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Schmerzen werden wieder schlimmer - Angst

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 67018, 21 Juni 2009.

  1. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    Hallo,

    eigentlich dürfte ich das hier gar nicht schreiben, denn ich weiß, wenn ich fertig bin, ist es wieder höllisch. Auf der anderen Seite: wie kann es noch schlimmer werden, als es jetzt schon ist, sage ich mir immer wieder, aber dann werde ich auch wieder eines besseren belehrt, denn es kann...

    Ich bin chronische Schmerzpatientin und sehr lange bin ich irgendwie damit zurecht gekommen. Hinnehmen können werde ich es wohl nie, denn ich kenne Zeiten, da war es halt nicht so. Ich habe das nicht von Anfang an, was wohl der Grund dafür ist, dass ich es bis jetzt nie akzeptieren konnte. Ich habe es seit vier Jahren und langsam reicht es - ICH KANN NICHT MEHR!! :flennen:
    Ich habe das Gefühl, ich zerbreche daran.
    Seit Wochen geht es mir wieder schlechter: ich kann meine Hausarbeit nicht mehr machen (Wohnung sauber halten), ich mache nur das Wichtigste: Abwaschen, Staubsaugen, Wäsche waschen, aufhängen, weglegen... das war´s. Ich liebe meine Tiere auch wirklich sehr, aber in solchen Zeiten wie jetzt, sehe ich sogar sie als Belastung. :kopfschue Ich schaffe einfach nicht mehr die Sachen, die seit zwei Jahren wieder einigermaßen funktionierten, was ich mir auch hart erarbeiten musste. Ich musste schonmal die Vorbereitung auf meine Ausbildung für 1,5 Jahre unterbrechen, weil ich nicht mehr tippen und auch nicht mehr per Hand schreiben konnte - und das im Büro. Ich meine, es ist schlimm genug, dass ich im Alter von 26 Jahren immer noch in der Ausbildung rumkrepele... Ich hatte mir fest vorgenommen, dass egal was passiert ich es schaffen werde durchzuhalten - egal wie. Es ging zwei Jahre gut. Jetzt bricht es ein. Ich verstehe das einfach nicht. Ich meine, es reicht doch, dass ich ich sein muss!! Meine Eltern haben mir schon meine Kindheit und Jugend versaut. Die Folge des immer in mich rein fressens war dann, dass ich kaum noch gegessen habe. Ich wurde magersüchtig. Selbst das hatte ich irgendwie überstanden, ich habe eingesehen, dass ich nur stark sein kann, wenn ich meinem Körper genug Energie zuführe. Aber ich wollte es immer noch kontrollieren; also ging ich viel spazieren, da ich es nicht aushielt still zu sitzen, nachdem ich gegessen habe. Als ich gerade dabei war mich hinzubekommen, hatte ich einen Unfall (ich wurde als Fahrradfahrerin von einem Auto angefahren). Ich wurde mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht und kurz darauf wieder entlassen, denn ich hatte keine Schäden davon getragen außer einer kleinen Gehirnerschütterung. In den Sprunggelenken fing es an, ganz langsam, ganz "leicht". Wenn ich jetzt so zurück denke, kann ich mich an zwei Mal erinnern wo ich ein ähnliches Gefühl auch bereits vor dem Unfall hatte. Jedenfalls steigerte es sich, ging wieder weg, um noch heftiger wieder zu kommen. Deshalb bin ich erst sehr spät zum Arzt damit gegangen. "Es ist ja schonmal alleine weggegangen!" Ich bekam Medis, aber keines davon half. Man sagte mir, ich solle Sport machen, das kräftigt und hilft. Ich konnte ja kaum mehr zum Bahnhof gelangen, um überhaupt zum Arzt zu kommen und die redeten von Sport machen... Es griff um sich. Nachdem in den Füßen nicht mehr schlimmer werden konnte, waren die Handgelenke dran.

    Es war damals nur etwas schlimmer, als es jetzt ist, aber ich habe so Angst, dass ich meine Ausbildung nicht beenden kann deswegen. Ich weiß aber, dass ich die nicht um alles in der Welt durchziehen kann, weil ich auf meinen Körper hören muss. Aber wie soll ich denn auf ihn hören, wenn er mir so etwas ständig ohne Grund antut. Er hat keinen Grund mir das anzutun. Es wurde bis jetzt schließlich keine Diagnose gestellt, die besagt, dass mein Körper richtig handelt und der Schmerz begründet ist. Ich weiß, dass Körper und Seele zusammenhängen. Ich mache schon seit drei Jahren eine Psychotherapie bei der gleichen Therapeutin. (Davor circa 3/4 bei einer anderen, mit der ich aber gar nicht klar kam.)

