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Scheidungskind

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von wirbelsturm, 1 September 2006.

  1. wirbelsturm
    Ist noch neu hier
    723
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    0
    vergeben und glücklich
    Hallo ihr.

    Hier gibt es sicher auch scheidungskinder wie mich. Ich hatte eigentlich immer gedacht irgendwann gewöhnt man sich daran, das ein elternteil weg ist, sogar schon jmd neues diesen teil ersetzt,oder es versucht.
    Die trennung meiner eltern ist jetzt schon sechs jahre her,eine lange zeit, aber noch nich lang genug um die wunden zu heilen. Der tag der trennung kommt mir vor wie gestern. Ich erinner mich noch an den streit der damals zwischen meinen eltern war. Ein streit von vielen in dieser zeit. Eigentlich bestand es damals nur aus streit. Dann rief mich meine mutter zu sich. Sie saß allein im Wohnzimmer. Ich solle doch zu meinem vater gehen, der leigt im Schlafzimmer. Er lag da auf dem bett und hat geweint. Die ganze zeit.ich saß daneben,was sollte ich nur tun?ich habe mich so hilflos gefühlt!es war die hölle auf erden damals,ich hatte meinen vater noch nie weinen sehen.er war immer der starke,und jetzt lag er da.
    Die zeit nach der trennung war die hölle, der kühlschrank war so gut wie immer leer, sachen bekamen wir nur noch von den großeltern, mein vater hatte uns einen riesigen schuldenberg hinterlassen.
    Meine mutter war psychisch am ende. Uns erzählt sie jeden Mittwoch sie müsse zum arzt, erst jahre später fand ich heraus, das es ein Psychiater war.
    Meine mutter schleppte immer mehr Bekanntschaften aus dem internet an, wurde von jedem enttäuscht.
    Irgendwann lernte sie dann diesen neuen kennen. 2000 heirateten sie und bekamen einen sohn.den neuen habe ich bis jetzt noch nich ins herz geschlossen.andauernd gibt es streit.
    Es gibt nur noch streit. Überall, immer.
    Mein vater kümmerte sich einen scheiß Dreck um uns.zahlte keinen unterhalt, wir konnten ihn nicht mehr sehen.wenn wir glück hatten,einmal im Jahr, zu weihnachten.zwei tage. Danach war immer die hölle los. Ich und meine schwester waren so am boden, wir hatten unseren vater wieder gesehen, wir wollten nich zurück. Ich hatte angst ihn überhaupt nich mehr zu sehen. Diese tage waren immer die schönsten, der abschied dafür umso schwerer.
    Aber der kontakt wurde immer unregelmäßiger. Es ging vors gericht. Ich musste mit, wurde befragt, zum Verhältnis meines Vaters, zu meiner mutter,zu allem.wurde regelrecht gezwungen mein inneres nach außen zu kehren. Es wurde um das sorgerecht geklagt. Wie es ausgegangen ist weiß ich bis heute nicht.
    Wir mussten seinen lohn pfänden damit wir unseren unterhalt bekamen. Mein vater wurde immer abweißender zu uns.dabei war ich doch immer sein lieblingskind.
    Eine zeitlang sahen wir ihn aller zwei wochen am Wochenende. Auch da gab es wieder streit- mit seiner neuen Freundin. Sie wollte nicht das wir kommen, weil wir ihr immer unseren vater wegnehmen. Ich stand immer im Mittelpunkt dieses streites, denn meine schwester ging spielen, aber ich wollt etwas von meinem vater haben.
    Später sind wir wieder in seine nähe gezogen, da wohnten wir früher schon mal, und haben uns ein haus gebaut.
    Trotzdem sehe ich meinen vater genauso selten. Wir schreiben Emails, aber das ist nich das selbe wie ihn zu sehen.
    Wie sehr kann eine scheidung ein kind verändern, verformen? Ich habe eines an mir festgestellt. Es fällt mir sehr schwer abschied von Personen zu nehmen, die ich liebe, aber sehr selten sehe. Immer versuche ich den abschied so lang wie möglich rauszuzögern- wie damals bei meinem vater.wenn diese Person dann aber doch geht, bricht es mir das herz, die angst sie nich mehr wiederzusehen kommt hoch. Genauso bin ich total harmoniesüchtig. Ich versuche jedem streit aus dem weg zu gehen.wenn dann aber doch mal wut in mir hochbricht, schlägt sich sobald wieder in taurigkeit um.ich will nich streiten, denn die folgen eines streites habe ich hart über jahre hinweg selber spüren müssen.

