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sex, werbung, moral und das forum und die gesellschaft

Dieses Thema im Forum "Stammkneipe" wurde erstellt von User 38494, 23 September 2008.

  1. User 38494
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Off-Topic:
    tja, so ganz wusste ich nicht wo ich das hier hinstecken sollte.
    zum einen wäre es ja beispielsweise im umfrage bereich passend, aber da sich ja die kaschemme auch in der stammkneipe befindet ... :zwinker:
    zur not könnt ihr das ja gern verschieben, wenn ihr meint einen passenderen platz gefunden zu haben. :smile:
    vielleicht doch lieber in politik und gesellschaft?


    angeregt wurde ich durch diesen thread: Planet-Liebe, "verbotene" Bilder und Wikipedia

    nebenbei kann man hier klicken und hat dann auch noch ein bischen musik beim lesen.
    nach dem lesen kann man sich dann noch das video dazu ansehen. :zwinker:



    was ist also nun jugendgefährdend?​


    ich bin ja in meiner jugend ständig gefährdet worden, weil man fa-seife verkaufen wollte und mir dann gleich als 7-jähriger nackte frauenbrüste die von meereswellen umschwappt werden im öffentlich rechtlichen fernsehen gezeigt hat.
    ich fand ja damals auch die afri-cola-werbung hoch interessant, auch wenn ich diese eiswand schrecklich empfunden habe und man nicht sooo genau alles sehen konnte. :engel:
    die meisten von euch kennen die werbespots aber wohl nicht, aber dafür habt ihr als kind sicherlich schon mal am zeitschriftenstand eine praline oder wochenend gesehen. :zwinker:

    eine ganze weile gabs ja hier im forum mal das inoffizielle nippelverbot ... zum beispiel weil jemand seine möpse präsentieren wollte ... was dann glaub ich inoffiziell wieder aufgehoben wurde und dann wieder in kraft getreten ist.
    so genau blick ich da nicht mehr durch. :ratlos:

    mir gehts hier auch gar nicht darum, ob man es gut findet wenn hier jemand seine exhibitionistische seite auslebt, sich einen spass macht, oder einfach aus langeweile etwas mehr haut zeigt ... warum auch immer.
    ob manch junger mensch der noch nicht volljährig ist, weiß was er da tut wage ich auch zu bezweifeln, aber das alles steht auf einem anderen blatt.
    die fussfetischisten haben es gut, denn ihr verlangen ist nicht jugendgefährdend. :zwinker:

    mir gehts ganz einfach darum mal zu überlegen was wohl (hier im forum und in unserer gesellschaft) erlaubt ist und sein sollte ... was also moralisch vertretbar ist.

    über die musikbranche will ich mal gar nicht anfangen zu reden, ob da mehr sex als sonstwas verkauft wird, wenn da knapp bekleidete hintern wackeln.
    ich will mich mal an die normale werbung halten, die jedes kleinkind zu sehen bekommt.

    jeder junge mensch kann überall möpse sehen, oder frauenhintern im string.
    da muss man nur mal die bildzeitung auf dem tresen an der tankstelle sehen, oder um einen frauenhintern begutachten zu könnnen genügt es sich im katalog duschtrennwände anzusehen ... von den dessous wo hier und da ein nippel durchschimmert mal ganz zu schweigen.
    kataloge sind also jugendgefährdend. :jaa:

    tja, was ist moralisch vertretbar und was nicht mehr?
    egal ob hier im forum, oder sonst in unserer gesellschaft.

    beinahe lustig finde ich einen artikel vom spiegel aus dem jahre 1971. :grin:
    http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=43176685&top=SPIEGEL

    da wird geschrieben

    ja, die frauen sind gegen sowas immun und deswegen finden die den bauarbeiter mit seinem waschbrettbauch, der dann die cola-light in sich reinschüttet absolut furchtbar und nur aus purer ordentlichkeit wird der letzte tropfen von der dose mit dem finger aufgefangen und genüsslich abgeschlabbert.

