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Schwerer Schicksalschlag einer Bekannten

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Viktoria, 3 April 2006.

  1. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
    2.378
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    vergeben und glücklich
    Also es geht nicht um mich, aber um eine gute Bekannte von mir.
    Ich weiß, daß es sich vielleicht unglaublich anhört, aber sie hat gerade mit etwas zu kämpfen, was ich noch nie vorher in irgendeiner Weise erlebt habe.
    Mich interessieren mal brennend Eure Meinungen!

    Sie ist 23, war vor kurzem noch verlobt und hat vor einer Woche ihr erstes Kind gekriegt.

    Und jetzt das Schicksal ... ihr Kind hat eine schwere körperliche Entstellung im Gesicht. Darauf war sie nicht vorbereitet. Den Ärzten war diese Missbildung nie aufgefallen.
    Ich war letzte Woche im Krankenhaus, um sie zu besuchen. Sie war absolut am Ende, war nur am heulen und dachte nur ans Sterben.

    Sie ekelt sich so sehr vor ihrem eigenen Kind, daß sie es niemals über sich bringen würde, es anzurühren und zu nähren.
    Sie hätte so ein Wesen sofort abtreiben lassen, aber nun ist es geboren und es lebt sogar.
    Sie wünscht sich, daß es sterben soll, da es ohnehin sehr schwach ist. Aber die Ärzte sagen, die Aussichten sehen so aus, daß es überleben wird.
    Aber sie will es nicht annehmen, sie ekelt sich zu sehr davor und sie haßt es. Sie wird es verstoßen.

    Ich habe es mal im Bettchen auf der Säuglingstation gesehen ... und ohne es zu übertreiben, der Anblick war unglaublich ...
    Ich habe schon früher Missbildungen gesehen, wer hätte das nicht ... aber noch nie von dieser Art ... Es sah aus wie etwas, das schon lange tot ist ...

    Ihr Verlobter hat sich von ihr getrennt, weil er damit nicht zurechtkommt.
    Sie sagte wortwörtlich zu mir: "Diese Kreatur hat mein Leben ruiniert, an dem Tag, an dem es geboren wurde."

    Was kann ich ihr nur sagen?
    Und vor allem, was kann SIE tun?

    Es ist ihr eigenes Kind. Ich habe das Kind zwar mit seiner Entstellung gesehen, aber wenn ich daran denke, daß es von der "normalen Gesellschaft" ausgestoßen wird, habe ich so verdammtes Mitleid.
    Was soll denn aus dem Kind werden? Wegen seiner schweren körperlichen Entstellung wird es wohl nie ein normales Leben führen können, fürchte ich. Es braucht seine Mutter, die ihm zumindest dabei hilft, diesen Schritt in die Gesellschaft zu versuchen.

    Meint Ihr, sie kann lernen, dieses Kind zu lieben? Oder ist das Baby einfach ausgestoßen, ohne daß es etwas dafür kann? Auch wenn es so aussieht, hat es doch ein Recht auf Liebe und Geborgenheit??
    Was würdet Ihr raten?

    EDIT: Oh, ich sehe gerade, daß es das falsche Forum ist! Das sollte in den "Kummerkasten" ... sorry!
     
    #1
    Viktoria, 3 April 2006
  2. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    ui, das ist ja ein harter Schicksalsschlag!! Zuerst einmal finde ich es grausam, dass ihr Verlobter sie deshalb einfach verlassen und alleine gelassen hat, somit hat sie jetzt ihren Mann verloren und ein Kind, das sie nicht will.

    Du kannst ihr natürlich eine Stütze sein und mit ihr sprechen aber den Versuch es gut zu reden wird wohl nicht viel bringen. Es könnte auch einfach der erste Schock sein: Sie hat sich auf ein gesundes Baby mit ihrem Freund zusammen gefreut und nun hat das Kind eine körperliche Behinderung und ihr Leben ist außer Fassung geraten, entweder sie wird sich noch dran gewöhnen oder eben nicht... steuern kannst du das leider nicht!

