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sie würde Trennung nicht packen (sorry extra-lang)

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von dilemma, 28 August 2007.

  1. dilemma
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hi Leute - würde gerne ein paar Meinungen von euch lesen, zu meiner Situation - ja, es ist etwas länger...

    Also ich bin 23, sie ist 20. Wir sind seit über 19 Monaten zusammen.

    Kennengelernt haben wir uns im Chat. Ich war damals solo, und hatte eine lange, 5 Jahre dauernde und sehr intensive Beziehung (1. große Liebe) gerade einigermaßen überwunden, als ich für mich entschied, es in nächster Zeit erstmal nicht mehr so ernst werden zu lassen, und einfach meinen Spaß zu haben, ohne irgendwen dabei zu verarschen. Aber es sollte alles anders kommen...

    Also auch mal im Chat locker geflirtet - bis wir uns dann trafen. Erstmal hatten wir ChatSex (CS) - obwohl das garnicht mein Ding is, aber weil sie's so gern wollte hab ich dann mal mitgemacht. War auch ganz lustig. Kurz darauf bissl telefoniert. Sie war so geil von dem CS, dass sie mich auch bald treffen wollte. OK, haben uns getroffen, sah recht ansprechend aus und vor allem reizte mich ihr zartes Alter von 18 Jahren damals. Wir haben am selben Abend noch miteinander geschlafen, weil sie's voll drauf anlegte. Mir ging's ja etwas zu rasch, was sich dann auf meine Standhaftigkeit auswirkte - er wollte einfach ned. Er braucht immer viel Anlaufzeit bzw. ne lange Kennenlernphase. Von da waren wir ein Paar. Kam mir eigentlich gelegen: Mit 140km Distanz zwischen unseren Wohnorten konnte ich unter der Woche meinem sehr aufwändigen Studium nachgehen, und mich am Wochenende mit ihr vergnügen.

    Bei diesen Wochenenden und den allabendlichen Telefonaten lernte man sich natürlich besser kennen, und so stellte ich fest, was sie für ein Scheiß-Leben bisher hatte. Und dass sie im Moment auch psychisch sehr instabil war - sie hatte fast jeden 2. Tag einen heftigen Depri. Und ich merkte, dass sie weder sich, noch ihr Leben zur Zeit im Griff hatte. So erfuhr ich langsam ihre Vorgeschichte, die ich hier grob zusammen fasse: Vom Vater in dessen cholerischen Anfällen und aus schlechter Laune heraus ab dem Kleinkindalter öfter heftigst geschlagen oder mit dem Küchenmesser an den Armen und Händen verletzt, von der Mutter mit Psycho-Terror und Ignoranz gegenüber den Übergriffen des Vaters gestraft. Sie musste auch oft die Gewalt des Vaters gegen ihre Mutter miterleben (Schläge und Vergewaltigung) und wie sie der Vater zwang, mit im Zimmer zu sein, wenn er sich bei Pornos selbst befriedigte (Sie musste sich zwar dabei umdrehen, aber sie hörte wie er hinter ihr onanierte und das Gestöhne der Pornos). Wie sie erzählt, hatte der Vater irgendwann über längere Zeit so heftige Zahnschmerzen, dass er irgendwann verrückt und immer cholerischer wurde, bis er dann vom Krankenwagen geholt wurde, und nie mehr gesehn war (sie weiß nur, dass er heute in nem Heim für betreutes Wohnen untergebracht ist).
    Dann war sie allein mit ihrer überforderten (Psycho-) Mutter... Irgendwann sah diese es auch ein, und beschloss meine damals 10-Jährige Freundin ins Heim zu geben. Aber wie! "Die Kathi muss jetzt ins Hei-eim, die Kathi muss jetzt ins Hei-eim.", sei die Mutter einmal singend in ihr Kinderzimmer geschlendert. Meine Kleine hat damals gefleht und gebettelt, und konnte sich beim ersten Mal noch retten, indem sie ein Regal aufräumte. Das 2. Mal als die Mutter wieder dieses Scheiß-Lied anstimmte, gab's keine Rettung mehr - die Sachen wurden gepackt und sie wurde abgeliefert - wie ein Hund ins Tierheim.
    Da war die Mutter sie los, und hatte sich nur noch um die 6 Jahre jüngere, Kleine Schwester zu kümmern. Die Mutter meldete sich über 4 Jahre so gut wie garnicht, manchmal nicht mal ne Karte zu Geburtstag oder Weihnachten, dann ab 14, hielt sie wenigstens diese "Pflichttermine" ein. Wie's im Heim zuging, mag ich ned so ausführlich schildern, aber es ist klar, dass da jeder um seine stellung und um die knappen Ressourcen kämpft - man muss halt schaun wo man bleibt. Heute bemerke ich das noch, am Futterneid, der sofort ausbricht, wenn was zu Essen auf dem Tisch steht. Die andere Sache ist, dass dort das Leben absolut straff durchorganisiert ist, und den Einzelnen wenig Zeit gegeben wird, etwas durchzumachen, damit er's einsehen kann. Dort wird halt alles diktiert, wer's nicht macht wird bestraft. Der Strafe zu entgehen ist also einzige Motivation eine Aufgabe zu erledigen, und nicht die Einsicht über die Notwendigkeit.
    Andererseits war sie im Heim sicherlich besser aufgehoben als bei ihrer Mutter, und rückblickend sagt sie selbst, dass es ab den ersten beiden Jahren eine schöne Zeit war. Aber Im Teenie-Alter werden die strikten Regeln im Heim halt besonders unbequem, und sobald sie 18 war, warf sie sich sofort dem Erstbesten an den Hals um bei ihm einzuziehen und dem Heim zu entgehen. Dass sie sich damit in eine Situation der Abhängigkeit begab war ihr anfangs nicht bewusst. Erst als ihr damaliger Freund sie dann wie eine Putze behandelte und sie schikanierte und erniedrigte, wurde dies sehr deutlich. Er erpresste sie halt mit dem Rauswurf, auch zum Sex. Irgendwann beendete sie die Beziehung, teilte sich aber immernoch das Bett mit ihm, weil sie halt nicht wusste wohin - und wurde weiterhin erpresst.
    Eines Tages wandte sie sich an eine soziale Beratungsstelle, und erzählte ihre Geschichte, worauf sie dann eine kleine Wohnung gestellt bekam, damit sie dort rauskonnte. Wir lernten uns kennen, als sie noch bei ihm wohnte und seinen PC benutzte - dann zog sie in die andere Sozial-Wohnung um, wo wir uns dann auch zum ersten Mal trafen.

