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  • m1991
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    11 August 2010
    #1

    Sex mit Verwandten

    Vielleicht erinnert sich jemand, kürzlich hatte ich einen Thread gestartet, weil einer meiner Kumpel glaubte, er hätte sich in seine Schwester verliebt. Das Ganze hat sich mittlerweile erledigt, warum, kann man im entsprechenden Thread nachlesen. Dennoch möchte ich das Thema nochmal von einer anderen Seite her beleuchten.

    Ich muss zugeben, dass ich nicht daran glaube, dass es wirkliche Liebe, d.h. mit echten, ernsthaften Gefühlen, zwischen Geschwistern gibt. Wie sieht es allerdings aus, wenn es sich um eine rein sexuelle Beziehung handelt?

    Was sagt Ihr dazu, wenn jemand sexuelle Aktivitäten zu Bruder/Schwester oder Cousin/Cousine auslebt? Habt Ihr sowas selbst schon mal erlebt und wenn ja, wie war's bzw. was war anders als bei ''normalen'' Beziehungen?

    Wäre allerdings schön, was das Ganze nicht wieder in eine juristische Diskussion ausartet. Daher das Wichtige nochmal auf einen Blick:
    1. Wenn beide blutsverwandt sind, also Geschwister, ist Vaginalverkehr verboten. Oral und anal ist hingegen (rechtlich) erlaubt.
    2. Wenn beide nicht blutsverwandt sind, wie bei Cousin und Cousine, dann ist Sex ohne Einschränkungen erlaubt.
    So, damit soll der juristische Teil bitte abgeschlossen sein.

    Würde mich freuen, mit Euch zu diskutieren. Gerade weil das Thema so kontrovers ist, interessiert es mich irgendwie.

    Nun zu meiner persönlichen Geschichte:
    Ich habe schon seit einigen Jahren öfters Sex mit meiner Cousine. Das "Besondere" ist dabei in unserem Fall, dass ihr Vater und meine Mutter, die Geschwister sind, sich vor Jahren zerstritten haben und ewig kein Kontakt bestand. Wir - also meine Cousine und ich - wussten zwar gegenseitg von unserer Existenz, haben aber vom Leben des Anderen nie was mitbekommen. Vor Jahren sind wir uns dann mehr oder weniger zufällig begegnet und haben uns eigentlich gut verstanden. Daher haben wir gesagt, dass wir uns aus den Streitigkeiten unserer Eltern heraushalten und normal miteinander umgehen wollen. Wir haben uns dann öfter verabredet, uns immer besser verstanden und irgendwann ist es halt passiert - wir sind im Bett gelandet. Heute ist so, dass wir uns ziemlich oft auf einen Kaffee treffen, wobei eigentlich schon immer vorher klar ist, dass wir miteinander schlafen werden.
    Ich muss sagen, dass ich weder ein schlechtes Gewissen habe, noch mich irgendwie anders schlecht fühle deswegen. Denn ersten sind wir nicht blutsverwandt, und zweitens sind wir auch nicht als Verwandte aufgewachsen...
     
  • User 29904
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    11 August 2010
    #2
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    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
  • capricorn84
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    11 August 2010
    #3
    Ich finde Sex (und da gehört alles intime rein) geht gar nicht wenn man verwandt ist.
     
  • squarepusher
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    11 August 2010
    #4
    ich glaub es geht euch in erster linie um die anrüchigkeit, das lädt die sache erotisch auf. was eh cool ist, have fun :smile:

    zur akzeptanz von beziehungen zwischen cousins/cousinen sag ich nix. manche stören sich daran, andere finden das völlig normal.
     
  • many--
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    11 August 2010
    #5
    So einen Thread gab es hier vor kurzem schon einmal. Ich glaube, ich habe da schon ungefähr folgendes geschrieben: das Inzesttabu ist kulturell fast universell (dh es kommt in fast allen Kulturen vor, und wo es aufgehoben ist, gilt dies nur für eine kleine Elite, zB den Pharao und seine Schwestern) und hat auch seinen Sinn, und zwar jenseits der Eugenik (also der genetischen "Zuchtgesundheit" der Population).
    Es geht dabei um sozialen Frieden; eine sesshafte Kultur braucht für die normale Entwicklung ihrer Mitglieder einen Friedensraum, ein "Nest", in dem möglichst wenig Gefahr für den Nachwuchs besteht, auch in sexueller Hinsicht. Das ist die Familie, die darum in jeder Kultur rechtlich und räumlich maximal geschützt wird. Das Inzesttabu ist Teil dieses Schutzes; es soll Familienmitglieder vor sexueller Aktivität untereinander schützen, weil diese, wie man weiß, den sozialen Frieden gefährden kann.

