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Seid ihr Kommunisten?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von GodOfSex, 19 Januar 2006.

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Bist du links?

  1. Ja natürlich, ich zieh nur rotes an

    11 Stimme(n)
    16,4%
  2. Finde Marx ideen gar nicht mal so blöd

    26 Stimme(n)
    38,8%
  3. Wähl nur FDP

    8 Stimme(n)
    11,9%
  4. Stäuber hätte Kanzler werden müssen

    8 Stimme(n)
    11,9%
  5. Bin Mitglied bei Club 88 (also sehr weit rechts)

    5 Stimme(n)
    7,5%
  6. Ich verstehe nix von politik und bei keine frau

    3 Stimme(n)
    4,5%
  7. Ich verstehe nix von politik, bin ja ne frau

    6 Stimme(n)
    9,0%
  1. GodOfSex
    GodOfSex (31)
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    vergeben und glücklich
    Kommunismus (vom lateinischen communis = "gemeinsam") bezeichnet nach allgemeinem Verständnis das Ideal einer klassenlosen Gesellschaft, in der die sozialen Unterschiede zwischen den Menschen aufgehoben sind und das erwirtschaftete Sozialprodukt allen gehört. Dieses Ziel setzt nach der von Karl Marx (1848) geprägten Auffassung die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln und dessen Überführung in Gemeinbesitz (Vergesellschaftung) voraus.


    Ich habe das gefühl, dass jetzt wo viele merken was Kapitalismus wirklich bedeutet und sie auch so langsam die Folgen zu spüren bekommen es einen Ruck nach links gibt in der Gesellschaft. Ich wollte ich euch mal fragen ob ihr eine Linke regierung zustimmen würdet. Damit meine ich keine linke Diktatur weil es wäre ja nichts als eine neo liberale diktatur, dass wir heute haben sondern eine freie Geselschaft, dass links gerichtet ist überwiegend.

    ps. kommt mit bitte nicht mit so was wie wir sind frei und so was. wir sind es nicht.
     
    #1
    GodOfSex, 19 Januar 2006
  2. audiophil
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    nicht angegeben
    Eine "linke" Gesellschaft ist genau so wenig frei, wie eine kapitalistische, nur um das mal anzumerken.

    Zur Frage:
    Ich bin eingefleischter Kapitalist mit humanistischer Einstellung und unterstütze trotzdem den Spruch: Lieber tot als Rot. :tongue:
    (Wobei mit Rot nicht Gerd-rot, sondern eher Gysi-Rot gemeint ist. :zwinker: )
     
    #2
    audiophil, 19 Januar 2006
  3. BadDragon
    BadDragon (39)
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    Single
    Hi ...

    also ohne nun irgendeine Wertung abgeben zu wollen ich hab mal irgendwo (frag echt nicht mehr wo) nen Spruch gelesen der mir im Kopf haengen geblieben ist:

    Kapitalismus funktioniert solange wunderbar bis sich die Bevoelkerung wieder bewust wird was man mit Fackeln und Mistgabeln so alles anstellen kann.

    Das Problem beim Kommunismus (was ja nix anderes als z.b. bei Star Trek ist) ist doch das er von der Idee her garnicht falsch ist. Aber er steht halt im 100% gegenteil zu den heutigen Wertvorstellungen die sich ziemlich star an anhaeufung von Geld (oder anderen Werten) orientiert. Nun koennte man sagen: "Ok, wir denken alle um!" aber so einfach ist das nicht, denn Kommunismus funktioniert nur wenn er wirklich zu 100% von ALLEN umgesetzt wird. Sobald auch nur eine kleine Gruppe (Regierung) doch wieder anfaengt sich hintenrum die Taschen voll zu machen (siehe DDR) gaht das ganze nicht gut.
    Dank der in letzten Jahren stattgefundenen Globalisierung wirds mittlerweile noch schwerer. Vor 100 Jahren haette man es in einem Land machen koennen. Aber was waehre heutzutage da mueste man ja fast die ganze Welt unter einen Hut bekommen, denn wenn jetzt nur ein oder zwei Laender sagen "Ok wir fuehren den Kommunismus ein" was passiert dann mit den Exporten und vorallem woher bekommt man dann die sachen die man Importieren muss weil sie im eigenen Land einfach nicht vorhanden sind?

    Also generell, garkeine schlechte idee aber leider mit der heutigen einstellung der Menschen nicht durchzusetzen. Bis die Menschheit begreift das sie gemeinsam weiter kommt als jetzt vergehen denk ich mal noch nen paar (hundert)jahre.