    Puh - dachte ich erstmal. Mir war absolut klar, dass ich ihr helfen musste und auch will. Natürlich war sie arbeitslos, hatte aber eine abgeschlossene Ausbildung zur Kinderpflegerin. Ich half ihr beim Schreiben von Bewerbungen, und trat ihr in jeder Hinsicht in den Arsch. Sie war es gewohnt erst 3 Uhr Mittags aufzustehen, nur Fertig-Scheiße zu Essen, zu Rauchen und - wenn überhaupt - nur geistigen Müll zu konsumieren. Auch finanziell half ich ihr, halt bei wichtigen Anschaffungen wie Wäsche-Ständer zum Trocknen und was man halt so braucht, um einen Haushalt zu führen. Auch meldete sie sich endlich arbeitslos, weil sie eigentlich nur Privat-Darlehen bei ihrer Freundin lebte und ihre Ersparnisse schon bei ihrem damaligen Freund komplett verjubelt hatte. Das Arbeitsamt machte natürlich Druck, der tat ihr auch gut. Auch da wär sie ohne mich verdammt aufgeschmissen gewesen. Selbst ich mit Abi und ner 2 im Deutsch-LK, muss so manchen Brief vom Arbeitsamt 2 mal aufmerksam lesen, um zu begreifen, worin überhaupt die Aussage mancher zentralen Sätze besteht.
    Ich half ihr auch bei der Wohnungssuche, weil sie die Sozialwohnung auch wieder räumen musste. Glücklicherweise fand sich da ein sehr nettes, und sehr soziales Vermieterpaar, die sie trotz Arbeitslosigkeit und Wohngeldbescheinigung in ihre gut erhaltene Einraum-Keller-Wohnung ziehen ließen. Ich half ihr Erstausstattungsgeld zu beantragen. Meine ganzen Bewerbungsbemühungen fruchteten dann schließlich auch, und sie hat tatsächlich eine Stelle als Kinderpflegerin bekommen, in einer super Einrichtung. Bald hat sie die Probezeit überstanden, und sie ist guter Dinge. Ich darf ned vergessen, dass sie auch recht früh auch aufgehört hat zu rauchen, schon nach 3 Monaten unserer Beziehung, und das obwohl sie mit 11 anfing und anfangs so davon schwärmte, wie geil doch Zigaretten schmecken. Da machte ich garkeinen Druck, manchmal wenn sie schlechte Laune bekam, sagte ich sogar noch, sie soll sich eine anstecken, weil sie so nicht mehr erträglich sei. Mir zur Liebe hat sie's gelassen, sagte sie.