    Hat sie denn mal über eine Adoption nachgedacht? Sie könnte es zur Adoption freigeben, wenn sie das Kind wirklich abstößt und ihm keine Körperliche und seelische Nähe geben kann, ansonsten wird die Zeit sehen was passiert.
     
    #2
    User 37284, 3 April 2006
  3. bunnylein
    bunnylein (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    vergeben und glücklich
    oh mann... aber sag nicht kreatur :cry:

    ist operativ nichts zu machen?

    ich kenn das, dass man sein eigenes kind nicht liebt, zwar schon von einer freundin... aber ihr kind war gesund. meine freundin war damals 17 und einfach überfordert. nach der geburt wollte sie keinen kontakt zu dem kleinen, sie konnte ihn nicht im arm halten bzw. sich um ihn kümmern. das hat sich aber zum glück mit der zeit einfach gelegt. wahrscheinlich musste sie sich an ihn gewöhnen.

    ich hoffe deine freundin schafft das irgendwie... :kopfschue
     
    #3
    bunnylein, 3 April 2006
  4. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    nicht angegeben
    Umgekehrt hatte ich das auch bei einem Bekannten erlebt. Er hatte einen schweren Motorradunfall und sitzt seitdem querschnittgelähmt im Rollstuhl. Seine damalige Freundin verliess ihn daraufhin mit den Worten "ich will nicht mit einem Krüppel zusammensein!" Er machte kurz darauf einen Selbstmordversuch, was ich ehrlich gesagt, auch verstehen kann.
    Ich fass es einfach nicht, wenn ein Partner/in jem. einfach verlässt, der gerade dann Unterstützung braucht....

    @threadstarterin:

    Ist wirklich hart, was Deine Bekannte jetzt durchmachen muss. Ihr Leben wird dadurch wohl völlig aus der Bahn geworfen und sie sieht sicherlich keinen Sinn mehr, überhaupt noch weiterzuleben. Das einzige, was Du machen kannst, ihr deutlich zu machen, dass Du sie nicht fallen lässt.
    Das eigentliche Problem besteht darin, dass sie ihr Kind nicht akzeptiert wird. Kinder brauchen körperliche Nähe und Liebe. Wenn ihr Kind keine Zuneigung bekommt, seh ich schwarz, ob es dann eigentlich überlebt. Man kann das in etwa mit einer Pflanze vergleichen, die eingeht, wenn sie kein Licht und Wasser bekommt.
    Klingt seltsam, weiss aber jetzt nicht, wie ich das anders veranschaulichen kann. Ein menschliches Wesen geht ohne ein Minimum an Liebe und Zuneigung wohl auch irgendwann ein.
     
    #4
    User 48403, 3 April 2006
  5. glashaus
    Gast
    0
    Hm das hört sich ja schon stark nach einem Trauma an. Wird sie im Krankenhaus nun auch psychologisch betreut? Ach mensch...das arme kleine :-/
     
    #5
    glashaus, 3 April 2006
  6. Tinkerbellw
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Oh gott, ich weiß ja nicht ob deine freundin sich vorher überhaupt schon mal mit Behinderungen auseinander gesetzt hat. Klar ist das ein Schock udn das ein mann sich dann einfach davon macht ist mehr als traurig.....
    aber ganz ehrlich finde es schon krass wie sehr sie das KInd ablehnt. sie kann es ja anscheinend überhaupt nicht als ihr Kind akzeptieren. Weiß nicht ob man es nicht zur adaption freigeben sollte nur damit es vor einer mutter geschützt wird, die ihren ganzen Hass über den mann und die Situation auf das Kind wirft!
    ICh weiß nicht wie entstellt das kind ist, aber habe selber in der Therapie Kinder kennen gelernt, bei denen ich am anfang dachte oh gott, aber man gewöhnt sich daran und sieht ziemlich schnell den menschen dahinter! hoffe das das deiner Freundin anch dem ersten Schock auch gelingt ansosnten sollte sie das Kind adoptieren lassen oder in ein Heim geben- besser pflegeeltern als so eine Mutter.
     
