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Scheidungs-/Trennungskinder...

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Miss_Marple, 3 November 2009.

  1. Miss_Marple
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    nicht angegeben
    Was ist eurer Meinung nach dran an der oft gehörten Theorie, Kinder, deren Eltern sich getrennt haben und die bei nur einem Elternteil, womöglich auch noch mit häufig wechselden Partnern, aufgewachsen sind, seien beziehungsunfähig(er) oder hätten sonstwie schneller ne Macke ab als Kinder aus intakten Familien?
    Reicht Kindern der Wochenendpapa als männliche Bezugsperson (oder die Mama als weibliche)?
    "Muss" man der Kinder wegen zusammenbleiben? Besteht da eine gewisse moralische Verpflichtung?
    Und direkt an diejenigen, deren Eltern sich getrennt haben, als sie noch Kinder waren: habt ihr das als großen Nachteil empfunden? Wie sher habt ihr gelitten? Oder hat es euch gar nichts ausgemacht, habt ihr die Trennung vielleicht im Nachhinein sogar eher positiv erlebt?
     
    #1
    Miss_Marple, 3 November 2009
  2. Numina
    Numina (29)
    ...!
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    Ich war 8 glaub ich :zwinker:
    Habs damals einfach so hingenommen, dass meine Mutter und ich woanders wohnen.
    Meine Eltern haben sich aber immer gut verstanden und mein Vater war jederzeit für mich da. Nicht nur jedes zweite Wochenende, ich konnte auch jedes Wochenende hin oder in der Woche wann immer ich wollte.
    Sind auch nur zwei Straßen weitergezogen :smile:
    Von Wochenendpapa kann da keine Rede sein.

    Ne Macke hab ich glaub ich nich und beziehungsunfähig bin ich auch nich.
     
    #2
    Numina, 3 November 2009
  3. Sit|it|ojo
    Gast
    0
    Na dann muss ich ja total Beziehungsunfähig sein, wenn ich nach deiner These gehe... die ich stark anzweifle. Macken entstehen wohl eher in ständigen Streitereien der Elternteile, denn welches Kind sieht gerne das sich ihre Eltern streiten?

    Ein Wochenendvater reicht sicherlich nicht, besonders nicht in den Anfängen der Kinder. Ich selbst hatte einen Wochenendvater und ich habe bis heut noch ein sehr kühles Verhältnis zu meinem Vater, das wird aber sich noch mehr Gründe haben warum das so ist. Von müssen kann irgendwie nie die Rede sein. Ein Kind bedeutet zwar irgendwo eine Bindung für beide Teile aber auch das Kind wird es merken, wenn etwas nicht mehr stimmt.

    Ich war zwar bei der Trennung kein Kind mehr aber noch in der schönen Pupertät und ich habe es nicht als schlimm empfunden. Ich habe eher meinen Eltern das Ultimatum gesetzt, dass Sie sich trennen oder ihr Sohn ausziehen wird. Den psychischen Druck sollte man nicht unterschätzen, für das Kind, wenn die Beziehung nicht mehr läuft. Im Nachhinein bin ich forh, dass es passiert ist!

    mfg
     
    #3
    Sit|it|ojo, 3 November 2009
  4. VelvetBird
    Gast
    0
    Na ja, meine Erfahrung ist tatsächlich, dass Scheidungskinder öfter mal "ne Macke" haben (die Eine ist essgestört und ihre Schwester in der Sprachentwicklung gestört, die Andere ist essgestört und Borderlinerin und im Ort, wo meine Eltern wohnen, ist einer, der bei seiner Oma aufgewachsen ist und der hat irgendwann den Wellesittich erstickt).
    Auch haben die Scheidungskinder, die ich kenne, relativ früh sexuelle Erfahrungen gemacht und sind seit der späten Teenie-Zeit nur noch Single gewesen, weil sie einfach niemanden finden.
    Können aber auch einfach nur Zufälle sein. Vielleicht gibt es irgendwelche Tendenzen, vielleicht nicht.
    Ich denke jedenfalls, dass es für ein Kind schlimmer ist, nur noch sich streitende Eltern zu erleben als eine Scheidung. Ich würde in jedem Fall versuchen, die Ehe aufrecht zu erhalten. nicht nur der Kinder wegen, sondern weil ich die Ehe als solche ernst nehme. Aber wenn es nicht mehr geht, geht es einfach nicht mehr. Meiner Meinung nach ist ein "Wochenendelternteil" nicht genug für ein Kind. Aber immer noch besser als ein Elternteil, das ständig nur gestresst ist wegen seines Partners, womöglich herumbrüllt, seine Launen am Kind auslässt und das Kind gegen den anderen Elternteil ausspielt.
    Aber das soll nicht heißen, dass Alleinerziehende schlechte Eltern wären! Bevor ich weiß, dass ich meinem Papa es nur wert bin, dass er mich alle 2-3 Wochen mal besucht, verzichte ich lieber ganz auf eine Vaterfigur (oder auch umgekehrt, ist eben nur seltener).
     