    Wirklich FREI werden wir niemals wieder werden, aber ich denke die Menschheit kaeme weiter wenn alle an einem Strick ziehen wuerden und nicht jeder nur dinge taete die fuer ihn von Finanziellem Vorteil waehren.
     
    #3
    BadDragon, 19 Januar 2006
  4. User 15848
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Ich finde die kommunistische Idee was die Theorie betrifft ziemlich interessant und gut. Dass sie aber in der Praxis nicht funktioniert, ist eh schon festgestellt worden.
    Und den Gedanken an Abschaffung von Privateigentum kann man ja, wenn man es näher betrachtet, auch schon wieder als kapitalistisch bezeichnen.
    Ich würde es aber auf jeden Fall begrüßen, wenn bei uns die Kommunisten ein wenig mehr Macht hätten als jetzt. Kommunistische Regierung - nein. Kommunistische Richtung - ja.
     
    #4
    User 15848, 19 Januar 2006
  5. User 12616
    User 12616 (27)
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    nicht angegeben
    So wie von dir beschrieben klingt Kommunismus natürlich toll.
    Wäre es auch.
    Wenn da nicht der Mensch wäre, ein kleiner, elender Egoist.

    Also um dir eine Antwort zu geben, ich finde die Ideale des Kommunismus sehr ansprechend. Es wäre das, was ich mir wünsche und derzeit erlebt man hier in Deutschland genau das Gegenteil davon.
    Ich kann mir auch gut vorstellen, ohne das "mein" und "dein" zu leben.

    Trotzdem würde ich mich nicht als Kommunist sondern eher als Befürworter der Anarchie bezeichnen.
    Denn im Kommunismus gibt es immer noch Menschen, die über uns herrschen. Und das ist, was mir nicht passt.
    Zwar ist das Ziel, irgendwann ohne Staat zu leben, erstmal will man dafür aber die Diktatur nutzen und die ist mir, egal in welcher Form und egal zu welchem Zweck, zuwider.

    Um mal die Anarchie kurz zu erklären:

    Der Anarchismus ist eine Weltanschauung, die annimmt, dass die Herrschaft von Menschen über Menschen eine Unterdrückung darstellt, und somit aufgehoben werden muss. Im Mittelpunkt stehen Freiheit, Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung und Selbstverwaltung der Individuen. Die Ausübung von Zwang wird zurückgewiesen.
    Der Begriff der Anarchie (griechisch: αναρχία - Führerlosigkeit) bezeichnet die Idee einer herrschaftsfreien und gewaltlosen Gesellschaft, in der Menschen ohne politischen Zwang und Herrschaft gleichberechtigt und ohne Standesunterschiede miteinander leben und sich so frei entfalten können. Ein Mensch, der nach diesen Idealen lebt oder einer, der eine herrschaftsfreie Gesellschaftanstrebt, wird als Anarchist bezeichnet.

    Rein theoretisch ist das auch möglich, aber wie ich schon sagte, wir Menschen sind zu schlecht, zu egoitisch dafür, um uns in Ruhe zu lassen, zu geben und zu nehmen, ohne dass wir mehr erwarten würden. Ohne dass wir insgeheim doch anstreben würden, besser als der Rest sein zu wollen.
    Und ich denke es gibt dann immer Menschen, die mehr macht wollen, als die anderen, sich dagegen zu wehren, würde vermutlich in einem riesigen Chaos ausarten.

    Aber insgeheim wünsche ich mir das eben doch ^^.
     
    #5
    User 12616, 19 Januar 2006
  6. Altkanzler
    Altkanzler (37)
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    stimmte Diotima zu.

    Jegliche als frei postulierte Staatsform (Kommunismus, Anarchie usw) scheitern an der Blödheit, der Sturheit und dem Egoismus der Menschheit.

    Warum sollte ich als reicher, viel arbeitender das gleiche sein, gleiche bekommen usw. als ein nicht so reicher, der weniger arbeitet ?!

    Vor allem hat die Geschichte gezeigt, dass der Kommunismus zu 90% als Regierungsform nicht tragbar ist...

    Die Idee ist Klasse - genauso wie die der Anarchie - dennoch will ich niemals in einer solchen Gesellschaft leben.

    ich finde mich im Kapitlismus (nennen wir es Demokratie) schon verdammt frei. Ich arbeite für mein Geld, kann nahezu alles tun und lassen was ich will, kann wohin fahren was ich will, kann entscheiden was ich mit meinem Geld anfangen soll usw.
    Hätte keine Lust mir vorschreiben wie ich was arbeite und was mit meinem Geld passiert.....
     
