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Scheidung - bekommt die Frau immer Unterhalt?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Silverbell, 2 November 2006.

  1. Silverbell
    Silverbell (33)
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    vergeben und glücklich
    Hi zusammen,

    hab gerade folgenden Thread und die Antworten darauf gelesen.

    Wir lieben uns, er ist verheiratet

    Und jetzt bin ich etwas verwirrt. Viele schreiben dort, daß die Ehefrau des Freundes der Threadstellerin bei einer Scheidung Recht auf Unterhalt hätte, weil sie ja arbeitslos ist.

    Meine Eltern haben sich letztes Jahr scheiden lassen und zwei Anwälte haben meiner Mutter bestätigt, daß nur ich, als Tochter und Studentin, Unterhalt von meinem Vater zu erwarten habe. Sie bekommt also nichts.

    Dabei ist die Situation so: Bis vor einem Jahr hat meine Mutter normal gearbeitet und etwas weniger verdient als mein Vater. Dann kam die Sache mit seiner Affäre raus, meine Mutter brach zusammen und ist seitdem schwer depressiv und krankgeschrieben. Und gleichzeitig verlor sie einige Monate später ihren Job, weil die Firma Insolvenz anmeldete. Die Scheidung fand danach statt.

    Jetzt frage ich mich: müßte meine Mutter nicht eigentlich auch Unterhalt von meinem Vater bekommen? Sie ist ja im Moment ohne Verdienst.

    Gibt es hier jemanden der sich mit Scheidungsrecht auskennt und mir weiterhelfen kann?

    Vorallem verstehe ich nicht, daß überall im Bekanntenkreis gesagt wurde: mach dir keine Sorgen, er wird dir was zahlen müssen. Und dann haben die Anwälte letztendlich übereinstimmend gesagt, daß sie keinen Anspruch auf Unterhalt hat. Entweder lassen wir uns da gerade ziemlich verarschen oder ich brauch ne plausible Erklärung :smile:

    Wär super, wenn mir jemand was dazu schreiben könnte.

    Viele Grüße
     
    #1
    Silverbell, 2 November 2006
  2. SpiritFire
    SpiritFire (29)
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    #2
    SpiritFire, 2 November 2006
  3. Sylphinja
    Sylphinja (38)
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    vergeben und glücklich
    kommt auf die Situation an, es gibt da wohl ne Unterstüzung zu den Fixkosten, die der besserverdienendere zahlen muss, wenn der Partner erwerbslos ist.

    Die Anwältin meiner Mutter meinte das bei ihrer scheidung ......sie hats zwar net in Anspruch genommen aber sie weis sicher noch wie das heist (kann sie morgen ja mal fragen)

    Kat
     
    #3
    Sylphinja, 2 November 2006
  4. SexySellerie
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    Du musst zwischen nachehelichen und Ehegattenunterhalt unterscheiden.
    Ehegattenunterhalt heißt, dass der besserverdienende dem Expartner das finanzielle Niveau, das in der Ehe war, erhalten muss.

    Der nacheheliche Unterhalt schreibt eigentlich nicht vor, dass der Expartner für Erwerbslosigkeit aufkommen muss. Wär in meinen Augen ja noch schöner, dass man Unterhalt zahlen muss, weil der andere nicht arbeiten geht.

    Aber die Gerichte sind da ziemlich unfair. Ich sehe das ja,was mein Vater zahlen muss. Meine Mutter schreit, sie könne nicht arbeiten, geht aber viel schwarz arbeiten und er muss ihr Unmengen an Geld zahlen. Das ist eine Frechheit.
     
    #4
    SexySellerie, 2 November 2006
  5. Silverbell
    Silverbell (33)
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    vergeben und glücklich
    Hi,

    ich denke auch, daß die Gesetze aufgrund von "faulen" Ex-Partnern verschärft wurden. Es war ja lange Zeit wirklich unfair, weil meist der Mann die Schuld bekam (das gibt es ja heute nicht mehr) und dann noch blechen durfte, auch wenn die Frau zB schuld war und eigentlich ganz normal hätte arbeiten können. Haben ja auch viele Frauen ausgenutzt.

