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sexuelle Vorlieben (Sadismus) loswerden bzw. ändern

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von mondnacht, 11 Mai 2008.

  1. mondnacht
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hallo,

    ist es möglich, seine sexuellen Vorlieben - in diesem Fall sexuell motivierter Sadismus - zu ändern oder gehören sie zu der eigenen Persönlichkeit einfach dazu und man kann nichts dagegen tun? Irgendeinen Grund muss es doch schließlich haben, wieso man gewisse Vorlieben hat oder eben nicht.

    gruß
    mondnacht
     
    #1
    mondnacht, 11 Mai 2008
  2. Novalis
    Novalis (35)
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    nicht angegeben
    Ich schätze, man kann höchstens Nuancen ändern, die Grundausrichtung bleibt.
    Grundlegende sexuelle Neigungen erwirbt man im Laufe seines Lebens, vieles hat seinen Ursprung in der Kindheit, das umzukehren ist vergebliche Mühe, denke ich.
     
    #2
    Novalis, 11 Mai 2008
  3. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Meiner Meinung nach kann man Vorlieben auf Dauer unterlassen, ohne das es sich zu stark auf das Sexualleben auswirkt, Fetische aber kann man bloß unterdrücken. Und auch nur für kurze Zeit, sonst wirkt es sich zu stark auf die Psyche und das alltägliche Leben aus. Man kann dadurch richtig unglücklich werden. :ratlos:
     
    #3
    xoxo, 12 Mai 2008
  4. mondnacht
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Hmm und was macht man dann, wenn der Partner nicht auf die eigenen Vorlieben bzw. das Gegenstück dazu steht?
     
    #4
    mondnacht, 12 Mai 2008
  5. Sternschnuppe_x
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    Single
    Da bleiben nur zwei Möglichkeiten:
    a) drauf verzichten
    b) sich trennen

    Da muß jeder für sich selbst entscheiden, welche Priorität die Verwirklichung bestimmter Phantasien/Vorlieben für ihn in einer dauerhaften Beziehung hat.
     
    #5
    Sternschnuppe_x, 12 Mai 2008
  6. FiSi
    FiSi (30)
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    Verlobt
    Denke das sitzt in einem drin. Du kannst natürlich versuchen deine Vorlieben zu unterdrücken und nicht dran zu denken. Ist wohl die einzige Chance.

    Ich selber habe so ein Problem nicht, aber ich stell es mir so ähnlich vor wie mit Rauchen aufzuhören oder sowas.

    lg
    FiSi
     
    #6
    FiSi, 12 Mai 2008
  7. mondnacht
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ehrlich gesagt stelle ich mir das momentan bei mir sehr schwer vor.

    Gibt es denn jemand unter euch, der das schon versucht hat? Oder akzeptiert ihr alle eure Vorlieben als Teil von euch, mögen sie auch noch so speziell sein!?
     
    #7
    mondnacht, 12 Mai 2008
  8. Beelion
    Beelion (29)
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    Single
    naja "wie speziell" sind sie denn? ;-)

    also ich persönlich "akzeptiere" meine macken usw - aber ich sehe auch keine "problematische vorliebe" oder sowas bei mir...


    ich glaube gerade im bereich sadismus ist sowas ganz schwer bzw nicht möglich...
     
    #8
    Beelion, 12 Mai 2008
  9. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Ich denke mal, sexuelle Vorlieben und Fetische sind von Aufbau her irgendwie nahe dran an so Angststörungen oder Süchten, man kann gegen sowas angehen, aber es ist zum Teil extrem schwer und vor allem langwierig.
     
    #9
    Schweinebacke, 13 Mai 2008
  10. Shiny Flame
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    Verlobt
    Hallo Mondnacht,

    ich denke mal, ich kann dir hier ein bisschen ausführlicher antworten als manch anderer hier, da ich an dem Gegenstück zu deiner "Vorliebe" neige: Sexuell motivierter Masochismus (wobei ich manchmal auch switche...). Inzwischen kenne ich mich ein bisschen in der Szene aus und habe auch einige Bekannte und Freunde, die ebenfalls so ticken.

    Ich möchte hier zunächst einmal eine kleine ironische Anmerkung an folgenden Post loswerden:
    Ganz genau. Und Homosexualität ist auch heilbar, wenn man nur den richtigen gegengeschlechtlichen Partner erst mal gefunden hat. (Ironie Ende)

    Nein, de facto ist so etwas nicht heilbar. Es ist auch nicht krankhaft, so lange man es nicht mit unwilligen Partnern ausleben will. Einfaches Argument: Die Krankenkasse bezahlt dir eine Psychotherapie, wenn du darunter leidest, dass deine Sexualität sich in der Weise manifestiert. Sie bezahlt aber keine Therapie, die dich davon befreien soll - weil so etwas nämlich nicht geht. Es ist einfach ein Teil von dir.

