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Selbstmordentscheidung....

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Lez, 27 September 2006.

  1. Lez
    Lez (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo Liebe PL-User,

    Off-Topic:
    mal aussen vorweg: Ich habe nicht vor mir das Leben zu nehmen, falls der Threadtitel anderes einblicken lässt. Ich weis er ist keine gute Wahl aber etwas anderes ist mir nicht eingefallen.


    Und jetzt zur Sache...


    Durch einen Beitrag angeregt, kam mir eine Frage die ich mir nun schon seit einigen Stunden stelle und zu deren Beantwortung ihr beifügen könnt.
    Es geht darum wer überhaupt, über das Leben eines anderen entscheidet.
    Sicher ist mir bewusst, dass es immer noch Staaten gibt, welche die Exekution bei Missachtung von Gesetzen in Kraft treten lassen und es gibt auch viele Menschen die morden, im Krieg töten, oder Unfälle herbeirufen in denen Menschen ihr Leben lassen müssen.
    Um diese Art Entscheidung geht es in meinem Thread aber nicht.

    Es geht um einen Menschen (niemand bestimmtes) der Selbstmord begehen möchte. Diese Entscheidung für sich getroffen hat und anderen Menschen davon erzählt, oder sie informiert, ohne den Hintergedanken, einen dieser Personen dazu zu bewegen, ihn davon abzubringen.
    Aber es gibt diese Menschen, die anderen helfen möchten, ihnen zeigen möchten, dass die Welt doch schön ist, oder wissen, dass sie sich in einer Depression befinden in der sie Entscheidungen treffen, die von ihrer Normalität eigentlich abweichen.

    Nun Frage ich mich ob es denn wirklich so richtig ist, einen Menschen daran zu hindern, sich das Leben zu nehmen. Die Polizei rufen und ihn einweisen lassen.
    Ist diese Entscheidung nicht jedem selbst überlassen? Ich meine Menschen sehen sich nicht als Richter.
    Töten nicht.
    Aber möchten darüber richten das jemand weiterleben muss? Ist das nicht ein Gegensatz in sich, der nur mit ethischen und sozialen Argumenten erklärt werden kann.
    Sicherlich gibt es da auch die religiöse Argumentation welche im z.B. im Christentum besagt, dass Gott uns das Leben geschenkt hat und nur er es uns wieder nehmen kann/sollte.
    Aber, ist es denn wirklich so unmöglich zu glauben, dass die Entscheidung eines Menschen sich sein Leben zu nehmen, Gottes Entscheidung war und er auf diese Art und Weise das Leben genommen hat?

    Selbstverständlich gibt es viele Menschen die einen Selbstmord durch eine Affekthandlung mit tragischen Hintergründen begehen. Sie davon abzuhalten, zu beruhigen und somit umzustimmen ist natürlich gut und sollte nicht schlecht geredet werden, denn es gibt nunmal viele Menschen die seelisch schwach sind und sich und ihr Leben viel zu leicht aufgeben.

    Aber was ist mit einem Menschen mit Seelenfrieden, einem starken Selbstbewusstsein und der Entscheidung diese Welt zu verlassen?
    Wäre es nicht gegen seinen Willen zu entscheiden ihn zum leben zu zwingen, wie es nicht rechtens wäre einen Mensch der das Leben liebt zu zwingen in den Tod zu gehen?


    Vielleicht ein etwas schweres Thema, dennoch hoffe ich auf zahlreiche Beteiligung, da ich mich doch dafür angefangen habe zu interessieren und von euch bestimmt noch einiges lernen kann.

    LG, LeZz
     
    #1
    Lez, 27 September 2006
  2. Ginny
    Ginny (35)
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    Wie du schon selber sagst, es gibt genug Menschen, bei denen der Selbstmordgedanke nur vorübergehend ist und die hinterher extrem froh sind, dass sie abgehalten wurden. Ehrlich gesagt ist mir lieber, ich nehme da jemandem seinen freien Willen, als dass ich ihn sterben lasse und ihm die Möglichkeit versaue, nochmal von vorn anzufangen. Ich finde es wichtig, dass man nicht nur sich selber, sondern auch gegenüber seinen Mitmenschen sich verantwortlich fühlt und nicht denkt "Ach, der will sterben, den lass ich dann mal, sein Pech, wenn es nur ne Laune ist."

    Außerdem: Wer partout sterben will, den kann doch keiner abhalten. Der versucht es dann eben ein zweites, dritten, viertes Mal und irgendwann klappt es. Aber manch einer ist eben froh, dass er es nicht beim ersten Mal "geschafft" hat und eine neue Chance erhält.