    #4
    VelvetBird, 3 November 2009
  5. MsThreepwood
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    Bei mir ist es eigentlich genau so wie bei Numina. Ich konnte jederzeit zu meinem Dad, hab auch oft da für mehrere Tage am Stück gewohnt.

    Als Nachteil empfand ich eher, dieses ständige "on off" und dass ich nie wusste, ob sie jetzt zusammen oder getrennt sind. Mit der endgültigen Trennung kam ich ziemlich gut klar.

    Und ich halte mich auch nicht für beziehungsunfähig.
     
    #5
    MsThreepwood, 3 November 2009
  6. kaninchen
    Gast
    0
    Meine Eltern haben sich getrennt als ich so 12 war... Bei meinem Vater war ich das erste Jahr sehr oft, danach ist er sehr weit weg gezogen und hab ich ihn nur ein, zwei mal im Jahr gesehen; telefoniert haben wir auch nicht wirklich. Ob ich deswegen nich so der Beziehungsmensch bin - keine Ahnung. Ich denk das liegt an anderen Sachen. Meine Schwester hat ja die gleichen Eltern wie ich und ist ein richtiges Beziehungstier :zwinker:

    Auch wenn eine männliche Bezugsperson mir bestimmt nicht geschadet hätte ist es doch besser, dass sich meine Eltern getrennt haben. Die ewige Zankerei, Sticheleien und die allgemeine negative Grundstimmung bei uns zu Hause war echt nich mehr feierlich... Und selbst wenn ich irgendwelche Defizite dadurch habe, dass mein Vater vor über 10 Jahren ausgezogen ist bin ich alt genug um die wieder aufzuarbeiten. Ich finds schrecklich wenn Leute ihre Verkorkstheit auf die Scheidung der Eltern schieben :rolleyes:
     
    #6
    kaninchen, 3 November 2009
  7. User 77547
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    Naja, irgendwie finde ich das einen komischen Thread. Natürlich ist es für Kinder NICHT besonders angenehm, entwicklungsförderlich, wenn sich die Eltern trennen und das evtl. sogar noch in einen "Rosenkrieg" ausartet. Das ist schon ziemlich beschissen und es gibt sicher viele (natürlich nicht alle), die ziemlich lange daran psychisch zu knapsen haben. Aber noch schlimmer ist m.E. eine zerrüttete Ehe, immer Streit, vielleicht auch noch Gewalt und nach Außen evtl. den schönen Schein wahren.
     
    #7
    User 77547, 3 November 2009
  8. envy.
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    Meine Eltern haben sich getrennt als ich 5 war und es war alles top. Ehrlich mal. Klar, fand ich das zunächst blöd. Aber ich habe meine Eltern etwa gleich oft gesehen. Heute verstehen sie sich immer noch gut und wir unternehmen oft was zusammen. Ich habe in der Trennung absolut keinerlei Nachteile für mich entdecken können. Und Macken habe ich auch nicht. Eher im Gegenteil, da ich meine zu behaupten, dass ich dadurch nur eine wertvolle Erfahrung mehr sammeln konnte.
     
    #8
    envy., 3 November 2009
  9. Miss_Marple
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    Genau das will ich wissen, wie das andere sehen. Gibt hier find ich sehr viel komischere Threads...
     