    #6
    Tinkerbellw, 3 April 2006
  7. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Hmm ... ich muß ehrlich sagen, daß mich diese Situation sehr belastet, obwohl es mich im Grunde ja gar nichts angeht, da es sich nur um eine Bekannte handelt, die sogar eigentlich nur was mit meiner Mutter zu tun hatte, nicht mit mir.
    Aber ich habe das kleine Baby in seinem Bettchen gesehen. Es war so klein und zerbrechlich, mit seinen dürren Ärmchen und Beinchen. Ich habe so Mitleid. Nur wegen einer gräßlichlichen Laune der Natur muß das Baby büßen, wofür es nichts kann. Wenn ich daran denke, daß es niemals Liebe bekommt, muß ich weinen.

    Das Baby ist ja völlig gesund, wie jedes andere auch. Völlig uneingeschränkt. Nur ein bisschen klein und schwach. Deswegen möchte meine Bekannte ja, daß es hoffentlich stirbt. Die eigene Mutter ...

    Sie will das Kind überhaupt nicht mehr sehen, seit der Geburt nicht mehr.
    Sie ekelt sich so sehr vor seinem Anblick und hasst es zutiefst. Sie verflucht es die ganze Zeit. Ich glaube, es ist auch ein verdammt schwerer Schock. Sie nimmt die ganze Zeit Beruhigungsmittel.
    Ich denke, das wäre einfach der beste Gedanke, wenn sie das Kind so hasst und niemals annehmen will. Und genau das befürchte ich. Ihr müßtet mal erleben, wie sehr Abscheu sie hat. Sie hasst wirklich.

    Soweit ich weiß, wäre das sehr riskant. Zumindest hieß es, daß in den ersten 10 Jahren zu gefährlich sei, aber genau weiß ich das leider nicht.

    Ja, so sehe ich es ja auch. Deswegen tut mir das Baby ja so leid :cry:


    Ja, soweit ich das erfahren habe. Und sie nimmt wie gesagt starke Beruhigungsmittel.



    Ich denke aber ehrlich, daß es der sichere Weg für das Baby wäre. Du müßtest mal sehen, wie sie heulend ihr Kind verflucht. Mich würde es echt nicht wundern, wenn sie es töten würde ... ganz ehrlich nicht.

    Ja, so denke ich es doch auch. Es gäbe bestimmt Orte, wo es gut aufgehoben wäre, trotz seiner schweren Enstellung im Gesicht. Wir leben schließlich nicht mehr im Mittelalter, wo so etwas gehetzt wurde. Bei der Mutter wäre es echt nicht sicher.
     
    #7
    Viktoria, 3 April 2006
  8. blacksheep24
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Das ist wirklich schockierend.

    Das der Mann abgehauen ist, ist schlimm genug.

    Und egal wie die Mutter sich letztendlich entscheiden sollte; wenn sie sich ihres Kindes nicht annimmt (was auch schlimm genug ist), so muß meiner Meinung nach alles dafür getan werden, daß das Kleine ein normales Leben führen kann.

    Wenn das Baby stabil sein sollte, werden die Ärzte doch wohl über Möglichkeiten weiterer Operationen nachdenken,
    und ganz wichtig, das Kleine braucht Liebe und Zuneigung (gerade wenn es so schwach ist)!

    Wie viele Pärchen gibt es, die aus irgendwelchen Gründen kein Kind bekommen können, die sich nichts sehnlicher wünschen wie ein Kind, auch solch ein Kind.

    Wie auch immer, ich wünsche dem Kleinen daß es so schnell wie möglich liebe Eltern bzw. eine Liebe Mutter hat- denn die braucht es auf jeden Fall!
     