    Ich kann mir den Schmerz teilweise einfach nicht erklären. Oft habe ich keine Ahnung, was im Kopf auf einmal anders läuft als vorher, dass ich wieder schlimmere Schmerzen habe.

    Ich habe morgen einen Termin bei einem neuen Arzt, der Schmerztherapie macht. Ich setzte alle meine Hoffnungen darauf, dass sie mir dort helfen können, aber ich habe auch Angst, denn... was ist, wenn nicht?? Ich kann mir nicht vorstellen, noch lange so rumzulaufen. Ich habe einen Fragebogen zugeschickt bekommen. Sie fragen u. a. danach, ob man öfter daran denkt "Unsinn zu machen"... ratet mal. Ich hatte nur einfach noch nicht den wirklichen Mut dazu... :cry:
    Ich meine, ich habe soviel Sch***e durchgemacht in meiner Kinder- und Jugendzeit, wo ich nichts für konnte. Die Auswirkungen der Fehler meiner Eltern hatte ICH zu tragen. Und ich habe es geschafft da wieder rauszukommen. Und jetzt das...?!! Warum? Warum ich? Warum hört es nicht einfach irgendwann auf? Wann habe ich genug gelitten? Alles bricht auseinander und ich habe das Gefühl, im Moment kann ich nur noch zuschauen...

    Damals bin ich nie weggegangen, weil ich es nicht wollte. Heute will ich und kann nicht mehr. Ich kann keine halbe Stunde am Stück stehen ohne spätestens am nächsten Tag dafür "zu büßen"; wie soll ich da mal tanzen gehen...?! Alles funktioniert nicht mehr - ICH funktioniere nicht mehr! Was tut man denn mit Geräten die deffekt sind und eine Reperatur ausgeschlossen...?!!
     
    #1
    User 67018, 21 Juni 2009
  2. Silverbell
    Silverbell (33)
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    vergeben und glücklich
    Hallo Flake,

    ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht, was ich dir raten soll, weil ich mich mit dieser Krankheit nicht auskenne. Deshalb entschuldige falls ich dir mit einer Aussage zu nahe trete. Aber ich möchte dir Mut machen, dich nicht aufzugeben und weiterzukämpfen. Du schreibst, dass du bisher schon so viel in deinem Leben geschafft und überstanden hast. Das zeigt wie stark du bist und was du alles leisten kannst. Du gehörst sogar zu den wenigen Leuten, die eine Magersucht überwunden haben. Dazu gehört sehr viel Disziplin, Durchhaltevermögen und Kraft. Und du stehst jeden Tag aufs Neue auf und kämpfst. Das Leben ist nicht immer fair und manchmal dauert es lange bis man eine Lösung gefunden hat. Aber es gibt diese Lösung und ich bin überzeugt davon, dass es auch für dich eine Behandlung gibt, mit der du deine Schmerzen in den Griff bekommst. Auf jeden Rückschlag folgt ein Erfolgserlebnis. Versuche nicht an die Rückschläge sondern an die Erfolge in deinem Leben zu denken. Du hast eine Ausbildung und tust damit etwas für deine Zukunft. Dabei spielt es keine Rolle ob du 26 oder 16 bist. Wichtig ist, dass du die Möglichkeit ergriffen hast und auch wenn es länger dauert, irgendwann die Ausbildung erfolgreich beenden kannst. Du hast eine Wohnung, in der du dein Leben so gestalten kannst, wie du es möchtest. Du hast Tiere für die du sorgst und die sich bei dir wohlfühlen. Und du hast einen unheimlich starken Willen, der sich nicht so einfach unterkriegen lässt. Damit bist du bereits vielen anderen Menschen voraus.

    Gibt es Tage, an denen es dir besser geht und du weniger Schmerzen hast? Kannst du diese Tage als eine Art "Anker" nehmen, wenn es dir besonders schlecht geht? Wie ist es mit Freunden und Familie? Hast du Menschen, die dich ablenken können und die für dich da sind? Es sieht manchmal nicht so aus, aber meist sind es mehr als du denkst, die dir helfen wollen und denen du wichtig bist.