    #9
    Miss_Marple, 3 November 2009
  10. ArsAmandi
    ArsAmandi (35)
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    Was ist eurer Meinung nach dran an der oft gehörten Theorie, Kinder, deren Eltern sich getrennt haben und die bei nur einem Elternteil, womöglich auch noch mit häufig wechselden Partnern, aufgewachsen sind, seien beziehungsunfähig(er) oder hätten sonstwie schneller ne Macke ab als Kinder aus intakten Familien?
    Definiere beziehungsunfähig oder "Macke". Das ist immer Ansichtssache.

    Reicht Kindern der Wochenendpapa als männliche Bezugsperson (oder die Mama als weibliche)?
    ja

    "Muss" man der Kinder wegen zusammenbleiben? Besteht da eine gewisse moralische Verpflichtung?
    nein

    Und direkt an diejenigen, deren Eltern sich getrennt haben, als sie noch Kinder waren: habt ihr das als großen Nachteil empfunden? Wie sher habt ihr gelitten? Oder hat es euch gar nichts ausgemacht, habt ihr die Trennung vielleicht im Nachhinein sogar eher positiv erlebt?
    Ich bin doppeltes Scheidungskind, und beide male hat es mir nichts ausgemacht, obwohl ich dadurch sogar getrennt von meinen Geschwistern aufgewachsen bin.
     
    #10
    ArsAmandi, 3 November 2009
  11. User 75021
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    Sehr interessanter Thread. Ich kann hierzu als Scheidungskind und als geschiedene Mutter schreiben.


    Was ist eurer Meinung nach dran an der oft gehörten Theorie, Kinder, deren Eltern sich getrennt haben und die bei nur einem Elternteil, womöglich auch noch mit häufig wechselden Partnern, aufgewachsen sind, seien beziehungsunfähig(er) oder hätten sonstwie schneller ne Macke ab als Kinder aus intakten Familien?

    Ich kann das für mich bestätigen.
    Meine Eltern haben damals aber auch einen Rosenkrieg vom allerfeinsten geführt, wir durften unseren Vater die ersten paar Monate nicht sehen, weil meine Mutter den Kontakt unterbunden hat.
    Dann kam da noch unser Stiefvater ins Spiel, bei dem wir schlimmes erlebt haben.
    Ich habe zwar das hin und her von wechselnden Partnern nicht mitbekommen da meine Eltern beide direkt eine feste Beziehung hatten und wieder heirateten, aber wir haben sehr viel Streit und Schlammschlachten erlebt.
    Ich war lange Zeit beziehungsunfähig und hatte wechselnde Partner/Affären weil ich nie gelernt habe mit Konflikten richtig umzugehen und nicht akzeptieren konnte geliebt zu werden.
    Nach meiner eigenen Scheidung habe ich hart an mir arbeiten müssen und nun führe ich seit 2 Jahren eine tolle Beziehung. Hat also lange gedauert bis aus dem seelischen Krüppel ein Normalo wurde *gg*
    Ich hoffe meine Kinder werden da andere Erfahrungen machen, aber die wachsen auch ganz anders auf.

    Reicht Kindern der Wochenendpapa als männliche Bezugsperson (oder die Mama als weibliche)?

    Schwierig.
    Mir hat es damals nicht gereicht und ich habe meinen Vater immer sehr vermisst, obwohl wir ihn alle 14 Tage und in den Ferien besucht haben.
    Kann aber auch daran liegen das das Verhältnis zu meiner Mutter und ihrem Macker nach der Scheiung katastrophal war. Ich hatte ausser meinem Vater keine liebevolle Bezugsperson mehr.

    Mit meinen Kindern handhabe ich das anders. Sie sehen ihren Vater zwar auch nur alle 14 Tage, Ferien und Feiertage-sie können ihn jedoch jederzeit anrufen oder auch mal spontan sehen wenn ihnen danach ist.
    Ich würde den Kindern da niemals Grenzen setzen.
    Die beiden sind ja auch in einem Alter wo sie bald vielleicht selbständig Besuche beim Papa machen können (er wohnt nicht im Ort), vielleicht fahren sie dann mittags mal mit dem Bus zu ihm.
    Ich würde das auf alle Fälle unterstützen.
    Zudem habe ich einen Partner der die beiden ganz liebevoll als "Ersatzkinder" adoptiert hat.
    Er kümmert sich rührend um die zwei und macht auch viel mit den beiden.
    So haben sie im Alltag einen männlichen Ersatz gefunden, der diese Lücke ein wenig ausfüllt.

