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Sed ihr mit zunehmendem Alter gesellschaftskritischer geworden?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 14 August 2010.

Status des Themas:
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  1. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Als Teenanger ist man noch unbekümmert und man kiechert über jeden Scheiß.:ROFLMAO: Wenn man erwachsen wird, wird man mit dem Ernst des Lebens konfrontiert: Jobsuche, unfreundliche Autofahrer, Vermieter, Wahlrecht und und und.

    Habt ihr das Gefühl, dass ihr mit zunehmendem Alter gesellschaftskritischer geworden seid? Oder ist es eher umgekehrt und ihr seht die Gesellschaft heute viel optimistischer oder besser ausgedrückt gelassener?
     
    #1
    Theresamaus, 14 August 2010
  2. donmartin
    Gast
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    Es gibt durchaus Dinge, die sehe ich viel gelassener - was den Umgang mit Ämtern, Behörden usw angeht. Viele Dinge sehe ich aber "kritischer" und wünschte manchmal, weniger zu wissen und dadurch unbekümmerter mit solchen Sachen umgehen zu können. Man schaut nicht mehr so weit nach vorne sondern eher zurück - dadurch kommen sehr viele Erfahrungen die man gemacht hat zum Vorschein - es wiederholt sich sehr vieles, je älter man wird werden einem die Zusammenhänge eher bewusst. Man wird auf gewisse Weise "vorsichtiger" ....Was sein kann aber nicht muss.
    Ignorante Menschen gibts auch im Alter....Menschen, die mit nix was zu tun haben und leben, als wären sie allein auf der Welt.
     
    #2
    donmartin, 14 August 2010
  3. klatschmohn
    Meistens hier zu finden
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    Single
    Ich muss sagen- ich glaube ich war "früher" kritischer, als ich es jetzt bin. Ich fange langsam an mich mit dieser Welt "anzufreunden" bzw. sie ein Stück weit zu akzeptieren- ich hoffe nur so weit wie es nötig ist um zurecht zu kommen...ich habe noch keinen Weg gefunden meine Rebellion zum Ausdruck zu bringen ohne unglücklich dabei zu werden....

    Also- ich suche noch. Vielleicht bin ich auch einfach nur bequemer geworden und rede es mir schön- zumindest bin ich noch kritisch genug um zu hinterfragen, neugierig zu sein und nicht zu allem ja und amen zu sagen.... . Früher haben meine Freunde oft zu mir gesagt: "ja ja..Hauptsache du bist dagegen".. war wohl so :grin:. Ich glaube heute bin ich in dieser Hinsicht bedachter, vielleicht auch verständnisvoller und toleranter. Als ich jünger war, war ich in meinen Ansichten recht "radikal".
     
    #3
    klatschmohn, 14 August 2010
  4. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Ich bin heute viel kritischer als früher.
     
    #4
    krava, 14 August 2010
  5. User 29206
    User 29206 (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Der Höhepunkt meiner gesellschaftskritischen Phase war so mit 21, 22 Jahren. Seitdem sehe ich viele Dinge wieder pragmatischer.
     
    #5
    User 29206, 15 August 2010
  6. Butterfliege
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Wird man das mit zunehmendem Alter nicht automatisch?
     
    #6
    Butterfliege, 15 August 2010
  7. User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    2.472
    offene Beziehung
    Ob ich der Gesellschaft gegenüber kritischer geworden bin, kann ich nicht zwingend sagen. Man hat sich halt entwickelt und sieht Dinge aus anderen Perspektiven.

    Ich bin vielleicht den Menschen gegenüber kritischer geworden, so dass ich keine besonders hohe Meinung mehr von dieser Spezies habe.
     
    #7
    User 38570, 15 August 2010
  8. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Ich bin im Laufe der Jahre optimistischer geworden, habe mir angewöhnt, differenzierter zu denken, und mich damit abgefunden, dass die Welt nicht perfekt ist.