    Leider kann meine Mum nicht mal schwarz arbeiten, weil sie unheimlich Probleme mit der Konzentration hat und nicht wirklich verhandlungsfähig ist. Sie braucht für alles einfach viel zu lange und kann sich auch nicht sehr gut artikulieren.

    Ich vermute einfach, daß sie rein rechnerisch Pech gehabt hat, denn ich glaube zur Berechnung des eventuellen nachehelichen Unterhalts werden die Gehaltsabrechnungen des letzten Jahres genommen. Und da das mit der Krankschreibung und Insolvenz der Firma innerhalb eines halben Jahres passiert ist, hat sie von der anderen Hälfte des Jahres noch ihre ursprünglichen Gehaltsabrechnungen. Und danach gesehen kann sie sich gut selbst versorgen.

    Die Frage ist nur ob man gegenwärtig immer noch von dieser Berechnung ausgehen kann, denn die Situation hat sich ja total geändert. Klar kann man einerseits den Expartner nicht dafür bestrafen, daß der andere irgendwann später erwerbsunfähig wird. Aber andererseits ist die ganze Sache ja auch ziemlich unfair. Und wenn der eine im Alter gepflegt werden muß, kommen die Ämter ja auch direkt auf den Expartner zu.

    Wann zahlt man denn Ehegattenunterhalt? Im Trennungsjahr?
     
    #5
    Silverbell, 2 November 2006
  6. SexySellerie
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    Genau, richtig erfasst.

    Also ich bin kein Anwalt, aber soweit ich weiß, ist nach der Scheidung jeder für sich selbst veratwortlich. Es sind ja auch sprichwörtlich getrennte,eigenständige Leute.
    Wenn sie jetzt einen höheren Satz haben will, muss sie Unterhalt ganz neu einklagen und verhandeln.

    Allerdings verstehe ich nicht, wieso deine Mutter mehr Unterhalt will. Andere Menschen haben ähnliche Probleme wie sie und können dann nicht einfach mal ihren Expartner auf Unterhalt verklagen, sondern müssen vom Staat leben.

    In meinen Augen würde deine Mutter nichts anderes machen wie die "faulen" Expartner. Ich finde es nicht richtig, sich darauf auszuruhen und wenn das Geld knapp wird, immer gleich den Exmann in Betracht zu ziehen.
     
    #6
    SexySellerie, 2 November 2006
  7. User 67627
    User 67627 (46)
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    vergeben und glücklich
    Ich bin kein Anwalt, daher sind folgende Angaben natürlich ohne Gewähr, aber ich spreche aus Erfahrung. Da die Arbeitslosigkeit vor der Scheidung stattgefunden hat, ist Dein Vater im Prinzip unterhaltspflichtig gegenüber Deiner Mutter. Sie ist aber dazu verpflichtet, da Du ja volljährig bist, sich schnellstmöglich nach einer Ganztagsstelle umzusehen um sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Dazu kann Dein Vater Nachweise verlangen, sei es übers Arbeitsamt oder Zeitungsanzeigen. Sie müsste Sich laut Arbeitsamt täglich!! bei einer Arbeitsstelle bewerben. Macht Sie dies nicht, kann es unter Umständen sein, dass Dein Vater vom Unterhalt befreit wird.
    Ausnahmen gibt es natürlich, wenn Deine Mutter (wie Du ja schreibst) aufgrund Krankheit nicht arbeiten gehen kann. Das muss alles aber vor der Scheidung passiert sein und auch ärztlich nachgewiesen sein.
     
    #7
    User 67627, 3 November 2006
  8. SexySellerie
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    Wenn sie nicht arbeiten kann, wieso beantragt sie keine Erwerbsunfähigkeitsrente?
     