    "Muss" man der Kinder wegen zusammenbleiben? Besteht da eine gewisse moralische Verpflichtung?

    Auf gar keinen Fall!!!
    Wenn man sich nur noch streitet oder der Kinder zuliebe zusammen bleibt, spüren die Kinder das und fühlen sich schuldig!
    Mein Sohn wurde damals immer aggressiver, er hat viel Streit miterlebt.
    Das hat sich seit der Trennung sehr gebessert.
    Man schadet den Kindern nur, wenn man da keine Konsequenzen zieht.

    Und direkt an diejenigen, deren Eltern sich getrennt haben, als sie noch Kinder waren: habt ihr das als großen Nachteil empfunden? Wie sher habt ihr gelitten? Oder hat es euch gar nichts ausgemacht, habt ihr die Trennung vielleicht im Nachhinein sogar eher positiv erlebt?

    Ich hab als Kind sehr gelitten, das lag aber auch wie bereits oben geschrieben an der ganzen unglücklichen Situation. Es lag nicht an der Scheidung sondern an dem, was meine Mutter und mein Stiefvater draus gemacht haben.

    Ich sehe das heute etwas positiver:
    Meine Kinder haben aus meiner Familie zwei Omas und Opas, ich ausserdem eine total liebe Stiefmutter dazu bekommen. Ohne die Scheidung hätte ich diese Frau nie kennen gelernt.
    Es war zwar damals schlimm, aber mich hat das ganze aus heutiger Sicht stark gemacht. Ich gehe nicht naiv durchs Leben und denke viel weiter.
     
    #11
    User 75021, 3 November 2009
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  12. donmartin
    Gast
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    Ich glaube sagen zu können, das meine allerallerliebste Tochter beziehungsfähig ist und keinen besonderen "Schaden" davongetragen hat, ausser dem "normalen" Schaden ist sie eigentlich ganz gut "gelungen" (is n Kompliment, also schlag mich später nicht....:winkwink: )

    Als wir uns trennten war sie 11 Jahre alt. Damals gab es abzuwägen, worunter das Kind mehr "leiden" würde (Beziehungsstress, Ehekrise, Streit usw). Kinder haben ein sehr gutes Gespühr dafür, wenn etwas nicht stimmt in der Beziehung.

    Ich habe sie die Jahre immer und überall herausgehalten und nicht instrumentalisiert. Die Trennung und Scheidung auf dem Rücken der Kinder/des Kindes auszutragen ist fies und tut garnicht gut.

    Ich habe NIE versucht mit ihr darüber zu reden, bis sie 16 war. Wenn - dann ist sie von sich gekommen und hat GEFRAGT. Erst dann habe ich ihr Fragen beantwortet, Auge in Auge und ehrlich.

    Wenn sie klein sind, verstehen sie nicht, dass Mama und Papa sich trennen, die heile Welt darf einfach nicht kaputt gehen. Ich habe mich intensivst mit ihr auseinandergesetzt, die Leistungen in der Schule zurück gingen und sie öfters krank wurde. Dann aber in langen Briefen und später in vielen Gesprächen.
    Heute weiss sie, dass Erwachsene zwar immer alles heile Welt predigen und Stärke zeigen, aber oftmals viel viel Hilfsloser sind und "Dummheiten" machen als sie Zugeben wollen, und als was Kinder sind.

    Wenn das und vieles Andere den Kindern und Jugendlichen nicht vermittelt wird, sich nicht darum gekümmert wird, dass das "verschobene Weltbild" dieser Kinder wieder ein wenig zurechtgerückt wird, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es einige Probleme in der Denkweise und auch im Handeln der Kinder im Erwachsenenalter kommt.

    Die Kinder haben idR beide gleich lieb, sind oftmals reifer und aufgeklärter als die Eltern, die nur mit "Ihren" Problemen und der Trennung zu tun haben und garnicht merken, dass sie dem Kind dadurch mehr Schaden zufügen als wenn sie sich "darum kümmern"
    dass das sie dem Kind etwas "Schuldig sind". Wenn man Ihnen schon etwas Familienidylle nimmt.
     