    Es ist total nachvollziehbar, dass du manchmal daran denkst "Unsinn zu machen". Diese Gedanken kommen in deiner Situation bestimmt leicht. Aber das hat nichts mit Mut zu tun. Mutig ist es jeden Tag neu aufzustehen und den Schmerzen die Stirn zu bieten. Und das schaffst du gerade sehr gut. Immer wenn du solche Gedanken hast, ist es wichtig, dass du dir vor Augen führst, dass deine Situation nicht hoffnungslos ist. Du schreibst, dass es auch andere Zeiten gab und die Schmerzen nicht immer da waren. Erinnere dich an ganz konkrete Erlebnisse aus dieser Zeit und nimm dir vor, dass es wieder so sein wird. Laß dich von fehlgeschlagenen Behandlungen nicht entmutigen sondern probiere die nächste Möglichkeit aus. Es gibt so viele Ärzte, Medikamente und Behandlungsmethoden, dass eine davon die Richtige für dich sein wird.

    Überforder dich selbst nicht und nimm dir nicht zuviel Arbeit vor. Wenn du merkst, es geht heute nicht, dann mach es morgen. Gerade Hausarbeit kann man sich wunderbar aufteilen und keiner zwingt dich deine Wohnung jeden Tag blitzblank zu polieren. Tu das was du kannst und hab kein schlechtes Gewissen, wenn mal etwas liegen bleibt. Dafür kannst du am nächsten Tag vielleicht wieder etwas mehr schaffen.

    Laß dich :knuddel: und sei stark! Wenn es dir schlecht geht und du schreiben kannst, dann schreib deine Sorgen und Gedanken auf. Friß sie nicht in dich hinein. Hier gibt es Menschen die dir gerne helfen und Mut zusprechen. Auch wenns vielleicht hohle Phrasen sind, es ist gut gemeint. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute.

    Liebe Grüße

    Silverbell
     
    #2
    Silverbell, 22 Juni 2009
  3. Teresa
    Teresa (32)
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    vergeben und glücklich
    :knuddel: Für alles gibt es eine Lösung. Gib nur nicht auf...
     
    #3
    Teresa, 22 Juni 2009
  4. User 68775
    User 68775 (32)
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    Also ich kann dir sagen, aus Erfahrung, eigener schmerzhafter und jobbedingter, wenn die Ärzte keinen organischen Grund finden gibt es immer noch zwei Möglichkeiten.

    a) sie suchen an der falschen Stelle
    b) es gibt keinen

    Mein Gefühl nach deinem Text sagt mir, dass dein Körper dir die Schmerzen zufügt, die deine Seele schon lange leidet.
    Mal salopp ausgedrückt.
    Ich denke, du musst deine Seele gesund werden lassen, damit dein Körper wieder atmen kann.

    Klingt jetzt vielleicht kitschig, aber ich hab soviel in der Richtung schon gesehen, und bin selber eine der psychosomatisch Kranken. Bei mir ists der Magen, die allzeit bereite Gastritis, und der Kopf, die Migräne die lauert, sobald ich ein wenig aus dem Gleichgewicht bin. Ist wahrscheinlich nicht so schlimm wie bei dir, aber ich kenne die Einschränkungen, die auferlegt werden vom eigenen Körper und man machtlos dagegen ist, es sei denn man erträgt Schmerzen.

    Mein Tipp wäre, auf jeden Fall die Theraeutin beibehalten und evtl zusätzlich Naturheilverfahren - Chiropraxis, Homöopathie - ausprobieren.
    Irgendetwas stimmt in deinem "Gefüge Körper und Seele" nicht, und du musst herausfinden was es ist. Mit den geeigneten Mitteln.
    Und das ist in meinen Augen nicht die Schulmedizin. NSAIDs helfen nicht, wenn man seelische Schmerzen leidet.

    Ich denke nicht, dass du alles mit viel KRaft zu ertragen versuchst, und kleinredest und dich selbst zu retten versuchst... such dir die Hilfe, die dir gut tut und lass dich drauf ein, schwach zu sein.
    Ich bin keine Therapeutin, aber Medizinerin und ich glaube, das ist die einzige Möglichkeit, deinen Körper zu beruhigen - wenn du Geist und Seele kurierst... denk mal drüber nach.
     