    Theorie beiseite; heutzutage sind die Karten sicher anders gemischt. Eugenische Gründe spielen keine Rolle mehr, die Familienverbände sind ohnehin in Auflösung begriffen. Dennoch: eine Preisgabe des Inzesttabus finde ich persönlich sehr riskant, gerade für den jüngeren Part in einem Verwandtenverhältnis. Wer sagt denn, dass die Tochter, dass die jüngere Schwester das alles so freiwillig mitmacht? Und: ist es wirklich gut, in engen Verwandten potentielle Sexpartner sehen zu können, oder sollte es nicht wirklich einen Bereich im Leben geben, der noch ein wenig Unschuld konserviert?

    Ein abschließendes Wort zu Verwandten zweiten Grades oder Verwandten unbekannterweise: wenn ich mit einem Menschen kein solch enges soziales Verhältnis habe wie oben beschrieben, dann greift - für mich - bei diesem auch das Inzesttabu nicht. Wie gesagt, genetische Gesundheit der Kinder muss im Zeitalter der Verhütung und Abtreibung kein Thema sein, und wenn ich mit diesem Menschen keinen engen Friedensbereich teile, dann ist der Zufall unserer genetischen Verwandtschaft eigentlich kein legitimer Hinderungsgrund für eine sexuelle Beziehung.
     
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  • squarepusher
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    11 August 2010
    #6
    (beziehungen zwischen cousins/cousinen kann man nicht auf eine stufe mit beziehungen stellen, die vom inzesttabu wirklich "betroffen" sind. es mag manche menschen geben, die cousins/cousinen-beziehungen so sehen, allgemein sind solche beziehungen aber kaum stigmatisiert. das sieht man schon daran, dass cousins/cousinen, auch kirchlich, heiraten können. da mit dem inzesttabu zu kommen impliziert, dass es um etwas ähnliches geht wie beziehungen zwischen geschwistern, zwischen (groß)elternteil und kind, .. was nicht der fall ist.)
     
  • Lenny84
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    11 August 2010
    #7
    Mir hat sich aufgrund fehlender Cousins/Cousinen die Frage nie gestellt, aber ich selbst fänd es nicht schön, wenn Onkel/Tante irgendwann sogar meine Schwiegereltern wären.
     
  • Piratin
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    11 August 2010
    #8
    Ich merke bei meinem Cousin und meinen Cousinen viel zu sehr die ähnlichen Gene, als dass sich mein Körper sexuell da auch nur halbwegs hingezogen fühlen würde. Wir sehen uns ähnlich, wie riechen ähnlich, wir sind ähnlich erzogen worden.
    Würden wir aus dynastischen Gründen verheiratet werden würden da sich eigenartige Kinder bei rausspringen.

    Die vielen Cousin/Cousine Ehen, die über die Geschichte in Europas Fürstenhöfen geschlossen wurden haben soviel degenerierte Kinder hervor gebracht, das glaubt man gar nicht. Besonders schlimm ist es, wenn die Eltern auch schon Cousin/Cousine waren, da reduziert sich der Vorfahrenbaum erheblich, und die Kinder werden sabbernde Idioten.

    In Amerika gibt es zudem einen Spruch "You might be a redneck if your family tree doesn`t fork" *ggg*

    Und hat jemand zufällig den Film "Schlafes Bruder" gesehen?
     
  • squarepusher
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    11 August 2010
    #9
    genau. filme und lustige sprüche. holen wir uns dort die wahrheit über beziehungen zwischen cousins und cousinen her. *schnarch*

    ich kenne nur ein verheiratetes cousin/cousinen-paar, deren kinder sind ganz normal. natürlich erhöht sich die chance auf erbkrankheiten und allgemein läuft der prozess, fehlerhafte teile des genmaterials auszusortieren, weniger rund, als er laufen könnte, aber das heißt noch nicht, dass der nachwuchs da problembehaftet sein *muss*.
     