    Jetzt seid ihr auf dem Laufenden. Vielleicht sollte ich noch sagen, dass sie mit 2000,- EUR bei mir in der Kreide steht. Und dabei hab ich wirklich nicht die Cents gezählt, wenn wir Essen oder ins Kino gingen, hab ich sie jedes Mal eingeladen. Diese Summe kam mehr durch größere Anschaffungen wie Waschmaschiene und Wohnungseinrichtung zusammen, sie hatte ja nur 3 Kartons Klamotten, einen Sack voll Kuscheltiere und Körperpflege und eine geliehene Matratze als sie einzog. Klar, dass ihr Freund sie nicht wie einen Hund leben lassen kann - zumal das Erstausstattungsgeld vom Arbeitsamt wirklich ein Witz ist. Seit sie den Job hat, zahlt sie's mir in monatlichen Raten zurück.

    So das war das Grobe außenrum, nur zur Entwicklung der Beziehung. Anfangs war natürlich noch keine Liebe da, so schnell geht's bei mir nicht, zumal mich dieses Sich-Gehen-Lassen ziemlich ankotzte und hinzu kam, dass darüber hinaus auch jede Einsicht fehlte, d.h. alles wurde verteidigt, zB sei es ja völlig wurscht wann man ins Bett geht und wann man aufsteht. Das war schon sehr stressig... Aber natürlich war da schon eine sexuelle Anziehung zwischen uns, und ich lernte sie neben diesen Makeln auch als liebenswerten und -bedürftigen Menschen kennen. Was mir imponierte war, dass sie nach all dieser Scheiße nicht noch kaputter war, ich selbst hätte glaube ich schon aufgegeben, an ihrer Stelle. Eines Tages in einem Depri sagte sie mir am Telefon, dass sie schon mal kurz davor war, sich von einer Brücke zu stürzen, es aber nicht gemacht hat sondern zu Gott gebetet hat, ihr einen Engel zu schicken, der ihr aus der Scheiße hilft. ... Leute, ich sag immer, dass ich Atheist bin, nur hatte ich zum Ende meiner damaligen 5-jähren Beziehung auch eine depressive Phase, in der ich mich auch von starken Schmerzmitteln betäubt einfach raus in den Schnee legen und erfrieren wollte. Ich war schon betäubt draußen, Nachts um 3, und lag schon eine Weile da, und war auch schon am wegdösen, freute mich ein wenig, dass ich die Kälte garnicht spürte und dass es wohl gleich vorbei ist, als ich sowas wie ne Vision hatte... oder Halluzination? Eine Stimme sagte mir plötzlich klar: "Stefan, Du hast Scheiße gebaut, aber Du bist noch jung. Du sollst Deine Chance haben, es wieder gut zu machen. Warte ab, was noch kommt, es schneit schließlich jedes Jahr." Zack, da war ich voll erschreckt und hellwach und die Kälte stach plötzlich richtig schmerzhaft zu...

    Von da an hatte ich mich absolut im Griff, kam all meinen jeder Pflichten nach, steckte mir Ziele, kleine und Große. Und als ich dann diese Worte von ihr hörte, war mir klar, dass dies die Chance ist. Und wenn ich mir ihr noch die Frau für's Altwerden finden sollte, warum nicht. Eine Zeit lang schien es so, dann wieder nicht, dann doch, hin und her. In der Zeit zwischen beiden Beziehung, kam ich zum Entschluss, dass ich künftig sofort Schluss machen will, wenn ich überzeugt bin, dass es keine Zukunft hat (Zeit ist kostbar), und einen Heiratsantrag, wenn ich überzeugt bin, die richtige gefunden zu haben. Alles bis zur Überzeugung sollte die Zeit sein, dies Herauszufinden.