    #8
    SexySellerie, 3 November 2006
  9. Silverbell
    Silverbell (33)
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    vergeben und glücklich
    Das finde ich ein bißchen pauschalisiert. Nicht jeder der Unterhalt möchte ist gleich böse, berechnend und faul.

    Warum meine Mutter Unterhalt möchte? Ich glaub da spielen mehrere Dinge eine Rolle. Erstmal macht sie meinen Vater für ihre gegenwärtige Lage (Depression) verantwortlich. Natürlich gehören zu einer Trennung immer zwei, weshalb ich es auch richtig finde, daß die Schuldfrage abgeschafft wurde. Aber auch ich habe miterlebt wie unschön mein Vater sich während der Trennungszeit verhalten hat. Und auch schon einige Zeit vorher hat er sich sehr verändert und ist zu uns allen nicht sehr nett gewesen. Letztendlich hat er sich dann seine Affäre "zugelegt" in der Hoffnung keiner würde es merken. Für meine Mutter ist eine Welt zusammengebrochen, weil sie niemals gedacht hätte, daß er sowas tun könnte. Die beiden waren 27 Jahre verheiratet gewesen und es war ihr erster Freund. Sie hat also keinerlei Erfahungen mit Trennungen.

    Ich erlebe sie jeden Tag und es ist wirklich so, daß sie komplett ihren Lebensmut verloren hat und total orientierungslos ist. Selbst einfachste Dinge wie Recherche im Internet oder Telefonate bekommt sie nicht hin. Ich denke mir manchmal auch: meine Güte, es lassen sich so viele Menschen scheiden, so schlimm kann das doch nicht sein. Aber für sie ist das ein totaler Vertrauensbruch. Und nach so langer Zeit, in der sich mein Vater um vieles gekümmert hat, steht sie nun völlig auf sich gestellt da. Sie war sehr abhängig von ihm und das bereut sie jetzt.

    Hinzu kommt erschwerend die Depression, die laut Ärzten schon lange da war, nur halt eben bis zu diesem Zeitpunkt unentdeckt geblieben ist.

    Ich kann mir also vorstellen, daß sie totale Panik vor der Zukunft hat. Sie weiß, daß sie im Moment nicht arbeiten kann und hat Angst wie es weitergeht, weil eine wichtige Stütze in ihrem Leben verschwunden ist.

    Ich kenne sie lange genug. Sie ist ein regelrechtes Arbeitstier und leidet extrem darunter, daß ihr Körper bzw Gehirn momentan nicht so mitmacht, wie sie gerne wollte. Sie hat seit ihrem Studium kontinuierlich gearbeitet, war nie arbeitslos und würde jederzeit wieder arbeiten, wenn sie könnte. Die Aussichten sind allerdings auch ohne ihre Krankheit mehr als schlecht: Frau, über 50, 1 Jahr Krankheit, Informatikbranche. Ich würde sagen: k.o. Wobei sie mit Sicherheit auch jeden anderen Job machen würde.

    Erwerbsunfähigkeitsrente haben wir für sie beantragt. Doch der Bescheid wurde abgelehnt nachdem ein Arzt, der meiner Mutter nie begegnet ist, in einem Gutachten bestätigte, daß sie in der Lage sei mindestens 6 Stunden am Tag in ihrem bisherigen Job (Softwareberaterin) weiterzuarbeiten. Ich frage mich wie man so vermessen sein kann über wildfremde Personen ein Gutachten zu erstellen.

    Wir sind gerade dabei dagegen anzugehen, denn das ist einfach nur lächerlich. So tragisch die Situation ist, ich stelle es mir sehr grotesk vor, eine Frau die permanent am zittern ist, keinen geraden Satz herausbringt und jeden Moment eine Panikattacke bekommen könnte, zu einem Kunden zu schicken.