    Seid ihr auch scheidungskinder?wie geht ihr damit um?
     
    #1
    wirbelsturm, 1 September 2006
  2. Stonic
    Stonic (41)
    Grillkünstler
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    298
    1.769
    Verheiratet
    Scheidung ja Kind nein da ich damals schon 23 oder 24 war und bei meinen Eltern war es so das ich es nicht genau mitbekommen habe.
    Ich kam aus dem Urlaub zurück und erfuhr von meinem Vater das er ausgezogen war zu seiner Neuen.

    Naja das Verhältnis zu meinem Vater ist bis heute nicht wirklich besser geworden weil er einfach alles versucht um meine Mutter fertig zu machen deswegen kann ich dir nciht unbedingt helfen bei der Frage inwiefern sich ein Kind verändert.
    Ich weiß nur das ich niemals so werden möchte wie mein Vater obwohl er früher echt mein Vorbild war
     
    #2
    Stonic, 1 September 2006
  3. Félin
    Félin (30)
    Meistens hier zu finden
    1.302
    133
    26
    offene Beziehung
    Ich wei0ß nicht mehr, wie es damals war. Es gab keine offensichtlichen Streitereien, sie haben sich irgendwie einfach so getrennt.

    Zuerst ist mein Vater ausgezogen, 2 Jahre später wollte er aber wieder zurück ins Dorf, also sind wir umgezogen.
    Dann waren sie auch geschieden und dann fing der Streit erst richtig an. Sie redeten nicht mehr miteinander, geschweige denn, dass sie gemeinsam zu einer Veranstaltung gegangen wären.
    Und dann hat mein Vater nicht mehr genug Unterhalt für usn Kinder gezahlt und uns damit quasi dazu gezwungen, ihn zu verklagen. Leider war ich da auch schon 18 und musste selbst vor Gericht erscheinen und sagen, dass ich auf Unterhalt bestehe -> das Verhältnis zu meinem Vater war daraufhin ziemlich im Minusbereich

    Mittlerweile geht es wieder, vor allem seitdem ich zuhause ausgezogen bin.
    Schade finde ich, dass mein Vater nicht so ist wie sein Bruder, mein Lieblingsonkel. Der wäre nicht so egoistisch wie mein Vater
     
    #3
    Félin, 1 September 2006
  4. SexySellerie
    Sehr bekannt hier
    5.299
    173
    8
    Single
    Auch,wenn es makaber klingt: Die (leider noch nicht vollzogene) Scheidung meiner Eltern war das Beste, was mir passieren konnte.
    Meine Mutter ist psychisch krank, hat mich jahrelang fertig gemacht und ich will nie, nie wieder etwas mit ihr zu tun haben.

    Zum Thema: Ich steh dem Thema offen gegenüber. Für einige gibt es die Ehe bis zum Tod, andere schaffen es nicht. Ich glaube, das ist Glückssache. Wenn gesagt wird, dass jede zweite Ehe geschieden wird, muss man immer bedenken, dass die andere Hälfte zusammenbleibt.
    Ich bin leider recht unsensibel, was das Thema Scheidungskinder angeht und kann mir ehrlich gesagt auch gar nicht vorstellen, wie sehr man darunter leiden kann. Wenn ich das so bei dir lese, leidest du nicht explizit unter der Scheidung deiner Eltern, sondern eher unter dem Verhalten deines Vaters. Das sind für mich zwei Paar Schuhe.
    Es gibt genauso viele Scheidungskinder, die mit beiden Elternteilen noch sehr gut auskommen und die Scheidung ihrer Eltern respektieren und damit klar kommen.
     
    #4
    SexySellerie, 1 September 2006
  5. User 50283
    Sehr bekannt hier
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    168
    441
    nicht angegeben
    *meld* ich bin auch ein Scheidungskind. Ist Jahre her, und ich wohne bei meinem Vater.
    Meine Ma hat nen Neuen, mit dem ich allerdings nicht gut klarkomme, sie hat sich selten bei mir gemeldet - wir interessieren uns nicht füreinander, ist schon okay, wie es ist. Klar fehlt es mir, mit meiner Ma "Frauengespräche" zu führen, sie über ihre Jugend, ihre Studienzeit, ihr ganzes Leben auszufragen, ihre Fruendinnen und Freunde... aber im Großen und Ganzen sind wir uns gleichgültig.
    Zu meinem Vater habe ich ein wunderbares Verhältnis, in meinem Umfeld gibt es keinen, der zu einem seiner Eltern ein ähnlich Gutes hat. :smile: Er hat hin und wieder eine neue Fruendin, zeitweise wohnen sie sogar bei uns. Mit einigen verstehe ich mich nicht, andere hingegen schließe ich wirklich ins Herz. Die aktuelle Fruendin und ihr Kind besonders (sie werden bei uns einziehen). Ich bin froh, dass die Fruendin zu uns zieht, sie ersetzt mir momentan meine Mutter, ist Fruendin und Mutter in einer Person. Zu ihr kann ich immer kommen, sie ist für mich da. Andererseits fragt auch sie mich um Rat, ich war es, die bei ihrem neuen Arbeitgeber für sie angetanzt ist und eine Art "Vorstellungsgespräch über drei Ecken" geführt hat... ich glaube, zu ihr würde ich auch den Kontakt halten, sollten sie und mein Vater sich trennen.

