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Seid ihr für oder gegen die Studiengebühr?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 14 Oktober 2009.

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  1. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Wenn pro Semester eine Studiengebühr von 500 € erhoben wird, seid ihr für oder gegen diese Regelung? Was sind eure Argumente dafür?
     
    #1
    Theresamaus, 14 Oktober 2009
  2. User 10015
    User 10015 (28)
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    Ich bin absolut dagegen. Studiengebühren führen evt. dazu, dass bessere Dozenten da sind und die Austattungen da sind. Jedoch sind sie eigentlich nur ein Zeichen davon, dass der Politik an Bildung nichts gelegen ist, sondern sie uns selbst überlassen werden soll. Wir sollen arbeiten, um das zu finanzieren, was der Staat eigentlich aufrechterhalten und nicht in Banken setzen sollte. Was durch Studiengebühren noch mehr gefördert wird, ist der Kokurrenz und Leistungskampf. Die weniger Geld haben kommen nur an Unis, wenn sie besonders gut sind und Stipendien erlangen, die, die reiche Eltern haben, kommen auch so hin. Das wird dann mehr und mehr wir in den USA und darauf hätte ich kein Bock.
     
    #2
    User 10015, 14 Oktober 2009
  3. Fuchs
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    Ich bin konsequent gegen allgemeine Studiengebühren und habe mich aktiv dafür engagiert, dass diese nicht eingeführt werden. Gründe hierfür sind evident: Studiengebühren sind sozial unverträglich und fördern bestenfalls soziale Selektion und nicht die Verbesserung der Lehre. Zugang auch zu höherer Bildung muss in einer weise gestaltet werden, dass man sich als normal Sterblicher Bürger nicht über alle Ohren verschuldet. Die Universität soll jungen Talenten die Chance geben, sich unabhängig ihres sozialen Umfeldes zum Gemeinwohl der Gesellschaft und letztlich der ganzen Welt zu entwickeln. Einen Studienplatz zu bekommen und sich neben eines teilweise knallharten Studiums noch selbst ein Leben zu finanzieren ist bei weitem Hürde genug!

    Generell sind die Tendenzen in meinem Bundesland, welche die Universitäten privatisieren und immer mehr zu "Firmen" machen, welche mit Wissen handeln (sprich: Kauf dir dein Diplom!) sehr kritisch zu betrachten und ich bin mir sicher, Humboldt würde im Grab rotieren, wüsste er, was mit dem einst so durchdachten (und erfolgreichen!) Hochschulkonzept Deutschlands im Moment geschieht... :schuettel:
     
    #3
    Fuchs, 14 Oktober 2009
  4. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Aber beginnt die soziale Selektion nicht schon nach 4 Jahren Grundschule? Zu dem Zeitpunkt spielt das Geld noch keine Rolle.
     
    #4
    Theresamaus, 14 Oktober 2009
  5. Fuchs
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    Im übrigen ist der Punkt mit dem Bachelor und dem Diplom Schwachsinn. Der Bologna-Prozess hat nicht vordergründig mit Studiengebühren zu tun, ist allerdings nicht minder kritisch zu betrachten... :hmm:
     
    #5
    Fuchs, 14 Oktober 2009
  6. wellenreiten
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    nicht angegeben
    wenn man bedenkt, dass viele studenten im monat weniger geld haben als ein hartz4-empfänger, ist es wohl eine absolute frechheit, dass man da auch noch studiengebühren bezahlen muss.
     
    #6
    wellenreiten, 14 Oktober 2009
  7. User 67771
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    Doch. Das Bildungssystem eines gewissen Bundeslandes im Süden ist das beste Beispiel dafür, wie sehr Bildung und zukünftige Bildungswege vom (elterlichen) Geldbeutel abhängen.
     
    #7
    User 67771, 14 Oktober 2009
  8. User 72148
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    Absolut dagegen.
    Ich möchte mich für mein Studium so wenig wie möglich verschulden müssen.
     
    #8
    User 72148, 14 Oktober 2009
  9. User 44981
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    Ich schließe mich den Gründen all meiner Vorredner an und bin entschieden gegen Studiengebühren.

    Ein weiteres Argument ist, dass sinnvolle Investitionen des Staates in ein gutes Bildungssystem langfristig eine sehr gute Rendite bringt (nur denken unsere Politiker nicht in solchen Zeiträumen).
    Weiterhin ist es auch einfach nur dumm, trotz Fachkräftemangel in gewissen Bereichen, fähige und interessierte Leute vom Studium auszuschließen, da sie es sich nicht leisten können.
     
    #9
    User 44981, 14 Oktober 2009
  10. Kurzstreckenfahrer
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    Dafür.
    Wenn jemand seinen Meister macht muss er dafür auch selber zahlen. Sprechen hier auch über 10000 Euro und mehr. Der bekommt das nicht bezahlt.
    Zudem sind 500 Euro pro Semester lächerlich wenig. Ich studiere in Hessen und habe unter Koch bis zu 1100 Euro pro Semester bezahlt. Nicht EU-Ausländer sogar 1500 Euro. Da sind 500 wenig.
    Außerdem: In so ziemlich jedem anderen Land gibt es Studiengebühren und diese sind höher als 500 Euro.
    Glaube nicht, dass hier jemand in der Schweiz studieren würde, da dort das Semester locker 5000 Euro und mehr kostet.
    Glaubt mir: Hier in Deutschland geht es uns Studenten verdammt gut!
     