    parallel dazu gibts noch einen artikel der süddeutschen vom juni diesen jahres.
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/808/181249/

    da heißt es:
    und
    das seit einigen jahren das bier so schön geprickelt hat in ihr bauchnaböhl, ist einfach nur lustig und überhaupt nicht sexuell gemeint. :zwinker:

    kinder dürfen erst seit diesem jahr wieder beim reifenkauf dabei sein, weil der pirellikalender dieses jahr absolut busenfrei ist. :smile:
    allerdings kann es sein, das sich der reifenmonteur doch noch das playboygirl an die wand gehangen hat und so gesehen sollte papa erst einen prüfenden blick darauf haben, ob die werkstatt wohl jugendfrei ist. :smile:

    ja, was moralisch vertretbar und im bereich jugendgefährdet einzureihen ist ... darüber kann man sich nun streiten. :zwinker:

    überlegt mal fleissig und schreibt wie ihr das so seht mit der moral in der gesellschaft und hier und überhaupt. :smile:
    Off-Topic:
    und wer zu dem video nicht onaniert hat, der darf nochmal klicken. :smile:
     
    #1
    User 38494, 23 September 2008
  2. Solange keine Hardcoreszenen Kindern unter 16 Jahren leicht zugänglich sind, finde ich es absolut ok :zwinker:
     
    #2
    Chosylämmchen, 23 September 2008
  3. bonushase
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Ich zitiere mich selbst:
    "Gefährdend ist nicht das Schlechte, das andere einem anbieten, sondern das Schlechte, das man annimmt."

    "Gefährdend" im Sinne schlechter Angebote sind bereits viele Standard-Meinungen und Konventionen.
    Gefahr besteht allerdings erst dann, wenn man diese für sich (gegen Intuition und Gewissen) als "Rückversicherung" (um die Natürliche Wirkung kommt keiner; hilft also nichts) "annimmt".
     
    #3
    bonushase, 24 September 2008
  4. User 18780
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    Ich finde es grundsätzlich nicht schlimm, Kindern nackte Körper zu zeigen, von mir aus auch den Geschlechtsakt an sich.

    Die Frage dabei ist nur, welche Wertung dazu abgegeben wird oder subjektiv beim Empfänger (Kind) rüberkommt.
    Ab einem gewissen Alter kann man einschätzen, dass Pornos nicht das wahre Leben wiederspiegeln und Frauen nicht ein pures Sexobjekt sind (das ist die Botschaft die in vielen Pornos vermittelt wird). Kinder können das noch nicht in diesem Maße, sie müssen das erst lernen. Setzt man ein Kind vor (genügend viele) Pornos, wird es daraus möglicherweise den Schluss ziehen, es sei übliches Verhalten.

    Allerdings stellt sich die Frage, wo kinder auserhalb sexueller darstellungen zu ihren Meinungen und Ansichten gelangen: ein 8-jähriger Junge, der in der Schule weint, wird sehr schnell feststellen, dass man das als Junge nicht machen sollte, wenn man ein "richtiger" Mann werden möchte. Er bekommt von Klassenkameraden ein Verhalten beigebracht, dass es ihm später erschweren wird, seine Gefühle frei und ungezwungen zu äußern, auch Frauen (und somit seinen Freundinen) gegenüber.

    Das gleiche gilt für die Eltern: Wenn der eigene Vater bei einem Beitrag über Missbrauch im Fernsehen kommentare abgibt wie "die läuft ja schon so nuttig rum, die wollte das nicht anders",
    dann wird das Kind diese Haltung möglicherweise unreflektiert in das eigene Meinungsbild über Frauen übernehmen.
    Genauso merken Kinder, wie die Eltern miteinander umgehen.

    Kinder und Jugendliche sind sehr an sexuellen Themen und Themen zur Partnerschaft allgemein interessiert. Die Meinungen und Ansichten der Kinder wird wie gerade geschrieben jedoch nicht speziell durch nackte Tatsachen in Werbung und Medien geprägt sondern durch den Kontext, in dem diese eingebettet sind.