    #6
    Altkanzler, 19 Januar 2006
  7. Scheich Assis
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    vergeben und glücklich
    Anarchie geht gar nicht, da IMHO eine Gruppe von Menschen eine Führung und vorallem Regeln braucht, an die sich jeder zu halten hat.
    Kommunismus passt mir auch nicht, denn das schränkt für meinen Geschmack die persönlichen Freiheiten extrem ein. Darunter leidet wieder der Individualismus, es macht aus Menschen einen großen Haufen gleicher Objekte. Keine Chance auf Selbstverwirklichung. Manchmal kommt mir bei Kommunismus das Bild von "Massentierhaltung" in den Sinn.


    Ein Mittelweg ist optimal. Ich find es gut so wie es ist.



    greetz, der Scheich
     
    #7
    Scheich Assis, 19 Januar 2006
  8. Félin
    Félin (30)
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    offene Beziehung
    Off-Topic:
    Ich finde die Umfrage sehr seltsam - Wer ist Stäuber? Ich kenn nur Stoiber... Und den Satz "Versteh nichts von Politik, bin ja ne Frau" finde ich auch voll daneben
    Du müsstest vllt. eher sagen "Ich bin n Mann und hab keine Ahnung von Politik, kann nämlich nicht mal Stoiber richtig schreiben"


    warum sollte ich freier sein, wenn wir mit einer linken Regierung leben? ich weiß nicht, wenn man sich mal historisch die Länder anschaut, die sozialistisch eingestellt waren bzw. auf dem Weg zum Kommunismus, glaube ich kaum, dass die Bevölkerung sich wesentlich frier gefühlt hat.
    Ich fühl mich auch jetzt frei
     
    #8
    Félin, 19 Januar 2006
  9. waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz.
    Wer mit 30 immer noch Kommunist ist, hat keinen Verstand :smile:
     
    #9
    waschbär2, 19 Januar 2006
  10. Gucky
    Gucky (35)
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    @Threadstarter:

    Man ich glaub, mein Schwein pfeift, kannst ja noch nichtmal Politikernamen richtig schreiben...
     
    #10
    Gucky, 19 Januar 2006
  11. User 24257
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    nicht angegeben
    So siehts aus. Wobei ich behaupten würde, daß die Staaten nicht wirklich sozialistisch waren, sondern sich nur so genannt haben und einige Aspekte der Wirtschaftsordnung übernommen haben. Sieht man ja, was draus geworden ist.
     
    #11
    User 24257, 19 Januar 2006
  12. Schäfchen
    Schäfchen (36)
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    Es ist kompliziert
    Ich glaube doch, dass das hier mehr scherzhaft gemeint ist oder?
    Und ein kleiner Tipp: lern mal ein paar Namen und Rechtschreibung im Allgemeinen. Und Kommunismus is ein bisschen mehr als Marx.
    Ich lehne alles ab und bin andrerseits dennoch zufrieden, da die Demokratie das beste der schlechten Regierungssysteme ist :zwinker: Spass beiseite, wenn Gisy, Lafontaine und Co. uns regieren, wander ich definitiv aus. Is ja schon schlimm genug, dass Berlin eine der wenigen Hauptstädte der Welt ist, wo noch (Post)Kommunisten mitregieren. Finde das persönlich bedenklich. Is etz natürlich platt formuliert. Finde, ein bisschen Grün, ein bisschen Rot, ein bisschen FDP, ein bisschen CDU und ein wenig CSU is ok, kommt immer auf den Sachbereich an. Und man darf nicht vergessen, dass wir von der EU mitregiert werden in fast allen Lebensbereichen usw., also Deutschland ist in seinen Entscheidungen gar nicht mehr so frei. Und gebt der neuen Regierung wenigstens mal ne Chance nach 7 Jahre Schröder. Wem das hier nicht passt oder wer noch fragen hat, da ich hier keine Lust hab, es ewig auszuführen, soll mir ne PN schreiben.

    P.S. Was hat denn Marx überhaupt gesagt? Weil alle "Marx" anklicken.
     
    #12
    Schäfchen, 19 Januar 2006
  13. Großkoalitionär
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    nicht angegeben
    Aus dem Alter bin ich laaaaaange raus...
     
    #13
    Großkoalitionär, 19 Januar 2006
  14. GodOfSex
    GodOfSex (31)
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    vergeben und glücklich
    ich glaube kaum, dass es wichtig ist.

