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Seelenmüll, oder der Weg ins schwarze Loch

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Trin82, 21 Juni 2008.

  1. Trin82
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verliebt
    Warum erwarten wir immer, dass wir bekommen was wir verdienen?
    Warum glauben wir überhaupt, irgendetwas zu verdienen. Und wann jeder bekäme, was er verdient. Wäre das wirklich erstrebenswert? Ich zweifle.

    Wie groß sind nicht die Erwartungen an das Leben. Jeder hat sie. Und jeder glaubt, sie ständen ihm zu. Sollten wir nicht dankbar sein, einfach nur zu leben. Ist es ein Problem unserer Erziehung. Oder ein Problem unserer Gesellschft. Und sollte ich nicht aufhören ständig "wir" zu schreiben, wo ich doch eigentlich nur mich selbst meine.

    Warum glaube ich, das Leben schulde mir was. Die Liebe dieses Mannes, die Freundschaft dieser Menschen. Weil ich schon zuviel Gefühl in den falschen Mann, die falschen Freund investiert habe?

    Wer sagt mir, das mein Weg der Richtige war. Das ich nicht verletzt habe. Woher nehme ich die Arroganz zu glauben, für die Schuld des Lebens per Vorauskasse bezahlt zu haben? Wie kann ich es wagen das Leben schulde mir irgendetwas. Geschweige denn Glück. Nur weil ich nicht weiß, was Glück ist und ich glaube es nie gehabt zu haben?

    Ist es an Orten dieser Welt, an denen Menschen ums Überleben kämpfen müssen genauso. Bedeutet die Liebe dort nicht weniger, als einem einsamen Herz in unserer vermeintlich zivilisierten Welt. Oder ist sie dort von noch größerer Bedeutung.

    Ich bin es leid. Ich bin müde. Unendlich müde. Ist es Recht, seinen Träumen ohne Rücksicht hinterher zu jagen. Oder muss man das sogar. Meine Seele hat Heimweh. Unendliches Heimweh - Todessehnsucht, in der Fachsprache.

    Todessehnsucht ist tiefstes Heimweh der Seele. Aber ich kann nicht gehen. Ich schulde meinen Träumen das Leben, das ich versprach. Aufgeben is nicht.

    Oho, sollte ich ein Kämpfer sein?

    Was, wenn das Leben tatsächlich ein Spiel ist. Und ich einfach nur ein miserabler Spieler bin?

    Hast Du Dich je so alleine gefühlt, dass Du glaubtest nicht zu existieren. Hattest Du dieses Gefühl je inmitten all Deiner Freunde.

    Ich wünschte, mein Kopf würde für fünf Minuten die Klappe halten. Ich will nicht ständig um die Ecke denken. Ich will nicht alles zu Tode analysieren. Ich will mir nicht ständig selbst im Weg stehen. ICH WILL LEBEN. Ich will lieben. Und geliebt werden.

    Schon wieder nur wollen und wünschen. Himmel, wie arrogant. Wer hat uns Glück versprochen?

    Was ist Glück? Nichts zu vermissen? Wie kann man ohne Sehnsucht glücklich sein? Ist Glück nicht vielmehr ein atemloser Augenblick im Alltag?

    Sehnsucht. Sehnsucht nach einem freien Geist. Unendlicher Gelassenheit. Und Stille.
    Sehnsucht nach IHM!!!

    Seit ich denken kann, beschäftige ich mich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Dem Warum der Existenz der Menschheit. Der Unglaublichkeit unserer Entwicklung und der Frage, warum wir unseren Lebensraum systematisch zerstören. Und trotz all dieser elementaren, philosophischen Fragen, tritt jedes Mal, wenn ich mein Herz verliere, alles in den Hintergrund.

    Die Dinge des Lebens verlieren an Bedeutung, wenn man wirklich liebt. War eben noch die Frage "wie halte ich meine Bikinifigur in der Grillsaison" (oder so) von größter Bedeutung, verliert doch alles im Angesicht der Liebe seinen Stellenwert.