    Ich kann dir ja mal etwas aus meiner eigenen Erfahrung mit BDSM erzählen... Ich habe bis etwa vor einem Jahr ganz glücklich in verschiedenen vanilla-Beziehungen gelebt. Ich hatte Kopfkino und realen Sex immer sehr deutlich voneinander getrennt gehabt, und diese Trennung hat auch sehr lange funktioniert. Meine letzte Beziehung war eine offene. In diesem Rahmen habe ich dann einen Mann kennengelernt, der dominant-sadistisch ist. Der mit seiner Partnerin auch eine offene Beziehung führt(e). Er hat mir ein bisschen über einvernehmlich gelebtes BDSM erzählt und ich hatte das Gefühl, die Sonne geht über mein Leben auf.

    Wir haben ein bisschen rumgeschmust, er hatte seine Hände über meinen Hals gleiten lassen, mich in die Haare gegriffen und meinen Kopf fixiert, dann so heftig in meinen Hals gebissen, dass es wehtat... Meine Brüste unglaublich sanft gestreichelt und dann wieder reingekniffen, dass ich nicht wusste, ob ich vor Lust oder Schmerz aufgeschrien habe... Mir nach einem sehr stilvollen Abendessen in einem noblen Lokal beim Rausgehen gesagt: "Es wäre jetzt zu verlockend, einfach mal auf deinen Hintern drauf zu hauen." Ich habe gegrinst: "Mach doch!" und es war toll... Aber viel zu wenig.

    Es ging dann erst mal ziemlich kompliziert weiter. Ich versuchte, auch mit meinem Ex-Freund ein paar solche Sachen zu machen, aber irgendwie funktionierte es nicht. Letzten Sommer trennten wir uns. Im Oktober lernte ich dann einen weiteren Mann kennen, der switcht, also manchmal aktiv und manchmal passiv ist. Mit ihm machte ich meine ersten Erfahrungen als Domse, also als dominante, sadistische Frau (Der Begriff Domina gehört ins gewerbliche Milieu). Ich weiß heute noch, wie wunderschön es sich angefühlt hat, ihn gefesselt mit gesenktem Blick vor mir auf dem Boden knien zu sehen, und mit der Gerte in der Hand hinter ihm zu stehen und... Wie gesagt, das alles war einvernehmlich. Sonst würde ich so was nie tun. Es würde mir noch nicht mal gefallen.

    Vor ein paar Monaten lernte ich einen Mann kennen, der mit seiner vanilla-Freundin (sie ist also "normal") seit einiger Zeit kriselnde Beziehung hat. Sie hat große Schwierigkeiten, damit umzugehen, dass er in sexueller Hinsicht solche Vorlieben hat, die nicht mit seiner Alltagspersönlichkeit zusammen passen. Die beiden haben das so gelöst, dass er regelmäßig eine Freundin der beiden verhauen geht, der das auch gefällt, und alle drei haben sich gerne, mit seiner Freundin hat er dann eben weiterhin Schmusesex.

    Nun, in meinen Augen ist so was nicht ganz das Wahre. Eigentlich will man solche Dinge doch mit dem Menschen tun, den man liebt? Eigentlich geht es dabei doch um die unglaubliche Intimität, das unglaubliche Vertrauen, das durch das Ausgeliefertsein entsteht? Eigentlich ist das Geschenk, durch langsam gesteigerte Schmerzen und sorgfältige Fesselung ganz langsam in ein immer intensiveres High gebracht zu werden, doch eines, das man aus Liebe machen sollte und nicht aus Lust? Für mich persönlich sind solche Spiele eher intimer als normaler Sex. Wie gesagt, für mich persönlich. Ich will hier keinesfalls allgemeingültige Regeln für die Allgemeinheit aufstellen. Viele Leute können damit überhaupt nichts anfangen, und das ist deren gutes Recht. Aber für mich selbst fordere ich auch das Recht, mich von solche Szenarien stärker erregen zu lassen als von bloßem laschen Herumgeschmuse ohne Zärtlichkeit und Schmerz.

    Viele Jahre habe ich diese Vorlieben ausgeklammert. Beim Masturbieren kam ich nur dann zum Höhepunkt, wenn ich mir derartige Vorlieben vorstellte, ansonsten langweilte ich mich immer ganz schnell. Aber im realen Leben habe ich ohne so etwas gelebt und war auch meistens ganz zufrieden...

