Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Wissenswertes Sexuelle Diskriminierung

Dieses Thema im Forum "News zu Liebe, Erotik und Sexualität" wurde erstellt von User 20345, 21 Oktober 2009.

  1. User 20345
    User 20345 (37)
    Meistens hier zu finden
    1.646
    133
    48
    vergeben und glücklich
    Immer noch kämpfen Homosexuelle im alltäglichen Leben mit der sexuellen Diskriminierung. In Deutschland werden sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung kategorisch von der Blutspende ausgeschlossen.

    Obwohl heutzutage jede Blutspende mit einem HIV-Test abgeklärt wird, verbietet das Transfusionsgesetz die Blutspende von Personen aus Risikogruppen für HIV-Infektionen.
    Jetzt ist eine Überarbeitung des Transfusionsgesetzes gefordert.

    Zitat von Quelle
    Martens, Sprecher des Vereins Schwules Blut und seit acht Jahren fest liiert, regt daher an, statt nach sexueller Orientierung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu fragen – und zwar alle Spender.

    Quelle:
    www.rp-online.de
     
    #1
    User 20345, 21 Oktober 2009
  2. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.093
    348
    2.105
    Single
    Hier stellen sich eben erst mal zwei Fragen:
    1. Wie hoch ist die Chance, dass HIV-infiziertes Blut durch die Kontrollen rutscht? (100%ig sicher ist wohl keine Kontrolle)
    2. Wie hoch ist die Quote an HIV-Infektionen bei Homosexuellen im Vergleich zu Heterosexuellen?
    Damit kann man dann ganz einfach berechnen, um wie viel das Risiko, dass HIV-infiziertes Blut eingesetzt wird, erhöht wird.

    Und dann kann man sich die Frage stellen, was schlimmer ist: Das erhöhte Risiko, Menschen per Bluttransfusion mit HIV zu infizieren oder die angebliche Diskriminierung homosexueller Menschen (die meiner Meinung nach keine Diskriminierung ist, wenn der Ausschluss Homosexueller durch ein erhöhtes Risiko gerechtfertigt wird).
     
    #2
    User 44981, 21 Oktober 2009
  3. Minnesänger
    Benutzer gesperrt
    123
    53
    59
    nicht angegeben
    Die Antikörper sind erst Wochen nach der Infektion im Blut nachweisbar. Deshalb ist es vollkommen richtig, daß man im Sinne der Sicherheit für die Patienten die Hochrisikogruppen für HIV-Infektionen vom Blutspenden ausschließt.

    Ende 2008 gab es 63.500 HIV-Infizierte in Deutschland. Davon waren 61% Schwule, 13% Drogensüchtige, 11,5 % Zuwanderer aus Ländern mit sehr hohen Infektionsraten und 14% Heterosexuelle.

    scinexx | HIV: Zahl der Neuinfektionen bleibt hoch: Robert Koch-Institut legt neue Zahlen anlässlich des Welt-Aids-Tages 2008 vor - HIV, Virus, Viren, Aids, Erreger, Infektion, Krankheit, Ansteckung, Medizin, Therapie

    Indem man Homos, Drogensüchtige, Zuwanderer aus Afrika und Osteuropa sowie Prostitutierte vom Blutspenden generell ausschließt, hat man schonmal gut 95 % aller HIV-Infizierten Personen in Deutschland herausgefiltert. Die restlichen 5 % kann man dann konkret nach ihrem Familienstand und Sexualverhalten beurteilen, z.B. indem man nur dauerhaft monogam lebende oder sexuell inaktive Menschen zuläßt.
     
    #3
    Minnesänger, 21 Oktober 2009
  4. ViolaAnn
    ViolaAnn (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    946
    113
    67
    Verheiratet
    Das doch schwachsinn. Woher will man wissen wer schwul ist oder wer nicht? Immer davor fragen "Sind sie Schwul?"

    Es gibt auch durchaus noch Männer oder Jungen denen es peinlich ist die werden wohl kaum beim Blutspenden sagen "Ich bin Schwul"

    Also manchmal frage ich mich echt wie dämlich man ist, nur weil Schwule am häufigsten infiziert sind heißt das nicht das jeder Schwuler es ist, wenn jemand der schwul ist durch seine Blutspende anderen helfen kann dann finde ich das mehr als gut!

    LG ViolaAnn
     
    #4
    ViolaAnn, 21 Oktober 2009
  5. User 505
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    4.743
    348
    2.784
    Verheiratet
    Genau so wirds gemacht - vor dem Blutspenden wird ein Fragebogen ausgefüllt. Gehört man zu einer HIV-Risikogruppe (schwul, bestimmte Auslandsaufenthalte, frische Piercings / Tatoos, ...) wird das Blut nur für wissenschaftliche Zwecke verwendet.


    Das Thema wurde hier schon mal sehr groß diskutiert. Ich finde es ok, wenn man Risikogruppen ausschließt, solange die HIV-Tests ihre Fehlerquote haben. Und solange die Statistik besagt, dass Schwule nennenswert häufiger betroffen sind, sind sie nunmal Risikogruppe.

    Ich seh den Sinn nicht wegen des Seelenfriedens einer Gruppe eine mögliche HIV Infektion eines Menschen in Kauf zu nehmen. Ob es nun um den Seelenfrieden des Hardcore-Piercing-Fans, des Reise-Fans, des Huren-Fans oder des Homosexuellen geht, finde ich da unerheblich.

    Was allerdings nicht aufkommen darf ist der Gedanke, dass jeder Schwule automatisch HIV+ ist. Das Ganze ist schlicht und einfach kalte Statistik und hat nichts mit dem Einzelnen zu tun - eine Einzelprüfung wäre schlicht unverhältnismäßig.
     
    #5
    User 505, 21 Oktober 2009
  6. virtualman
    virtualman (32)
    Benutzer gesperrt
    1.001
    0
    5
    Single
    Mal ne kleine Frage dazu, wie wollen die wissen ob man schwul ist???
     
    #6
    virtualman, 22 Oktober 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Sexuelle Diskriminierung
Firebird
News zu Liebe, Erotik und Sexualität Forum
14 Januar 2016
13 Antworten
Beltane
News zu Liebe, Erotik und Sexualität Forum
1 Juni 2015
11 Antworten
Beltane
News zu Liebe, Erotik und Sexualität Forum
11 Februar 2015
20 Antworten
Test