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Schmerzvolle Liebe

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Guzi, 31 Mai 2003.

  1. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Es war ein sonniger Tag. Sophie saß mit ihren Eltern, ihrer Schwester Sonja und deren Freund Jan im Garten des Ferienhauses. Sophie war ein 16jähriges, schlankes, lebensfrohes Mädchen mit blonden Haaren und braunen Augen. Ihre Augen hatte sie von ihrer Mutter und ihr Vater erzählte immer wieder, dass er sich in diese Augen verliebt hatte. Er meinte, dass kein männliches Wesen sich diesen Augen entziehen könne. Sophie seufzte innerlich. Wenn er meinte! Se sagte dazu nie etwas, sondern hörte nur stumm zu. Sie wollte wenn dann nur einen bestimmten Jungen, aber er war unerreichbar für sie.....Sophie schaute zu ihrer Schwester Sonja. Sie hatten nur wenig Ähnlichkeit, auch charakterlich gesehen. Sonja hatte dunkles Haar und grüne Augen, ganz wie ihr Vater. Für ein 18jähriges Mädchen hatte sie sehr viel Selbstbewusstsein, vielleicht auch zu viel. Außerdem verlor sie ziemlich schnell die Geduld und war rasend eifersüchtig. Ihr Freund durfte nicht einmal andere Mädchen ansehen, geschweige denn mit ihnen reden....ihr Freund Jan.....Jan....Er war so ein netter hübscher Junge: 19 Jahre, muskulös, braungebrannt, ozeanblaue Augen, in denen man sich verlieren konnte, und blonde, nicht zu lange aber auch nicht zu kurze, Haare, bei denen eine Strähne oft vor sein linkes Auge fiel. Er lächelte dann immer und nahm sie mit seiner schlanken linken Hand zur Seite und legte die Strähne hinter sein Ohr. Sein Lächeln.....es war so unglaublich! Man glaubte immer ein kleiner Junge stehe vor einem und würde einen mit seiner gesamten Unschuld und seinem Charme anlächeln! Sobald man es einmal gesehen, konnte man es nicht mehr vergessen. Sophie seufzte wieder innerlich. Sie dachte fast ausschließlich an Jan, aber er war mit ihrer Schwester zusammen und daran würde sich auch nichts ändern. Die beiden sahen immer so glücklich aus, dass man nicht einmal auf die Idee kommen konnte, es gäbe Streitigkeiten zwischen ihnen. Sie waren seit gut einem Jahr zusammen und bisher hatte keiner von ihren Verwandten oder Freunden etwas von einem Streit mitbekommen. Es war also, abgesehen von Sonjas rasender Eifersucht, eine harmonische Beziehung. So dachte Sophie und so dachten auch alle anderen.
    Mittlerweile war es spät geworden. Sophies Eltern gingen ins Bett, da sie am nächsten Tag in die Stadt fahren wollten um Lebensmittel zu kaufen. Auch Sophie ging in ihr Bett, da sie keine Lust hatte mit ihrer Schwester und Jan allein draußen zu sitzen. An Jans Lächeln denkend fiel sie in einen tiefen traumlosen Schlaf. Als sie aufwachte, war es schon zehn Uhr. Ihr Eltern warn schon los. Sie hatten gestern gemeint um zwölf Uhr wieder da zu sein. ‚Also in zwei Stunden’, überlegte Sophie. Was wohl Sonja und Jan gerade taten? Ob sie schon wach waren? Sophie zog sich ihren Jensrock und ihr blaues Oberteil an und ging barfuß in die Küche. Hier schien niemand gewesen zu sein seit ihre Eltern los waren. ‚Nun gut’, dachte Sophie, ‚dann schau ich mal nach, ob sie noch im Bett liegen.’ Während sie zum Zimmer von Sonja ging, sah sie draußen ein Reh, welche gerade in den Wald lief. Sophie mochte den Wald. Sie ging dort gern hin um ein paar ruhige Minuten oder auch Stunden zu verbringen, was Sonja natürlich nicht verstehen konnte. Sonja verstand ja ohnehin nie, warum Sophie solche Dinge mochte. Sie waren halt grundverschieden. Jetzt stand Sophie vor Sonjas Zimmer. Sonja hatte das große Zimmer am Ende des Hauses, da sie älter war, aber das war Sophie egal. Solange Sonja sie in Ruhe ließ, war Sophie sowieso immer egal gewesen, was sie tat und bekam. Sophie nahm den Türdrücker in die Hand. Innen war nichts zu hören. Langsam öffnete sie die Tür. Das Bett stand in der Mitte vom Zimmer an der Außenwand. Als Sophie dort hinsah, musste sie einen Schrei unterdrücken. Dort lag Jan, seine rechte Hand auf dem Bauch halten, und blutete. Was war mit Sonja??? Sophie sah sich um. Sonja stand gleich rechts in der Ecke und zog sich in aller Ruhe an! Das konnte Sophie nicht verstehen. Wieso half ihre Schwester Jan nicht? „Sonja, Jan blutet“; sprach Sophie sie an, „was ist passiert? Wieso hilfst du ihm nicht?“ „Frag ihn doch selber“, antwortete Sonja kühl mit einem Achselzucken, „mir doch egal, was aus dem wird.“ Das konnte Sophie erst recht nicht verstehen. Was war denn in ihre Schwester gefahren? So kannte Sophie sie gar nicht. Sonja ging an Sophie vorbei aus dem Zimmer und drehte sich nicht einmal mehr nach Jan um. Sophie sah zu ihm hinüber. Was sollte sie jetzt tun?
     