    #12
    donmartin, 3 November 2009
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  13. munich-lion
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    nicht angegeben
    Fragst du deshalb, weil du mit dem Gedanken spielst, dich vom Vater deines Kindes zu trennen?

    Ich bin zwar kein Scheidungskind, habe aber sehr wohl schon recht früh bemerkt, dass die Ehe meiner Eltern nicht immer glücklich war...gut, sie haben sich immer wieder zusammengerauft und ich vermute, es lag daran, dass sie eben auch 2 Kinder hatten. (vielleicht wurde ich dadurch "geschädigt", so dass für mich die Institution Ehe und dieses "bis dass der Tod euch scheidet"nicht in Frage kommt)
    Allerdings halte ich persönlich nichts davon, dem Kind eine heile Welt vorspielen zu wollen...lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, denn unglückliche oder seelisch kaputte Eltern nützen auch dem Kind nichts.
    Außerdem kommt es auch bisschen darauf an, wie alt das Kind bei Trennung ist, wie anschließend das Verhältnis der Elternteile untereinander funktioniert, wieviel Liebe und Aufmerksamkeit das Kind von beiden Seiten erfährt und die Erziehung auch untereinander geteilt wird, wobei einigermaßen am gleichen Strang gezogen werden sollte.

    Das Schlimmste, was man seiner Tochter/seinem Sohn antun kann, sind Machtspiele zwischen den Eltern, die ihre Streitigkeiten und den Hass auch nach der Trennung nicht verbergen können und auf den Rücken des Kindes austragen.
    Kein Kind der Welt darf darunter leiden, wenn es zwischen Vater und Mutter nicht mehr geklappt hat.
     
    #13
    munich-lion, 3 November 2009
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  14. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Was ist eurer Meinung nach dran an der oft gehörten Theorie, Kinder, deren Eltern sich getrennt haben und die bei nur einem Elternteil, womöglich auch noch mit häufig wechselden Partnern, aufgewachsen sind, seien beziehungsunfähig(er) oder hätten sonstwie schneller ne Macke ab als Kinder aus intakten Familien?
    Eine Trennung der Eltern ist für Kinder sicherlich ein ziemlich heftiges Erlebnis, das mit Sicherheit auch langfristige, negative Folgen haben kann.
    Das heißt aber nicht, dass es unbedingt mit großen, langfristigen negativen Folgen verbunden sein muss und das heißt genau so wenig, dass ein Kind, das in einer intakten Familie aufgewachsen ist, nicht auch durch andere Dinge ähnliche Schäden davon tragen könnte.

    Es kommt eben auch immer auf die Trennungsgründe, die vorherige Beziehung und den Ablauf der Trennung an.
    Wenn sich die Eltern im Streit trennen und sich nicht mal mehr in die Augen schauen können, geschweige denn auch nur ein einziges normales Wort wechseln können, ist das für die Kinder sicherlich viel schlimmer wie eine geordnete und "zivilisierte" Trennung.

    Reicht Kindern der Wochenendpapa als männliche Bezugsperson (oder die Mama als weibliche)?
    Das kommt wohl immer auf das Kind an. - Aber insbesondere für Jungs finde ich es schon alles Andere als erstrebenswert, wenn sie nicht nur im Kindergarten und in der Grundschule nur oder fast nur weibliche Bezugspersonen haben, sondern das zu Hause weiter geht und sie wenn überhaupt nur einen "Wochenendpapa" als einzige männliche Bezugsperson haben.