    Ist es nicht seltsam, dass einem immer kalt ist, wenn das Herz weh tut. Warum ist es so wichtig, was andere über mich denken. Ist nicht jeder in seinem tiefsten Innern alleine. Und wer, wer von all diesen lebt mein Leben für mich?

    Warum ist loslassen soviel schwerer als festhalten, wo es doch rein logisch umgekehrt sein müsste. Warum habe ich tausend Fragen und keine Antwort.

    Mein Kopf platzt bald. Während ich denke und schreibe steht ein Teil von mir daneben und lacht sich eins. Wie so oft.

    Vielleicht ist die Antwort auf alle Fragen ja wirklich "42". Oder wir leben doch in der Matrix. Wenn es so wäre. Wolltest Du raus? Wollte ich raus? Wer macht die Regeln. Sind wir Opfer unserer Erziehung. Unserer Gesellschaft. Oder unser Selbst. Möchten wir gerne Opfer sein. Jammern wir tatsächlich auf hohem Niveau. Wer legt das fest. Und passiert tatsächlich nichts ohne Grund? Wer will dass wissen?
    Gibt es tatsächlich keine freie Meinungsbildung aufgrund der Medien mehr. Wenn ja, wie sollte das je einer erfahren?

    Fragen über Fragen. Und doch interessiert letztlich nur eins:

    Warum meldet er sich nicht. Was war das letzte Nacht. Kann er bitte meine Gefühle erwidern.

    Wie lustig, noch ist überhaupt nichts verloren. Und aufgrund der letzten Nacht müsste ich glücklich sein. Und doch ist hier nur Paranoia um mich herum. Bin ich nicht fähig Glück zu empfinden?

    Wie kann etwas, was so wundervoll ist wie das Leben gleichzeitig so grausam sein? Wer hat mir ein Versprechen gegeben? Niemand! Große Erwartungen...?

    Es heißt immer "Geld regiert die Welt". Doch letztlich glaube ich das nicht. Gefühl regiert die Welt, da in Anwesenheit von Gefühlen alles andere verblasst.

    Es mag Menschen geben, die sagen, Liebe sei nichts weiter, als Hormonwallungen die den Verstand verwirren. ich glaube

    DER SINN DES LEBENS IST DIE LIEBE.

    Jeder, der eine Beziehung hat (und alles zwischenmenschliche ist letztlich eine Beziehung), sitzt in einem Glashaus. Dem einen genügt das. Andere werden vielleicht genügsamer. Und manche begnügen sich mit nichts weniger als Allem.

    Wie sollte der Sinn des Lebens nicht die Liebe sein. Wer kann behaupten nie geliebt zu haben.

    Was könnte mehr schmerzen?
     
    #1
    Trin82, 21 Juni 2008
  2. Dillinja
    Dillinja (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    du wirst ihn schon noch zu gesicht bekommen. keine bange. aber stell' deswegen doch bitte nicht unsere gesamte existenz in frage. danke
     