    #4
    User 68775, 22 Juni 2009
  5. User 67018
    User 67018 (33)
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    Vielen lieben Dank ihr beiden, besonders dir, Silverbell (schöner Nick übrigens).
    Klar, eigentlich ist es egal, ob man mit 16,17,19, oder eben erst mit 26 eine Ausbildung anfängt, aber für mich ist es das nicht. Ich werde zunehmend mit der Vergangenheit konfrontiert (habe eine Schulkameradin aus der Oberschule getroffen) und die hat jetzt selbst Azubis und ich zudem noch etwas jünger als ich. Vor etlicher Zeit habe ich eine andere getroffen (ebenfalls von der Schule), die gerade ihr Medizinstudium gemacht hat. Es ist schon scheiße, wenn man danach gefragt wird, was man gerade macht und man kann nicht mal sagen "Ausbildung!", weil ich zu der Zeit wegen Untergewicht nicht arbeiten konnte/durfte.
    Sicher ist es schön eine eigene Wohnung zu haben, aber es hat eben auch Nachteile. Klar, ich kann den Abwasch mal liegen lassen für einen, zwei Tage, aber irgendwann muss ich es machen. Und wenn ich mehrere Sachen liegen lasse, dann häuft es sich an und dann muss ich mehrere Sachen zur gleichen Zeit schaffen, weil es wichtig ist. Ich habe z B gestern das erste mal seit (bestimmt) 3 Wochen gesaugt. Das ist zu lange!! Im nächsten Monat muss ich mich um Hilfe kümmern. Ich brauche ne Grundreinigung (es ist hier echt chaotisch) und das schaffe ich nicht mal mehr stückchenweise.

    Ja, das dachte ich auch ne zeit lang. Ist aber irgendwie nicht so, denke ich jetzt. Denn mitlerweile habe ich viel ausprobiert, habe die Ärzte gewechselt und oft kommt entweder das gleiche raus oder was total anderes (z b, dass ich was gesagt bekomme und ein anderer Arzt sagt dann zu mir, dass ich das nicht habe und wer mir das erzählt hat). Das macht mir Angst - große sogar. Ich weiß nicht, welche Diagnose ich haben will, ob ich überhaupt eine haben will... Ich will nur, dass es endlich aufhört. Und das tut es nicht! Alleine der Tag heute zeigt mir, dass ich damit nicht abschließen werde. Ich wollte nur schnell ne Überweisung von meiner Hausärztin dafür holen. Die sagt mir dann, dass sie das nicht machen könne, denn ich hätte ja schon eine für die Schmerz-Ambulanz bekommen und dass sie immer noch auf den Bericht wartet, dass sie mich vorher nicht weiterüberweisen kann und so... Mir war das alles zuviel. Ich habe angefangen zu heulen. Ich habe dann bei der Ambulanz angerufen, ob die mich bitte überweisen könnten... "nein, dürfen wir nicht, wir sind ein Krankenhaus!". Vielen Dank. Ich erstmal beim Termin angerufen und denen gesagt, was Sache ist. "Sie können auch mit 10 € kommen.". Jaaaaahaha... das war mir schon klar. Jetzt muss ich noch dazu sagen, dass ich keine normale Ausbildung machen, sondern ne Sonderform im BBW. Ich bekomme mein Geld von der Arge. Und nachdem ich mit nem Anwalt das Jobcenter verklagen musste, bis die überhaupt etwas zahlen, bekomme ich jetzt immer noch weniger als ein Hartz IV-Empfänger. Da sind 10 € viel Geld! Na, egal, dachte ich mir, ich bin ja (ehemalige?) Anorektikerin, ich kann also hungern! Also trotzdem hin. Die Rezeption empfängt mich mit "haben sie denn die Quittung vom Arzt mitgebracht, wo sie die 10 € bezahlt haben?"
    -"Ähm...nee, hat mir keiner gesagt."
    "Also wenn Sie uns die bringen, dann können wir Ihnen das erstatten."
    Irgendwann zwischen den Telefonaten mit den ganzen Ärzten war dann auch noch der Notruf zu meiner Thera, die eigentlich seit heute im Urlaub ist.

    Naja, der Arzt hat mich dann letzten Endes noch mehr verwirrt, als ich gestern schon war... Toll!! Hat sich echt gelohnt. Wenigstens hatte ich dann heute Nachmittag noch Physiothera. Danach nochmal zum Schmerzarzt, um die Tacken zurück zu bekommen, denn meine Thera hatte mich Minuten vor dem Termin (als ich das Handy schon längst aus hatte) angerufen und gesagt, ich könne mir eine Überweisung bei ihr ab xy abholen... So jetzt habe ich das zwar alles geregelt, aber hätte ich für 10 Minuten die Konsequenzen gefühlt, hätte ich es nicht gemacht. Wenn ich gestern dachte, die Schmerzen sind Hölle, dann sind sie heute... tja keine Ahnung... gibts davon überhaupt ne Steigerung...?!!