  • Kerze-im-Feuer
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    11 August 2010
    #10
    Also wenn ich jetzt mal an ein Dorf von vor paar 1-2 hundert Jahren denke (sagen wir einfach kurz vor der Industrialisierung, da das kein Mittelalterargument werden soll..)
    Die leute haben so gut wie nie ihr dorf verlassen, wenn dann hat man mal das Nachbardorf besucht... über viele generationen waren die Gene der potentiellen Sexualpartner sich sicherlich ähnlicher als die in den Meisten Familien heutzutage, wenn man die kernfamilie ausklammert...

    Und das manche sagen, dass ihnen ihr*e Cousin*e ihnen zu ähnlich ist: die Vererbung von gegen kann dafür sorgen, dass Bruder und Schwester schon sehr unterschiedliche Gene haben, wenn dann jeweils noch ein weiterer Partner hinzukommt sind also manche eigentlich kaum noch ähnlich, während andere noch fast so viel Übereinstimmung wie Geschwister haben... Einfach ein wenig über die mendelsche Vererbungslehre informieren und daran denken dass menschen ein paartausend mal mehr Eigenschaften haben als Erbsen und daran, dass unsere Gene bei der Bildung von Spermium und Eizelle auch gerne mutieren...

    so far...
     
  • Piratin
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    11 August 2010
    #11
    ja, und das war auch nicht immer gut so.....siehe Schlafes Bruder.
    Dass frisches Blut in den Kreislauf kommen muss, haben schon die Leute im Mittelalter begriffen.Man braucht halt nur einen kleinen Gendefekt, der so gar nicht auffällt, und in der nächsten Generation genauso unbemerkt wieder verschwinden würde, und durch Verwandtenehen hingegen erst richtig potenziert wird und zum Vorschein kommt.

    Angenommen eine Frau hat AGS, ein kleiner Chromosomenfehler auf dem 6., das wird mit 50%iger Wahrscheinlichkeit vererbt, Bruder und Schwester haben das also mit ganz guter Wahrscheinlichkeit. Beim Bruder fällt das gar nicht auf, die Schwester hat vielleicht einen unregelmäßigen Zyklus oder eine unreine Haut, es fällt aber nicht weiter auf, manchmal auch gar nicht. Kriegen jetzt Bruder und Schwester miteinander ein Kind (oder Cousin und Cousine), dann bricht das Syndrom aus, was in einer schwersten Stoffwechselstörung besteht. Wenn es ein Mädchen wird, entwickeln sich mit 50%iger Wahrscheinlichkeit männliche und weibliche Geschlechtsteile gleichzeitig, das Kind wird als Zwitter geboren. Ein Junge würde die Geburt aufgrund hohen Salzverlustes überhaupt nicht erst überleben.

    Eine kleine Unregelmäßigkeit der Gene kann auf diese Art und Weise in einer Katstrophe münden.

    Und lies dich mal ein bisschen in die Geschichte des Hauses Habsburg ein, besonders der spanische Zweig musste etliche Kinder aus Verwandtenehen "verschwinden" lassen, weil sie so degeneriert waren. Die Lücken wurden mit Bastarden aufgefüllt, die intelligenter und kräftiger waren.
     
  • Kerze-im-Feuer
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    11 August 2010
    #12
    Jup, aber du kannst dennoch auf einen Wildfremden Menschen treffen, mit dessen Genen du stärker übereinstimmst als denen deiner*s Cousin*en...

    und da Sexuelle Anziehung u.a. durch die Unterschiedlichkeit der Gene entsteht kann es nicht so schlimm sein, eine cosine zu ähm... poppen...
    zumal die beiden wies aussieht ja nun auch verhütet haben...
     
  • squarepusher
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    11 August 2010
    #13
    können wir bitte das ländliche dorf von vor 1-200 jahren und das haus habsburg aus der sache des TS herauslassen? so ein unsinn..
     
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  • Piratin
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    11 August 2010
    #14
    Das ist aber millionenmal seltener der Fall, und solche Fälle (wie die Vampirkinder etc, wo nichtverwandte Menschen mit dem gleichen seltenen Gendefekt miteinander Kinder haben) kommen ins Fernsehen. ;-)
    Eine Anlage zu AGS, Hämophilie etc ist hingegen relativ häufig, auch du könntest es in dir tragen ohne es zu wissen.
    Die wenigsten Menschen gehen zum Humangenetiker und lassen sich entschlüsseln (ist auch ziemlich teuer), ist ja auch fast nie nötig, da der Partner ja fast immer einen völlig anderen Gensatz mitbringt, weil die allerwenigsten Menschen mit ihrer Cousine/Cousin oder Bruder/Schwester eine Familie gründen wollen.