    #2
    Dillinja, 21 Juni 2008
  3. SchatzisNymphe
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Wow- das kann man wirklich Nachdenken nennen.
    aber- bist du darüber glücklich soviel nachzudenken?Sicher hört es sich seltsam an, aber wer dumm ist, der ist auch glücklich,weil er gerade an solche sachen nicht denkt. Ich will jetzt nicht damit sagen, dass du dich als dumm hinstellen sollst, aber genieße doch einfach das leben ohne es zu hinterfragen. Wir menschen, du und ich, wir hinterfragen alles....sogar die Liebe. Für mich ist der Sinn des Lebens das Leben selber, natürlich mit Liebe, aber auch mit Enttäuschungen oder Freunden und unserer Umwelt und dem Umfeld, in dem wir aufwachsen- aber macht nicht gerade das uns zu dem menschen, der wir sind??? Damit will ich sagen, wer sich so viel fragen kann, der muss schon wirklich einiges erlebt haben, ich bin aber noch jung und voller optimismus und stelle mir auch oft solche fragen und kann nicht verstehen, wie die Welt so leben kann und warum sich keiner mal wirklich damit befasst.Damit meine ich, dass wir im Philounterricht von unserer Gesselschaft reden, aber Gefühle irgednwelche Triebe sind...und nichts weiter... erst später redet man auch von den drei Gliederungen, aber , warum reagiert der eine trotz der gleichen Art und den gleichen Erfagrungen anders- mit soclehn Fragen beschäftigt man sich leider wenig- und naja....Liebe...ist leider für die Gesselschaft nur eine Art von Trieb, aber doch für viele gerade der Sinn des Lebens.
    naja...ichhöre mal lieber auf, sonst kommt noch mehr dazu ^^ hat mich echt zum nachdneken gebracht....
     
    #3
    SchatzisNymphe, 21 Juni 2008
  4. Asgar
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Vieleicht mag das ja auch irgendwie zum nachdenken anregen... hier mal eine eher positive Sicht auf die "Problematik" von jemandem der kaum noch Probleme mit solchen Anwandlungen hat, sie aber durchaus kennt.


    Ich habe hier mal den für mich wichtigsten Teil herausgeschnitten, denn hier hast du etwas sehr wesentliches erkannt.
    Nämlich genau das, dass dich dein Denken am Glück hindert, und das ist wahr.. willst du denn in Zukunft glücklich sein?
    Ich wette du sagst ja, aber ist es das wirklich? Immer ein Ziel zu haben, auf das man hoffen kann, nach dessen Erreichen man sicher glücklich ist?
    Du träumst vom perfekten Moment... einem Moment in dem alles passt, sich eins zum anderen fügt, deine Wünsche erfüllt sind, du eventuell in den Armen deines Partners liegst und einfach nur angekommen bist, an nichts mehr denken musst weil sich ja alles erfüllt hat, an dem die Welt aufhört sich zu drehen, die Zeit anhält, und du einfach nur JETZT glücklich bist.
    Und ja, eventuell gibt es solche Momente im Rausch der Verliebtheit... denn die ist ein so starkes Gefühl dass wir unsere Gedanken, Sorgen und Träume tatsächlich einmal für einen kurzen Zeitpunkt beiseite geschoben bekommen.

    Aber dabei geht eines vergessen, nämlich das, was im Grunde dafür sorgt dass diese Momente so einmalig sind, das was sie ausmacht...
    Das ist genau dieses Loslassen, den Moment erLEBEN, frei sein...

    Es ist nicht die Situation indem es stattfindet, nicht die Umstände in denen man sich gerade befindet, und auch nicht die Liebe die man sich so gewünscht hat die endlich da ist... es ist das Loslassen an sich, das frei macht.

    Und das witzige ist... das kann man jederzeit, das ist nicht an äußere Umstände gebunden.

    Natürlich lebe ich nicht in permanenter Glückseligkeit, aber es reicht mir diesen Punkt in mir gefunden zu haben der immer HIER ist, der mich... so blöd es vieleicht klingen mag, in der Gegenwart verankert. Es reicht schon sich der Tatsache bewusst zu sein das er da ist, und auch wenn die Gedanken mal abschweifen oder ich mich in Träumen verlaufe, diese Gewissheit gibt mir irgendwie eine Art inneren Frieden der sich nur schwer in Worte fassen lässt...

    Achja.. einfach mal alles loslassen, und dann laut Musik aufdrehen die es schafft einen irgendwo zu berühren... geistig oder laut mitsingen, nicht weiter darüber nachdenken.. für mich eine sehr praktikable Methode Energie zu tanken. :smile:

    Liebe Grüße, Asgar.
     
    #4
    Asgar, 21 Juni 2008

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