Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Sind heutzutage Arbeitszeugnisse sinnlos?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Final_Dream, 3 August 2010.

  1. Final_Dream
    Benutzer gesperrt
    355
    0
    43
    Single
    Guten Abend.

    Aus Anlass eines anderen Threads wollte ich mal meinen eigenen aufmachen.

    Heutzutage muss ja ein Arbeitszeugniss "positiv" ausfallen. Klar schreibt man "versteckt" auch die Mängel und Defizite des Arbeitnehmers auf, aber im Grunde muß es immer positiv dastehen, und man kann das Negative nur erkennen, wenn man es sich sehr genau und zwischen den Zeilen durchliest.

    Und selbst wenn das Arbeitszeugnis dem Arbeitnehmer immer noch nicht gefällt, kann man sogar bitten, es umschreiben zu lassen.

    Das macht das Ganze doch vollkommen sinnlos!
    Arbeitszeugnisse sind dazu da, um potenzielle Arbeitgeber einen ersten Eindruck über den Bewerber zu vermitteln. Er muss doch einigermaßen darüber "Bescheid" bekommen, ob der Bewerber dafür geeignet ist, oder nicht?!

    Klar gibt es dafür das Probearbeiten ... aber trotzdem bin ich der Meinung, daß die ganze Sache mit den Arbeitszeugnissen heutzutage vollkommen sinnlos geworden ist.

    Natürlich gibt es schwarze Schafe, die dem Arbeitnehmer eins reinwürgen wollen, wenn es am Ende zwischen beiden Parteien nicht mehr geklappt hat, und man sich "rächen" will. Aber genauso sollten potenzielle Arbeitgeber doch einigermaßen wissen, wie sich der neue Kandidat am letzten Arbeitsplatz gemacht hat.

    Wie seht ihr das?
    Sind gute "Pflicht"-Bewertungen gut, oder verzerren sie einfach das Bild und geben dadurch keine wirkliche Information?
     
    #1
    Final_Dream, 3 August 2010
  2. User 96961
    Meistens hier zu finden
    648
    148
    460
    vergeben und glücklich
    Es kommt halt drauf an. Ich selbst bin auch davon getroffen, dass man mir auch "Rache" extra ein schlechtes Zeugnis geschrieben hat und wirklich Glück hatte, dass sich mein neuer Arbeitgeber dafür nicht interessiert hat.

    Außerdem geht es nicht nur darum, wie man den AN bewertet, sondern dort steht ja auch drin, was derjenige so an Aufgaben gemacht hat. Das ist ja auch sehr wichtig! Und es gibt gewisse Sachen, die liest ein "normaler" AN einfach nicht aus der Bewertung raus, zumal es auch nicht unbedingt gut ist, wenn immer nur "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" da steht.

    Im Grunde ist ein Arbeitszeugnis nichts weiter, als eine sehr vereinfachte Form des Schulzeugnis. Statt Fächer werden die Bereiche aufgezeigt und eine kurze Bemerkung dahinter, wie du es gemeistert hat. Punkt. Finde ich absolut nicht überflüssig.

    Ach und diese Sache, wo der AG das auf Befehl umschreibt, liegt nur an der Faulheit. Im Grunde ist ein falsches Zeugnis nur anfechtbar, da das aber unter Umständen mehr Arbeit und Geld macht/kostet, schreibt man das halt nach Bedarf um. So hab ichs zumindest mitbekommen.
     
    #2
    User 96961, 3 August 2010
  3. Dark84
    Meistens hier zu finden
    748
    128
    182
    in einer Beziehung
    Was ich persönlich für den größten Bockmist halte. Ich hielt nie viel davon, aber hab mir auch nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht. Jetzt kenne ich meinen Nachbarn.

    Koch, 6 Tage Woche. Sein Job findet er beschissen, sein Chef ist ein Arsch und er schaut sich woanders um. An seinem einzigen freien Tag kriegt er von einer Küche, wo er sich beworben hat, die Einladung zum Probearbeiten (kostenlos, versteht sich). Er geht hin und arbeitet.

    Ein paar Wochen später habe ich ihn nochmal gefragt, wie es mit der Stelle aussieht. "Ja, die Stelle hat ein anderer, weil die meine weiteren Unterlagen nicht hatten." Cool, saugeil. Weder sich bei ihm melden, noch ein großartiges "Dankeschön". Er hat einen 14 Std. Tag dort abgeleistet für lau. Günstiger als Praktikanten/Studenten, aber ausgelernt. Dabei ist es der Job der Personalabteilung, im Vorfeld zu checken, ob jemand geeignet ist.

    Probearbeiten? Absolutes No-Go!

    Was das Arbeitszeugnis angeht: Es darf nichts negatives reingeschrieben werden, das ist richtig. Aber es darf auch nicht gelogen werden, ergo wird auch nichts aufgeschrieben, was NICHT gut war. Hast du wenig geschafft, ist dein Arbeitszeugnis... nun ja... kurz.

    Insofern: Nicht sinnlos!
     
    #3
    Dark84, 4 August 2010
  4. User 40590
    User 40590 (37)
    Sehr bekannt hier
    2.337
    198
    655
    in einer Beziehung
    Eben, in den meisten Fälle ist das fehlen gewisser Informationen deutlich schlechter als wenn dort mal das viel erwähnte stets o.ä. fehlt. Stehen dort nur Selbstverständlichkeiten (pünktlich&co) ist das auch kein gutes Zeichen - da es wohl nichts gab was ansonsten erwähnenswert ist.
    Das Arbeitszeugnis soll wahrheitsgemäß, aber wohlwollend sein - sprich man passt eben auf was man hineinschreibt. Die ganzen "Codes" die so im Netz herumgeistern sind zwar nicht falsch, aber dennoch nur die halbe Wahrheit.
    Im übrigen kann man zwar eine Neuschrift verlangen, aber man kann den AG nicht dazu zwingen ein besseres Zeugnis als verdient zu geben - allenfalls kann man es anfechten - vor Gericht dürfte das allerdings nicht unbedingt einfach sein nachzuweisen, das der AG das Zeugnis falsch ausgeschrieben hat.
     