    Means: Egal was ich tue, es wird nur schlimmer! Und wenn ich nichts tue auch!! Ich könnte gar nicht so viel essen wie ich jetzt kotzen könnte! :flennen:

    Na ja... die Schmerzen drücken sehr auf die Stimmung. Ich war ja schon vorher leicht Depressiv, aber durch die Schmerzen ist das echt schlimmer geworden. Dagegen nehme ich auch Medis, aber wir bzw. ich bin die grad am Hochdosieren. Wenn die auch nix bringen, dann war´s das fast. Der Doc heute meinte, dass es für mich drei wichtige Säulen gibt: Bewegung (also Sport), Medis und evtl ergänzend Psychothera. Zweites und Drittes bekomme ich ja bereits seit ne gefühlten Ewigkeit. Ich mache jetzt 3 Jahre Thera und fühle und sehe keine Verbesserung. Medis bekam ich schon verschiedene, die aber alle in Bezug auf die Schmerzen nichts brachten. Interssanterweise steht mir gegen die Schmerzen nur noch das Mittel zur verfügung, was ich jetzt nehme, d. h. wenn das nichts wird, war´s das!! Denn alle anderen Medis bzw. deren "Gruppen" habe ich durch. Toll. Wenn ich den 1-Stündigen-Heulkrampf nicht heute morgen schon vor dem Termin gehabt hätte, dann hätte ich ihn spätestens jetzt... :kopfschue :geknickt: :cry:

    Ich hatte Tage, an denen war es besser. An die schmerzfreien kann ich mich kaum erinnern - aber ich wünsche es mir so sehr, dass es mich fast zerreißt. Ich kann so nicht mehr existieren. Ich wähle dieses Wort bewusst, weil ich denke, dass ich lange schon aufgehört habe zu leben. Ich fühle mich zu beschnitten!!
    Von meiner Family habe ich schon fast zu viel erzählt. Mit meiner Mutter habe ich eine Kontaktsperre (von mir ausgehend), weil es einfach nicht funktioniert mit uns, was mir auch unheimlich weh tut. Ich wünsche mir jetzt immer noch eine Mutter und eigentlich will ich noch gar nicht erwachsen sein (müssen). Ich musste zu schnell groß werden durch die Probleme meiner Eltern - sie sind beide Alkoholiker. Das kann mir also keinen Halt geben. Ich habe sporadischen Kontakt zu einer meiner Halbschwestern... kann ich nicht mehr zu sagen. Ich habe keine Freundinnen, die mir weiterhelfen können. Die eine ist auch Schmerzpatientin (aber anders als ich) und eigentlich ist/(war?) sie meine einzige. Klar, von der Arbeit aus gibt es noch ein paar Kontakte, aber nicht wirklich wichtige...
    Ich kann die sowieso nicht halten, weil ich den Menschen immer wieder vor den Kopf stoße. Meist passiert das im Affekt, weil ich so wütend auf mich selbst bin und denen dann einzureden versuche, dass es doch eh alles egal ist... Eigentlich meine ich genau das Gegenteil, aber ich kann das dann hinterher schon nicht mehr sagen/richtigstellen.
    Ach, es ist alles viel zu verstrickt. ich verstehe mich ja selbst nicht, wie sollen das Leute hier verstehen? Und wer das nicht versteht, kann mir doch auch nicht helfen, oder?! Es tut einfach nur weh, ständig das Gefühl zu haben, man sein ein Alien. Ich meine, gerade vorhin im Bus auch wieder so ne alte Frau, für die dann jemand aufgestanden ist und die dann zu mir meinte "Tja, es gibt eben doch noch Leute, die für die Alten aufstehen!"
    Was soll das? Soll ich mir ein Schild umhängen wo drauf steht, dass ich das sehr gerne machen würde, wenn ich diese Pisse nicht hätte. Ich würde mich so freuen, wenn ich das könnte. Oder soll ich mir auf die Stirn tätowieren lassen "Schmerzpatientin!"?
    Jeder der mich sieht denkt sowieso erst mal, ich sei fünf jahre jünger zum einen und zum anderen dass junge Menschen IMMER gesund und fit sind.
    Außerdem muss ich mich ständig erklären; auch auf Ausbildung. Viele unterstellen mir, dass ich das nur sage, damit ich bestimmte Sachen nicht machen muss. Ich könnte ausflippen, wenn ich das höre.