    Damit bin ich auf jeden Fall gelassener geworden, aber mit "weniger kritisch" würde ich das nicht unbedingt gleichsetzen.
     
    #8
    BrooklynBridge, 15 August 2010
  9. Kronos
    Kronos (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Das nennst du ernsthaft "Ernst des Lebens" und stellst es auf eine Stufe mit Gesellschaftskritik...?
    Deine Beispiele sind nichts weiter als die "menschliche Variante" der natürlichen Entwicklung; junge Raubtiere werden, wenn es an der Zeit ist, von den Elterntieren aus dem Revier verscheucht, Vögel verlassen das Nest wenn sie flügge werden - deine Aufzählung beschreibt das gleiche, nur weil der Mensch für sich in Anspruch nimmt sich als intelligent zu betrachten und sich "zivilisiert" nennt, sind dergleichen Dinge etwas...komplizierter...

    Gesellschaftskritik wäre zum Beispiel eine Auseinandersetzung mit der Tatsache, daß diese "gewählte Regierung" (durch das Volk für das Volk :rolleyes: ) dieses Land belügt, sich bereichert in dem es die Steuerlast der Bürger permanent erhöht, aber seine persönlichen Diäten ebenso permanent erhöht anstatt sie zB beizubehalten bzw zu reduzieren, daß solche Zusatzsteuern wie der Solidaritätszuschlag, der ursprünglich als Übergangslösung geplant war um den Aufbau in den neugewonnenen Ostgebieten nach dem Anschluß der SBZ zu unterstützen, nie mehr abgeschafft werden, von so offensichtlichen Lügen wie Steuersenkungen/erleichterungen - die stets vor den Wahlen von jeder Partei versprochen werden - fange ich gar nicht erst an, ebensowenig wie das verschleudern vom "Volksvermögen" an solche "Nationen" wie Griechenland, obwohl genau bekannt ist daß das Geld mehrheitlich bei den Regierungsangehörigen und deren korrupten Lakaien bleibt, obwohl genau bekannt ist daß die sich kaputtlachen über die Blödheit der Deutschen ihre Schulden (ab) zu tragen, obwohl genau bekannt ist daß dieses Geld nie mehr zurückkommt.

    Daß die Justiz tagein, tagaus sich mehr der Lächerlichkeit preisgibt (ein Fall aus meinem persönlichen Umfeld, der eigentlich der BILD gemeldet werden müßte, beweist das auf traurigste), daß Manager nachdem sie eine Firma wegen Mißwirtschaft oder Bestechlichkeit gegen die Wand gefahren haben, noch hunderttausende oder gar Millionen als "Abfindung" kassieren wenn sie daraufhin "zurücktreten" (ist ja was anderes als entlassen werden), anstatt daß sie deswegen juristisch belangt werden, und der Geschäftsführer eines Kleinunternehmens das immer am Existensminimum arbeitet, der zwei Schwararbeiter beschäftigt weil er sich zwei Vollzeitarbeiter nicht leisten kann, bekommt sechsstellige Bußgelder oder ersatzweise Gefängnis, wegen Steuerhinterziehung oder irgendwelcher anderer sogenannter Delikte.

    Daß Lehrer sich von ihren Schülern neben deren respektlosen Verhalten auch noch schlagen lassen müßen, daß die gleichen Schüler und Schülerinnen dann rumrennen und tönen, sie wären vom Lehrer geschlagen oder sexuell belästigt worden so daß der dann um seinen Ruf, Anstellung und Freiheit fürchten muß - meine Großeltern erzählten gelegentlich von ihrer Kindheit, und solche Schüler hätten ein paar Ohrfeigen kassiert, zur Disziplinierung, und gut. Heutzutage werden Lehrer nicht mehr Ernst genommen, die Schüler tanzen ihnen auf der Nase rum und lernen dementsprechend nichts, weshalb die meisten die Schule verlassen ohne den Haupschulabschluß geschafft zu haben.