    Ich glaube wir müssen erstmal freie Gesellschaft definieren. Also meine Definition von eine freie Gesellschaft ist ganz einfach:

    Ein freie Gesellschaft ist eine Geselschaft in der es das Individuum in seine Entwicklung nicht absichtlich von eine allgemein herrschende Kraft beinflusst wird. Weiter hin muss jedes Individuum volle Handlungsfreieheit haben so lange diese bach Kant als gut bezeichnet werden kann

    Wenn ich dich richtig verstanden hab sagst du, dass das Vol jederzeit in der Lage sein muss gegen die Staatsmacht anzugehen und sie zu stürzen falls nötig. Du gehst davon aus, dass es so weit kommen wird, bei eine kapitalistische Geselschaft, dass die Menschen sich ihre Freiheit oder was ihnen weg genommen wurde mit Gewalt zurück holen müssen.

    Kommunismus muss ja nicht heißen sich von der Welt abzugrenzen und Wahren aus nicht kommunistische Länger importieren. Das was in der UDSSR und DDR geschah waren nur politische Maßnahmen und haben nichts mit kommunistische Lehre zu tun.

    Naturalistische Fehlschluss. Nur weil es bisher so war, muss es nicht heißen, dass auch weiter so sein wird.

    Mit eine abloute Demokratie gäbe es keinen Staat als führende Kraft nur als verwaltende Kraft. Alle Gesetzesbestimmungen kämen vom Volk.

    Wie sicher kannst du dir sein, dass Morgen noch dein Arbeitsplatz sicher, deine Reiseerlaubnis geltend und dein Reichtum nicht vom Staat beschagnahmt ist? ich denke gar nicht, so bald du dich als eine Gefahr für den Staat erweist wirst du vom verkehr gezogen.
     
    #14
    GodOfSex, 19 Januar 2006
  15. Reliant
    Reliant (35)
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    vergeben und glücklich
    ich bin sicher kein kommunist, wenn dann utopist, also gegen eine gesellschaft wie beim oben erwähnten star trek hätte ich gar nix. aber die haben sich fast ausgerottet, gewusst das da draussen ein paar aliens sind die sie vernichten können und wollen wenn sie nicht zusammenarbeiten und ihre differenzen vergessen, und natürlich technisch bessere voraussetzungen (es ist leicht den menschen die wahl zu lassen was sie tun wollen wenn man energie aus der sonne bezieht und replicatoren hat die alles herstellen können was man will)

    man muss auch beachten, fast jeder der eine utopie geschaffen hat hat ihr eine große bedrohung vorausgestellt die von oben gefährlich über den menschen schwebt und sie dazu zwingt sich zu ändern, oder einen riesen krieg der die menschheit um 2/3 reduziert hat.

    also wenn man die technischen voraussetzungen schafft bin ich sofort für ne utopistische gesellschaft alla star trek.
     
    #15
    Reliant, 19 Januar 2006
  16. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    ich bin dafür, dass Menschen aussterben und alles wieder von vorn anfängt... :zwinker:

    vana
     
    #16
    [sAtAnIc]vana, 19 Januar 2006
  17. audiophil
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Jeder hat da eine eigene Definition. Deine kann ich nicht teilen, weil sie das Chaos propagiert. Der Mensch ist nicht dafür geschaffen, ohne eine Ordnung zu leben. Dafür gibt es genug Beispiele in der Geschichte. Aber jedem Tierchen sein Plaisirchen.

    Meine Defintion von einer freien Gesellschaft ist diese:

    Gedanken, Meinungen und Ideen sind frei.

    Wenn es möglich ist, dass sich eine Idee so lange weiter entwickelt, bis sie, durch die Veränderung des Verstandes von Millionen, zu einer neuen Sache führen kann, dann ist eine Gesellschaft wirklich frei.
    Und wenn die Akzeptanz gegenüber anderem, bzw das Verlangen des Verstehens von anderem, in den Köpfen der Menschen verankert ist, dann ist eine Gesellschaft auch frei.

    Das sind alles Sachen, die mit einer politischen Gesinnung nicht das geringste zu tun haben.

    Freiheit ist eben NICHT, wenn Du in einem Land lebst, das dir alles erlaubt, aber dein Geist nicht in der Lage ist, diese Freiheit zu verarbeiten.

    Der erste Schritt zu einer freien Gesellschaft wäre demnach die Entwicklung zu einer denkenden Gesellschaft.
     