    Und zu guter Letzt: Ich traue mir nicht zu, zu unterscheiden, ob jemand diesen "Seelenfrieden" hat und wirklich eins ist mit der Entscheidung, sterben zu wollen. Oder ob er es eben nicht doch hinterher bereuen würde. Und dann denkt man auch an die Angehörigen, die fast jeder hinterlässt. Und es gibt heutzutage ja nun wirklich viele Therapiemöglichkeiten, die nicht jedem, aber vielen Menschen helfen können. Das Risiko, dass jemand "umsonst" stirbt, wäre mir einfach zu hoch. Man muss manchmal den freien Willen einschränken, um jemanden vor sich selbst zu schützen.
     
    #2
    Ginny, 27 September 2006
  3. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Meine Oma hat sich damals, vor 9 Jahren, auch entschieden, sich das Leben zu nehmen. Wir sagen uns immer alle, dass sie es ja wollte und jetzt auch sicher glücklich ist und sie konnte ihre Entscheidung bei klarem Verstand treffen.
    Trotzdem bleiben natürlich auch Vorwürfe, dass wir sie davon abhalten hätten müssen und ihr v.a. die Gründe für ihre Entscheidung hätten nehmen müssen. Sie war schwer depressiv, aber niemand von uns hat das so richtig gemerkt.
    Es ist schwer, zu begreifen, dass sie im Leben keinen Sinn mehr gesehen hat, obwohl sie UNS ja hatte. :frown: Ich vermisse sie bis heute sehr und frage mich noch oft, warum sie sich so entschieden hat.

    Ich denke, es gibt auch viele Selbstmordabsichten, die einfach nicht wohlüberlegt sind, sondern im Affekt beschlossen werden, weil man einfach grade emotional sehr angeschlagen ist. Man denkt, man wird mit etwas nicht fertig und sieht keinen anderen Ausweg mehr, dabei ist das nur ein Moment, in dem die emotionale Belastung zu groß ist. Man kann dann oft gar nicht mehr klar denken und ist gar nicht in der Lage, diese Entscheidung wohlüberlegt zu treffen.

    Schwerstkranke, unheilbare Menschen haben auch sehr oft den Wunsch, von ihrem Leiden erlöst zu werden. Sterbehilfe ist ja verboten, aber Beihilfe zum Selbstmord nicht und wenn sie das noch selbst können. Eine Tablette selbst nehmen, eine Pistole selbst in die Hand nehmen... Ich denke nicht, dass ich persönlich das könnte, einem mir nahestenden Menschen dabei zu helfen und ihm sozusagen ein tödliches Medikament o.ä. zu besorgen. Selbst wenn er leidet, würde es mich immer verfolgen, ihm den Tod gebracht zu haben, obwohl ich doch nicht wollte, dass er stirbt. Aber wenn so ein Mensch sich entscheidet, sein Leben zu beenden, dann denke ich, er hat das Recht dazu und dann sollte man ihn auch einschlafen lassen, wenn er z.B. ein Medikament genommen hat. Und ihn nicht wieder zurückholen und weiter leiden lassen.
     
    #3
    krava, 27 September 2006
  4. Altkanzler
    Altkanzler (37)
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    bei jedem/r guten/r Freund/in von mir wird würde ich alles in dieser Welt in Bewegung dies zu verhindern.

    In den meisten Fällen denke ich kann der Gedanke oder die Entscheidung über Selbstmord geholfen werden - hart gesagt ist es egoistisch, was aber eine andere Diskussion ist.

    Des weiteren könnte ich nicht mehr ruhig schlafen oder anderen gemeinsamen Freunden, der Familie in die Augen schauen da ich weiß dass ich es verhindern könnte. Was sagst du den Eltern wenn sie wissen dass du es wusstest ?

    ausserdem halte ich das mitteilen über den selbstmord schon für einen hilferuf, der gehört werden muss. Wenn jemand die entscheidung getroffen hat, warum sollte er dies jemanden mitteilen ? wenn es rein ums informieren gehen würde, so fände ich es über alles unfair und unverschämt, da man mich zu einer Art Mittäter macht... was erwartet man sich von solcher Mitteilung ? dass der andere sagt, ok, danke, auf wiedersehen und dann dies vergisst....

    wie gesagt ich halte selbstmord ansich schon für egoistisch, das mitteilen aber dass man es tut ohne absicht dass einem geholfen werden soll für dumm und unfair !
     