    #1
    Guzi, 31 Mai 2003
  2. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Da sah sie rechts neben ihm auf dem kleinen Tisch das Telefon. ‚Anrufen’, dacht sie, ‚bei der Polizei anrufen!’ Das konnte doch alles ein Unfall gewesen sein! Was war hier bloß los?!? Als Sophie den Hörer gerade in die Hand nehmen wollte, hielt Jan mit seiner linken Hand ihre Hand fest. Vor Schreck nahm sie die andere Hand vom Telefon zurück. Als sie ihn ansah, waren seine Augen auf sie gerichtet. Für ein paar Sekunden, die für Sophie unendlich lang waren, sahen sie sich in die Augen ohne etwas zu sagen. Dann fand Sophie ihre Sprache wieder: „Was ist passiert? Warum blutest du? Und warum hilft dir Sonja nicht? Was ist denn hier los?“ Die letzte Frage stieß sie verzweifelt hervor. Sie konnte die Tränen kaum mehr zurück halten. Da lag Jan mit einem vor Schmerz verzerrten Gesicht und versuchte zu lächeln! „Sag mir doch“, setzte Sophie wieder an und die erste Träne kullerte aus ihrem Auge, „sag mir doch, was passiert ist.“ Sie setze sich auf die Bettkante zu ihm hin. „Es war Sonja“, sagte Jan nach einer kurzen Pause, in der sie sich ansahen, „ich habe ihr heute morgen gesagt, dass ich mich in jemand anderes verliebt habe und da ist sie völlig ausgerastet.“ Während er erzählte, weinte Sophie. Ihr wurde jetzt erst richtig bewusst, wie sehr sie ihn doch liebte. Es tat ihr im Herzen weh, dass Jan solche Schmerzen hatte. „Sie wusste sofort, wer es ist“, fuhr er fort und sah sie an, „sie fragte mich, seit wann ich diese Gefühle für dich hätte.“ Sophie schaue auf. „Für mich?“ Hatte sie jetzt richtig gehört?? War dies alles wegen ihr passiert? „Ja, Sonja hat mir vor vier Monaten erzählt, dass du in mich verliebt bist.“ Sophie wurde rot. Wie hatte ihre Schwester das bloß mitgekriegt?? Und warum musste sie das auch noch Jan erzählen??? „Sie lachte dich deswegen aus ohne zu wissen, dass ich deine Gefühle erwiderte. Ich wollte Sonja aber nicht...“ Er hielt inne und presste seine Hand auf den Bauch. Sophie erschrak: „Jan, was ist? JAN! Ich ruf dir einen Krankenwagen. JAN!!!“ „Ist schon gut. Alles okay. Nur ein Kugel. Die wird mir schon nichts anhaben.“ Er lächelte. Als sie dieses Lächeln sah, musste sie noch mehr weinen. Sie konnte sich nicht mehr zurückhalten. „Sophie, Kleines, wein doch nicht um mich. Das wird schon, keine Sorge. Du wirst schon sehen. Ich wird dich doch nicht allein lassen, jetzt, wo du endlich bei mir bist. Ich liebe dich doch!“ Sophie sah ihn an. Ihre Augen waren vom Weinen rot geworden. Mit tränenerstickter Stimme sagte sie: „Ich liebe dich auch, Jan. Ich liebe dich so sehr! Lass mich nicht allein!!!“ Er ließ ihre Hand los, die er die ganze Zeit festgehalten hatte, und zog sie mit seinem linken Arm zu sich heran. Sophie spürte, wie die Schmetterlinge in ihrem Bauch auf und ab flogen. Sie wünschte sich, dass diese Umarmung nie zu Ende gehen würde. Doch Plötzlich wurde seine Umarmung schwächer!! Sie blickte erschrocken auf. „Jan? Jan, was ist mit dir? JAN???“ Sie wollte hören, ob sein Herz schlug, aber sie war viel zu aufgewühlt. Sie griff zum Telefon und wählte die Nummer der Polizei. „Ja, hier ist Sophie E. ... Meine Schwester hat ihren Freund angeschossen. Bitte kommen Sie schnell her. Er stirbt sonst ... er hat einen Bauchschuss ... in die Waldstraße, Ferienhaus 3 ... Bitte beeilen Sie sich!“ Die ganze Zeit weinte sie, sie konnte nicht mehr aufhören. Als sie den Hörer auflegte, sah sie wieder zu Jan. Da lag er und sagte nichts, auch kein Lächeln war auf seinen Lippen zu sehen. Sie legte ihre Arme auf den Bettrand und schluchzte. Es schein ewig zu dauern bis sie endlich ein Auto kommen hörte. Sie ging zum Fenster und sah, dass neben der Polizei und dem Krankenwagen auch ihre Eltern gekommen waren. Sie unterhielten sich kurz mit der Polizei und stürzten dann hinter den Sanitätern ins Haus hinein. Sophie ging zurück zu Jan. Dort saß sie bis sich die Tür öffnete und die Sanitäter hineinkamen um Jan zu helfen, wenn dies noch möglich war. Sophie stand hilflos weinen daneben ...