    "Muss" man der Kinder wegen zusammenbleiben? Besteht da eine gewisse moralische Verpflichtung?
    Nein. Man muss nicht notwendigerweise unbedingt zusammenbleiben. - Keine Frau muss wegen der Kinder z.B. Schläge und Demütigungen durch ihren Mann akzeptieren und auch sonst gibt es einfach Situationen, in denen eine Trennung der einzig richtige Weg ist.
    Eine überhaupt nicht mehr funktionierdende Beziehung nur der Kinder zu Liebe aufrecht zu erhalten, ohne etwas an der Beziehung zu ändern, ist für die Kinder sicherlich auch alles Andere als gut...
    Aber trotzdem sind gemeinsame Kinder ein wichtiger Grund, warum man versuchen sollte, eine Beziehung zu retten, wo es noch etwas zu Retten gibt und eben nicht einfach so die Beziehung zu beenden.
    Hätte ich Kinder, würde ich mich ihretwegen dazu verpflichtet fühlen, mich für die Beziehung einzusetzen, zu versuchen, Probleme konstruktiv zu lösen, usw. und die Beziehung zu meiner Partnerin wirklich nur im schlimmsten Fall, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gibt, zu beenden.
     
    #14
    User 44981, 3 November 2009
  15. Minnesänger
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Diese "Theorien" sind wissenschaftlich untersucht und belegt:

    http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=13496707&top=SPIEGEL
     
    #15
    Minnesänger, 3 November 2009
  16. User 20526
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    Verheiratet
    Mir (ich war ca. 5, meine Schwester 3) ging es nie gut mit der Scheidung meiner Eltern, was wohl hauptsächlich daran lag, dass es meiner Mama selber sehr schlecht ging zu der Zeit. Die Trennung und Scheidung hat sich lange hingezogen und ich hab wohl auch einen ziemlichen Knacks abbekommen, da meine Eltern sich überhaupt nicht mehr verstanden haben. Zumindest habe ich starke Verlustängste und bin lange sehr introvertiert gewesen, was wohl auch an den schlechten Stimmungen lag, die ich von Anfang an aufgesogen hab (mein Vater war Alkoholiker).
    In meiner Therapie haben wir mal rumgegraben und festgestellt, dass die ganze Zeit um die Trennung meiner Eltern herum nicht gerade toll für uns Kinder war und daher viele Probleme kommen, mit denen ich mich heute herumschlage. Aggressionen, traurige Grundstimmung, soziale Ängste (der Grund für die Thera), Vertrauensprobleme. Alles nicht besonders ausgesprägt, aber doch vorhanden. Meine Schwester hatte extreme Probleme in der ersten Klasse, wollte nicht zur Schule und hat bis zur 2. Klasse ins Bett gemacht. Ich kann mir vorstellen, dass sowas daher kommt.
    Bei meinem Papa waren wir alle 2 Wochenenden, sind aber auch mit ihm auf Reisen gewesen und so, also der Kontakt war immer da, mal mehr, mal weniger. Nur ein richtig vertrautes Verhältnis habe ich nie zu ihm aufgebaut, was aber auch andere Gründe hat. Auch heute spüre ich immer noch dieses genervte Britzeln, wenn meine Eltern sich mal (hauptsächlich wegen uns) treffen und auch die Frage Unterhalt spielt immer noch(!) eine Rolle. Die beiden leben in verschiedenen Welten und hätten vielleicht lieber niemals aufeinander treffen sollen. Meine Mutter lebt inzwischen ihr Leben und ist total aufgeblüht. Mein Vater hatte seitdem keine Freundin mehr und ich habe immer das Gefühl, dass er ihr immer noch ein bisschen hinterhertrauert nach 20 Jahren!

    Nichts desto trotz finde ich es besser, wenn sich die Eltern rechtzeitig trennen, bevor es in einen Krieg ausartet, in den die Kinder mit reingezogen werden. Und wenn, dann sollten sich beide Seiten bemühen, fair miteinander umzugehen, denn Kinder spüren ALLES!
     
    #16
    User 20526, 3 November 2009
  17. Félin
    Félin (30)
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    offene Beziehung
    Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 10 war, meine Schwester war damals 8 und mein Bruder 7.
    Unter der Scheidung an sich haben wir drei nicht gelitten, viel mehr unter dem Rosenkrieg der dann danach stattfand, dass die Eltern nicht mehr miteinander geredet haben etc.
    Meine Schwester hat bis heute eine sehr enge Bindung zu unserem Vater (auch wenn wir keine regelmäßigen Wochenenden oder so hatten, wir haben uns aber regelmäßig gesehen, da er in der Stadt arbeitet, wo wir wohnten).

