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"Schwarzer Montag" bitte um Statements und Verbesserungsvorschläge

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von *HoneyVany*, 15 Juli 2005.

  1. *HoneyVany*
    Verbringt hier viel Zeit
    24
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Ich habe diese Geschichte vor etwa einem Jahr geschrieben und möchte gern eure Meinung dazu wissen.
    Danke :kiss:


    Schwarzer Montag

    Jetzt sitze ich hier und zum ersten Mal in meinem Leben weine ich. Das Kostbarste, das ich jemals kennen lernen durfte, hab ich soeben verloren. Es war ein Baum, der am falschen Ort stand. Und ich wollte ihr doch noch so viel sagen… Als ich sie zum ersten Mal an meinem neuen Arbeitsplatz sah, war ich hin und weg. Ich riskierte eine Kündigung, weil ich nur Augen für sie hatte.

    Von diesem Tag an schien die Sonne für mich. Sie war die Person, die mir nachts in meinen Träumen begegnete. Dennoch gab es Probleme. Ich war vergeben. Meine Freundin war ein Nichts im Gegensatz zu der Schönheit aus dem Büro. Dennoch blieb ich bei ihr. Ich wollte nichts riskieren und so wie es momentan um mich stand war alles okay. Dachte ich. Dass sie meine Traumfrau war, wusste ich vom ersten Moment an, aber ich war zu dumm meine Freundin abzuschießen. Ich verbrachte heimliche Abende mit meiner Arbeitskollegin und wir kamen uns langsam näher.
    So jemandem wie ihr bin ich noch nie begegnet. Wir redeten stundenlang, schrieben uns Sms und E-Mails. Jeden Moment an dem ich an ihrer Seite war, wollte ich sie küssen doch ich wusste nicht ob das zu weit ging. Ich verzehrte mich nach ihr und jeder Traum galt ihr. Es war tiefe Leidenschaft in ihren Augen und wenn niemand im Büro gewesen wäre, wären wir übereinander hergefallen und uns endlich das geben können, wonach ich mich seit Jahren sehne. Meine Freundin war hübsch und klug, keine Frage, aber Lara war das, was man eine „Traumfrau“ nennt, das Sahnehäubchen auf der Torte, die Schlussarie in einer Oper, das wundervollste Menschending auf Mutter Erde. Doch jetzt geht es mir einfach nur noch beschissen. Ich habe alles verloren, sie, meine Freundin und meinen Job.
    Es war ein Montagmorgen. Ich hatte mich mal wieder mit meiner Freundin gestritten. Doch das heute war kein alltäglicher Streit. Sie vermisste seit längerem das Funkeln in meinen Augen, das ich nur noch hatte, wenn ich Lara sah. Sie benahm sich wie eine Furie. Schrie durch die ganze Wohnung.Teller und Tassen flogen, mir wurde eine Affäre vorgeworfen, doch ich saß da und sagte nichts. Seit wochenlangen Überlegungen, wie, wann und wo ich es meiner Freundin sagen sollte, brachte ich es endlich heraus:
    „Ich hab mich verliebt…..“ „Wer ist diese Schlampe? Kenn ich sie? Was hat sie, was ich nicht habe? Wie kannst du mir nur so etwas antun?“ All die Antworten wollte sie nun von mir hören. Doch ich brachte keinen Ton heraus. Jetzt stand sie nur noch mit fragendem Blick stumm vor mir. Ich sah meiner Exfreundin in die verheulten Augen und flüsterte „Es tut mir leid….“
    Dann verließ ich die Wohnung. Ich fuhr heut nicht, wie sonst, mit dem Polo meiner Freundin sondern mit meinem Wagen zur Arbeit. Während der Autofahrt dachte ich viel nach. Ich hatte ihr immer versprochen sie nie zu verletzen. Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass man ein solches Versprechen nie geben darf. Im Büro angekommen suchte ich nach Lara. Ich wollte ihr meine Liebe gestehen und ich wusste, dass sie darauf schon seit langem wartete. Im Rückspiegel meines Wagens hatte ich schon geprobt und nun war ich aufgeregt wie ein kleines Kind vor der Einschulung.
    Auf dem Weg zu meinem Büro sah ich, dass ihr Arbeitsplatz noch nicht besetzt war. Ich träumte davon, wie glücklich wir sein werden. Wir werden ein Haus bauen, drei wundervolle liebenswerte Kinder bekommen und glücklich bis an unser Lebensende miteinandersein. Das Klopfen an meiner Tür riss mich aus meinen Träumen. Es war mein Chef. „Guten Morgen Herr Lehmann. Ich habe eine traurige Nachricht für sie. In den letzten Monaten schreiben wir, unter anderem wegen ihnen, nur noch rote Zahlen.
    Wir möchten sie daher bitten in der nächsten Woche ihre Sachen zu packen und sich bei anderen Firmen zu bewerben.“ Es war wie ein Schlag ins Gesicht. Acht verdammt lange Jahre hab ich gebraucht, bis ich endlich diesen Job hatte. Es war der Gipfel meiner Karriere und binnen einer Minute machte ein so bedeutender Mann alles kaputt… Um mich etwas erholen zu können, ging ich niedergeschlagen ins Raucherzimmer der Abteilung. Ich steckte mir eine Zigarette in den Mund, wollte gerade nach meinem Feuerzeug greifen, als mein Handy klingelte. Ich meldete mich mit einem kurzen „Ja“ als ich eine unbekannte Stimme vernahm. „Herr Lehmann? Mein Name ist Dr. Johannes Burger von der Uniklinik Bonn. Kennen sie eine gewisse Lara Geiger?“ Ich wusste es konnte nichts gutes heißen und mit zitternder Stimme bejahte ich. „Sie hatte heut morgen auf dem Weg zur Arbeit einen schweren Autounfall. Eine junge Frau, deren Freund wohl gerade Schluss gemacht hatte, fuhr wutentbrannt mit ihrem schwarzen Polo zu schnell und auf der falschen Spur. Frau Geiger sah die Fahrerin sehr spät und konnte nur noch das Lenkrad herumreißen. Eine Eiche wurde ihr zum Verhängnis. Ihre Adresse war die einzige, die wir in Frau Geigers Geldbeutel gefunden haben. Wir bedauern es wirklich sehr….“. Mehr hörte ich nicht. Die Worte des Arztes hallten in meinem Kopf immer und immer wider.

    Bis heute, 44 Jahre später, konnte ich das, was an diesem Tag geschah, nicht verarbeiten...
     
    #1
    *HoneyVany*, 15 Juli 2005
  2. *Wildrose*
    Verbringt hier viel Zeit
    601
    101
    0
    nicht angegeben
    Eine sehr traurige Geschichte :frown: aber wunderschön geschrieben...
     
    #2
    *Wildrose*, 17 Juli 2005
  3. dom
    dom (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    94
    91
    0
    Single
    Die Story gefällt mir, dein Schreibstil ist in Ordnung.. Aber für mich doch sehr viele Zufälle gegen Ende, das macht die Geschichte relativ unrealistisch und man bekommt den Eindruck, du wolltest hauptsächlich nur einen tragischen Schluss verfassen.
    Im Großen und Ganzen aber trotzdem nett zu lesen.
     
    #3
    dom, 18 Juli 2005
  4. *HoneyVany*
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    24
    86
    0
    vergeben und glücklich
    OK danke, ich schau mal ob ich die Geschichte so drehen kann das sie realistischer klingt, danke für den Tipp :zwinker:
     
    #4
    *HoneyVany*, 18 Juli 2005

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