    #10
    Kurzstreckenfahrer, 14 Oktober 2009
  11. User 75021
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    Verheiratet
    Schlimmer! Es fängt im ersten Schuljahr an!
    Als berufstätige Mutter brauche ich neben meiner Tagesmutter die Halbtagsbetreuung (bis 13 Uhr) für meine beiden Kinder.
    In der städtischen Grundschule wäre diese kostenlos gewesen-in der kath. Grundschule kostet mich die Halbtagsbetreuung 55 € im Monat (ganztags kostet 100/Kind!).
    Also hatte ich die Wahl:
    Kinder in der besseren Schule (nicht weil sie kath. ist sondern besserer Ruf, höhere Quote von Kindern die Empfehlung fürs Gymnasium bekommen) anmelden und dafür Geld bezahlen, oder die städtische GS in Kauf nehmen die hier im Ort nicht so toll ist und dafür kostenlos?!
    Für viele Geringverdiener oder alleinerziehende Mütter bleibt nur die Möglichkeit, die kostenlose Schule zu nehmen und dafür die schlechtere Bildung bzw auch Sozialkontakte.
    Ich habe mich für die bessere Schule entschieden, finde es jedoch ungerecht das ich dadurch höhere Kosten habe.
    Ausserdem werden die Kinder der städtischen Grundschule in der örtlichen Ferienbetreuung bevorzugt. Wenn alle Plätze belegt sind, haben wir die Arschkarte gezogen!
    Ziemlich scheiße.

    Ich bin übrigens gegen Studiengebühren.
     
    #11
    User 75021, 14 Oktober 2009
  12. User 67771
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    Inwiefern ist das bitte ein Argument? :ratlos:
     
    #12
    User 67771, 14 Oktober 2009
  13. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Aber er hat immerhin schon eine Ausbildung gemacht, in der er sogar bezahlt wurde (wenn auch nicht viel, aber immerhin ist er nicht - wie viele Studenten bereits im Grundstudium bzw. nun Bachelor - schon hoch verschuldet).

    Ich bin gegen Studiengebühren, da ich an meiner Uni nichts davon merke, im Gegenteil, von uns werden immer noch zusätzliche Gelder für irgendwas verlangt, und dabei habe ich mir erst heute für ein 3tägiges (!) Seminar für 20 Euro Blätter kopieren müssen.

    Plätze gibt es auch nie genug in den Kursen, die ich belegen muss.
     
    #13
    User 12900, 14 Oktober 2009
  14. Clocks
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    #14
    Clocks, 14 Oktober 2009
  15. User 72148
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    Ein System, in dem man nach dem Studium Prozente seines Lohnes bezahlt fände ich auch absolut okay!
     
    #15
    User 72148, 14 Oktober 2009
  16. Thomaxx
    Gast
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    Off-Topic:
    du weißt schon, dass der ominöse "Fachkräftemangel" sehr häufig erlernbare Berufe betrifft....in diesem Sinne wäre eine Studiengebühr sogar produktiv :zwinker:


    zum Thema:

    ich wäre für eine einfache Lösung, jeder Student schlechter als 2,0 zahlt Studiengebühren (immer rückwirkend) , die die besser sind, nicht.....so hats jeder selbst in der Hand :smile:

    Off-Topic:
    joar, knappe 10.000 kommen hin, dazu noch die Lebenserhaltungskosten und die Meisterschule war auch noch 400km entfernt, so dass eine Wohnung auch noch bezahlt werden musste und der Techniker in der Schweiz hat nochmals alles in allem 30.000 € gekostet...allein die Anmeldegebühr betrug 3.000 € :tongue:
     
    #16
    Thomaxx, 14 Oktober 2009
  17. Es kommt drauf an! Wenn die Studiengebühren wirklich für ein besseres studium (d.h. für was Sinnvolles) verwendet werden, dann ist es meiner meinung nach okay, 500 € im Semester sind von mir aus auch okay. Allerdings hab ich jetzt gehört, dass von den Studiengebühren hier z.T. von einer fakultät birnenbäume gepflanzt wurden (!!!) und dann find ich das irgendwo auch dämlich...

    im übrigen steht es ja jedem frei sich eine uni zu suchen, die keine studiengebühren verlangt!
     
    #18
    kinderschokolade, 14 Oktober 2009
  18. User 72148
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    Naja aber nur, wenn es nicht bundeseinheitlich geregelt ist. Im moment ist das ja zum Glück nicht der Fall aber das wird ja auch wieder überlegt.
     
    #19
    User 72148, 14 Oktober 2009
  19. User 42876
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    nicht angegeben
    Bis jetzt hat mich noch keines der (angeblichen) pro Argumente überzeugt und so wie Studiengebühren momentan in der deutschen Realität gehandhabt werden finde ich es auch sehr schlecht gelöst und massiv ungerecht.
     
    #20
    User 42876, 14 Oktober 2009

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