    Nun, ich bin am Punkt angelangt, der für's Beenden spricht. Ich komme einfach nicht aus der Rolle des "Entscheiders" hinaus. Sobald ich ihr eigenen Entscheidungsspielraum lasse, bringt mich das Ergebnis auf die Palme. Es ist die schiere Quantität der nervenden Kleinigkeiten, die uns beiden die Laune derart verdirbt. Manchmal fehlt ihr auch einfach der gesunde Menschenverstand, und es ist halt einfach super stressig. Mich nervt mittlerweile einfach so viel an ihr, zB. wie sie Wäsche aufhängt, wie sie mit ihrer Wohnung und den Sachen umgeht, die ihr noch nicht gehören. Wie sie mit Kritik umgeht, wie sie einen Streit führt, der ständige Futterneid, ihre Faulheit. Mit Geld kann sie nicht umgehn, sie ist total manipulierbar von Werbung. Sie ist so unehrgeizig, will sich beruflich nicht weiter entwickeln. Sie lässt ständig mich ihren Schweinehund überwinden, anstatt sich ihm mal selbst anzunehmen. Stattdessen darf ich dann noch ihre schlechte Laune ausbaden. Der große Bildungsunterschied spielt weniger ins Gewicht, wir haben uns schon rel. viel zu sagen, aber der unterschiedliche intelektuelle Anspruch... der nervt auch langsam. Für sie ist's das größte "Charmed" zu gucken und "Transformers" ist ihr neuer Lieblingsfilm. Ich bekomme von beidem Gehirnkrampf. Auch der Humor passt ned, meiner ist halt mehr der Sarkastische und Selbstironische womit ich eigentlich bei jedem gut ankomme und immer wen zum Mitlachen finde - nur sie schaut mich dann immer voll ärgerlich an, und fragt: "Was soll'n des scho' wieda für'n Scheißspruch sein.". Dieser langen Rede kurzer Sinn. Es passt nicht.
    Ich glaube nicht, dass wir Zukunft haben. Was ich auch vermisse ist, auch mal was zu bekommen. Wenn ich ihr Abends 10 min den Rücken streichle, dass sie schnurren würde, wäre sie eine Katze- was kam dann meistens zurück? Nix. Sehr selten, dass sie auch mal 3 Handstriche an mich gelegt hat. Nicht so, dass ich da Strichliste führe, aber es ist schon sehr einseitig. In letzter Zeit, kommt halt auch nur noch wenig von mir, da gibt sie dann auch mal mehr Zärtlichkeit.

    Andererseits frage ich mich doch oft, ob sie einfach noch Zeit braucht. Ich meine sie hat jetzt riesige Fortschritte gemacht, in der Zeit unserer Beziehung, sowohl optisch als auch im Kopf. Ich meine, wie war ich mit 20? Aber die Liebe kommt mir langsam abhanden...

    Nur leider glaube ich, ist sie abhängig von mir. Sie bekommt fast nichts selbst auf die Reihe. Ständig erliegt sie der Fülle der Ablenkungen als endlich das zu tun, was getan werden muss, wie zB den Haushalt erledigen, sich über berufl. Weiterbildung zu informieren, eine Privat-Haft-Pflicht-Versicherung abzuschließen und dergl mehr. Wenn ich keinen Druck mache, passiert garnichts. Sie hat's halt im Heim einfach nicht gelernt, eigenverantwortlich zu handeln. Und in unserer Beziehung lernt sie's auch nicht, so sehr wie sich bis jetzt entwickelt hat, so stark konserviert sie unsere Beziehung jetzt in ihrer weiteren Entwicklung. Eine Weile absolut alleine zu leben, täte ihr wirklich gut. Nur bin ich davon überzeugt, dass sie scheitert und es nicht schafft sich zu arrangieren. Dann wird sie wieder anfangen zu rauchen, jedes Wochenende Vollrausch, Scheiße Fressen, den Haushalt verkommen lassen bis die Kakerlaken zur Untermiete kommen, sich auf der Suche nach Liebe von Besoffenen schwängern lassen. So wie's halt vorher war, ich übertreibs ned. Manchmal wenn sie richtig glücklich ist, sagt sie sogar, was wohl ohne mich aus ihr geworden wäre... Und dass sie ohne mich nie mehr sein will und könnte...