    #4
    Altkanzler, 27 September 2006
  5. Lez
    Lez (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    In diesem Punkt bist du doch sehr egoistisch.
    Ich meine, selbstverständlich gibt es Menschen die solche Aussagen als Hilferuf starten, oder eifnach als Drohung benutzen, um den anderen zu etwas zu bewegen (z.B. den Partner nicht zu verlassen), aber findest du nicht, dass wenn dein/e beste/r Freund/in sich entschieden hat, nicht mehr leben zu wollen und die Welt verlässt, dass ihr euch gebührend verabschiedet?
    Sollte ich jemals den Selbstmordgedanken hegen, dann würde ich noch einmal einen Abend mit meinem besten Kumpel verbringen wollen.
     
    #5
    Lez, 27 September 2006
  6. metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    Das ist im Endeffekt der entscheidende Punkt. Ist dieser Mensch in der Lage eine Entscheidung zu treffen oder eben nicht. Wenn die Entscheidungsfähigkeit nicht gegeben ist, dann gibt es eben eine rechtliche Grundlage, eine Behandlung anzuordnen.

    Jeder Mensch darf z.B. über sein Vermögen frei entscheiden. Wenn ein als psychotisch diagnostizierter Mensch entscheidet, 43.000 Euro in grüne Gummibärchen anzulegen, dann kann seine Familie, die das Geld wie vorgesehen zur Abtragung einer Hypothek braucht, eine Entscheidung erwirken, die ihm diese Transaktion vereitelt.

    Freie Entscheidung ja, aber nur wenn die betreffende Person gesundheitlich auch dazu in der Lage ist.

    Über das Leben an sich entscheidet selbstverständlich niemand. Es wird über eine medizinische Versorgung entschieden.

    Wie meinst Du das denn? :ratlos: Klar sehen sich die Leute, die über eine Unterbringung zu entscheiden haben, als Richter. Genaugenommen ist das ihr Beruf und sie bekommen jeden Monat ihren Gehaltsscheck dafür, dass sie Richter sind. :ratlos:

    Wir leben in einem säkularisierten Rechtsstaat. Jeder kann persönlich religiöse oder philosophische Überlegungen anstellen, von tatsächlicher Bedeutung sind sie für den Vorgang allerdings nicht.

    Man geht davon aus, dass ca. 90% der Suizide von Menschen mit psychischen Störungen begangen werden. Diese Leute reden in der Regel auch vorher darüber und haben meistens schon Suizidversuche hinter sich.

    Mit einem Abklingen der allgemeinen Symptomatik hört auch der Wunsch nach dem Selbstmord auf.

    Wenn man sich traut, nicht einfach wegzuhören und es zu ignorieren was ein Selbstmordgefährdeter sagt, wird man meiner Meinung nach sehr schnell feststellen, dass keine ausgefeilte und nachvollziehbare Argumentation hinter seinem Wunsch steht.

    Wenn man als Freund, Verwandter, Kollege etc. Hilfe anbietet oder Hilfe leistet, bin ich keineswegs der Meinung, dass man in das Selbstbestimmungsrecht der betreffenden Person eingreift. Nach meiner Einschätzung ist das eben genauso geboten, wie wenn man an eine Unfallstelle kommt und dort zu helfen versucht.
     
    #6
    metamorphosen, 27 September 2006
  7. BenNation
    BenNation (33)
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    vergeben und glücklich
    Es wird mir zuviel von "nachträglichem Bereuen" gesprochen. Wenn ich diese Entscheidung treffe und durchführe, gibt es schlicht und einfach nichts mehr zu bereuen. Auch die Möglichkeit auf einen Neuanfang, die hier angesprochen wurde: Das ist hinfällig, da ich mit dem Tod, der uns früher oder später sowieso ereilt, die Möglichkeit auf einen Neuanfang des Lebens nicht mehr benötige.
    Sich im Affekt umzubringen halte ich für genauso falsch, wie jemandem dabei zu "helfen", in tätlicher Hinsicht, aber wenn jemand diese Entscheidung überdacht trifft und wenn auch nur aus einem Grund wie "Die Welt ist schlecht, wie sie ist", dann finde ich, sollte man ihm das ganz allein überlassen. Menschen spielen einfach gerne Gott, sie wollen führen und bestimmen und damit wird das Recht auf einen selbst herbeigeführten Tod genommen. Denn jeder ist seines Lebens eigener Herr, jeder ist sich selbst der Nächste und spielt die Hauptrolle und den Produzenten. Ob es ein Drama oder eine Komödie ist, liegt nur zum Teil in unserer Hand. Aber wir bestimmen, wann dieser Film enden soll.