    Inzwischen, wo ich die Erfahrung gemacht habe, wie wunderschön es ist, beim Vorspiel oder bei Pausen im Liebesspiel immer wieder "misshandelt" zu werden (Details erspare ich hier mal aus Gründen des Jugendschutzes), seitdem ich weiß, welche Höhen und Extasen mir das schenkt, die weit über das hinausgehen, was ich früher erlebt habe - seitdem kann ich mir nicht mehr wirklich vorstellen, wieder zurück zu dem von früher zu kommen.

    Das schränkt meine Partnerwahl natürlich ein. Mittlerweile erwähne ich immer relativ früh im Kennenlerngespräch (wenn ein Mann mir als möglicherweise sympathisch in Frage kommen könnte), wie ich halt tickere.

    Und was macht man, wenn man schon in einer Beziehung ist, der Partner die eigene Neigung aber nicht teilt? Nun, man kann es außerhalb ausleben, im Rahmen sogenannter "Spielbeziehungen". So, wie es der Mann des einen Paars macht, von dem ich oben geschrieben habe. Dabei geht es dann nicht um Sex, sondern "nur" um gelebten Sadismus und Masochismus. Oder man beendet die Beziehung. Oder man beschränkt sich künftig auf Kopfkino.

    Ich fürchte, einen anderen Weg gibt es nicht. Du wirst dich genauso wenig ändern können wie du deine Partnerin ändern kannst. Die Art der Sexualität ist tatsächlich Veranlagungssache, da kann man nur sehr wenig dran rumdoktorn.
     
    #10
    Shiny Flame, 13 Mai 2008
  11. Félin
    Félin (30)
    Meistens hier zu finden
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    offene Beziehung
    Hmm, ehrlich gesagt hab ich bisher in meinem weitläufigen BDSM-Bekanntenkreis mitbekommen, dass so ziemlich jede Vanilla-Beziehung irgendwann zerbricht.
    Es geht teilweise auch Jahre gut, aber irgendwann passt es einfach nicht mehr, will der eine nicht auf etwas verzichten, was er braucht.

    Klar kann das bei euch anders sein, wenn sie dir so wichtig ist, dass du den Sadismus gar nicht brauchst oder er dir eh kaum wichtig ist. Ich wäre da allerdings eher pessimistisch

    (Und aus eben jenem Grund würde ich wie Flame keine Vanilla-Beziehung mehr eingehen, mir würde wirklich viel fehlen)
     
    #11
    Félin, 13 Mai 2008
  12. mondnacht
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ich danke euch beiden, insbesondere Flame, für eure Antworten!
    Es ist immer wieder gut zu sehen, dass es Menschen gibt, denen es ähnlich geht.

    Früher hab ich mich ehrlich gesagt für meine Vorlieben geschähmt und dachte, es sei nicht normal. Eigentlich weiss auch nur meine letzte Freundin, dass ich eine sadistische Ader habe. Meinen Freunden wollte ich es nicht sagen, nur dass ich spezielle Vorlieben habe...

    Ich habe an sich schon sehr hohe Anforderungen an meine nächste Partnerin und wenn eine masochistische Ader bei ihr dazu kommen müsste, würde das ganze wohl noch bedeutend schwieriger werden :kopfschue

    Ich bin mir mit den Begriffen auch noch etwas unsicher. Bei BDSM geht es allgemein um eine dominante und eine submissive Person und es steht wohl die Demütigung und der Schmerz im Vordergrund, Geschlechtsverkehr muss dabei jedoch nicht statt finden!?
    Bei mir ist das eher so, dass ich meiner Freundin zwar auch gerne einen ordentlichen Klapps auf den Hintern gegeben habe, aber Schlagen oder Demütigen wollte ich sie nur beim Sex. Ansonsten gehöre ich eher zu den Personen, die Gewalt verabscheuen (ist wohl Ironie des Schicksals^^) und dem Partner Leid, in jedweder Form, ersparen wollen. Ein Grund mehr, warum ich dachte, dass meine sexuellen Vorlieben gestört sind...
    Da ein reines Fesseln, Schlagen und Demütigen demnach wohl nicht in Frage kommt - wie bei dem angeführten Mann, der die Freundin seiner Partnerin schlägt - muss ich mir zwangsläufig eine Freundin suchen, die darauf steht, beim Sex gedemütigt, geschlagen und "benutzt" zu werden. Immer habe ich da auch keine Lust drauf, aber schon überwiegend. Und ja, ich bin einem ONS sowieso abgeneigt gegenüber, und habe SM lieber mit der Person, die ich liebe und der ich auch Vertrauen kann. Ich glaube nicht, dass ich irgendeine Frau beim Sex schlagen könnte und dadurch einen Lustgewinn hätte.