    Die Scheidung, die Streitereien... keine sonderlich schöne Erinnerung, aber es gibt wesentlich mehr Dinge, die mich viel tiefer getroffen haben als das. Es lag nicht an mir, ich konnte nichts dafür. Außerdem war ich 10 Jahre alt und habe meine Eltern nicht mehr dringend gebraucht, das Meiste musste ich sowieso selbstständig machen. Nach der Schule war nie jemand zu Hause, auch sonst hat sich keienr um meine Belange gekümmert (Zahnarzt,...).

    Das Einzige, was mich wirklich traurig gemacht hat war die Tatsache, dass meine Ma an meinem 13. Geburtstag im Urlaub war, kein Anruf, keine SMS, keine Karte, einfach nichts. Ich habe den Tag zu vergessen versucht und die Zähne zusammen gebissen, trotzdem tat diese Ignoranz ungemein weh. Ich glaube, dieser Geburtstag als Symbol für ihre Gleichgültigkeit war schlimmer als die Scheidung an sich. Vorher war das Desinteresse ungewiss, da war alles klar. Alle Streits, alle zerbrochenen Vasen, Teller, Tassen, Gläser, alle Tränen und fliegenden Bücher, Schläge, Türenknallen, sogar tagelanges Schweigen, das war besser zu ertragen als dieser eine Geburtstag. Ich habe neben dem Telefon gewartet, sie gedanklich beschworen, doch anzurufen... gehofft, bis es Abend wurde. Es tat so weh.
    Jetzt freue ich mich auf meine "neue Mutter".

    Außerdem habe ich wertvolle Erfahrungen gemacht, ich hoffe, ich werde mich meinem Kind gegenüber anders verhalten. Es war unglaublich schlimm, dass die Hauptbezugsperson von einem Tag auf den anderen kommentarlos, ohne Erklärung, aus meinem Leben verschwand.
    Trotzdem gibt es Schlimmeres. Was solls, die Scheidung hat mich selbstständiger und autonomer gemacht, außerdem habe ich gelernt, wie wertvoll Fruende sein können, und dass man niemals nur eine Bezugsperson haben sollte, an die man sein ganzes Herz hängt. Ich habe meine Unabhängigkeit zu schätzen gelernt und werde sich erst für ein Kind aufgeben. Ohne Trennung weiß ich nicht, ob ich jemals so frei geworden wäre. Mir musste die Meinung andere Leute (kleines Dorf, Vorurteile, konservativ...) egal sein, diese Einstellung ist verdammt wertvoll.
    Off-Topic:
    Ist wohl ein wenig lang geworden, kamen so viele Erinnerungen, musste das einfach mal aufschreiben.
     
    #5
    User 50283, 1 September 2006
  6. Munky
    Munky (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    73
    91
    0
    nicht angegeben
    ich bin froh, dass ich bei der scheidung damals erst 2 jahre alt war und somit überhaupt nix mitbekommen habe.wie oft ich meinen bioligschen vater gesehen habe kann man an einer hand abzählen, obwohl er in der gleichen stadt wohnt wie ich. habe aber auch nicht das bedürfnis ihn zu sehen, da er für mich "nur" mein erzeuger ist. der neue mann meiner mutter ist für mich mein vater, da er mich hat aufwachsen sehen und mich auch sofort akzeptiert hat. war damals 6 als meine mutter ihn kennengelernt hat.