    An dieser Stelle bin ich dann aufgewacht. Ja, das war ein Traum. Und er wirkte sehr real, deswegen hab ich ihn auch aufgeschrieben. Ich hoffe, er kommt so gut rüber, wie ich ihn gefühlt hab und ihr könnt auch mitfühlen. Ich war in diesem Traum Sophie...und ich hab echt geheult...so kam es mir auf alle Fälle vor, als ich aufgewacht bin. Ich freu mich schon auf eure Meinungen. Eins vorneweg: Ich habe keine Geschwister, also ich bin nicht den Freund meiner Schwester verliebt und auch nicht in den meiner Freundin.
     
    #2
    Guzi, 31 Mai 2003
  3. Luzi
    Gast
    0
    Ja wahnsinn... Ich hab das gelesen und dachte mir: "Hey, die kann echt gut geschichten schreiben.. ist zwar nicht ganz realistisch, dass die Schwester den Freund gleich erschießt, aber naja... Fiktion halt..." Aber dass das ein Traum war - wow...

    Wäre interessant zu wissen, was der Traum bedeutet.. muss aber echt hart für dich gewesen sein.. :frown:
     
    #3
    Luzi, 1 Juni 2003
  4. Guzi
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ob sie ihn erschossen hat, weiß ich ja nich. Da musst ich ja dann auch aufwachen!!
    Aber der Traum war scho ziemlich die Härte....sowas hab ich ja auch noch nie geträumt...aber naja...hatte ja auch ne Inspiration zur Folge.
     
    #4
    Guzi, 1 Juni 2003
  5. chilliana
    Gast
    0
    ich finde es nur erschreckend, dass die genauso heisst, wie ich... ansonsten : daumen hoch!!
     
    #5
    chilliana, 1 Juni 2003
  6. schlumpfie20
    0
    Da dies eher ein Liebesgeschichte ist verschoben.

    LG
    Claudia
     
    #6
    schlumpfie20, 1 Juni 2003
  7. Bärchen84
    Gast
    0
    wow, so einen traum will ich auch mal haben :eek4:
    man kann sich wirklich gut in die geschichte reinversetzten.
     
    #7
    Bärchen84, 9 Juli 2003
  8. Engelchen212
    0
    naja bis du geschrieben hast das es ein traum war, dachte ich die ganze zeit das es eine ziemlich unrealistische geschichte ist. aber wenns ja nur ein traum war...:eek4:
    war aber schön geschrieben. :engel:
     
    #8
    Engelchen212, 9 Juli 2003

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