    Jetzt gehts um die moralische Frage: Wer ist das Opfer? Der Suizidale sicher nicht. Aber die Hinterbliebenen, die haben am Tod des Suizidalen zu leiden. Wenn sich jemand überlegt, diese Entscheidung zu treffen, muss er die Moralfrage einfach mit einbeziehen.
     
    #7
    BenNation, 27 September 2006
  8. Ginny
    Ginny (35)
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    vergeben und glücklich
    Ach nee. Es kann aber sein, dass jemand während des Sterbens bereut, was er getan hat. Man ist ja je nach Methode nicht sofort tot. Vielleicht siecht da jemand in den letzten Minuten dahin und denkt plötzlich, wie blöd sein Entschluss war. Und niemand ist da, der ihm helfen kann und man selber nicht mehr in der Lage, sich zu retten.
     
    #8
    Ginny, 27 September 2006
  9. [sAtAnIc]vana
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    Menschen die jmd anderem vom Selbstmord abhalten wollen, wollen ja nur dass sie mit ihrem "nervigen Leben" nicht alleine sind und wollen dass alle das Leben für lebenswert halten.

    Menschen die anderen davon erzählen dass sie Selbstmord begehen möchten, werden es doch eh nie tun weil sie zu sehr mit der Entscheidung rangeln müssen. Entweder man tut es oder man setzt sich ala Terrorist in ne Bank oder sons wo hin und reißt andere mit in der Hoffnung dass es die richtigen trifft. oO

    vana
     
    #9
    [sAtAnIc]vana, 27 September 2006
  10. BpFaN
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    #10
    BpFaN, 28 September 2006
  11. DerRabauke
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    Ich finde es etwas krass das gesagt wird "man kann dem Menschen helfen". Bedeutet das jetzt das jeder Selbstmordgedanke gleich aus irgendwelchen psychichen Störungen heraus resultiert? Ist dieser Mensch also gleich krank?
    Es gab mal vor langer Zeit einen klasse Film über dieses Thema. Da hat sich der Mensch, welcher übrigens Student und sehr wohlhabend war, auch von seinen Freunden und Familie verabschiedet und hat ihnen erklärt warum er es macht.
    Der Film drehte sich dann eben auch um das Thema helfen/nicht helfen. Hinzu kam noch das derjenige ein Gutachten bei einem Psychiater erstellen lassen hat und er wollte das ein Medizinkundiger bzw. Arzt ihm bei seinem Vorhaben unterstützt und medizinisch überwacht. War ganz interessant der Streifen.

    Ich persönlich wäre evtl. für eine Art Gesetz, das Menschen eben vor ihrem Selbstmord zum Psychiater gehen und dieser dann eben herrausfinden muss ob diese Gedanken bloss auf irgendwelchen minderschweren Vorfällen basieren oder ob dieser Mensch wirklich unter Besitz seiner geistigen Vollmacht einfach nur nicht leben möchte.

    Was ich noch loswerden wollte wäre folgendes. Ein Mensch der ernsthaft Selbstmord begehen möchte und dabei erwischt oder gefunden wird kann doch auch nicht mehr ganz frisch sein.
    Wenn ich Selbstmord begehen würde, würde ich ganz nach Hitler vorgehen. Erst irgendeinen Giftcocktail und danach die goldene Kugel.

    Das Selbstmord übrigens als egoistisch dargestellt wird ist schon fast eine frechheit. :grin:
    Lebe ich um andere Menschen glücklich zu machen?
     
    #11
    DerRabauke, 28 September 2006
  12. metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    Ich denke nicht, dass es so ein Gesetz braucht. Was soll das dann ergeben? Ein Dokument das man neben sich legt, falls der Notarzt vorbeikommt? Der wird immer handeln müssen wenn er an eine solche "Unfallstelle" kommt. Kann man sich dann auch noch eine Nutzungsberechtigung für die nächste Autobahnbrücke holen?

    Das Eingreifen der Behörden IST selbstverständlich gesetzlich geregelt. Jemand der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, kann tun und lassen was er möchte. Ihm eine direkte Erlaubnis für einen Selbstmord auszustellen, ist Unsinn.

    Selbstverständlich nicht. Das ist nur in den allermeisten Fällen so. Ausnahmen gibt es.

    Ausserdem muss man unterscheiden zwischen Selbstmordgedanken und einem konkret geplanten Suizid.
     
    #12
    metamorphosen, 28 September 2006
  13. DerRabauke
    DerRabauke (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    So war das ja nichtmal gemeint, aber die Idee mit der Brücke ist toll :tongue:
    Ich dachte da eben eher an Hilfe zum Selbstmord wie es in Holland teilweise noch halbwegs legal praktiziert werden kann. Das man eben unter Aufsicht von Medizinern abtreten kann/darf. Das dies aber nur geschieht wenn eben vorher ein Gutachten erstellt wurde und der Psychiater behaupten kann das dieser Mensch WIRKLICH nicht mehr leben möchte.
     