    @threadstarterin
    wenn ich deinen herzergreifenden beitrag lese, bin ich echt froh, dass ich sowas nicht miterleben musste. tut mir leid für dich
     
    #6
    Munky, 1 September 2006
  7. schnittchen
    Verbringt hier viel Zeit
    620
    103
    3
    nicht angegeben
    ich bin kein scheidungskind.
    und ich hoffe auch nie, dass ich es werde!!!! *toi.toi.toi*
    auch wenn ich schon 24 bin und lange nicht mehr zuhause wohne, wäre es das schlimmste für mich, was ich mir vorstellen könnte.

    ich finde es ungemein traurig eure geschichten zu hören, auch wenn ich euch nicht kenne schmerzt mich das total und bewundere wirklich diejenigen, die damit "gut" klar kommen (was natürlich auch immer was mit der vorgeschichte zutun hat).
     
    #7
    schnittchen, 1 September 2006
  8. wirbelsturm
    Ist noch neu hier Themenstarter
    723
    0
    0
    vergeben und glücklich
    ja,okay.aber welches kind leidet schon mehr an der scheidung an sich als eher an den folgen?
     
    #8
    wirbelsturm, 1 September 2006
  9. Packset
    Gast
    0
    ich bin nauch ein scheidungskind.
    sogar ein mehrfaches, mein dad ist mittlerweile zum 4. mal verheiratet.
    ale es hieß meine eltern lassen sich scheiden, war ich froh denn meine mum ist alkoholikerin und es gab jeden tag streit und wen nichmit ihr allein war auch mal schläge.
    von der scheidung an sich hab ich nicht viel mitbekommen.
    ich weiß nur eins das mein geliebter daddy sich zu einem monster zu einem arsch entwickelt hat.
    er war früher so liebevoll und zärtlich und jetzt ist er bösartig und grausam und der schrecklichste mensch den ich kenne. ich bin mittlerweiel soweit das ich meinen vater hasse. und ich denke das ist auch eine auswirkung der scheidung, denn seitdem hat er sich verändert.

    das ist nie ganz einfach und das schlimmste ist das man als kind trotz aller bemühungen der eltern, rausgehalten zu werden ein knacks wegkriegt. ich z.b. kann schlecht vertrauen, um mein vertrauen zuerringen braucht man ne menge zeit und geduld.
    es gibt ja auch eltern die ziehe ihre kinder bewustt mit rein, das finde ich unter aller sau.
    was die threadstarterin auch geschrieben hat: man wird für die streitereien der eltern verantwortlich gemacht unterbewusst oder offen.
    der vater hat seine wut übder die mutter an den kindern ausgelassen.
     
    #9
    Packset, 1 September 2006
  10. wirbelsturm
    Ist noch neu hier Themenstarter
    723
    0
    0
    vergeben und glücklich
    bei welchem elternteil wohnt ihr jetzt?kümmert sich um euch noch der teil,der weggegangen ist?
     
    #10
    wirbelsturm, 1 September 2006
  11. SexySellerie
    Sehr bekannt hier
    5.299
    173
    8
    Single
    Ich wohne seit kurzem alleine, habe davor bei meinem Vater gewohnt.
    Zu meiner Mutter habe ich seit 3 Jahren keinen Kontakt mehr und will auch nie wieder welchen haben. Sie zahlt mir keinen Cent Unterhalt, aber da ich wegen ihrer Unterhaltsverweigerung bald Hartz IV beantragen darf, werde ich sie jetzt verklagen.
     
    #11
    SexySellerie, 2 September 2006
  12. Knuddelmaus18
    Verbringt hier viel Zeit
    57
    91
    0
    Single
    ich bin auch (zum glück) kein scheidungskind.
    aber ich arbeite bei einer anwältin die überwiegend familienrecht macht. und ich krieg es tagtäglich mit das Scheidungen immer sehr zu lasten der Kinder ausgetragen wird.
    es gibt heutzutage nur sehr wenig die sich trennen und dann auch noch "normal" miteinander reden können.
    ich finde es einfach nur traurig da sich diese personen einmal geliebt haben und auch kinder zusammen gezeugt haben und sich dann so einen krieg zu geben kann ich nach 4 jahren arbeiten immer noch nicht verstehen.

    passt vielleicht jetzt nicht direkt zu der frage der threadstarterin aber ich musste es einfach mal los werden
     