    #8
    blacksheep24, 3 April 2006
  9. sarkasmus
    Gast
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    **************
     
    #9
    sarkasmus, 3 April 2006
  10. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre Themenstarter
    2.378
    0
    0
    vergeben und glücklich
    Sicher, sie muß es selbst entscheiden.
    Nur das Baby tut mir so leid ... :cry:

    Mal angenommen, es kommt zur Adoption, was vielleicht letzten Endes wahrscheinlicher ist, und das Kind findet es irgendwie heraus, was es mit der leiblichen Mutter auf sich hatte, dann denkt es doch sicher, daß es eine große Enttäuschung für seine Mutter gewesen ist und sie es zu Recht nicht haben wollte ... so etwas tut mir in der Seele weh :cry:
     
    #10
    Viktoria, 3 April 2006
  11. sarkasmus
    Gast
    0
    **************
     
    #11
    sarkasmus, 3 April 2006
  12. final_frontier
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Sorry, aber ich finde das Ganze total allerletzte asozialste Schublade.
    Da wird von Kreatur und Wesen geredet, davon dass das Kind sterben soll und und und. So schwer manche Schicksale auch sind, einem Menschen und dazu auch noch dem eigenen Kind den Tod zu wünschen ist unter aller sau. Da fehlt mir jegliches Verständnis und da habe ich auch keinerlei Mitleid.

    Da sieht man mal wieder wie verwöhnt unsere Gesellschaft ist, kommt mal etwas ungeplantes, unerwünschtes, schon geht für einen die Welt unter und man muss sofort alles was einen stört los werden. Der Freund haut ab, klar ist ja auch einfach, das Kind is ja das Problem der Freundin, blos keine Probleme am Hals haben. Die Frau wünscht ihrem eigenen Kind den Tod, würde mich nicht wundern, wenn sie es noch umbringt. Ich hätte niemals mein Kind abtreiben lassen, zur Adoption freigegeben oder meine Freundin verlassen, egal wie krank, entstellt oder sonstwas es wäre. Das ist doch mein Kind! Kann natürlich keiner hier nachvollziehen, aber ich habe halt noch Respekt vor dem Leben.

    Und wenn diese Entstellung wirklich so schlimm sein soll, wie hier so monströs beschrieben, ist es mir ein Rätsel, warum das vorher keiner gemerkt hat. Auf dem Ultraschall kann man doch schon recht früh sehr deutlich das Gesicht erkennen. Ein aufmersamer Arzt mit geschultem Auge sieht da sofort jede kleine Unregelmässigkeit und veranlasst zur Not ein 3d Ultraschall bei dem man das ganze Kind in voller Pracht bestaunen kann. Also sehr unglaubwürdig noch dazu das Ganze. Abgesehen davon kann man körperliche Entstellungen ja zu einem gewissen Grad sehr gut korrigieren, ist also kein Grund sofort zu verzweifeln und aufzugeben. Hoffnung gibt es immer. Und gerade ein solcher Mensch benötigt die Liebe und Unterstützung der Eltern. Dass in unserer im Wohlstand gesuhlten Kunstwelt die Betroffen gleich verzweifeln und aufgeben ist wiedermal typisch.
     
    #12
    final_frontier, 3 April 2006
  13. ~Vienna~
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Eine Frage: Ihr redet hier von Adoption, aber WER will denn ein Baby adoptieren, das so entstellt ist? Das Kind wird dann wohl viel mehr in ein Heim kommen...


    Ganz schön schlimm sowas. Und irgendwie finde ich es nicht gut, dass hier in Deutschland jeder Mensch, egal wie totkrank/behindert/usw. er ist, am Leben gehalten wird :kopfschue Ich meine...was hat dieses Kind davon, zu leben? Die Mutter liebt es nicht, die Gesellschaft wird es verstoßen. Es wird sich bestimmt wünschen, tot zu sein :kopfschue Schlimm sowas.