    Und jetzt? Wie soll ich damit umgehen? Sie täte mir so verdammt leid. Wieder alleine, wieder niemanden der sie auffängt, eine Familie hat sie eigentlich nicht. Erst als sie den Job hatte, hat die Mutter wieder angefangen sich für sie zu interessieren - total happy, dass sie jetzt kein schlechtes Gewissen mehr haben muss, weil aus ihrem verstoßenen Kind ja doch noch was "Anständiges" geworden ist. 100 Pro, dass die sich auch wieder abwenden würde, wenn Kathi sich wieder gehen ließe... Ich habe das Gefühl, dass Kathi's Leben mit meiner Entscheidung steht oder fällt. Wie bekomme ich sie nur stabil und unabhängig, um dann mit ihr Schluss machen zu können. Boah, das hört sich so widerlich an. Ich fühl mich zur Zeit auch sehr schäbig, weil meine innere Einstellung zu Ihr und mein Handeln wie eine Schere immer weiter auseinander klaffen. Und ich bin ja psychisch auch nicht grade der stabilste. Ich geh schon jeden Tag 10km laufen, wenn ich einen Tag pausiere bin ich sofort depri...

    Wenn jemand so weit gekommen ist, ich hoffe er kann mir irgendwas sagen, was mir weiter hilft...
     
    #1
    dilemma, 28 August 2007
  2. Rongo Matane
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Also erstmal muss ich sagen, dass es wirklich sehr schön ist wie du ihr Leben verändert hast, du scheinst ein richtig guter Mensch zu sein :grin:
    Auch die Sache mit dem Schnee find ich erstaunlich.

    Aber Beziehungstechnisch kann es ja so nicht weitergehen, wenn du sie nicht mehr liebst, dir keine gemeinsame Zukunft vorstellen kannst. Und ganz im Gegenteil finde ich das nicht schäbig wie du es sagst, sondern richtig toll das du dich noch so um sie sorgst und versuchst ihr Leben "zu richten". Eigentlich ist es ja nicht deine Aufgabe sie zu erziehen - aber das hat ja auch niemand anderes bei ihr gemacht, wie es scheint. Sie hatte schon eine verdammt harte Kindheit, kein Wunder das sie jetzt Probleme im Leben hat.
    Aber in dem Fall denke ich, dass es gut wäre (wenn es sich irgendwie machen lässt), wenn du ihr ab und zu hilfst/in den Arsch trittst. Das ist echt eine sehr schwierige Situation für dich, da du ja aus eigener Erfahrung weisst wie schlimm eine Trennung sein kann. Aber es hat auch keinen Sinn die Beziehung fort zu führen wenn du eigentlich garnicht möchtest, deshalb würde ich sagen, das es besser wäre wenn du Schluss machst - nicht zwangsweise sofort, aber auch nicht erst nächstes Jahr.
    Sicherlich wäre es toll wenn du ein Freund für sie bleiben könntest, der sie ab und zu unterstützt und wenigstens etwas Halt im Leben gibt. Die Mutter scheint ja auch ziemlich das Letzte zu sein, also sehe ich auch keinen grund warum dich an sie wenden solltest,w as ja im Prinzip nie verkehrt ist.
    Schon verdammt hart....behutsam trennen und wenn sie dir noch wichtig ist, dann etwas helfen klar zu kommen. Eine Mitleidsbeziehung bringt niemandem etwas.
     
    #2
    Rongo Matane, 28 August 2007
  3. Princesa
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Ich habe deinen Text aufgrund der Länge nur überflogen. Weiß sie denn, was dich an ihr stört? Vielleicht fällt ihr das gar nicht selber so auf oder sie braucht tatsächlich einfach noch mehr Zeit oder hat noch nicht genügend Vertrauen zu dir aufgebaut!? Mir z.B. fällt das schwer und ich hätte mir gewünscht mein Ex hätte vorher mit mir darüber gesprochen, was ihm fehlte und nicht als es zu spät war. Wenn dich allerdings so viele Sachen an ihr stören und ihr nur sehr wenige Gemeinsamkeiten habt, dann ist es allerdings fraglich, ob es dir ausreichen würde, wenn sie sich an anderer Stelle verändert. Verändern kann man sich in gewissen Dingen, wenn man das selber möchte, schon, aber einen komplett neuen Menschen kannst du wohl nicht aus ihr machen. Falls du dich doch für die Beendigung der Bez. entscheidest, könntest du ihr ja anbieten trotzdem für sie da zu sein. Was anderes fällt mir spontan auch nicht ein.
     