    Oh, halt, ich habe ja vergessen, daß sind ja alles Schüler mit "Migrationshintergrund", auf die hätten die Lehrkräfte besonders eingehen müßen weil sie mit unserem System bestimmt überfordert waren. Dann sind die Lehrer auf einmal Schuld wenn die Russen, Türken und Kosovo-Albaner keinen Abschluß haben, Fakt ist, daß das die größten Asis sind und es gar nicht WOLLEN.

    Daß Soldaten in Krisenregionen geschickt werden und deren Einsatz eher wie eine etwas besser gerüstete Polizeiaktion dargestellt wird, tatsächlich aber ein Krieg ist - aber als Krieg wird es nicht behandelt beziehungsweise benannt, Soldaten die "im Feld blieben" wurden nicht von einem feindlichen Heckenschützen erschoßen sondern hatten Arbeitsunfälle.

    Daß gewissen Nationen, die aus vorgeschobenen Gründen zivile Hilfstransporter angreifen, oder bewußt so Dinge wie Walfang betreiben, obwohl deren wirtschaftlicher Nutzen inzwischen Bedeutungslos und deren Erforschung abgeschloßen ist, nicht entgegengetreten wird oder zumindest die aus diesen Ländern kommenden Produkte auf nationaler Ebene boykotiert werden (ähnlich wie die Amerikanier mit Handelsgütern aus Kuba verfahren).

    DAS ist Gesellschaftskritik, Theresa.
    Die "Gesellschaft" ist ein Konstrukt und über kurz oder lang wird der Mensch etwas von geradezu titanischen Ausmaßen schaffen; nachdem es ihm gelungen ist nahezu jede auf der Erde beheimatete Tierart auszurotten wird er den finalen Schritt gehen und sich selbst als letzte noch existente Lebensform ebenfalls vernichten. Ich hoffe es ist niemand so naiv und glaubt, daß diese sogenannten Supermächte ihre Massenvernichtungswaffen wirklich zerstört haben/werden. Falls doch, dann nur um Platz zu schaffen für noch mehr Waffen mit noch größerem Zerstörungspotenzial.
    Ich glaube dem ist so nicht mehr viel hinzuzufügen.
     
    #9
    Kronos, 15 August 2010
  10. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    2.105
    Single
    Als Kind und Jugendlicher war ich noch nicht so gesellschaftskritisch wie heute.

    In den letzten Jahren hat sich an meiner gesellschaftskritischen Haltung aber im Großen und Ganzen nicht mehr viel geändert. Ich bin nach wie vor der gleiche leicht pessimistische Realist, wobei sich der Fokus immer wieder verschiebt:
    Einige Dinge sehe ich heute gelassener als früher, bei manchen Dingen habe ich resigniert. - Aber dafür gibt es auch immer wieder neue Dinge, die ich kritisch betrachte.
     
    #10
    User 44981, 15 August 2010
  11. - Melody -
    Gast
    0
    Das kann ich so unterschreiben.
     
    #11
    - Melody -, 15 August 2010
  12. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Ich bin erheblich gesellschaftskritischer geworden. :jaa:
     
    #12
    ProxySurfer, 16 August 2010
  13. User 50283
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Eindeutig früher, da bin ich noch regelmäßig zu Demos gegangen und kannte mich peinlicherweise in politischen Fragen besser aus als heute - zum Teil weil ich mich heute weniger damit beschäftige, zum Teil weil ich Einiges einfach vergessen habe °~°.
    In meinem direkten sozialen Umfeld war ich damals auch wesentlich kritischer, meinen Kritikhöhepunkt hatte ich mit 15 Jahren. Zu viele Kritik verläuft sich bei mir schnell ins unproduktiv Negative, Pessimistische, Menschenunfreundliche - da muss ich Acht geben und weiß, dass ein wenig mehr Lockerheit mir nicht schaden würde. Immerhin bemühe ich mich :zwinker:.
     
    #13
    User 50283, 16 August 2010

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