    #17
    audiophil, 19 Januar 2006
  18. GodOfSex
    GodOfSex (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    ich gebe dir da 100%tig recht. Wenn man sich jedoch unsere heutige Gesellschaft anguckt sieht man so gut wie keine, die nach denken und ihre ideen zu verwirklichen versuchen. Wenn doch werden diese ganz gut daran gehindert.

    Die heutige Gesellschaft lebt von idealen den sie wie Tiere nach eifern. Alle wollen so sein wie die, dir wird gesagt was du gut finden sollst, welche politiker gut ist und welche band du zu hören hast. die sind out, die sind in. Alles dreht sich nur noch sachen die in den medien vorkommen. wir leiden unter eine diktatur der medien. wenn man sich mit bücher über welten in der zukunft beschäftigt wo alle menschen gleich sind oder es sein wollen und alle kontrolliert werden findet man so unglaublich viel wieder was heute bei uns schon so ist.
     
    #18
    GodOfSex, 19 Januar 2006
  19. audiophil
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich denke nicht, dass die Leute wirklich gehindert werden. Gute Ideen, egal in welchem Bereich, setzen sich durch, eben durch den, von mir erwähnten, Prozess der Veränderung durch die Teilnahme anderer. Ich sehe das Problem eher in einer großen Depression, die sich in den letzten Jahre immer mehr über das Land ausbreitet und mit schwarzen Flügeln immer mehr Menschen bedeckt. (Um mal poetisch zu werden :zwinker: )
    Menschen, die Angst haben, können sich nicht Gedanken über die Werte und die eigenen Pläne machen. Das ernährt nicht die drei-jährige Tochter.

    Woher diese Angst kommt, ist eigentlich auch ganz einfach zu erklären. In den letzten zehn Jahren hat sich eine menschliche Kälte in diesem Land, naja, eigentlich wohl überall, ausgebreitet, in der Kapital einen größeren Wert hat, als die Menschen selber.
    Und genau da setzt bei mir eine Spaltung ein:
    Auf der einen Seite kann ich es verstehen, dass man dem Geld hinter her jagt, ich bin da genau so.
    Auf der anderen Seite gibt es genug Konzepte, in denen man beides vereinen kann, Menschen und Profit.

    (Das war jetzt OT, diente aber zur Erklärung meines obigen Absatzes)

    Ich sehe allerdings überhaupt keine Ideale. Ich sehe nur Trends.

    Das stimmt. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Medien, die Du weiter unten ansprechen wirst, zwei Kategorieren von Menschen ansprechen:
    Die Jungen und die Dummen.
    Warum sie dann so erfolgreich sind, dass kann sich nun jeder selber ausdenken. :tongue:

    Das ist Übertrieben. Wir haben durch die Medien eine unendliche Fülle an Informationen zur Verfügung. Das Problem ist, dass der Umgang mit dieser Menge an Informationen nicht genügend gewürdigt wurde, als das Internet zum Beispiel aufkam.
    Dumme Menschen und naive Menschen können nicht seperieren, zwischen dem Wahr und dem Falsch, zwischem dem Schein und dem Sein. Und in Deutschland haben wir zum Glück noch ein sehr unabhängiges Medienprogramm. Ich empfehle da mal einen Blick nach Italien (Danke Silvio) und nach Ami-Land (Danke Rupert).
    Springer hat bei uns zum Glück, noch, nicht die gesamte Kontrolle.

    Das stimmt.
    Das Schöne an der Sache ist aber, dass unsere Zukunft nicht eine, in Granit gemeißelte, Tatsache, sondern ein fließender Strom mit Biegungen und Richtungsänderungen ist.
     
    #19
    audiophil, 19 Januar 2006
  20. Trogdor
    Trogdor (40)
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    nicht angegeben
    Ich denke schon dass ich links bin, mal ein bischen mehr, mal weniger, aber eindeutig links. Allerdings bin ich auch zu sehr Zyniker, als dass ich irgendeine Gesellschaftsordnung ernst nehmen kann, die auf der Annahme der Existenz irgendwelcher positiver Grundeigeschaften der Menschen beruht. Ich denke wir brauchen einen starken, sozial engagierten Staat, weil die Besitzenden sonst die arbeitende Bevölkerung skrupellos bis zur Leibeiegnschaft ausbeute. Denke aber auch, dass es in einer Gesellschaft Leistungsanreize geben muss, weil sonst keiner einen Finger krumm macht. Der Staat muss also auch darauf achten, dass sich keiner auf die faule Haut legt. Und trotzdem soll er sich soweit es geht aus dem Alltagsleben raushalten.
     
    #20
    Trogdor, 19 Januar 2006

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