißt du was? Egal.
    Meine Frau und ich feiern bald unseren fünften Hochzeitstag. Zusammen sind wir auch fast 5 Jahre. Wir haben ein halbes Jahr nach dem wir uns kennenlernten geheiratet. Liebe auf den ersten Blick und all das.
    Was Kinder angeht war ich immer sehr skeptisch. Ich wollte, aber erst in weiter weiter Zukunft Kinder haben. Meine Frau hatte mich sehr lange bearbeiten müssen.
    Jetzt spielt unsere 9 Monate alte Tochter neben mir und versucht die Katze zu beißen. Und sie ist das größte Glück, dass ich erfahren habe.
     
    #11
    Than87, 16 April 2015
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  12. User 85905
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    Verheiratet
    Kannst du dir denn vorstellen, dass du es mal bereuen würdest, wenn du kein Kind hast?
    Glaubst du, dass diese Reue größer wäre, als die Reue, ein Kind zu haben?
     
    #12
    User 85905, 16 April 2015
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  13. User 85989
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    Ich habe bislang in meinem Freundes- und Bekanntenkreis beobachten können, dass es mit Kindern sehr wohl noch möglich ist, seine Hobbies auszuüben. Da haben sich beide Elternteile abgewechselt, was die Betreuung der Kinder angeht und wenn du nicht zu denen Eltern gehörst, die ihr Kind niemanden anvertrauen wollen, dann wäre es auch möglich dann gemeinsam Zeit mit deinem Mann alleine zu verbringen.
    Es kommt doch viel mehr darauf an, was ihr arbeitet und wie viel ihr arbeitet, ob es in eurem Umkreis Eltern oder andere Verwandte gibt, die gelegentlich mal auf das Kind aufpassen können.
    Ansonsten bist du erst 30 Jahre alt und kannst doch noch ein paar Jährchen warten, bevor deine innere Uhr ganz LAUT tickt.
     
    #13
    User 85989, 16 April 2015
  14. User 116134
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    nicht angegeben
    Ich könnte mir vorstellen, dass @rowan vielleicht etwas dazu sagen kann, weil ihr einen ähnlichen Lifestyle pflegt.

    Ansonsten hast du natürlich vollkommen Recht damit, dass sich dein Leben mit Kind, gerade mit Kleinkind, erstmal verändern wird. Ich halte es für illusorisch, dass du deine Hobbys schnell wieder ausüben kannst, aber das kommt natürlich auch auf das Kind.
    Gibt es vielleicht noch ein paar Dinge, die du unbedingt machen willst? Eine große Reise, ein großes Rennen, eine bestimmte Herausforderung? Ich könnte mir vorstellen, dass es dir hilft, ein paar größere Dinge noch zu erleben, sodass du bereit bist, bei den kleineren Dingen Kompromisse einzugehen.
     
    #14
    User 116134, 16 April 2015
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  15. celavie
    celavie (36)
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    Mit Baby ist das Leben noch recht einfach und man muss nicht so viel entbehren (zumindest war es bei uns so). Die Einschränkungen gehen dann mit regelmäßigen warmen Mahlzeiten, Mittagsschlaf eines Kleinkindes los.
     
    #15
    celavie, 16 April 2015
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  16. User 137391
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    offene Beziehung
    das stimmt anbsolut.. mit kleinkindern fand ich es anstrengender als mit babys..
    jetzt mit 2 fast teenies ist es wieder anders.. man kann sie mal allein lassen, aber in paar jahren werden wir uns wohl regelmäßig ein hotel nehmen müssen, um MAL ungestört zu sein abends...:ROFLMAO::engel:
     
    #16
    User 137391, 16 April 2015
  17. User 107106
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ich bin selbst Mutter einer 2-jährigen:

    Thema Schwangerschaft und Sport: Joggen, Schwimmen, Yoga, etc kann man zb noch weiterhin machen und habe ich teilweise gemacht, vor allem weil das Schwimmen gut getan hat. Gerade wenn du auch noch arbeiten wirst, wird dir sicherlich nicht langweilig in der Schwangerschaft :smile:

    Thema Körper: Ja dein Körper wird sich verändern, aber mit viel Sport kann man das meiste retten :zwinker:

    Thema Hobbys: Es ist einfach vorallem anders. Mountenbiken wird nicht mehr gehen, aber "normale" Radtouren mit Anhänger sicherlich. Mit Kind kann man auch campen. Wer will der kann. ABER man will manchmal einfach nicht mehr. Freunde von uns haben ein Wohnmobil und fahren jedes lange Wochenende mit dem Kind weg. Für mich die absolute Horrorvorstellung: Unser Kind schläft schlecht, da bin ich für jeden Rhythmus den es irgendwie hat dankbar und verändere daran nichts.
    Dinge wie Spieleabende gehen weiterhin gut. Allerdings mit Abwandlungen. Sie finden nur noch bei uns statt (kinderloser Kreis) und wir starten nun um 17.30 Uhr: Essen um 18.00 Uhr mit unserem Kind, sie wird dann ins Bett gebracht und um 19.00 Uhr geht es dann richtig los.
    Wenn man Großeltern hat sie gerne mal am WE auf das KInd aufpassen (und zwar nicht nur den Freitag Abend, sondern vor allem auch den Samstag Morgen) dann steht auch einer Kneipentour nichts im Wege. Nur auch dazu haben mein Mann und ich mittlerweile einfach keine Lust mehr. Sowas ist anstrengend. Und Kraft haben wir am Abend nicht mehr viel.

    ***
    Du sagst, du liebst deinen Job und er ist immer toll. Denkst du das das immer so ist? Oder könnte es sein, dass du ihn irgendwann über ist? Dass er dich vielleicht irgendwann nicht mehr so ausfüllt?
    Wovor hast du mehr Angst? Die Existenz deines Kindes zu bereuen oder kinderlos zu sein?
    Was würde Kinderlosigkeit für eure Ehe bedeuten? Was habt ihr damals abgemacht?
     
    #17
    User 107106, 16 April 2015
  18. huhngesicht
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    Verheiratet
    Um Dir so gar nicht zu helfen, muss ich Dir sagen, dass ein Ratschlag ausgeschlossen ist. Die emotionale Ambivalenz bezueglich Kinder ist so extrem, dass man das nur individuell entscheiden kann. Muesste ich raten, wuerde ich im Zweifelsfall eher nein sagen. Ich verglich es schon mal mit Heroin (nur dass es natuerlich ist und disclaimer: niemand sollte illegale Drogen nehmen). Einerseits vernichtet ein Kind Dein bekanntes Leben, gleichzeitig gibt es Dir Gefuehle und ein neues Leben, was mit nichts vergleichbar ist. Fuer meine Tochter wuerde ich mich von Loewen lebendig ausweiden lassen, so aussergewoehnlich ist die Intensitaet dieser nie gekannten Emotion der unbedingten Zugehoerigkeit. Man schafft sich eigentlich die Hoelle auf Erden und generiert trotzdem Glueck, welches man mit nichts anderem vergleichen kann. Meine Tochter ist mein "Heroin", welches ich niemals wieder missen wollte, aber wenn ich die Uhr (ohne die Wirkung der Droge Kind) zurueckdrehen koennte, haette ich es nicht gemacht.
     
    #18
    huhngesicht, 16 April 2015
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  19. WeicherKern
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Danke für die vielen Antworten, ich versuche mich mal durchzuhangeln. :zwinker:

    Ja ich bin "erst" 30. Aber ich weiß auch, dass es mit jedem Jahr riskanter wird, schwanger zu werden. Und eine alte Mutti will ich auch nicht sein. :zwinker:

    Wenn der Kinderwunsch nicht da wäre, würden wir ja auch nicht so ewig diskutieren. Wenn ich die Schwangerschaft überspringen könnte, dann wäre das schon sehr hilfreich....ich denke schon, dass ich es bereuen würde, wenn ich keine Kinder bekäme. Ich bin gesellig, ich mag Trubel um mich rum und wenn ich mal Kleinkinder von Bekannten um mich habe, dann finde ich das ziemlich super. Ist aber was anderes, als eigene zu haben, das ist klar. Ausserdem spüre ich diesen inneren Zug....eine Stimme, die immer wieder sagt "jetzt leg los, Mädel". Wisst ihr, was ich meine?

    Während der Schwangerschaft könnte ich schon auf meine Hobbys verzichten (auch wenn ich so Sportarten wie Yoga und Co absolut zum k***en finde, ist mir viiiiel zu langweilig), aber mit Schwimmen, etwas Körpergewichttraining und moderatem Laufen würde es wohl schon gehen. :tongue: Auch wenn mir besonders das Tauchen schon sehr fehlen wird (ich tauche einmal die Woche, egal ob Winter oder Sommer ^^).

