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Scheidung der Eltern --> psychologische Hilfe?!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Piccolina91, 4 August 2008.

  1. Piccolina91
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hallo ihr Lieben,

    wie bereits in einem anderen Thread geschrieben, sind meine Eltern gerade in der Trennungsphase und diese Phase geht auch schon sehr,sehr lang... Und war vor allem sehr schmerzvoll,voller Tränen und Trauer... Ich schreibe zwar meist sehr gefasst darüber, kann auch gut drüber reden, aber insgeheim geht es mir dann doch sehr nah, vor allem wenn man dann abends zur Ruhe kommt, so wie jetzt, alleine da sitzt und alles hochkommt.. Ich denke gerade total intensiv darüber nach, ich war in den letzten Monaten wirklich stark, habe gekämpft, war immer für alle anderen da(für meine Mutter, meinen Vater, den das ganze auch sehr fertig macht, für Freunde, die Probleme hatten..) aber so langsam möchte ich mich auch selbst mal ausheulen und nicht immer nur den Seelentröster spielen, auch wenn ich das natürlich gern mache, aber nicht NUR und nicht, wenn es mir seit Jahren selbst sehr schlecht geht..

    Tagsüber komme ich wirklich gut damit zurecht. Ja, ist wohl besser so, das sage ich jedem, mit dem ich darüber rede, in einem sehr gefassten Ton. Abends dann, wenn vielleicht gerade auch noch ein trauriges Lied, das einen berührt, läuft, man sich alleine in sein Bett kuschelt... Da laufen dann die Tränen, und wie. Da fühle ich mich so verdammt beschissen, wie jetzt auch gerade wieder. Ich bin und war schon immer sehr sehr sensibel, sehr gefühlvoll, das ganze belastet mich wirklich, vor allem zu sehen wie auch mein kleiner Bruder leidet.. meine Eltern.. und ich. Mein Vater wird im September ausziehen. Meine Tante wird zu uns einziehen. Für mich ist das nur ein Kompromiss, ich habe eingewilligt, nach langem Zögern.. Gegenüber meiner Mutter gebe ich mich immer sehr trotzig und stsur, wenn es um das Thema geht, aber sie kann sich garnicht denken (doch,kann sie vielleicht schon),aber zumindest zeige ich es ihr gegenüber so gut wie nie, diese Trauer.. ich war eigentlich immer stark, und wenn mir mal was nicht gepasst hat bzw es mich traurig gemacht hat (grade das mit dieser Umzugssache), habe ich einfach auf stur gestellt und etwas rumgezickt.. Dabei habe ich einfach nur all meine Tränen, die ich am liebsten alle gleichzeitig rausweinen wollte, zurückgehalten.

    Jetzt habe ich gestern eine Reportage über Trennungskinder gesehen und da meinte eine Rechtsanwältin, dass sie jedem Elternteil, der sich scheiden lässt, raten würde,seinen Kindern zumindest psychologische Hilfe ANZUBIETEN,bzw einfach mal ein probe-Beratungssgespräch zu versuchen, um das "erlebte" zu verarbeiten und drüber sprechen zu können. Denn wie es in einem "Trennungskind" innen aussieht, wissen und merken nur die wenigsten, und all das kommt oft erst in solch einem Gespräch ans Licht, sozusagen.
    Ich hab schon länger drüber nachgedacht, meine Mutter hat/hatte auch einige Probleme und ist bereits seit Jahren bei einer Therapeutin, mit der sie alle 2 Wochen spricht und es hilft ihr sehr, es tut ihr gut.
    Ich traue mich nicht ganz, das gegenüber meiner Mutter anzusprechen, ob ich das nicht auch mal machen könnte, ich will meiner Trauer vor ihr keinen so freien Lauf lassen...Ihr gegenüber nicht so tun,als wolle ich nur Aufmerksamkeit damit, denn in den letzten Monaten war ich ja immer so "stark"...
    Wie läuft das ganze denn ab, muss man da zuerst zum Hausarzt und wird dann überwiesen? Und, ich will ja eigentlich nicht zu einem richtigen "ärztlichen Psychologen", der mir dann Psychopharmaka oder was weiß ich verschreibt, sondern einfach nur eine Therapeutin zum reden... Zwischen diesen beiden Bezeichnungen besteht doch ien Unterschied,oder?
    Wie soll ich mit meiner Mutter darüber sprechen?
    Und wie kann ich allgemein mit der schwierigen Situation und der ganzen Trauer umgehen?