    #12
    Knuddelmaus18, 2 September 2006
  13. Browneyedsoul
    Verbringt hier viel Zeit
    527
    101
    0
    Verheiratet
    die trennung meiner eltern (sie sind noch net geschieden, wegen den kosten) vor 5 jahren war das beste was mir passieren konnte.
    mein vater war aggressiv und ein choleriker und hat meine mutter und meinen bruder öfters geschlagen, nur mich net (zum glück).
    irgendwann hat er meine mutter mitten in der nacht rausgeschmissen und als ich morgens wach wurde war sie nimmer da :cry:
    mein vater hat mich damals geweckt und gesagt ich solle mit dem hund gassi gehen, was ich dann auch gemacht hab.
    dann hat mich meine ma auf meinem handy angerufen und mir alles erzählt und mich gefragt ob ich auch zu meiner oma kommen wolle.
    ich war mit 14 natürlich total überfordert mit der situation und bin erstmal wieder hoch zu meinem vater und hab getan als wenn nix gewesen wäre.
    dann kam er in mein zimmer und hat gesagt ich soll das hundevieh mitnehmen und zu meiner mutter abhauen :cry:
    hab dann den schlüssel genommen und wollte gehen, den schlüssel hat er mir wieder abgenommen.
    bin dann zu meiner oma und hab erstmal nur geweint.

    zu meinem vater hatte ich immer gelegentlich kontakt, aber nur von meiner seite aus.
    irgendwann wars mir zu blöd und ich hab mich nimmer gemeldet, das is jetzt 3 jahre her.und von ihm hab ich auch nie mehr was gehört...

    die trennung an sich war das beste was mir passieren konnte, nur das verhalten von meinem vater macht mich auch heute noch manchmal ziemlich traurig und wütend!

    war damals auch bei ner psychologin weils mich so belastet hat.
     
    #13
    Browneyedsoul, 2 September 2006
  14. Sit|it|ojo
    Gast
    0
    Tragisch ist es schon, aber sich Jahre lang darüber ein Kopf zu machen ist Unsinn!

    Die Zeit heilt die Tränen, so würde ich es mal behaupten.

    Meine Eltern waren 11 Jahre verheiratet und haben sich ab meinem 13 Lebensjahr nur in der Wolle gehabt! Bis ich einestages auf den Tisch gehauen hab und gesagt hab es reicht. Ich habe sie vor die Konsequenzen gestellt: Entweder sie hören auf, trennen sich, oder ich zieh von zuhause aus, dass war glaub ich mit 15-16 Jahren.

    Naja meine Mutter erzählte mir dann das sie nur mir zuliebe geblieben ist, weil sie gedacht hat sie nimmt mir mein Vater, denn ich aber nie hatte.

    Ich war eigentlich heilfroh das sie getrennte Wege gegangen sind, da mich meine Mutter eh fast restlos allein aufgezogen hat hat es mir auch nichts aus gemacht mein Vatter zu "verlieren". Ich bat sie sogar schon förmlich drum dem Terror endlich ein Ende zu setzen, andernfalls hätte ich es für mich getan.

    Ich würde jedem Elternteil dazu raten sich wenn es echt massive Probleme in der Beziehung gibt, sich scheiden zu lassen. Es gibt meiner Meinung nach nichts schlimmeres als den ewigen Streit, beider Parteien. Mich hat der Jahre lange Streit regelrecht gefühlskalt gemacht. Ich bin zwar für alle Probleme meiner Mitmenschen da, aber meine Eigenen halt ich immer hinter 5 Türen und 30 Schlössern.

    Vll hab ich auch Glück das meine Eltern nicht so kindisch sind und versuchen sich gegenseitig ans Bein zu pinkeln. Ich seh jedes 2 Wochenende mein Dad, er kommt hier vorbei wäscht ab und an seine Wäsche hier, isst mit uns usw. Was das angeht hab ich wohl Glück. Würde man mich aber vor die Entscheidung stellen, würde ich immer für eine Trennung sein, dass tut dem Kind zwar in den ersten Wochen-Monaten weh, aber nicht so lange wie eine Kaputte Beziehung, wo es Tag täglich Streit gibt.

    mfg
     
    #14
    Sit|it|ojo, 2 September 2006
  15. *Cara*
    *Cara* (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    2
    Verliebt
    Da kann ich mich wohl zu den "glücklichen" Scheidungskindern zählen!

    Meine Eltern sind seit mehr als 10 Jahren getrennt. Was damals genau vorgefallen ist weiss ich nicht, mein Vater hat meine Mutter betrogen, meine Mutter hat ihn erwischt und sie haben sich getrennt.