    So mancher Vater fühlt auch, äh, das Bedürfnis mit seiner Tochter zu poppen, ohne dass daraus unbedingt gesunde Kinder springen würden.
     
  • Kerze-im-Feuer
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    11 August 2010
    #15
    gut,ich kann es nur nochmal ohne Dorf wiederholen:

    finde ich nicht verwerflich, dass du hin und wieder Sex mit deiner Cousine hast... Solange ihr nicht vorhabt Kinder zu bekommen sondern nur Spaß haben wollt und ordentlich verhütet ist es ja nun nur vergnügen...
    und eure Familie macht ihr nun auch nicht kaputt, wenn die derart zerstritten ist...

    Solltet ihr irgendwann vorhaben Kinder zu bekommen am besten mit einem Arzt Eures Vertrauens darüber sprechen, der kann euch sicherlich am besten erklären wie es sich nun mit der Kompatibilität Eurer Gene verhält. Wenn ihr euch derart anziehend findet ist die Wahrscheinlichkeit nämlich hoch dass ihr genetisch sehr unterschiedlich seid.

    und um nochmal zu den Erbkrankheiten zu kommen: ist mir schon klar, dass Familienmitglieder eine hohe Wahrscheinlichkeit für die selben latent schlummernden Gendefekte haben, allerdings kann es auch sein, dass ein verwandter gar nicht dieselben hat wie du und du Kinder mit einem nichtverwandten bekommst, der dummerweise die selben in sich ruhen hat...
    Ich kenne mich da jetzt nicht soooo gut aus, aber wenn der konkrete verdacht besteht, etwas zu vererben kann man sich doch auch Testen lassen, oder?
    zumal das mit entsprechender verhütung ja eher nicht ins Gewischt fallen sollte...
     
  • Piratin
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    11 August 2010
    #16
    Klar, kann man. Sollte man auch. Das macht die Humangenetik, die erstellen dir nen schönen Stammbaum, analysieren deine Chromosomen und hinterher weisst du alles, was passieren kann. ;-)
     
  • aiks
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    11 August 2010
    #17
    Ich glaub sowas hängt sehr stark vom Familienempfinden der einzelnen Familien ab. Wir sind eine zerstreute Großfamilie und ich hab meinen Cousin vielleicht sechs, sieben mal in meinem Leben gesehen (und oh mein Gott, ist der hübsch :grin:). Wären wir beide nicht vergeben und er würd plötzlich vor meiner Tür stehen, hätte ich da sicher keine moralischen Bedenken. Ich weiss zwar, dass wir verwandt sind, aber da ist kein Familiensinn dahinter. Da hätte ich bei den Leuten, mit denen ich als Kind gespielt hat ein merkwürdigeres Gefühl als beim Cousin.
     
  • m1991
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    11 August 2010
    #18
    Also, Kinder wollen wir mit Sicherheit nicht miteinander haben. Wir sind ja nicht mal an einer richtigen Beziehung interessiert. Es ist ganz einfach nur Sex, ohne Hintergedanken, nur zum Vergnügen.
    Und auch das nur, wenn wir beide Single sind. Während meiner letzten Beziehung ist es bei den Treffen zwischen ihr und mir auch immer nur beim Kaffeetrinken geblieben. Aber wenn wir - so wie zurzeit - beide ungebunden sind, warum nicht? Ich sehe sie eben nicht als Verwandte, denn dazu sind wir viel zu abgeschottet voneinander aufgewachsen.
     
  • Rockabill
    Rockabill (35)
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    29 August 2010
    #19
    Läuft Euer Sex dann irgendwie anders ab als mit anderen Partnern?
     
  • Kurzstreckenfahrer
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    29 August 2010
    #20
    Eine Stiefschwester in Spe würde ich nicht von der Bettkante stoßen. Ist aber glücklich verbündet, daher habe ich keine Möglichkeit.
    Ist in keinster WEise blutverwandt.
     

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