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Schlimme Beziehungszweifel.. hilflos..

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von _whiteshadow_, 10 Oktober 2008.

  1. _whiteshadow_
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    in einer Beziehung
    Ich kenne meine Freundin jetzt seit fast 1,5 Jahren. ich bin 26 Jahre alt, sie 24. Letztes Jahr waren wir das erste mal zusammen, für 3 sehr schwierige Monate. Sie war grad erst aus ihrer alten Beziehung raus und noch nicht bereit für was neues und das hat der Beziehung das genick gebrochen, da sie ständig gezweifelt hat.
    Mir hat das letztes Jahr den schlimmsten Liebeskummer meines Lebens beschert, da sie für mich die zu sein schien, auf die ich immer gewartet hatte und mit der es einfach passt.
    Ich bin letzten Winter nicht von ihr losgekommen, Kontaktabbruch, etc hat nicht geholfen. Und dieses Frühjahr, alsich das Gefühl hatte, halbwegs drüber weg zu sein, hatten wir wieder mehr Kontakt. Schönen Kontakt.

    Und im Mai kamen wir wieder zusammen. Plötzlich, bei einem Spaziergang. Ein Kuss, und allles war wieder klar. Sie sagte, dass ihr klargeworden sei in den vergangenen Monaten, dass sie mich liebe. Und dass sie die Zeit gebraucht habe für sich und jetzt bereit sie. Und so ist es. Sie liebt mich. Von tiefstem Herzen. Trotzdem war der Start in unsere zweite Beziehung überschattet.

    Ich hatte zu anfangs noch Angst, konnte gar nicht glauben, wie das Schicksal sich gewendet hatte. Und dieses noch brüchige Vertrauen wurde nach drei Wochen enttäuscht. Wir waren Abends aus, und sie hat mich den ganzen Abend stehen lassen und himmelte förmlich ihre Ex-Affäre (wegen dem es auch in unserer Zeit auseinander zu einer für mich sehr schermzvollen Szene kam) aus ihrer freien Phase im Winter an. Sie hat erst klar gesehen, als ich sauer und verletzt gegangen bin.
    In den folgenden Tagen und Wochen hat sie alles getan, um mir zu zeigen, dass sie weiß, wie weh sie mir damit getan hat und wie sehr sie es bereut. Und ich weiß, dass sie das 100% ernst meint und dass sie mich liebt, nicht verlieren will und sowas nicht wieder tun wird.

    Und doch glaube ich, dass dieses Ereignis, in dem mein noch fragiles Vertrauen in die neue Beziehung so erschüttert wurde, das Drehkreuz für die ganzen Problem im Laufe dieses Sommers ist.
    Ausgelöst durch ihre Pille hatte sie extreme Stimmungsschwankungen und depressive Zustände, zudem Stress durch eine lange, schwere Diplomprüfungsphase. Ich wollte für sie da sein, aber es hat mich über die Monate unendlich Kraft gekostet und irgendwann war unsere Beziehung für mich kein Ort des Rückhalts und des Glücks mehr. ich habe nur noch negatives gesehen und seit August habe ich immer wieder Zweifel, ob ich die Beziehung noch will. Weil ich unglücklich bin.
    Wir haben das Glück, dass wir sehr gut über alles reden können. Offen, verständnisvoll und konstruktiv. Das ist etwas, was ich an ihr und uns sehr schätze.
    Sie versteht mich, ich verstehe sie. Und an den schönen Tagen, die wir auch haben, frage ich mich, wieso wir manchmal solche Probleme haben.
    Denn eigentlich ist das eine sehr gute Sache mit uns.. Ich bin selbst kein einfacher Mensch und ich denke so ein bisschen " wenn nicht sie, wenn nicht wir, wer dann?". Sie ist meine vierte Freundin und so wie mit ihr habe ich es noch nicht erlebt.
    Aber es ist eben nicht nur gut. Himmel und Hölle liegen sehr nahe beieinander..
    In letzter Zeit habe ich immer mehr das Gefühl, dass ich einfach nicht mehr kann. Will schreiend weglaufen von allem, auf eine Insel, wo ich einfach mal Ruhe habe..

    Wisst ihr, ich liebe sie, auch wenn es mir nicht immer bewusst ist. Und ich würde mir wünschen, einfach mit ihr glücklichzu sein. Nur wie kann es sein, dass mit sogar manchmal ihre Berührungen unangenehm sind?

    Eigentlich will ich das mit uns beiden. ich weiß nur nicht, wie wir festen Boden wiederfinden. und wie ich wieder glück und halt in der beziehung finde.

    das hin und her macht uns jedenfalls völlig verrückt

    es ist halt auch... selbst wenn schluss wäre.. ich hab irgendwie das gefühl, dass unsere geschichte auch dann nicht vorbei wär..

    ich weiß es nicht.
     
    #1
    _whiteshadow_, 10 Oktober 2008
  2. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    398
    3.290
    Single
    Hi!

    Hört sich sehr belastend an, was du da schreibst, aber du weißt sicher, dass es so Bilderbuchbeziehungen in denen alle immer glücklich sind nur in Mythen und Legenden gibt, nicht wahr? :zwinker:

    Konflikte tauchen immer auf und man muss sehen, ob einen diese letztlich stärker aneinander schweißen oder die Beziehung auseinandertreiben. Was hast du für ein Gefühl? Ist es nach ihrer schweren Phase mal wieder besser gegangen, oder habt ihr etwas "verloren"? Belastet dich die Sache mit der Ex-Affäre von ihr noch immer oder habt ihr euch da mittlerweile gefunden?