    #13
    DerRabauke, 28 September 2006
  14. Altkanzler
    Altkanzler (37)
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    Sorry aber das ist doch schwachsinn... Stell dir deinen besten Freund / deine beste Freundin vor. Er kommt eines Tages zu dir und meint

    "Hey ich werde mich morgen frueh umbringen und will heut nochmal richtig feiern, kommste mit ?"

    na klar, sag ich nicht nein, feier schoen, trink ein paar biere und verabschiede mich dann einfach in der nacht... sorry aber das ist unsinn.

    Wenn jemand in einer solchen depression ist, sich selbst umzubringen halte ich es fuer unwahrscheinlich, dass man am Abend davor nochmals nochmal so richtig Spass hat.

    Und ja da bin ich egoistisch, warum habe ich schon geschrieben...

    man koennte dich auch fragen ob du nicht egoistisch bist.. du wuenscht dir einen letzten abend mit deinen kumpels, wie das die kumpels sehen, zu wissen, dass es genau der letzte abend ist, dass sie bald an deinem Grab stehen werden und dich nicht mehr sehen werden, nicht mehr feiern koennen, das ist egal. Neben deiner Familie zu stehen und mit geschwollener brust behaupten sollen "Wir haben es noch mal richtig krachen lassen" ?

    Nein, das kann und will ich einfach nicht glauben, dass das deine Kumpels aus freude machen... und somit gehts es dir nur darum dass DU nochmal einen schoenen abend hast... dir kann es egal sein, was die anderen dann fuehlen, du erlebst es nicht - und das ist der wahre Egoismus.

    Und wie schon gesagt, allein der Selbstmord per se ist Egoismus in meiner Sicht. Man selbst erloest sich und laesst andere, die einen schaetzen und einen lieben mit einem Gefuehl zurueck, dass man selbst nicht kennt. In dem Moment geht es einen nur um sein eigenes Wohlbefinden, das der anderen schiebt man beiseite - das ist der Egoismus den ich anprangere.

    Ich sage dies so, da ich selbst das erleben "durfte" - daher sind solche glorifizierungen von den Abschieden meiner ansicht nach naive traeumereien und missachten den wahren Schmerz den man dadurch verbreitet.
     
    #14
    Altkanzler, 28 September 2006
  15. [sAtAnIc]vana
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    nicht angegeben
    gut du hast solch einen Fall schon erlebt.. aber meinst du nicht es gibt Menschen, die sich aufgrund solch einer Erfahrung wie du sie hast, umbringen!?
    oder gar Menschen die eine "tödliche" Krankheit haben oder oder oder.. ich denke nicht dass man dem mit dem Wort "Egoismus" entgegen treten kann..

    vana
     
    #15
    [sAtAnIc]vana, 29 September 2006
  16. Aaliyah
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    SVV und Borderline sind sehr kritische Themen.
    Ich kann nur sagen, dass es meistens so ist, dass die, die es ankündigen sich umbringen zu wollen entweder dadurch um Hilfe schreien oder weil sie den Partner/Expartner damit fest an sich binden wollen. Gibt natürlich auch Ausnahmen. Die meisten, die sich "wirklich" umbringen wollen, tun es einfach ohne es zu verkünden oder darüber zu reden. Sie handeln nicht aus Egoismus, sondern sie sehen keinen anderen Weg und es gibt kaum Menschen die einem helfen könne zumal es auch nicht heilbar ist. Die meisten sind verachtend gegenüber diesen Menschen und treiben diese nur noch mehr in den Tod. Die, die weder an SVV noch an Borderline erkrankt sind, betroffen sind, haben keine Ahnung und können es auch nicht nachvollziehen und fangen sogar an solche Menschen zu beschimpfen und niederzumachen. Was bringt das? Glaubt ihr wirklich, dass es denen weiterhilft?
    Wenn jeamnd sowas ankündigt muss man die Polizei anrufen, weil es sonst unterlassene Hilfeleistung wäre, wenn nicht sogar fahrlässige Tötung, wenn derjenige seine Aussage wahr macht.
    Ich kann also nur jedem raten es zu tun. Das schlechte Gewissen wird man zudem nie los und der Betroffene brauch Hilfe und findet sie vl. durch so einen Notruf bei der Polizei.
     
    #16
    Aaliyah, 29 September 2006

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