    Aber das ist ein anderes Thema. Gefragt war ja nach dem Unterhalt. Mittlerweile hat meine Mutter sich damit abgefunden. Ich hab ja das Thema wieder aufgerollt, weil es mich sehr wundert, daß man überall hört, daß die Frau Unterhalt bekommt obwohl sie gesund und arbeitsfähig ist, und solch ein Härtefall wie meine Mutter auf sich allein gestellt ist. Deswegen wollte ich mich einfach mal informieren ob wir nicht Opfer eines ziemlich bösen Spiels geworden sind.

    Was aus der staatlichen Unterstützung wird, steht auch noch in den Sternen. Denn wenn der Rentenbescheid endgültig abgelehnt wird, dann gilt sie als arbeitsfähig und wird ans Arbeitsamt weitergereicht. Dort wird festgestellt, daß sie nicht arbeitsfähig ist und das Arbeitsamt verweigert ebenfalls die Zuständigkeit. Tja, und dann? Bis die beiden Ämter sich geeinigt haben, muß ein Mensch ja irgendwo wohnen und sich verpflegen können.

    Ist nicht wirklich schön im Moment. Gottseidank hat sie wenigstens eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die problemlos gewährt wurde.

    Sorry für den Roman, wollte nur die Situation schildern, damit SexySellerie versteht, daß es hier wirklich nicht um Ausbeutung sondern um pure Existenzangst geht.


    @rihanna70: Es ist ja alles vor der Scheidung passiert, demnach würde eine Ausnahme gelten. Ich will das ja auch nicht so ganz vorbehaltlos glauben. Vorallem weil Mamas Anwalt nicht gerade sehr engagiert war. Aber warum erzählen mir 3 Anwälte das selbe? Wäre es vielleicht sinnvoll doch noch einen anderen Anwalt zu fragen? Oder kann man sich noch anderweitig informieren?

    @SexySellerie: mir fällt da noch was ein: warum bekommt deine Mutter denn Unterhalt gewährt (wenn ich diese Frage stellen darf)? War sie schon vor der Scheidung arbeitslos?
     
    #9
    Silverbell, 4 November 2006
  10. User 67627
    User 67627 (46)
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    vergeben und glücklich
    Bin deshalb darüber informiert, da mein Mann damals seiner Exfrau noch Unterhalt bezahlen musste, da Sie aufgrund eines Rückenleiden nicht arbeiten konnte, obwohl der gemeinsame Sohn bei uns lebt. Ich würd mich nochmal schlau machen.
     
    #10
    User 67627, 4 November 2006
  11. SexySellerie
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    Was heißt arbeitslos. Sie war Hausfrau. Sie kriegt jetzt für 3 Jahre lang festen Unterhalt,danach muss sie neu einklagen.

    Das mit dem Gutachten über die Erwerbs(n)fähigkeit.Sowas ist schwer, aber so ein Gutachten wurde auch über meine Mutter gemacht, da steht drin,sie könne überhaupt nicht arbeiten. Wasieber sehr wohl kann. Sie hat perfekt geschauspielert. Mehr interessiert die Leute da nicht.
    Gutachten erstellen ist schwieig, egal in welchem Fall.
     
    #11
    SexySellerie, 4 November 2006
  12. Silverbell
    Silverbell (33)
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    vergeben und glücklich
    Aber sie hat denjenigen, der das Gutachten erstellt hat, zumindest mal gesehen, oder? :smile:
     
    #12
    Silverbell, 6 November 2006
  13. SexySellerie
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    Ja,sie musste da hin. Dieses Gutachten wurde von einem Arbeitsmediziner erstellt und lief m.E. genauso wie eine normale Sitzung beim Psychologen ab.
    Anders kann ja auch kein Gutachten erstellt werden.

    Wenn sie den Arzt noch nie gesehen hat, dann muss sie dieses Gutachten anfechten. das kann keineswegs rechtskräftig sein. Ein Arzt kann keine Diagnose über psychische oder/und physische Arbeitsfähigkeit stellen, wenn er sie nicht untersicht hat
     
    #13
    SexySellerie, 6 November 2006

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