    Sicher habe ich mir auch gewünscht, dass mein Vater wieder zu uns zurückkommt. Allerdings habe ich bis heute ein sehr inniges Verhältnis zu meinem Vater, der inzwischen im Ausland (Asien) lebt. Ich habe ihn in der ersten Zeit etwa alle zwei Wochen besucht. Vor etwa 6 Jahren bekam er die Stelle im Ausland. Seit daher sehe ich ihn nur noch ein- bis zweimal im Jahr, was mich auch oft sehr traurig macht. Mein Vater ist für mich mehr als bloss ein Vater, ich liebe ihn sehr und habe ein riesiges Vertrauen in ihn. Wenn es mir schlecht geht (egal was, Streit mit Freunden, dem Freund, zuhause, Schule läuft schlecht, miesen Arbeitstag, ...), er ist immer für mich da. Ich war auch immer traurig wenn ich bei ihm wieder weg musste und auch heute weine ich nach jedem Urlaub bei ihm wie ein Schlosshund (und jetzt übrigens auch schon wieder :cry: ).

    Meine Mutter hat vor einigen Jahren noch einmal geheiratet. Wir haben nun ein "schönes" Leben. Ich habe noch Geschwister gekriegt, gegen die ich mir zu Beginn mit aller Macht gewehrt hatte, ich heute aber um keinen Preis mehr hergeben würde. Mit meiner Mutter verstehe ich mich immer besser und ihren neuen Mann - naja, es gab nie grössere Probleme, ich mag ihn aber auch nicht besonders.

    Alles in Allem kann ich mich wohl wirklich glücklich schätzen, wenn ich da deine Geschichte lese, Wirbelsturm, fällt mir das wieder einmal so richtig auf.
    Meine Eltern verstehen sich auch heute nicht schlecht. Wenn mein Vater zu Besuch in der Schweiz ist, kommt er jedesmal auch zu uns zum Essen oder so, das ist dann nie ein Problem, sie unterhalten sich einfach ein wenig distanziert über das Wetter oder so :tongue:

    Wie eine Scheidung die Kinder verändern kann weiss ich nicht. Ich habe an mir keine explizite Veränderung festgestellt. Ich war (vor meinen Halbschwestern) ein Einzelkind, das ist wohl auch noch einmal anders. Oft können sich ja Geschwister in einer solchen Situation Halt geben, ich hatte niemanden.. Vielleicht hat mich das irgendwo stärker gemacht als andere, vielleicht war ich auch etwas reifer als andere, da meine Mutter oft noch arbeiten war um unseren Lebensunterhalt zu bezahlen (mein Vater hat aber auch für mich bezahlt, Geld war und ist bei uns nie ein Thema!).
     
    #15
    *Cara*, 2 September 2006
  16. tommygirl
    tommygirl (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    40
    91
    0
    vergeben und glücklich
    jo, ich bin auch ein scheidungskind.

    ich hab keine ahnung wo meine mutter ist, und wie´s ihr geht, und seit meinem 9.lebensjahr hab ich auch gar keinen kontakt mehr zu ihr.
    sie kann tot sein, oder nicht, ich würde es nicht wissen.
    dann hab ich noch 2 halbbrüder, die leben in spanien, zu denen hab ich auch kein kontakt, aber irgendwann, wenn ich es wirklich will, geh ich sie suchen.

    meine mutter hat meinen vater verarscht und betrogen, und dann unser haus angesteckt. und sie hat nicht mal zu ihren eigenen elter kontakt, ich glaub sie ist psychisch am ende.

    und wenn ich irgendwann für ihr scheiß altersheim zahlen soll,weil sie kein geld hab, dann verklag ich sie, aber für die geb ich keinen cent aus!

    klar, mir fehlen auch frauengespräche, vor allem, wenn ich fragen wegen der Pille hab, oder auch früher, das erste mal verliebt sein und so, aber mittlerweile bin ich älter und reifer geworden, und hab verstanden, was das für eine person ist. und auf solche personen kann ich gut verzichten.

    an deiner stelle, würd ich echt mal mit deinem dad reden und ihm die ganze sache erklären, und wenn danach immernoch nix passiert musst du´s einfach begreifen, dass ihr ihm nicht soviel wert seid, klingt hart, aber so ist das leben
     
    #16
    tommygirl, 2 September 2006
  17. Numina
    Numina (29)
    ...!
    8.784
    198
    96
    Verheiratet
    Ja, ich bin auch ein Scheidungskind.
    Anders als so viele von euch aber ein sehr glückliches. Eins von denen, um die sich nach der Scheidung beide Elternteile gemeinsam gekümmert haben. Ich konnte immer soviel Zeit wie ich wollte mit meinem Vater verbringen, meine Mutter und ich sind damals nur ein paar Straßen weitergezogen. Es gab keinen Rosenkrieg, keinen Streit, sie haben was mich angeht das Sorgerecht geteilt und sich immer abgesprichen, wenns um mich ging. Sie sind auch heute immer für mich da, zu jeder Tages und Nachtzeit, und wenn nötig auch beide gemeinsam.
    Der Kontakt und das Verhältnis zu meinem Vater hat unter der Scheidung nicht gelitten, ich war immer sehr zufrieden, konnte ihn jeden Tag sehen.
    Und ich bin dankbar dafür, dass meine Eltern mir gezeigt haben, dass es besser für mich war, wenn sie glücklich geschieden sind, als unglücklich verheiratet.
     