    Für "danach" haben wir u.a. Großeltern, leider wohnen die ne Fahrstunde entfernt, aber die würden uns so ein Kleen mit Sicherheit einmal im Monat das ganze Wochenende abnehmen. Meine Eltern sind sehr jung geblieben und haben total Bock auf Großeltern sein. :smile: Dazu haben wir einen sehr großen Bekanntenkreis. Mein bester Freund wohnt ums Eck und der wird gnadenlos eingespannt, womit er aber auch keinerlei Probleme hat....er ist quasi eine Erweiterung unserer Familie mittlerweile. :zwinker: Des Weiteren gehen wir eigentlich gar nicht mehr Party machen, das war vor 3 Jahren noch anders. Mittlerweile kommen eher unsere Freunde zu uns (weil ich immer für alle koche nehme ich an ^^) und wenn wir mal weg sind, dann halt über ein langes Wochenende campen. Sowas ginge ja sogar, ob das Kind nun bei den Großeltern ist oder nicht. :smile:

    Dinge, die ich unbedingt machen will....eigentlich habe ich schon immer gemacht, was ich toll fand (mit Ausnahme eines Undercuts, aber da spricht kein Kind gegen, sondern der Job ^^). Ich habe bis auf Astralien alle Kontinente bereist, habe einfach jeden Sport angefangen, der mich reizte und war generell immer und überall am Start. So langsam reicht mir das aber auch. Ich will zwar weiterhin reisen, aber da spricht ja auch mit Kind (unter anderen Rahmenbedingungen) nichts gegen. Meine Eltern haben mich selbst nicht in Watte gepackt und mit sechs Jahren konnte ich Kajak fahren (nicht weit und nicht toll, aber ich konnte), war auch kein Problem. Überhaupt haben meine Eltern mir viel vorgelebt, was ich ziemlich klasse finde. Sie haben mich mitgenommen, ich durfte auch mal später ins Bett wenn Gäste da waren und sie haben weiterhin alles gemacht, was ihnen Freude machte, nur halt mit mir (und später meiner kleinen Schwester).

    Thema Job. Der Job macht mir Spaß, aber ich werde ihn sicher nicht ewig machen. In 2-3 Jahren steht der nächste Wechsel an, sofern sich eine gute Herausforderung ergibt. Das ist aber auch weniger das Problem, mein Mann wird mir ja viel aus dem Rücken halten - wir haben da halt dezent vertauschte Rollen. :zwinker:

    Als wir uns kennen lernten und das ganze etwas ernster wurde, sind wir uns schnell einig geworden, dass wir gerne Kinder hätten. Ich denke ohne Kinder würden wir weiter unser egoistisches Leben zwischen Spaß und Arbeit leben. Es ist ziemlich gut, aber ich spüre jetzt schon, dass es das auf Dauer nicht ist. Es ist eben reiner Selbstzweck. Und ich bin eigentlich Jemand, den alle immer als "Muttertier" bezeichnen. Ich liebe es für meine Freunde und besonders meinen Mann zu sorgen. Ich hätschel und tätschel und ich genieße das sehr. Meine Familie ist mir unglaublich wichtig. Und eigentlich ist es der einzig sinnige Schritt diese auch weiterzufühen. Alle Argumente sprechen dafür. Nur die kalten Füße.

    Aber eure Kommentare haben mich schon mal auf den ein oder anderen neuen Gedankengang gebracht, danke. :smile:
     
    #19
    WeicherKern, 16 April 2015
  20. celavie
    celavie (36)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Mir ging oder besser uns ging das egoistische Leben zu zweit irgendwann auf die Nerven, da waren wir aber schon über 9 Jahre zusammen.

    Ich bin aktuell zum 2. Mal schwanger und treibe noch Sport (in 3 Wochen ist Termin) - ein bisschen Ausdauer und Kraft geht noch. Bis zur 30. Woche geht ganz viel solang es dir gut geht. Klettern, Tauchen eher nicht.

    Reisen: Wie Lulu sagte, das ist Typfrage. Wir waren mit dem Baby als er 2/bzw. 4 Monate war auf Festivals. Und als der kleine 11 Monate war 6 Wochen mit dem VW Bus in den Alpen und Frankreich. Wir fanden es super ABER es ist ganz anders als allein mit Partner. Man muss das wissen und sich darauf einstellen.
     
    #20
    celavie, 16 April 2015

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