    Interessanterweise hatte ich aber auch mal eine Phase, in der ich mich unterwerfen wollte. Geschlagen werden wollte ich nicht (wenn dann Selbszüchtigung hehe) aber ich hätte mir meine letzte Freundin schon auch mal dominanter gewünscht, nur das konnte ich vergessen... Also war eigentlich weder meine starke dominante Ader noch meine schwache submissive Ader befriedigt.
     
    #12
    mondnacht, 14 Mai 2008
  13. rennsau
    rennsau (38)
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    nicht angegeben
    Zu BDSM Fetisch kann ich eigentlich nicht so viel schreiben, aber da ich selber einem Fetisch verfallen bin (LLL+Stiefel) kann ich es durchaus etwas beurteilen.

    Ich denke es gibt da wirklich nur 3 Möglichkeiten, wie oben bereits besprochen.

    1) Du verzichtest auf deinen Fetisch, was aber wahrscheinlich im Frust endet.
    2) Du lebst ihn andersweitig aus
    3) Dein Parter lebt ihn mit dir aus.

    Es gibt wohl mehr Frauen die an einem Stiefel oder LLL Fetisch gefallen finden können, als an BDSM. Aber ich merke es selber wie in meinen Beziehungen wo die Partnerinen nicht diese Vorlieben teilen konnten, nach einem Zeitraum bei mir Frust eingestellt. Der dann auch letzendlich gegen mich selbst gerichtet war.

    Ich stelle es mir aber als Horror vor die Suche nach einem Partner, bei dem Liebe und Fetisch sich vereinigt.
     
    #13
    rennsau, 15 Mai 2008
  14. Shiny Flame
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    Verlobt
    Off-Topic:
    Hmm... Also, der Horror beginnt eigentlich erst dann, wenn man einen Mann gefunden hat, bei dem sich das vereinigt... Der im Alltag gleichberechtigt mag, sein eigenes Leben hat und mir Platz für mein eigenes lassen würde... Der sich an meinen Erfolgen freut und mich an seinen freuen lassen würde... Der meine künstlerische Neigung teilt und mich inspiriert... Bei dem Energieaustausch stattfindet, wenn wir unsere Stirn aneinander legen (ganz wichtiges Kriterium für mich!)... Der meine Hobbies teilt... Der intelligent ist und meine Intelligenz liebt, statt von ihr verunsichert zu werden... Der jedem Menschen sein eigenes Leben lassen kann und immer für seine Freunde da ist... Der bei den nächtlichen Dingen nicht nur auf Spanking und Demütigung und Fesseln steht, sondern genau wie ich auf Freiluft und als Rollenspieler genau wie ich irre gut ist...

    Nie hätte ich zu träumen gewagt, dass so ein Mann existieren könnte, bei dem all das passt. Dann begegne ich ihm. Er hat eine Freundin, die vanilla ist. Er behauptet, die Beziehung läuft schon länger nicht gut. Wir verlieben uns. Aber... Er macht nicht Schluss!

    Da beginnt der Horror...


    Aber es gibt auf der Welt zumindest tatsächlich Leute, wo so etwas zusammen passt. Liebe und Fetisch oder Neigung.

    Und ganz ehrlich - ein bisschen anspruchsvoll bei der Suche zu sein ist gar nicht so verkehrt, oder? Dir, Mondnacht, könnte ich sonst mal empfehlen, einfach mal einen BDSM-Stammtisch bei dir in der Nähe aufzusuchen... Da laufen auch Mädels rum, die maso sind, und da kann man sich auch mal ein bisschen unverbindlicher kennenlernen.

    Übrigens sind die meisten da so, dass sie im Alltag sehr respektvoll miteinander umgehen und die Regeln halt für Spiele außer Kraft gesetzt werden, im gegenseitigen Einvernehmen. So ungewöhnlich ist das, was du da beschreibst, also gar nicht. Es gibt auch einige, die es mögen, sich rund um die Uhr als "Besitz" des geliebten Menschen zu fühlen oder den geliebten Menschen rund um die Uhr zu "besitzen", aber ehrlich gesagt kenne ich niemanden persönlich, der das so lebt. Und selbst bei so was kommen solche Arrangements nur einvernehmlich zustande.