    Wenn man sich als Junge Unterwäschekataloge ansieht (und dazu onaniert), dann macht man das, weil man Frauenkörper anziehend findet. Daran kann ich nichts verwerfliches finden. Die Wertung - und damit die mögliche "Jugendgefährdung" - geht aber nicht vom Katalog oder der fast nackten Frau selbst aus, sondern durch die Prägungen aus anderen Quellen (wie oben einige Beispiele zeigen).


    Ich denke, es liegt also im wesentlichen an den Eltern, ihrem Kind respektvolle und ehrliche Ansichten zur sexualität zu vermitteln. Da Kinder aber auch Informationen aus anderen Quellen (schule, freundeskreis, gespräche unter erwachsenen, medien) aufschnappen, sollte man sie schon darauf vorbereiten.
    Man kann den Kindern erklären, warum es bestimmte Verhaltensweisen bei anderen gibt. Warum nicht alles stimmt, was andere sagen oder behaupten.
    Man kann selbst ein vorbild sein, und seinem Kind eine respektvolle Partnerschaft vorleben und das Kind ruhig sehen lassen, dass papa und mama sich lieb haben (und wenn sie sich mal streiten auch wieder vertragen). Genauso sollte man dem Kind gegenüber seine Gefühle zeigen, es umarmen und so eine Vertrauensbasis schaffen, dass das kind gerne und von selbst mit fragen zu einem kommt.


    Dann sind auch sexuelle Darstellungen nicht problematisch.


    Zusammenfassung
    Nicht die sexuelle Darstellung ist das Problem, sondern deren Bewertung. Diese zu vermitteln ist die Herausforderung.
    Da es schwer möglich ist, jedem Kind angemessene Wertvorstellungen zu vermitteln (hauptsächlich aufgabe der eltern), gibt es eben jugendverbote. Denn Verbote können in diesem Fall die Konfrontation mit Dingen verhindern (zumindest ist das der Sinn darin), bis sich die Person hoffentlich selbst Werte prägen kann.
     
    #4
    User 18780, 25 September 2008
  5. User 18780
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    ich dachte das wird eine lebhaftere diskussion hier :zwinker:
     
    #5
    User 18780, 16 Oktober 2008
  6. Dann schreibe ich was zu deiner Zusammenfassung, entnehme ich es richtig, dass du dir eingestehst, dass das Versagen der Eltern, vom Staat geregelt wird, in dem er Verbote aufstellt?
     
    #6
    Chosylämmchen, 16 Oktober 2008
  7. User 18780
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    ja ich denke schon, dass normalerweise die fehlende selbstregulation ausschlaggebend für ein staatliches verbot ist.

    und oft kann man von eltern eben nicht erwarten, dass sie bestimmte dinge zuverlässig durchsetzen können - weil sie nicht dazu fähig sind oder es nicht einsehen.
     
    #7
    User 18780, 16 Oktober 2008
  8. Wäre es da nicht besser, dass der Staat als zweites Organ einspringen muss?

    Ich meine, er spielt schon Eltern, indem er Verbote aufstellt. Wieso dann nicht auf die aufklärerische Art, anstatt auf die "Ich verbiete alles, was mir nicht passt" Art?
     
    #8
    Chosylämmchen, 16 Oktober 2008
  9. User 38494
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    ich auch, aber mein eingangspost ist wohl zu lang und überfordert manche. :grin:
     
    #9
    User 38494, 23 Oktober 2008
  10. User 18780
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    ups, da wollte ich doch noch antworten, ganz vergessen. (sorry chosy)

    ich denke, ein verbot ist der einfache und günstige weg. aufklärung kann nicht so qualitativ durchgesetzt werden, dass es bei den meisten eltern auch erfolgreich ankommt. außerdem wären dafür größerde finantielle mittel notwendig.
    das heißt noch lange nicht, dass ich damit einverstanen bin. aber ich kann den - vermuteten - hintergrund verstehen.
     
    #10
    User 18780, 23 Oktober 2008

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