    #17
    Numina, 2 September 2006
  18. PeterLicht
    PeterLicht (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    335
    103
    3
    Single
    Ich gehöre auch dazu. Als ich 14 war (vor drei Jahren) haben sich meine Eltern getrennt. "Auf Zeit" ist mein Vater erstmal ausgezogen, um etwas Abstand zu gewinnen und später wiederzukommen. Ich kann mich noch gut an den Abend erinnern, als ich und meine Schwester es erfuhren, damals war es wie ein Schlag mit einem Baseballschläger auf den Kopf. Ich konnte nicht glauben, was ich da hörte. Ich will nicht sagen, wir waren eine "Bilderbuchfamilie", aber es war irgendwie alles geregelt, wir hatten nie irgendwelche Probleme, wir wurden lieb erzogen, Es war einfach eine Familie... Ich kann es nicht beschreiben. Ich habe mich irgendwie immer glücklicher geschätzt als andere, was meine Familie angeht.
    Jedoch habe ich auch mitbekommen, dass sie sich oft gestritten haben. Besonders natürlich am Ende. Ich habe gesagt sie sollen schwören, dass sie sich nicht trennen - und das taten sie auch. Eigentlich hatte ich aber nie wirklich damit gerechnet. Dafür waren wir eine zu "gute" Familie. Trennung der Eltern, das war wie eine entfernte Alptraumvorstellung, die eh niemals eintreten würde.

    Ich habe versucht es zu ertragen, habe mir eingeredet oder eigentlich war ich mir sicher, dass mein Vater nach dem geplanten Zeitraum wieder zurückkehren würde. Anders konnte es in meiner Vorstellung gar nicht sein.
    Während dieser Trennungszeit habe ich dann durch heimliches Lesen der E-Mails meiner Mutter herausbekommen, dass mein Vater mal ein Verhältnis mit einer anderne Frau hatte. Ich habe mit meiner Mutter geredet und sie hat es sehr diplomatisch beantwortet: "Sich in jemand anderen zu verlieben heißt, dass etwas in der Ehe nicht stimmt. Man kann nichts dafür sich zu verlieben, aber der Kontakt ist jetzt abgebrochen und er hat auch keinen Kontakt mehr zu der Frau. Und wir schaffen das jetzt alles."
    Sie wollte mir allerdings nicht sagen, wer die Frau war.
    Natürlich war ich mir auch sicher, dass sie recht behalten würde. Anders konnte es in meiner Vorstellung gar nicht sein.
    Und trotz Verdrängungsversuchen würde ich wie ins kalte Wasser geworfen. Das konnte gar nicht sein, dass mein anständiger, netter Familienvater eine Beziehung zu einer anderen Frau hatt. Ich konnte und wollte es nicht realisieren und glaubt mir, dass habe ich bis Heute noch nicht.

    Genau einen Monat nach dem mein Vater ausgezogen war, trafen sich meine Mutter und er und sind Essen gegangen. Als sie wiederkamen war erst alles ganz normal, ich war mit etwas anderme beschäftigt und habe sie nicht so wahrgenommen. Sie meinten sie müssten mit uns reden, aber ich hatte gerade keine Lust. Sie bestanden darauf und plötzlich wurde ich wie aus einem Traum hochgerissen und in mir bahnte sich etwas an. Natürlich habe ich mir eingeredet, dass sie mir sagen, dass mein vater demnächst wieder einzieht.
    Doch während mein Vater sprach, konnte ich nciht mehr an der Realität vorbei schauen.
    Er hatte das Verhältnis zu der anderen Frau schon länger wiederaufgenommen gehabt und- bei den Worten bin ich aus dem Zimmer gelaufen und habe mich in meinem Zimmer eingeschlossen. Er hatte alle betrogen: Die mich, meine Mutter, meine Schwester, die Eheberatung, bei der die beiden waren...
    Eigentlich weiß ich gar nicht mehr, was alles passiert ist. Es war wie in einem Traum. Natürlich waren alle am weinen, nur bei meinem Vater weiß ich es nicht mehr, ich habe ihn im Leben höchstens einmal weinen gesehen und selbst da waren es nur kleine Wasseransammlungen im Auge. Irgendwann habe ich wieder aufgeschlossen und mein Vater kam rein und sagte mir, wer diese Frau ist. Das war nocheinmal ein Schlag oben drauf.
    2001 waren mein Vater und die Mutter einer Klassenkameradin als Eltern-Begleiter mit auf eine Klassenfahrt nach England gefahren. Lernten sich kennen und haben sich angeblich "erst später" in einander verliebt.