    Es ist also durchaus möglich, dass du vor deiner geliebten Partnerin sehr viel Respekt hast - selbst wenn du sie beim Sex so behandelst, als wäre das nicht so. Für mich ist das immer so, als ob ein Mann mich in solchen Momenten eben als maso liebt und respektiert, also diesen Teil meiner Persönlichkeit besonders wertschätzt. Wenn er dann mit mir ins Konzert geht, respektiert er mich als Künstlerin. Wenn er dann mit mir über Politik diskutiert, dann respektiert er meine Intelligenz. Wenn er dann mit mir lacht, dann respektiert er meinen Humor...

    Du verstehst?

    Achh ja, deine Frage zur Begriffsklärung noch mal: BDSM setzt sich aus verschiedenen Abkürzungen zusammen:

    BD = Bondage and Discipline = Fesseln und Schläge (erklärt sich wohl von selbst...)
    DS = Dominant and submissive = Einer dominiert, der andere unterwirft sich oder lässt sich unterwerfen, wobei auch scheinbarer Widerstand zum Spiel gehören kann
    SM = Sadismus und Masochismus = Freude am Zufügen von Schmerzen (muss nicht unbedingt über Schläge sein) bzw. am Zugefügt bekommen

    BDSM ist so eine Art Überbegriff, mit dem Leute aus "der Szene" sich selbst bezeichnen. Dabei kann durchaus jeder unterschiedliche Vorlieben haben... Manch einer steht vielleicht mehr auf Bondage, andere auf Schmerzen, wieder andere auf Demütigung... Eine Freundin von mir wird (im Spiel!) gerne gedemütigt und mag Schmerzen gar nicht, für sie sind Schläge nur deshalb "geil", weil sie sich dadurch gedemütigt fühlt, während andere (wie ich zum Beispiel) den Schmerz selber mögen...

    Wie gesagt, es ist ein Überbegriff für vieles, der aber gleichzeitig eben Einvernehmlichkeit bedeutet.
    Wer sich selbst als BDSMler bezeichnet, sagt damit außerdem, dass er die Grundsätze des ssc beim Spielen beachtet. Was heißt das denn schon wieder?

    s = safe = der aktive Part weiß, wie er vorgehen muss, um keine bleibenden Schäden durch mangelnde Durchblutung oder Schläge an ungeschützten Stellen wie den Nieren o.ä. hervorzurufen. Außerdem wurde ein sogenanntes Safeword vereinbart, mit dem der sich unterwerfende Part jederzeit den Abbruch einer Session verlangen kann. Dadurch gewinnt der aktive Part z.B. auch die Sicherheit, dass er seinem Partner nicht wirklich Leid zufügt.

    s = sane = bewusst. Die beiden Partner haben sich bei vollem Bewusstsein dafür entschieden, eine bestimmte Form von Sexualität zu leben. Kein wildes Drauflosgeprügele, kein tatsächliches hilfloses Ausgeliefert sein.

    c = consensual = einvernehmlich. Dazu muss man eigentlich nicht viel sagen.

    (Die Definitionen mögen sich mit den offiziellen nicht ganz genau decken, sie sind hier aus meinem Gedächtnis aufgeschrieben worden)
     
    #14
    Shiny Flame, 15 Mai 2008
  15. Félin
    Félin (30)
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    offene Beziehung
    Es kann auch nur masochistische/sadistische Leute geben, die dann keinerlei Hierarchie in ihrer Beziehung miteinander haben, dominante/submissive, alles zusammen usw.
    Es gibt Leute, die sehen Sex getrennt von BDSM, für mich und andere gehört das zusammen

    Zum Thema Begrifflichkeiten allgemein: Ich kann dir den Papiertiger auf datenschlag.org empfehlen, der ist da recht umfangreich.

    (Es gibt aber nicht nur SSC-BDSMler, sondern auch RACK (risk-aware consensual kink), bei dem im Vordergrund die Einvernehmlichkeit steht, auch wenn die Praktiken nicht 100% safe sind)
     
    #15
    Félin, 15 Mai 2008
  16. Tide_Of_Notion
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ganz ehrlich. Wenn jemand es als höchstes Gut ansieht, gedemütigt zu werden, oder andere zu demütigen und das als wichtigstes Kriterium für eine Beziehung sieht, dem kann ich nur sagen, dass er sich psychologische Beratung suchen sollte. :geknickt:

    Ehrlich gesagt, bin ich sogar der Meinung, dass die Lust an Gewalt im Sex ein Hinweis für sexuelle Verwahrlosung ist. Ich finde es immer ein bisschen traurig, dass Sex der Form wegen aber nicht der Personen wegen getrieben wird. Ich weiß z.B. von einer Masochistin, dass sie sich ihre Partner immer nach ihren sexuellen Vorlieben aussucht und alles andere zweitrangig ist. Bei ihr geht es andauernd darum ob nun "Vanilla" oder nicht. Das find ich ziemlich krankhaft und weltfremd. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das bei vielen "Schokoladeneiskremtörtchen-Wasweißich" (,"Vanilla" ist nebenbei gesehen eine ziemlich sinnentleerte Bezeichnung,) ebenso der Fall ist. Ich finde, die BDSM Szene hat eine ziemlichen Sektencharakter. Da wird es regelrechtig "gelebt" so zu sein und alles andere gerät in den Hintergrund. Ein Miteinander mit einem verteufelten "Vanilla" ist ziemlich unmöglich, weil jeder Atemzug im Vorgriff des zukünftigen Schmerzes geschieht und alles Andere dahinter zurückstehen muss. Hab da schön persönliche Erfahrungen mit machen müssen.

    So wie ich Sex verstehe und immer schon verstanden habe, entfaltet sich seine Bedeutung erst durch die Liebe. Erst wenn der Sex Selbstzweck wird, er seinen ursprünglichen Reiz verliert, sucht man sich solche schmerzerfüllten "Hobbies" und Fetische. Wenn man Großteile seiner Handlungen darauf abstimmt, jemandem Scherz zuzufügen oder meinetwegen auch jemanden in Gummistiefeln zu bumsen, und das so krankhaft betreiben muss, dass das ganze Schicksal einer Beziehung daran hängt, dessen Prioritäten müssen von der Liebe immermehr zum Sex hin verschoben sein.

    Und der ganze Gag beim Masochismus/Sadismus ist doch alleine das Kopfkino. Selbst wenn es zum Akt kommt, ist es das Kopfkino, was alleinig zur Lust verhilft, denn man verbindet mit der Demütigung eine gewisse Symbolik, die Einen sexuell explodieren lässt. Rein objektiv bleibt es eine Misshandlung am Körper durch reinen Schmerz. Nichts Anderes. Wenn jemand bei Schmerz etwas tolles empfindet, dann hat das alleine etwas mit seiner geistigen Einstellung zu diesen Schmerzen zu tun. Das kann durchaus ziemlich verwurzelt sein. Allerdings glaube ich daran, dass der Mensch das von sich abwerfen kann. Jedoch nur, wenn es aus sich selbst heraus kommt und er erkennt, dass Misshandlung Misshandlung bleibt und der "Überbau" nur lustvolle Einbildung ist, die ihren Reiz verliert, wenn man sich diesem Charakter bewusst wird. Ich glaube sogar, dass es sich hierbei im verformten Sinne um die Lust am Verbotenen handelt. Man empfindet Lust an der Grenzverschiebung. Das wurde mir auch so erzählt. Und wenn das so ist, finde ich das ziemlich affektgeladen und sonst nichts.
    Natürlich können die Wurzeln dessen in der Kindheit liegen, wenn man ein entsprechendes Elternhaus hatte. Das dann aber in seiner Sexualität ausleben zu müssen, empfinde ich als traumatische Handlung, die dann doch wieder ihre Wurzeln in geistigen Minderwertigkeitskomplexen hat. Denn nur wer ein innerliches Ungleichgewicht hat, wird ein Ungleichgewicht in die zwischenmenschlichen Beziehungen tragen wollen und sogar müssen. Es geht um Projektion. Anstatt, dass man dafür sorgt, dieses Ungleichgewicht auszuräumen, versucht man es hinauszutragen in die Welt, es zu Leben, sich darin Selbst wiederzufinden und damit weiter zu manifestieren.
    Wenn ich dann Menschen kennenlerne, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin, die dann aber Gewalt im Sex brauchen, werde ich persönlich sehr ungehalten, weil solche Personen meiner Meinung nach nicht verstanden haben, was eine zwischenmenschliche Beziehung ausmacht. Stattdessen wird dann der beste Stecher nach dem SM Muster gesucht. Und das finde ich ziemlich verwahrlost. Eben ein Zeichen, dieser Grenzverschiebung, die irgendwann für immer da bleibt und dafür sorgt, dass das Zwischenmenschliche darunter leidet.