    Und ich denke, es war die richtige Entscheidung sich zu trennen, da meine Mutter im Verlauf der Ehe wohl weiter depressiv geworden wäre und das ist für Kinder sicherlich auch nicht toll.

    Mein Bruder hatte noch keine Beziehung, ich kenn aber logischerweise meine eigene und die Beziehungen meiner Schwester und würde uns beide nicht als beziehungsgestört bezeichnen oder sonstige Macken.
    Bei meinem Ex (auch Scheidungskind) sieht das anders aus, der hat wohl ne ziemliche Macke davon getragen und ist auch beziehungsgeschädigt, das kann man aber nicht verallgemeinern.

    @Minnesaenger: Tolle Studie, ohne Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die in einer intakten Familie aufgewachsen ist.
     
    #17
    Félin, 3 November 2009
  18. Miss_Marple
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Ja, mal wieder. Nicht sofort und nicht ohne alles zu versuchen, die Sache nochmal gerade gebogen zu bekommen. Aber im Moment hab ich einfach wenig Hoffnung, dass das dauerhaft gelingt. Und bei einem der heftigen Kräche der letzten Wochen hab ich auf die Tür gezeigt und ihm gesagt, er könne auch gehen, wenn unsere Tochter ihn so nerve. Seine Reaktion war dann eben dieses "Okay, wenn du das echt durchziehen willst. Züchte du nur noch so ne verkorkste Frau wie K.!" (K. ist seine Ex und sein Paradebeispiel für nach Trennung der Eltern beziehungsgestörte Frauen. Sie hat wirklich ein Problem mit festen Bindungen.)


    Ja. Das macht es ja so schwer.
     
    #18
    Miss_Marple, 3 November 2009
  19. User 75021
    Beiträge füllen Bücher
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    988
    Verheiratet
    Off-Topic:
    wenn du mit dem Gedanken spielst, dann überleg es dir gut und rede mal in aller Ruhe mit ihm. Trennung im Streit ist für alle Beteiligten ätzend. Vor allem für die kleine Maus. Aber, wenn du dich wirklich trennen möchtest, dann würde ich bedenken das es für sehr kleine Kinder/Babys einfacher ist sich umzugewöhnen.
    Meine Tochter war damals fast 2 und sie hat nicht viel von der Trennung etc mitbekommen. Für sie ist es normal das wir ohne Papa leben und sie kann sich nicht an die Zeit erinnern wo wir alle zusammen gelebt haben. Mein Sohn war fast 4 und hatte erst mal hart daran zu knacken. Er hat seinen Papa (obwohl er die Kids die erste Zeit fast täglich gesehen hat) sehr vermisst.
    Zöger deine Entscheidung nicht zu lange raus.
    Viel Glück!!
     
    #19
    User 75021, 3 November 2009
  20. User 88899
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Meine Eltern haben sich vor rund 20 Jahren getrennt, aber nie scheiden gelassen, da sie zusammen einen Betrieb hatten. Es änderte sich insofern, als dass mein Vater halt in den einen Hausteil zog und meine Mutter in den anderen (war zum Glück ein sehr großes Haus, in dem zwei getrennte Haushalte Platz hatten) und jeder eigene Beziehungen führte. Für mich war nur wichtig, dass eben kein Elternteil aus der Welt ist (auch wenn ich meinen Vater eh nie viel sah) und dass sie sich nciht mehr so zofften, darunter hatte ich nämlich am meisten gelitten. Es war scheiße, oben im Zimmer zu sitzen und trotz Musik oder Kinderhörspiel zu hören, wie sie unten streiten. Das war dann aber vorbei und mir gings besser, auch wenn ich wusste, dass sie jetzt nur noch pro forma verheiratet sind, weil eine Scheidung sehr kompliziert gewesen wäre. Mir war mehr oder weniger egal, dass sie getrennt waren, ich verstand sogar als Kind schon, dass sie sehr verschieden waren und es dann keinen Sinn hat. Und die geklärten Fronten waren mir demnach lieber.

    Edit: Ach so, ich seh mich selbst als nicht geschädigt;-) und auch nicht als beziehungsunfähig, im Gegenteil, ich bin mit meinem Freund seit über 10 Jahren zusammen (und er ist auch ein Trennungskind).
     
    #20
    User 88899, 3 November 2009

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