    Ich war nur noch am weinen, wollte aber auch nicht, dass mich meine Mutter oder meine Schwester (zum damaligen Zeitpunkt 12 Jahre alt), die noch schlimmer dran war als ich mich drückte.
    Die beiden haben meinen Vater angeschrien und rausgeworfen, nur ich konnte das nicht. Ich habe ihn sogar nocheinmal umarmt, weil ich wusste, dass ich ihn nun sehr lange nicht wiedersehen würde und es auch nicht wollte.
    Ich glaube es waren 5 Wochen in denen wir uns nicht gesehen haben oder Kontakt hatten...vielleicht waren es auch nur 2, ich weiß es nicht mehr.
    Mit der Klassenkameradin habe ich seitdem kein einziges Wort mehr gesprochen. Seit der 11. Klasse jedoch habe ich verschiedene Kurse mit ihr, aber ich ignoriere sie. Ein Teil der Verdrängung. Ich denke einfach nicht daran. Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Vater da jetzt bei der zu Hause sitzt. Ich weiß es, aber ich glaube es nicht. Ich sehe meinen Vater ca 1 Mal in der Woche und wenn ich ihn nicht sehe, existiert er für mich einfach nicht. Ich KANN es nicht realisieren, was da passiert ist. Ich glaube es nicht, ich habe es immernoch nicht verarbeitet. Zuletzt war mein Vater im Urlaub auf Griechenland, ich mache mir darüber keine Gedanken, frage nicht nach, wie es war, tue so als wäre nichts.
    Doch vor einigen Tagen erzählt diese Klassenkameradin im Spanisch-Unterricht, dass sie im Urlaub auf Griechenland war. Das war wieder wie ein Hammerschlag. Ich habe meinen Vater noch nie mit der neuen Frau zusammen gesehen, geschweige denn mit den Kindern. Somit existiert diese Bezihung für mich nicht.
    Ich kann es einfach nicht glauben.

    Lange Zeit nach der Trennung haben sich meine Eltern auf die übelste Weise gestritten. Darunter habe ich sehr gelitten. Aber es gab nie Gewalt oder Probleme mit der Unterhaltszahlung. Und mit der allgemeinen finanziellen Aufteilung. Dafür bin ich sehr dankbar. Meine Eltern haben alles immer sehr vernünftig regeln können.

    Die Folgen sind, dass ich nichts an mich ranlasse. Ich erzähle niemandem meine Gefühle und ich verschließe mich allen Gefühlen, die das Thema anbelangen oder darüber hinausgehen. Ich verdränge alles. Ich weine nicht, ich kann nicht darüber reden. Ihr glaubt gar nicht wie schwer es mir gefallen ist, diesen Text zu schreiben. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich darüber so geredet bzw geschrieben wie jetzt.

    Der Post hat jetzt schon Rekordlänge, obwohl ich noch stundenlang weiterschreiben könnte.

    Ich danke allen, die ihn trotzdem gelesen haben.
     
    #18
    PeterLicht, 3 September 2006
  19. Sit|it|ojo
    Gast
    0
    Das kenn ich, bin selbst so :zwinker: Man hats manchmal aber auch leichter wenn man bei seinen eigenen Gefühlen eher kalt ist. Auf dauer tut's einem aber nicht gut. Ich merk das bei mir das ich in bestimmten Situationen kurz vor dem Platzen stehe.

    mfg
     
    #19
    Sit|it|ojo, 3 September 2006
  20. PeterLicht
    PeterLicht (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    335
    103
    3
    Single
    Es tut einem aufjedenfall nicht gut, aber selbst wenn ich wollte, ich wäre nicht in der Lage mich zu ändern.
    Manchmal denke ich, würde ich das alles an mich ranlassen, ich würde auf der Stelle kaputt umfallen. Denn ich habe noch so viele andere Sorgen, die mich fertig machen...

    Aber es ist genauso wie bei dir: Ich kann mich unglaublich gut mit den Problemen andere beschäftigen, kann einfühlsam sein und gut zuhören, kann gute Tipps geben... aber bei mir selbst hört es auf.
     
    #20
    PeterLicht, 3 September 2006

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