    Aber das Verhalten von Vater und Mutter finde ich nicht richtig. Ich könnte nicht damit leben, mein Baby abgeschoben zu haben.
     
    #13
    ~Vienna~, 3 April 2006
  14. BenNation
    BenNation (33)
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Ähem! Willst du gehen und das Baby fragen, ob es leben will?
    Ein Baby kann das wohl kaum entscheiden, doch hat es Menschenrechte, wie jeder andere!
    Wenn sich ein Erwachsener umbringt, okay, sein Ding, aber ein Baby kannst du nicht einfach so killen und das ist auch Recht so!
     
    #14
    BenNation, 3 April 2006
  15. Sunny81
    Sunny81 (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Danke für diesen Beitrag, du hast mir die Worte aus dem Mund genommen.

    Ehrlich gesagt, schockieren mich nicht Behinderungen, sondern die Menschen, die mit Behinderungen nicht umgehn können.
    "Kreatur", "Wesen"... sach ma gehts euch noch??
    Egal wie sehr ein Mensch enstellt und behindert ist, es ist ein Mensch und dieser kleine Mensch dort hatte null Chancen sich zu entscheiden, wie er auf die Welt kommt. Und dann empfängt ihn Ekel der eigenen Mutter und der Wunsch, diese "Kreatur" wäre nie geboren worden...

    Unsere Gesellschaft sind wir alle...und die "Angst" vor Enstellungen jeglicher Art ist doch manchmal nur der Blick über diese "Makel" der Gesellschaft. Aus Intoleranz, Schönheitswahn oder einfach aus der Unlust heraus, sich auch mit Menschen tiefer auseinanderzusetzen als nur mit der Schale.


    Dann soll sie nicht schwanger werden!! Oder macht eine eine gute Mutter nur aus, daß sie eben eine gute Mutter ist, wenn das Kind 100% in Ordung ist? Und wenn es eben behindert ist, geht das eigene Leben vor? :ratlos:
     
    #15
    Sunny81, 3 April 2006
  16. final_frontier
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Ich würde ohne zu zögern ein behindertes Kind adoptieren. Werde ich sicher in ein paar Jahren auch noch machen.

    Also in meinen Augen bist du mit so einer Einstellung behindert. Gibt mir das jetzt das Recht dich umzubringen?
    Mensch ist Mensch. Und jeder Mensch hat Menschenrechte und Menschenwürde. Les mal das Grundgesetz.

    Kein Mensch hat das Recht über Leben und Tot anderer zu entscheiden, egal, welche Motive dahinter stehen mögen.

    Vom Leben hat man immer was, auf jeden Fall mehr als vom Tod.

    Woher willst du denn das jetzt wissen. Das ist so ein typischer Aberglaube unserer verwöhnten Welt. Lebensfreude und Glück wird reduziert auf makelloses Aussehen, Gesundheit und Finanzielle Absicherung.

    Gerade die Menschen, die unter schweren Bedingungen leben erfreuen sich viel mehr des Lebens, besonders der Kleinen Dinge, für die unsereins gar kein Auge mehr hat. In den Behindertenwohnheimen, in denen ich Zivildienst geleistet habe, hat kein einziger darum gebeten getötet zu werden. Im Gegenteil waren die viel Lebensfroher und Lebenslustiger als der abgestumpfte Haufen draussen.

    Zumindest hier stimmen wir zu 100% überein.
     