    Ich habe so viel verloren. Auch das mit dem Sport. Wie soll ich das denn machen? Sogar Wassergymnastik brennt hinterher richtig. Fahrradfahren, ja... an guten Tagen schon. Nordic Walking, klar, nach der Ausbildung, wenn ich um 17 Uhr nach Hause komme und keine Lust mehr auf gar nichts habe... :kopfschue

    ich fühle mich nicht stark, weil ich es nicht bin.
    Zwei Gründe, warum ich morgens aufstehe:
    1. Meine Tiere haben Hunger! und
    2. ich würde zudem auch noch Kopfschmerzen vom vielen Liegen bekommen, bliebe ich im Bett.

    Ich will an die Stelle meines Lebens zurück, bevor es anfing alles schief zu gehen... und es besser machen. Und ist nicht ein Ende auch immer ein Anfang?
     
    #5
    User 67018, 22 Juni 2009
  6. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Hallo caotica, erstmal danke für den Post (sorry, aber hatte ihn gestern übersehen!).

    Also auf B würde ich mal nicht tippen, denn was würde heißen ich sei Hypochonder. Ich habe zwar sehr nen Ding an der Klatsche, aber so sehr dann auch wieder nicht. Ich bilde mir das nicht ein, auch, wenn mir das von diversen Ärzten auch schon unterstellt wurde... :angryfire

    Naja, das hat 22 jahre gedauert, bis das mit den Schmerzen kam, wie lange soll ich da noch Geduld haben, damit meine Seele wieder "frei" ist. Vergangenheit ist Vergangenheit! Und wenn ich nicht irgendwann mal nen Autoumfall mit der Folge "Gedächtnisverlust" habe (was ich mir auch schon oft genug wünschte), wird das wohl nie was... :kopfschue

    Ich weiß, dass ich eine sehr hohe Grundanspannung im Körper habe. Hat sogar mal ein HNO festgestellt, dem das an meinen Zähnen alleine aufgefallen ist. hat mich schon gewundert, weil ich nicht mal dachte, dass die Spannung an der Stelle so groß wäre... Und das meine Seele komplett im A***llerwertesten ist, liegt doch auf der Hand bei dem Elternhaus und ner Anorexie, oder?!

    Wann soll ich mir das "schwach sein", denn mal erlauben? Zwischen den ganzen Anträgen fürs Amt die immer wieder abgeschmettert werden und dem längeren Kampf zwischen meinem Vermieter und mir, dass die Nachbarn mal den Fernseher leiser drehen... ich KANN es mir nicht erlauben, es passiert so schon oft genug, dass ich in Tränen ausbreche... das ich Schwäche genug - zu viel sogar!! :mad:

    Der Typ von gestern tippt übrigens auf Fibromyalgie. Sehr geile Sache dat... Wicki meint dazu u. A.:
    Und man ist sich auch nicht einig, inwieweit sich Schmerzen die Psyche beeinflussen.

    Ist doch ***!! :flennen:
     
    #6
    User 67018, 23 Juni 2009
  7. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    33
    1
    nicht angegeben
    Bist du schon einmal bei einem spirituellen Heiler gewesen - zum Handauflegen?
    Auf diesem Gebiet gibt es viele Scharlatane und viel Hokospokos, aber auch einige wirklich verdammt gute Leute!
    Ich finde, wenn der konventionelle schulmedizinische Weg einen nicht weiterbringt, kann man ruhig versuchen, mal einen ganz anderen Weg zu gehen.
    Probier´s doch einfach mal. Schlimmer wird es davon sicher nicht, höchstens besser!:smile:

    Alles Gute für Dich!
     
    #7
    MissPerú, 23 Juni 2009
  8. User 68775
    User 68775 (32)
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    genau das mein ich^^ das is doch keine Schwäche, das is normal. Ich sitz auch da und heul weil ich gern das essen möchte, was ich will und nicht wonach mir weniger schlecht is.
    Die Spannung is genau das was ich meine. Du verkrampft dich, aus den verschiedensten Gründen, und irgendwo muss es raus, was du alles in dich hineinfrisst.
    Hältst du denn nichts von einer ganzheitlichen Therapie??

    Wenn ich nicht wüsste, wie und wovon das bei mir kommt und wie ichs im Griff behalten kann, würd ich auch ALLES ausprobieren. Die Schulmedizin ist nicht das Ende der Fahnenstange, auch wenn sie sich dafür halten. Ich will auch keinen esotherischen Mist verkaufen hier, aber ich WEIß wie gut Dinge wirken, die ganzheitlich angelegt sind. Hör dich doch mal um...?