    #3
    Princesa, 28 August 2007
  4. rüsseltier
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    also ich würde an deiner stelle mit ihr offen und ehrlich reden. ich würde ihr vorzeigen was mir nicht gefällt und sie auch über die konsequenzen des "sich nicht ändern" in kenntniss setzen. wenn sie dann nicht aufwacht und ihr leben versucht selbst in die hand zu nehmen, dann muss sie es zwangsläufig selbst in erfahrung bringen...

    diese chance würde ich ihr noch geben, schliesslich denke ich herausgelesen zu haben, das sie dir trotz allem sehr sehr viel bedeutet...
     
    #4
    rüsseltier, 28 August 2007
  5. gert1
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    1
    Single
    Meinst du sie könnte da was ändern? Ich denke nicht, der Bildungs-,(Intelligenz) Unterschied scheint ja doch sehr groß zu sein.
    Also hart gesagt, du musst sie loswerden.
    Sollte natürlich so sein das du dein Geld zurückbekommst...
    Meinst du es wäre wahrscheinlich das sie alles hinschmeisst wenn du Schluss machst?

    lg
     
    #5
    gert1, 28 August 2007
  6. EndloseStille
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    nicht angegeben
    Eine "Beziehung" die nur noch auf Angst beruht und nicht mehr Liebe, kann nicht gut gehen.

    Setze dich mit ihr hin, erzähle ihr alles und schaue, was die Reaktion ist.

    Schlussendlich muss jeder für sich eine Situation schaffen, in der er sich wohl fühlt. Und mit ihr scheint dies nicht der Fall zu sein...also schau zu dir selbst.

    Denn sterben tut jeder für sich alleine.
     
    #6
    EndloseStille, 28 August 2007
  7. keenacat
    keenacat (29)
    Sehr bekannt hier
    5.580
    198
    243
    vergeben und glücklich
    ach du scheiße... gib ihr das zu lesen und schau wie sie reagiert... ich wüsste in der situation auch nicht was zu tun ist...

    bitte sei fair zu dir selbst und achte auch darauf wies dir geht, jeder ist sich im endeffekt selbst der nächste, bzw sollte es sein!
     
    #7
    keenacat, 28 August 2007
  8. Sceneslut
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    nicht angegeben
    Hm. Schwierige Situation und die Gefahr ist natürlich da, dass sie wieder in ihr altes Raster zurückfällt. Mal 'ne pikante Frage: Liebt sie Dich? Merkst Du was davon? Ist sie glücklich in der Beziehung?

    Ich meine, sie hat Angst, Dich zu verlieren oder ohne Dich zu sein - aber das impliziert ja nicht zwangsläufig, dass sie eine Beziehung mit Dir will? Und da sie Dir ja zweifelsohne trotz aller Schwierigkeiten was bedeutet, was würde gegen eine Freundschaft sprechen? Oder hast Du Dir gedacht, Du machst Schluss und verschwindest aus ihrem Leben? Dass sie DAS vermutlich nicht verkraftet, ist anzunehmen.

    Für mich liest sich das einfach nicht so, als wäre sie so überglücklich mit Dir als Partner (und wenn ich's nur an der Tatsache festmache, dass sie Dir körperlich nicht mehr nahe kommt). Klingt auch nicht nach einer ausgeglichenen Beziehung mit Geben und Nehmen, vielmehr ist sie abhängig von Dir und sieht Dich eher als ihren "Retter in der Not" oder? Hat sie schonmal das Gespräch mit Dir gesucht, um über Eure Beziehung zu reden oder ist für sie wirklich alles so super?
     
    #8
    Sceneslut, 28 August 2007
  9. dilemma
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    danke erstmal, dass sich doch so viele Leser gefunden haben!