    Ich finde, eine Beziehung ist erst dann von Reife durchdrungen, wenn es eben kein Machtverhältnis gibt und geben muss. Wenn jemand nur Lust empfindet, wenn er Schmerz empfindet - bei sojemandem frag ich mich immer, was Liebe eigentlich für ihn ist, ob es noch eine vom SM losgelöste Bedeutung hat und haben kann.
    Natürlich ist ein Sadist/Masochist kein psychotischer oder minderwertiger Charakter. Aber er hat sicherlich einen leichten "Knacks", der dafür sorgt, dass sein Beziehungsverhalten gestört ist. Denn er rückt das Falsche in den Mittelpunkt. Nicht den Menschen, sondern den Körper und seine Mechanismen.


    Ich möchte hier mit einem unglaublich treffenden Satz von Adorno schließen, der die eigentliche Motivation des Sadismus unterstreicht:

    "Der Sadist identifiziert sich mit Natur, indem er den Schrei, den er selbst nicht ausstoßen darf, in seinen Opfern tausendfach erzeugt."
     
    #16
    Tide_Of_Notion, 15 Mai 2008
  17. Félin
    Félin (30)
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    offene Beziehung
    Warum sollte es so sein, dass der Sadist/Masochist das Falsche in den Vordergrund rückt?
    In meiner Beziehung ist es so, dass wir als Paar im Vordergrund stehen und nur, wenn zwischen uns alles in Ordnung ist, können wir uns auch gegenseitig auf BDSM einlassen.

    Aber wenn man nunmal merkt, dass man auf Dauer beim Sex nicht glücklich ist, warum auch immer (und ich finde, dass Sex in einer Beziehung schon eine wichtige Rolle spielt, wenn auch natürlich nicht die wichtigste), was spricht dagegen, wenn man gezielt jemanden sucht, der mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmt? Wenn ich Sex vor der Ehe will, such ich mir ja auch keinen streng gläubigen, für den das absolut tabu ist.
    Ganz abgesehen von den Fällen, wo das über Bettgeschichten hinausgeht und auch im Alltag stattfindet. Ich find das nicht krank, solange es einvernehmlich geschieht und ich glaube auch nicht, dass wir alle traumatisiert, sexuell verwahrlost oder sonstwas sind.
     
    #17
    Félin, 15 Mai 2008
  18. Tide_Of_Notion
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Wenn "normaler" Sex nur als "rein, raus" wahrgenommen wird, verkennt man doch, was Sex eigentlich bedeutet. Es sollte nicht um das rein, raus, das Foltern oder sonstwas gehen. Eigentlich sollte es nicht um den animalischen, sondern vor allem um den gefühlsbetonten Aspekt gehen. Und Gefühle brauchen sicherlich keine Peitsche.
    Das "rein, raus" sollte eigentlich nicht wegen des "rein, raus", den Lederklamotten, der Foltermethoden oder wegen sonstwelcher "Schmuckpraktiken" praktiziert werden (, jedenfalls im Normalfall nicht), sondern weil man dem Menschen den man liebt, gerne nahe ist und mit ihm Intimitäten austauschen möchte. Insofern sollte es reichen, wenn man normalen Sex hat, ohne, dass man unglücklich wird. Es sei denn man ist irgendwie nicht fähig, normalen Sex zu genießen. Da muss aber schon irgendwas nicht ganz stimmen/irgendein Krampf vorliegen.

    Zumal ich schon das Kotzen kriege, wenn man sagt "Hey, du brauchst schon keine Angst haben. Er wird mich schon nicht umbringen." Hey, Danke. :ratlos:
    Nicht umbringen. Alles klar.
    Für nen gescheiten Menschen eigentlich selbstverständlich. Aber eine Masochistin muss das wohl hinzufügen, weil sie wahrscheinlich auch beim Sterben ein Orgasmus bekommen würde. :kopfschue
    Verwahrlost? Bloß nicht!
    Und dann dieses ganze zeremoniale, ritualisierte Verhalten, dass auf mich wie ein einziger Zwang wirkt. Man braucht Codewörter, Regeln, extra Kleidung, extra Bezeichnungen. Da versinken Leute in Dingen, die sich völlig von dem Entfernen, was Beziehungen eigentlich ausmacht. Man hat das Gefühl, es wird regelrecht Lebensbestimmend. Denn was Anderes kann es auch nicht sein, wenn man sein Umfeld allein nach diesen Merkmalen sondiert und alles andere in die zweite Reihe schiebt.

    Ganz ehrlich. Ich suche mir meine Partner nicht nach ihrer Sexualität aus, sondern nach ihrem Wesen.