    Es kann gut sein, dass diese Dinge noch immer auf dein Gemüt drücken und sie dann eventuell auch deinen Zweifel reflektiert.

    Was meinst du, wenn du festen Boden brauchst? Das hört sich so an, als ob du dich nicht mehr auf sie verlassen könntest. Ist das so? Vertraust du ihr uneingeschränkt oder hast du Angst, sie würde dich im Stich lassen?

    Das du vor ihren Berührungen zurückschreckst ist schon ein ziemlich deutliches Signal, dass dort auf emotionaler Ebene zwischen euch etwas im Argen ist. Sieh: man kann theoretisch das beste Paar der Welt sein, Gemeinsamkeiten ohne Ende haben und auch über alles sprechen können, aber dennoch gibt es emotionale Faktoren wie Vertrauen, Geborgenheit, Anziehung, Sehnsucht und Leidenschaft welche in Beziehungen wichtige Funktionen erfüllen. Und gerade diese emotionalen Dinge zu erzeugen ist sehr schwierig. Oftmals ist es besser, sie sich sozusagen zu erhalten und aktiv an der Beziehung zu arbeiten, damit sie nicht eines Tages an Schwung verliert. Würdest du sagen, das soetwas zwischen euch passiert ist?

    Ich weiß, das sind mehr Fragen als Antworten, aber vieles von dir hört sich sehr widersprüchlich an. Versuche doch einmal zu beschreiben, was deine aktuellen Gefühle für sie sind.
     
    #2
    Fuchs, 10 Oktober 2008
  3. _whiteshadow_
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    0
    in einer Beziehung

    Hallo,
    Danke für die Antwort.
    Fester Boden bedeutet Beziehungsalltag. Mal einfach ein paar Wochen ohne Probleme und Zweifel. Unbeschwertere Zeit zusammen.
    Es bedeutet nicht Angst davor im Stich gelassen zu werden. Ich weiß, dass sie mich liebt und dass ich mich in jeder Hinsicht auf sie verlassen kann. Ich weiß, dass sie bereit ist, in jeglicher Weise mit mir an unserem Problem zu arbeiten. Durch Zeit geben, Gespräche und viel Verständnis.
    Und doch, ich glaube bei einigen der emotionalen Faktoren die du nennst, da hakt es bei mir..
    Ich glaube das Problem ist, dass ich unsere Beziehung nie als ruhigen Hafen erlebt habe. Letztes Jahr sowieso nicht, die Beziehung damals konnte nicht funktionieren und ich habe gelitten. In der Beziehung und danach. Weil ich nicht fassen konnte dass es nicht geklappt hat, es nicht begreifen konnte, wie das sein kann.
    Und in der Zeit dazwischen, tja, natürlich auch primär negativ den Winter über.
    Und im Frühjahr dann, als sich die Wogen geglättet hatten, ich meinen sicheren Stand wiedergefunden hatte und wir unmerklich, aber unaufhaltsam wieder näher kamen. Da wäre die Chance gewesen.
    Und so konnte ich auch das Vertrauen finden, einen zweiten Start zu wagen. Und auf unsere Liebe zu vertrauen.
    Und genau dieses noch neue Vertrauen ist zu früh von dieser Sache erschüttert worden, bevor sich ein tragender Boden gebildet haben könnte, der dies leichter aufgenommen und verarbeitet hätte.
    Und dadurch wurde die Folgezeit zu unserem Problem. Denn das problem ist nicht diese Sache selbst. Natürlich ist es nicht unvergessen. Aber ich weiß, dass es ihr unendlich Leid tut und dass ich ihr vertrauen kann.
    Aber danach kam auch keine Ruhe zustande. Sie nahm wieder die Pille und damit kamen Depressionen, Sex-Unlust, Launenhaftigkeit. Es hat erst Wochen gedauert, bis wir das verstanden haben und begriffen haben, dass es von der Pille kommt. Sie hat diese darauf abgesetzt und gegen einen Hormonring ausgetauscht. Für kurze Zeit wurde es besser und dann kamen die emotionalen Schwankungen noch krasser zurück. Und jetzt, seit gut zwei Wochen ist auch dieser Ring weg. Und jetzt gehts aufwärts mit ihr und auch die Prüfungen haben bald ein Ende. Für Anfang November haben wir einen Urlaub gebucht.

    Aber Dinge wie Geborgenheit, Schutz und Halt bringe ich nach all dem nur schwer mit unserer Beziehung in Verbindung. An manchen Tagen ja. An anderen nicht. Und darunter leiden auch andere Dinge wie die Leidenschaft und die Fähigkeit, Nähe zu genießen.

    Manchmal wünsche ich mir, wir beide könnten nochmal einen sauberen Neustart haben. Uns nochmal neu kennenlernen und dann ohne solche Fehlstarts anfangen. Aber das ist eben wunschdenken.

    In letzter Zeit denkeich manchmal nur "ich kann nicht mehr". Keine Beziehungskrisengespräche, gegenseitiges Therapieren und sich selbst interpretieren.
    Und ich glaube daher kommen auch meine Gedanken daran, die Beziehung zu beenden. Es wäre ein Befreiungsschlag, mit dem ich all das, was ich hier geschrieben habe, von mir schleudern könnte.

    Aber irgendetwas hält mich davon ab.. Etwas sagt mir, dass das zwar eine Lösung ist, aber letztlich nur eine Notlösung.
    Ich weiß nur manchmal nicht mehr, wie wir den anderen Weg meistern sollen.
     
    #3
    _whiteshadow_, 10 Oktober 2008
  4. _whiteshadow_
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    26
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    in einer Beziehung
    keiner mehr rat?
     
    #4
    _whiteshadow_, 14 Oktober 2008

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