    #4
    User 40590, 4 August 2010
  5. User 35148
    User 35148 (43)
    Beiträge füllen Bücher
    6.255
    218
    295
    nicht angegeben
    Dark84, als Koch muß man probe arbeiten, weil nur dann der Chef sich ein Bild von einem machen kann.
    Wenn man nicht gut kocht, wird man eben nicht eingestellt. Kocht man gut, und passt man ins Team,
    wird man vielleicht eingestellt.
    Das mit den Unterlagen war vielleicht eine Ausrede, oder die Leute dort sind einfach Schlamper, aber dann würde ich auch nicht in so einem Laden arbeiten wollen.

    Die 14h waren vielleicht umsonst, aber es war auf jeden Fall eine weitere Erfahrung - für beide Seiten.

    Man muß natürlich differenzieren, z.B. ob man wochenlang "probe arbeitet" und immer nur hingehalten wird, das ist dann wirklich Ausbeuterei.

    Aber es bleibt dann jedem frei zu gehen!

    :engel:
     
    #5
    User 35148, 4 August 2010
  6. Hilfiger
    Verbringt hier viel Zeit
    268
    113
    28
    offene Beziehung
    Ein Arbeitszeugnis ist meistens nicht fair und ehrlich, weil es nichts negatives enthalten darf. Für mich eigentlich unverständlich, weil so die faulen Äpfel geschützt werden. Eigentlich ging es darum keinen Arbeitnehmer ungerechtfertig zu beurteilen, nur weil er halt von sich selbst aus wechseln möchte - das ist ja auch ok. Aber eine wirkliche Kretzn darf man offiziell nicht als solche brandmarken.

    Dafür gibt es diese Geheimcodes, die aber jeder mit ein bisschen Schmalz identifizieren kann. Was sich als "gut" liest, ist eine glatte "5". Was man als völlig übertrieben betrachten würde, wäre dann gut. Und erst wenn man glaubt, es geht um wem anderen, ist das Zeugnis wirklich gut.
     
    #7
    Hilfiger, 4 August 2010
  7. Schäfchen
    Schäfchen (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.589
    123
    4
    Es ist kompliziert
    Ich sags mal so: ich habe schon 2 Geschäftsführer gehabt, die keine Ahnung haben, wie man so etwas schreibt. Die sind nur auf die Geschäftszahlen fixiert und wenn die ned passen, dann fliegt eben das Personal. Aber von allem anderen hatten die keine Ahnung. Von daher musste ich die selber schreiben... *seufz*
    Deshalb: teilweise sinnlos...

    Zu dem anderen Punkt, dass man Leuten nichts allzu Negatives reinschreiben darf, auch wenn sie Nieten sind. Es soll durchaus auch Chefs geben, die in dem vorherigen Betrieb mal angerufen haben und den vorigen Chef ausgefragt haben, wie es wirklich war... Und manchmal kommts von selber raus: eine Azubine hatte uns angelogen, hat aber keiner gemerkt, allerdings durch ein Gespräch mit dem Briefträger, der nur gefragt hatte, ob er die Post für die Azubine auch im Betrieb abgeben kann, kam was raus, rein zufällig! Man muss auch mal Glück haben...
     
    #8
    Schäfchen, 4 August 2010
  8. Schäfchen
    Schäfchen (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.589
    123
    4
    Es ist kompliziert
    Die konnten das beide wirklich ned, wie gesagt, die kannten nur die Geschäftszahlen. Personalarbeit, Umgang mit Personal, Lohnarbeit etc. pp. war denen fremd.

    Das is die Frage. Es war kein Postgeheimnis. Sie hatte nur behauptet, sie woanders nicht genommen worden als Azubi, obwohl es ihr versprochen wurde (is etz ne lange Geschichte) und dabei is sie ein paar Dörfer weiter in nem Betrieb rausgeflogen (aus bestimmten Gründen). Da is man halt mal zufällig zu sprechen drauf gekommen. Is halt die Frage, ob man soweit lügen darf. Mit der Post muss man dazusagen, dass das Betriebswohnheim gleich 1 Straße weiter war und wenn die entsprechenden Leute an dem Tag gearbeitet haben, wurde die Post gleich am Empfang abgegeben, insofern auch nix besonderes, zumal die Leute gleich angerufen wurden um ihre Post zu holen.

    Und das mit Schufa etc. is halt die Frage, wenn man in nem Beruf arbeitet, in dem man viel mit (Bar)geld zu tun hat,
    ob man nicht auch privat mit Geld wirtschaften können sollte... Das das rechtlich bedenklich ist, ist leider so...


    Zu guter Letzt gibt es aber auch noch die Probezeit, wenn man eingestellt ist, wenn jemand konsequent schlecht arbeitet, dann ist er eh bald wieder weg, da hilft dann auch kein sehr gutes Arbeitszeugnis.
     
    #10
    Schäfchen, 4 August 2010

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - heutzutage Arbeitszeugnisse sinnlos
sweetgwendoline
Off-Topic-Location Forum
14 September 2010
20 Antworten
Ambergray
Off-Topic-Location Forum
26 Juli 2007
12 Antworten
Lysanne
Off-Topic-Location Forum
7 Februar 2007
7 Antworten