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Eltern/Familie Schwiegervater schwer krank und dperessiv...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 53338, 9 November 2009.

  1. User 53338
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    offene Beziehung
    Hey,

    ich wende mich heute mal mit einem Problem an euch und hoffe, ihr könnt mir ein paar Tipps oder sonst irgendwelche Ratschläge geben.


    Also, es geht um meinen Schwiegervater.

    Vor zwei Jahren hatte er ganz plötzlich sehr, sehr hohes Fieber bekommen und lag 6 Wochen im Krankenhaus. Die Ärzte konnten die Ursache des Fiebers nicht erklären und es sah sogar danach aus, als würde mein Schwiegervater das Krankenhaus nicht mehr lebend verlassen... erst als die Ärzte mit Cortison behandelt haben, wurde es besser und er hat sich langsam erholt. Kurz darauf bekam er eine Lungenembolie, wieder Krankenahaus, anschließend ging es für einige Wochen in die Kur.

    Aufgrund dessen durfte er nicht mehr als Hausmeister weiter arbeiten und kam in den Ruhestand. Das ist jetzt 1,5 Jahre her. Inzwischen hat sich herausgesellt, dass er COPD hat. Das ist eine chronische Lungenkrankheit, die im Volksmund auch Raucherlunge genannt wird. Mein Schwiegervater ist Nichtraucher. Es wird vermutet das die COPD auch damals für sein Fieber usw. verantwortlich war. Da die Krankheit bei ihm erst so spät festgestellt wurde, ist sie leider auch schon recht vorran geschreitet...


    Nun ist es so das sich mein Schwiegervater total aufgeben hat. Er ist depressiv und nimmt auch schon Antidepressiva, die wohl nicht anschlagen. Ich habe gesagt er soll das Medikament wechseln, manchmal muss man eben durchprobieren, was einen hilft. Nein, will er nicht.

    Es kam der Vorschlag, dass er in Kur gehen soll, nein, will er nicht. Selbst meine Schwiegermutter würde mit fahren. Nein, will er nicht.


    Zur Zeit geht es ihm wieder schlechter. Er sagt, er fühlt sich genau so wie vor zwei Jahren, bevor er ins Krankenhaus kam. Man sagt ihm, er soll zu ihm Arzt gehen. Nein, will er nicht. Die machen sowieso nichts und sagen ihm nur er soll abnehmen. Und hier ist noch ein Problem: er ist verflucht stark übergewichtig. Das er so schlecht Luft bekommt hängt auch damit zusammen, aber eben nicht nur...

    Der Tagesablauf von ihm sieht im Moment so aus: er steht morgens mit meiner Schwiegermum auf, frühstückt, legt sich wieders ins Bett. Steht zwischen 10 und 11 wieder auf, frühstückt noch einmal, legt sich ins Bett oder auf die Couch. Schwiegermutter kommt mittags heim, kocht, sie essen zusammen Mittag. Er legt sich wieder auf die Couch. Abends gibt es Abendessen, er legt sich wieder ins Bett und schläft dann wieder bis morgens, nur um dass selbse Spiel zu wiederholen. Er legt vielleicht 50 Meter am Tag zurück und pendelt immer zwischen Bett, Küche, Wohnzimmer und Klo.


    Er braucht einfach wieder eine Aufgabe. Als wir umgezogen sind und er bei uns die ganze Elektrik machen durfte und beim Schränle aufbauen geholfen hat, war er richtig zufrieden. Er hat sich halt gebraucht und nützlich gefühlt.

    Gleichzeitig ist es so unglaublich schwer ihn für irgendetwas zu animieren. Weil er so krank und übergewichtig ist. Dadurch ist er in den Aktivitäten auch leider eingeschränkt. Nur irgendwas muss er machen und ich habe wirklich angst, dass es sein letztes Weihnachten wird. :cry:

    Zumindestens beim abnehmen hat meine Schwiegermutter die Zügel in der Hand, weil sie kocht. Aber sie hält das nie länger als ein paar Wochen durch. Sobald ein paar Kilos weg sind, verfällt sie wieder in den gleichen Trott. Dann gibt es deftige Hausmannskost, mit vielen Saucen, viel roten Fleish etc.


    Zusammenfassend brauche ich einfach nur Ratschläge, wie ich meinen Schwiegervater bei den Depressionen unterstützen kann. Wie man ihn animieren kann zum Arzt zu gehen und mit den Ärzten ZUSAMMEN zu arbeiten. Weil ich glaube, dass die Depressionen mit den anderen Problemen zusammen hängen und er dann auch mehr in Richtung Lungentherapie machen würde, wenn er die Kraft dafür hat...

    Ach so, wenn man ihm sagt, dass wenn sich nichts ändert, er es nicht mehr lange machen wird, kommt von ihm nur ein Schulterzucken und ein "Dann habe ich es wenigstens hinter mir"... :cry:

    Danke für´s lesen!
     
    #1
    User 53338, 9 November 2009
  2. Liebguck
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    33
    3
    vergeben und glücklich
    Die Lösung muss aus ihm selbst herauskommen. Ihr könnt versuchen ihn wach zu rütteln ("du möchtest doch deine Enkelkinder noch kennen lernen!"), aber letztendlich ist es er, an dem es liegt.
    Neben dem Abnehmen sollte er auch in psychologische Behandlung gehen (aber nur, wenn er das selber will, er muss selber einsehen, dass das nötig ist) und von den Anti Depressiva weg kommen. Die helfen, schwere Zeiten zu überstehen, aber auf Dauer machen sie nur süchtig und die Wirkung lässt nach.
     
    #2
    Liebguck, 9 November 2009

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