    Du musst mit einem viel anstrengenderen Hintergrund leben als die meisten und du trägst das nur im Kampf aus, irgendwann geht die Kraft flöten, wie du merkst. Dein Körper sagt dir vermutlich, dass er genauso wenig mehr so weitermachen kann wie dein Geist.

    Ich kenn dich nicht, ich kann dir nicht sagen was und wo man ansetzen müsste, ich bin mir nur ziemlich sicher, dass Schmerzmittel und NOCH ein Arzt, der dir sagt, dass du ein hoffnungloser Fall bist, nicht die Lösung sind.

    P.S. ne Freundin aus meinem Studium hatte das selbe, zumindest die selben Symptome. Sie hatte nicht lokalisierbare schlimme Schmerzen am ganzen Körper, dass sie kaum Luft bekam. Wir haben sie sogar nachts mal ins Krankenhaus gefahren. Organisches wurde nichts gefunden... sie hatte die Anfälle in immer kürzeren Abständen... letztes Jahr hat sie sich von ihrem Freund getrennt und den Studienort gewechselt und es ist wie weg geblasen...
    Dein Körper sagt dir, dass dich etwas unglücklich macht, das du verdrängst, darum mein insistieren auf ganzheitlicher Behandlung
     
    #8
    User 68775, 23 Juni 2009
  9. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Hallo coatica,

    danke erstmal, dass du dir solche Mühe gibts. :smile:

    Hm, ich weiß nicht so recht, was ganzheitliche Therapie ist... ich dachte ja, dass dieser Arzt sowas in der Art machen würde, aber da lag ich entweder falsche oder ich habe das ganze (Konzept) nocht nicht verstanden... :ratlos: Ich habe auf deren Homepage gelesen, dass Körper, Geist und Seele als eine Einheit betrachtet werden müssen, irgendwas von Hypnose, die den Körper daran erinnern soll wie es mal ohne Schmerzen war (danach habe ich ihn dann auch noch mal gefragt, als er von sich aus gar nicht drauf einging und er meinte das ist wenig spektakulär [also keine Show-Hypnose und sowas], sondern eher etwas wie Autogenes Training...). Die andere Ärztin bietet dann noch Akupunktur an. Also, die teilen sich praktisch eine Praxis und er macht das mit der Hypnose. Ist das nicht ganzheitlich...?

    ich hatte schon mal Akupunktur und es hat leider gar nichts gebracht (kann es auch bei meinem Problem nicht, wie er im Gespräch dann zu mir meinte; es mir dann aber am Gesprächsende dann doch noch anbot... :ratlos: ) Wir bekommen in Deutschland doch nur max. 10 Sitzungen. Was soll mir das bringen? Wenn ich dagegen weiß, dass in China eine derartige Therapie 1-2 Jahre geht....?!!

    @ Miss Perú: Nein, ich war bei so jemanden noch nicht. Halte ich auch nicht wirklich viel von und ich denke, dass das auch viel dazu tut, wenn man draran glaubt... Ich habe da schon ein paar Berichte von gesehen und auch damals diesen Film "Olivia" und das ist das beste Negativ-Beispiel finde ich. Und warum sollte gerade ich das Glück haben, dass ich jemand gescheiten finde?

    Ich würde es ja sogar probieren, wenn ich nicht fast genau wüsste, dass mir das Geld dafür dann richtig leid tat...
     
    #9
    User 67018, 24 Juni 2009
  10. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    33
    1
    nicht angegeben
    Du hast Recht, es gibt sehr viele Idioten auf diesem Gebiet. Aber faiereweise muss man auch sagen, dass das, was die Medien darüber berichten, der größte Mist ist. Es werden immer nur unseriöse Leute und wirklich schräge Vögel gezeigt und das Thema wird als "magisches Zauberzeug" dargestellt. Dabei ist die Methode des Handauflegens alles andere als Magie. Es ist die älteste Heilmethode, die es auf unserem Planeten gibt und eine ganz normale, natürliche Sache. Auch Mütter legen instinktiv ihren Kindern die Hände auf, wenn diese Bauchschmerzen haben.
    Ich an Deiner Stelle würde auch nicht einfach so drauf losprobieren, dafür gibt es einfach zuviel Schlechtes in dieser Branche.
    Deswegen kann ich dich gut verstehen!
    Ich könnte dir aber jemand gutes empfehlen - im Raum Osnabrück oder auch Delmenhorst. Das sind ganz normale, seriöse Leute, die schon vielen helfen konnten- natürlich nicht jedem, denn es ist ja keine Zauberei, sondern eben EINE von sehr vielen Möglichkeiten und Heilmethoden.
    Aber wenn du natürlich nicht zufällig in der Nähe dieser Städte wohnst, nützt es ja auch nicht wirklich viel, dass ich dir diese Leute empfehle, oder?
     