    #16
    final_frontier, 3 April 2006
  17. Sunny81
    Sunny81 (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Willkommen im Deutschland vor etwas mehr als 60 Jahren, als man so auch über angeblich "lebensunwertes Leben" dachte...:madgo_alt:

    Was wagen sich eigentlich Außenstehende zu entscheiden, ob ein Behinderter was davon hat zu leben oder nicht? Ihr könnt es garnicht entscheiden, weil ihr nicht behindert seid! Ihr denkt, fühlt, lebt nicht so wie Behinderte. Also mit welchem Recht wird eine Entscheidung getroffen, wann jemand was von seinem Leben hat und wann nicht?
    Und weil es die Mutter nicht liebt, soll es nicht am Leben gehalten werden?? Und die Gesellschaft bist auch du, und du bist mit solchen Aussagen ganz vorn dabei, dieses Kind zu verstoßen.
    Sorry, aber bei solchen Aussagen könnt ich echt nur :kotz_alt:
     
    #17
    Sunny81, 3 April 2006
  18. sarkasmus
    Gast
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    **************
     
    #18
    sarkasmus, 3 April 2006
  19. Sunny81
    Sunny81 (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Is o.k... :kopfschue

    Doch genau das behaupte ich. Die Eltern haben Verantwortung für das Kind, schon bevor es auf die Welt kommt... oder sagen wir sollten es haben.

    So kann man es sich sehr einfach machen.

    Es geht da doch nicht nur um irgendeine gesellschaftliche Norm, sondern um ein Menschenleben
     
    #19
    Sunny81, 3 April 2006
  20. ~Vienna~
    Verbringt hier viel Zeit
    1.193
    121
    0
    nicht angegeben
    Dann kann ich nur sagen: Respekt.


    Hier könnte man über das Thema Aktive Sterbehilfe diskutieren. Ich meinte es nicht so, dass man das Kind töten sollte. Aber hier kann man ja noch nicht mal sterben, wenn man es sich selber wünscht! DAS finde ich nicht gut. Natürlich bin ich nicht dafür, dass man ein Kind tötet, nur weil es behindert ist. Trotzdem. Meine Eltern hatten von Berufswegen sehr viel mit Behinderten zu tun und da gab es welche, die wollten wirklich niemals leben und hätten sich gewünscht, nie auf die Welt gekommen zu sein. Andere wiederrum sind die glücklichsten Leute, weil sie geistig behindert sind und es nicht anders kennen. Nur was ist, wenn das Kind älter wird und, wie die Threadstarterin sagt, niemals Liebe erfahren wird?! Hältst du so ein Leben ohne Liebe für lebenswert? Aber bitte, ich kann dazu ja nix sagen.

    Dann frag mal die Leute, die behindert oder krank vor sich hinkrepieren und sich jeden Tag aufs Neue wünschen, sie wären tot. Nur weil du gesund bist und das Leben schätzt, muss das ein Mensch mit dem beschissendsten Schicksal auf Erden nicht auch tun.

    ´
    Ja, ehrlich gesagt schon. Und ich weiß nicht, was daran falsch sein soll. Wer hat Lebensfreude, wenn er überhaupt nicht gesund ist, von der Gesellschaft blöd angeguckt wird, im Leben keine Liebe erfährt und keinen Cent in der Tasche hat?? Du?

    Da geb ich dir Recht. Aber es kommt drauf an, WIE schwer deren Bedingungen sind. Wenn du z.B. zwei Tage nichts gegessen hast, wirst du dich auch 1000 Mal mehr an ner Scheibe Brot erfreuen, als ein gut genährter. Die Gewohnheit machts. Was willst du damit also sagen?


    Ich denke, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Damals wollte man die Rasse "bereinigen". Aber man muss auch mal anders denken. Ich finde natürlich, dass jeder Mensch das Recht hat zu Leben! :angryfire Nur sind früher (als es die Medizin noch nicht gab) viele behinderte Babies nicht umsonst gestorben. Es ist halt die natürliche Auslese der Natur. Obwohl ich es natürlich gut finde, dass man da heute so viel machen kann. Viele Behinderte sind tatsächlich sehr glücklich mit ihrem Leben. Nur viele auch nicht. Und genau um die gehts hier, wenn ich was schreibe.

    Ich hab das echt nicht so gemeint, dass man die einfach töten sollte. Also echt :kopfschue
     
    #20
    ~Vienna~, 4 April 2006

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