    Das ganze hat mich dieses Schuljahr sogar fast meine Versetzung gekostet, ich musste mich echt am Riemen reißen und habe trotz all den Turbulenzen zuhause gerade nochmal die Kurve gekriegt und die 10.Klasse geschafft.. War aber äußerst knapp.

    Tut mir leid, falls es etrwas verwirrend und durcheinander geraten ist.. Musste mir nur einfach mal alles von der Seele schreiben, jetzt, wo das Ausziehen meines Vaters kurz bevor steht, wird mir das ganze erst so richtig klar....
    Danke fürs Durchlesen und für Tips und Ratschläge sowie Aufmunterungen und eigene Erfahrungsberichte bin ich immer dankbar!


    picco.
     
    #1
    Piccolina91, 4 August 2008
  2. glashaus
    Gast
    0
    Vielleicht kommt für dich am ehesten erstmal eine psychologische Beratung in Frage. Das ganze ist deutlich "oberflächlicher" und zeitlich kürzer als eine Therapie, und gute Berater erkennen auch, wenn du mehr Hilfe brauchst als sie dir anbieten können.
    Du könntest dich zum Beispiel an Pro Familia (vielleicht gibt es in deiner Stadt auch sogar eine Stelle für Scheidungs"opfer") wenden, und da einfach mal einen Termin ausmachen. Die Beratung ist zeitlich begrenzt und in den meisten Fällen soll sie dir helfen, selbst einen Weg zu finden, wie du mit deinen Problemen auskommen kannst. Gerade wenn der Auszug deines Vaters bevorsteht könnte es eine gute Idee sein, sich da Tipps bei einer guten Beratungsstelle zu holen.
     
    #2
    glashaus, 4 August 2008
  3. Piccolina91
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Gute Idee. Ich werd mich mal informieren, was es hier in meiner Nähe so gibt. Danke! :smile:
     
    #3
    Piccolina91, 4 August 2008
  4. malista
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Bei den kirchlichen Einrichtungen (Diakonie und Caritas bspw.) gibt es auch Gruppen, die sich zu Gesprächen treffen. Das sind dann Kinder / Jugendliche verschiedenen Alters auftgeteilt.

    Vielleicht wäre auch das einmal etwas für dich. Leider gibt es teilweise lange Wartelisten... Jedoch solltest du es auf jeden Fall einmal versuchen.
     
    #4
    malista, 5 August 2008
  5. Piccolina91
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Sind das dann Gruppengespräche, oder? Ich stell mir das teilweise ganz schön schwer vor, zu sprechen, während eine ganze Truppe einen anschaut und einem zuhört.. Vor allem, wenn man dann evtl auch mal weinen muss oder so.
     
    #5
    Piccolina91, 5 August 2008
  6. User 30735
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Hi!
    Ich finde es gut, dass du psychologische Hilfe annehmen willst. Das was du meinst mit "ärztlicher Psychologe" ist ein Psychiater und ich glaube nicht dass du zu "so einem" geschickt wirst. In Österreich gibt es so eine Organisation, die heißt "Rainbows" http://www.rainbows.at, speziell für Kinder u. Jugendliche die eine Trennung/Scheidung miterleben. Bestimmt gibt es in D. so etwas ähnliches.

    Alles Gute!
     
    #6
    User 30735, 5 August 2008
  7. Piccolina91
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Danke dir. Nach so etwas ähnlichem werde ich mich mal im Internet etwas umsehen. ;-)
     
    #7
    Piccolina91, 5 August 2008
  8. malista
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Also was ich bisher mitbekommen habe, sind es quasi "Gruppengespräche". Man muss jetzt aber nicht sein Herz vor allen ausschütten, sondern es ist eine Art Selbsthilfegruppe.
     
    #8
    malista, 5 August 2008
  9. nice-Katja
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    schau doch mal auf der Page vom Jugendamt bei dir nach, die Jugendämter bieten auch Hilfen/Einzelgespräche bei Scheidungsproblemen an.
     
    #9
    nice-Katja, 6 August 2008

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