    Andererseits scheint es ja doch eine Art Droge zu sein, ohne die man nicht kann. Ist ja nicht so, dass man gar keinen Sex hätte, wenn man nicht BDSM praktiziert. Man hat anderen Sex. Und zwar einen, auf dem auch BDSM aufbaut, weshalb das ganze Vanillageschwafel völlig daneben ist. Trotzdem, so wie ich das mitbekommen habe, wird dieser normale Sex fast schon verteufelt und als abartig dargestellt, indem man alle als "Vanillas" abstempelt, die nicht gleich ihren Partner körperlich in einer besonderen Technik des Folterns behandeln, während man sich "unglücklich" fühlt, wenn nicht gleich ne Peitsche oder ne Würgeaktion beim Sex vorkommt. :ratlos:

    Zumal ich die Verbindung Liebe/Folter sowieso irrational finde.

    Ich möchte mich dafür entschuldigen, wenn meine Posts hier vielleicht ein bisschen hart klingen. Meine Absicht ist es nicht, Leute zu denunzieren. Mich interessiert es einfach, wieso Schmerz und Qual so wichtig sein können. Deswegen muss ich ein bisschen stochern.
    Ich bin sehr gut mit einer Masochistin ausgekommen und kenne auch einen Sadisten persönlich. Deswegen habe ich nichts gegen diese Menschen an sich. Aber es macht mich rasend, wenn so ein rituelles Gespiele zwischen und vor alles Andere geschoben wird und man Menschen in "Vanillas" und die "Coolen" einteilen muss. Und ich muss auch zugeben: Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn Frauen von Männern misshandelt werden. Die umgekehrte Variante finde ich ja nur halbwegs akzeptabel. Aber zum Thema männliche Sadisten hab ich damals der Dame schon gesagt: Am Liebsten würde ich solche Typen an die Wand tackern (,man möge mir diesen harten Ausdruck verzeihen,) dafür, dass sie Frauen so misshandeln. Ein Mann sollte eine Frau beschützen, nicht das Gegenteil tun und seine Stärke ausnutzen.

    Aber natürlich wünsche ich denjenigen, die nicht ohne können, (solange sie mir damit auch nicht zu Nahe kommen,) viel Erfolg und möglichst viele Orgasmen dabei. :zwinker:
     
    #18
    Tide_Of_Notion, 15 Mai 2008
  19. schokobonbon
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    @ Tide_Of_Notion

    Das ist eben deine persönliche Sichtweise, aber was spricht dagegen, dass andere das anders sehen?

    Ich glaube, man hat nicht nur Sex, weil man intim mit einer ganz speziellen Person sein möchte ... Sex hat auch immer etwas triebhaftes an sich, ich *muss* meinen Partner attraktiv finden, sonst läuft es nicht. Dass Liebe auch attraktiv macht, ist klar.. Aber letztendlich sieht es jeder anders, kann man hier im Forum gut nachlesen.

    Ich kenne mich in der Szene nicht aus. Ob das Einteilen in cool und vanilla also wirklich so ist, weiß ich nicht.

    Aber wenn es jemanden wichtig ist, seine Phantasien in einer Beziehung auszuleben, warum sollte er es nicht tun? Ich kann schon verstehen, dass auf Dauer unerfüllte Wünsche frustrieren ... und inwieweit man daraus Konsequenzen ziehen will oder nicht ist jedem selbst überlassen.
    Mir kommt es fast vor, als ob du das als krankhaft darstellen würdest ... und ich dachte, aus diesen Zeiten wären wir raus. Solange alle freiwillig mitmachen und keiner zu Schaden kommt, kann doch jeder treiben, was er will...

    Entschuldige, falls ich dich missverstanden haben sollte. ;-)
     
    #19
    schokobonbon, 15 Mai 2008
  20. GouShou
    GouShou (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    59
    91
    1
    nicht angegeben
    Tide_Of_Notion:

    Schön, dass Du den letzten Teil noch angefügt hast, jetzt erscheinst Du nicht mehr ganz so arg intolerant. :smile: Den Satz mit dem "an die Wand tackern" macht es aber nicht wieder gut. So gut wie jeder, der auf sadistische Spiele steht wird alles was gegen den Willen eines Beteiligten geschieht nicht weniger verurteilen, als Du.
    Im Übrigen kann man immer viel verurteilen, wenn man selber nicht betrofen ist.

    Warum für manche Menschen BDSM das Leben bestimmt wird Dir keiner beantworten können, akzeptier es einfach.

    Ich persönlich glaube, dass Menschen mit ausgeprägten sexuellen Vorlieben weit aus intensiver Befriedigung erfahren können und dass sich deshalb die aufwändigere Partnersuche auszahlt. :smile:

    P.S.:
     
    #20
    GouShou, 15 Mai 2008

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