    Die Empfehlung über kurz oder lang Schluss zu machen, aber eine Freundschaft aufrecht zu erhalten hört sich theoretisch ganz gut an. In der Praxis seh ich aber schwarz. Ich habe ja immer noch Gefühle für sie und sie für mich. Zu einer Freundschaft gehört aber definitv Offenheit. So, jetzt lernt einer von beiden jemand Neues kennen. Wie damit umgehen? Lügen, um den anderen nicht zu verletzen? Wahrheit, und den anderen verletzen? Und ich, falls ich die neue Bekanntschaft in solch einer Situation wäre, mich würde es sehr stören, dass noch so ein starkes Band zwischen meiner neuen Freundin und ihrem Ex besteht. Es würde also blockieren.

    Zu dem Hinweis, ihr alles aufzuzählen was mich stört - da is bis jetzt NIE was draus geworden. Dann fühlt sie sich total angegriffen und entwickelt voll den starken Sturkopf. Einmal hab ich mir mal so richtig den Frust von der Seele geredet (am Tel), sie hat sich alles still angehört und war total vor den Kopf gestoßen. Sie wollte dann aufhören um das sacken zu lassen, dann tat's mir schnell leid, weil da war ich wirklich noch viel stärker verliebt. Das hat so viel bei ihr zerstört, dass sie Schluss machen wollte, und ich wollte das um keinen Preis. Bin sofort zu ihr gefahren, und hab gekittet was ging. Sie hat sich schon ne Scheibe davon abgeschnitten und versucht was zu ändern. Aber nach 1-2 Wochen lässt sie's wieder an allen Ecken Schleifen. Und so ähnlich würde es wahrscheinlich wieder laufen...

    Ja, sie liebt mich. Aber da ist schon was dran, wenn sie stabiler wäre und sich selbst im Griff hätte, dann hätte sie wohl "Papi" (= mich) schon längst Ade gesagt. Weil sie dann keinen bräuchte. Aber dann wäre ich auch nicht ihr Papi. Dann hätten wir wohl die Beziehung, 2er ebenbürtiger Partner, die sich ergänzen, die ich mir eigentlich mit ihr wünsche. Aber worauf ich hinaus wollte, ich glaube nicht, dass sie da differenzieren kann, ob ihre Liebe zu ihr Angst ist, das Leben alleine zu bestreiten oder die andere, gesündere Form von Liebe.

    Andererseits manchmal bin ich wirklich am Zweifeln, ob's denn besser geht. Ich mein, den perfekten Partner gibt's wohl nicht, jeder hat Ecken und Kanten. Aber ich würd's irgendwie gerne noch auf einen Versuch ankommen lassen, die bessere Partnerin zu finden, aber was wird dann nur aus ihr?

    Achja, und sie selbst sucht kaum das Gespräch. Nur manchmal sagt sie, dass ich mich zurückhalten soll, beim "Sagen wo's lang geht." Verdammt ich würde so gerne - aber wenn man ihr ned alles haarklein vorkaut, dann klappt fast nix. Das Hauptproblem, dass sie ihr Hirn einfach ned nutzt, wenn sie was macht. Sie is mit den Gedanken irgendwo, denkt ned mit. Man kann eigentlich alles was sie macht nochmal machen, dann halt richtig.

    Wie gesagt, die Gefahr besteht definitiv, dass sie ins "alte Raster" zurückfällt. Ich muss wohl noch ne Weile drüber schlafen...
     
    #9
    dilemma, 28 August 2007
  10. *spaceboy*
    *spaceboy* (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    116
    101
    0
    vergeben und glücklich
    hi

    hab deinen text in voller länge gelesen. oh mann...
    zuerst will ich dich loben, für das was du bisher geleistet hast. du hast sehr eindrucksvoll beschrieben, wie die dinge aussehen. du steckst echt in der klemme, das tut mir leid.

    ich sehe für euch auch keine zukunft. irgendwann hat man sich in beziehungen ausprobiern, verausgabt usw. irgendwann ist der zeitpunkt gekommen, an dem man was anderes will, und einem der momentane zustand einfach nur ankotzt. man stellt fest, das man nicht glücklich ist, und fragt sich selbst wie und warum man von rechts und links eingeengt ist.

    im prinzip ist ja frage, wie du am schonensten die beziehung beendests.
    ich wünsche dir viel kraft für die kommende zeit. schreib einfach wieder in diesem thread

    *spaceboy*
     
    #10
    *spaceboy*, 28 August 2007

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