    #10
    MissPerú, 24 Juni 2009
  11. User 68775
    User 68775 (32)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Das is ne seltsame Praxis da...
    Was ich so herauslese hast du trotz deiner Erfahrungen nicht den richtigen Umgang mit Ärzten.
    Festnageln, nicht loslassen wenn er sich in Widersprüchen verstrickt. DEINE Krankheit DEIN Körper DU musst es verstehen.
    Frag nach wenn er so Bemerkungen fallen lässt, hak sofort ein, sei unbequem.

    Ganz ehrlich, er hat doch selbst keine Ahnung was er da Therapiert, und wenn das eine nicht anschlägt probiert er das andere, ohne zu wissen woraufhin eigentlich.

    Du darfst dich nicht abspeisen lassen, gerade mit solchen Problemen. Du verdienst die volle Aufmerksamkeit und das Interesse deine Arztes.
    Die meisten Leute sind in Gegenwart von Ärzten so schüchtern, dass sie einfach brav nicken aber eigentlich nicht verstehen, worums nun geht.

    Frag genau nach WAS er von deiner Behandlung erwartet, wo er ansetzen möchte, er soll es dir so erklären, dass du es als medizinischer Laie verstehst. Er soll dir die physiologie erklären und seine Ansicht dessen, was nicht funktioniert und warum er es wie behandelt.
    Keine klugen lateinischen Ausdrücke, sondern Tacheles.
    Nicht nachlassen.

    Und wenn ers NICHT macht, gehst du zu einem anderen Arzt.

    Chiropraktiker wäre etwas was ich dir noch vorschlagen könnte, gerade mit Bewegungsapparat.
    Informier dich al bissel im Internet wie das in deiner Nähe aussieht, was die Kasse davon zahlt.
    Leider hab ich keine persönlichen Erfahrungen damit, kenne aber einige, die ich für fähig halte, Schulmedizin mit Psychologie zu verbinden.
    Oder Homoöpathie? Sag mir nicht, das wirkt nur wenn man dran glaubt, ich habe schlagende Beweise, dass es wirkt ;-)
    Wenn du nach Heilpraktikern schaust, dann leg Augenmerk auf ihre Qualifikationen, nicht dass der Hausfrau langweilig war und sie hat ne Praxis zum Kristallzirkel legen aufgemacht...

    Meine persönliche Meinung ist also folgende (ohne dich wirklich zu kennen und gebildet aus dem was ich hier lese)
    - du musst dir Schwäche eingestehen lernen
    - du musst deine Maßstäbe die du an dich anlegst überdenken
    - du musst aus deiner Kampfhaltung heraus
    - du brauchst mehr Selbstbewusstsein
    - du musst deinen Arzt festnageln um zu verstehen, was er tut
    - du musst dich selbst größtmöglich informieren
    - du musst eine Methode wie autogenes Trainig, Meditaion, Tagebuch, irgendwas finden um allem, was du in der verkrampft Raum zum atmen zu verschaffen
    - du musst dir mit oder ohne Hilfe eine Liste der Punkte machen, die dein Leben qualvoll machen und sie einen nach dem andern abarbeiten
    - du solltest eine Arzt finden, bei dem du das Gefühl hast gut aufgehoben zu sein
    Das sind so die spontanen Dinge, die mir einfallen.
    Das klingt wahnsinnig viel, ABER... immer einen Schritt nach dem anderen.
    Es liegt an dir, würd ich sagen, alles zu tun was in deiner acht steht um gesundzu werden, und nicht nur verbissen zu ertragen, dass jemand es nicht gut mit dir meint.

    Ich wünsch dir alles Gute und viel Durchhalteermögen UND Einsicht.
     
    #11
    User 68775, 24 Juni 2009
  12. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
    2.916
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    530
    in einer Beziehung
    Ohne mich wirklich zu kenne, caotica, hast du´s doch auf einen Punkt gebracht. Ich denke, du hast völlig recht. (Und damit bist du fähiger, als so manch ein Arzt, dem ich bis jetzt schon begegnet bin [und das waren nicht gerade wenig]!!)

    Ich danke dir, wirklich.
    Lieben Gruß,
    Flake
     
    #12
    User 67018, 25 Juni 2009

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