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Sind Kunden blöd?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von User 76250, 15 November 2007.

  1. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Ich hatte gestern mit meinem Chef (mal wieder) eine größere Diskussion. Ich arbeite an einer Webapplikation als Demo für unsere Webseite. Die Applikation selbst besteht schon länger, ich soll sie nur für verschiedene andere Zwecke umbauen. Möglichst flexibel, damit wir nicht so viel anpassen müssen und mehrere Verwendungszwecke zeigen können. Mein Chef verlangte von mir 1-2 Änderungen, bei denen ich vom eingeschlagenen Weg wieder zurück gehen muss, und das würde die Entwicklung von 4-5 Spezialversionen bedeuten. Wir stehen also mehr oder weniger vor der Wahl, uns zunächst auf eine Branche zu beschränken, die sich für das Produkt vielleicht gar nicht interessiert, oder zugunsten eines breiteren Spektrums (für das man die Applikation dann anpassen kann) auf ein kleines Feature zu verzichten.

    Als Argument meinte mein Chef, Kunden seien blöd. Sie würden nur auf Optik achten und dieses Ding nur dann kaufen, wenn sie nach 10 Sekunden der Meinung sind, dass sie es bedienen können. Konkret ging es darum, ob man ein Benutzerkürzel als Identifikation der Person, die einen Raum oder ein Fahrzeug nutzt, per Texteingabe oder per Klappfeld auswählt (die zugehörigen anderen Daten werden dann entsprechend aus der Datenbank nachgeladen und ins Formular eingefügt). Und ich steh im Moment vor der Frage, wie viel Arbeit ich investieren soll, um das Ganze wieder umzubauen, zumal mein Chef mir seit Tagen in den Ohren liegt, wann es denn endlich fertig ist (ich glaube, er unterschätzt den Aufwand für die Flexibilisierung unter Berücksichtigung meiner anderen Aufgaben etwas).

    Darum diese Umfrage. Hat er recht? Sind Kunden blöd? Entscheiden Kunden nach 10 Sekunden, ob sie eine Software kaufen oder nicht?
     
    #1
    User 76250, 15 November 2007
  2. glashaus
    Gast
    0
    Kommt darauf an wer die Kunden sind und was das genau für ein Produkt ist. Wenn es ein teures Produkt mit einer hohen "Lebenserwartung" ist würde ich deinem Chef wiedersprechen. Bei solchen Produkt erfolgt i.d.R. eine elaborierte Produktauswahl.
     
    #2
    glashaus, 15 November 2007
  3. Joppi
    Gast
    0
    Meiner Meinung nach hat dein Chef da schonmal eine gefährliche Einstellung seinen Kunden gegenüber. Finde ich eher unprofessionell. Kunden sind in sofern "dumm", da sie nicht das Know-How besitzen, um so ein Programm selbst zu schreiben. Deshalb sind sie auf euch angewiesen. Da sie wenig Ahnung von der Materie haben, erscheinen sie deinem Chef als dumm. Langfristig schaut dann aber ihr in die Röhre und nicht der Kunde.

    Das Argument deines Chefs kann ich aber auch nachvollziehen. Wenns zu kompliziert wirkt, dann will das Ding natürlich auch keiner kaufen. Gibts da keinen Mittelweg?
     
    #3
    Joppi, 15 November 2007
  4. Strider
    Strider (38)
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    vergeben und glücklich
    Da muß Dein Boss die Branche wechseln, denke ich. Kann sein, daß Klingeltonabonnente dumm sind, aber Software-Käufer (sofern sie sich nicht von Outlook und MS-Office abhängig gemacht haben) sind etwas wählerischer, denke ich. Auch, was irgendwelche geschichten im Internet angeht (sonst würde lokalisten.de nicht so unglaublich floppen :smile: ).
     
    #4
    Strider, 15 November 2007
  5. waschbär2
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    vergeben und glücklich
    Ist die Menschheit blöd ?

    Ich denke, die Frage kann man nicht beantworten.

    Ich schätze, da steht es 50:50.

    Mach doch einfach, was dein Chef von dir verlangt.
    Der Erfolg wird sich ja rausstellen ...
     
    #5
    waschbär2, 15 November 2007
  6. Strider
    Strider (38)
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Hehehe... liest hier jemand "Dilbert"? :smile:
     
    #6
    Strider, 15 November 2007
  7. waschbär2
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    Off-Topic:
    Nein. Keine Ahnung, was du damit meinst.
     
    #7
    waschbär2, 15 November 2007
  8. Sonata Arctica
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    wir haben son dilbert buch aufm klo liegen...... ich glaube unter informatikern ist der irgendwie beliebt^^
     
    #8
    Sonata Arctica, 15 November 2007
  9. Lucky*Luke
    Lucky*Luke (33)
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    vergeben und glücklich
    Prinzipiell hat dein Chef recht, Kunden sind blöd. Allerdings entscheiden sie sicher nicht nach 10 Sekunden ob sie etwas kaufen oder nicht - das ist einfach Schwachsinn.

    Bedenke folgendes: mit einem Dropdown sind Fehleingaben ausgeschlossen. Bei einer Textbox kannst du davon ausgehen, dass von 10 versch. Leuten da mind. 5 verschiedene Sachen in 5 verschiedenen Formaten ("am","angelam","amerkel","a.m","am." etc.) eingeben werden (selbst wenn das vorgegebene Format direkt daneben steht) - du brauchst also mehr Fehlerabfrage bzw. Fehlertoleranz. Ich würde jetzt direkt mal behaupten, dass sich die beiden Umsetzungsmöglichkeiten vom Arbeitsaufwand her nicht viel nehmen. Flexibler ist ganz klar das Textfeld, aber es kommt da wirklich drauf an, was du machen willst. In deinem Fall würde ich definitiv das Dropdown wählen - wenn es wirklich nur um die Auswahl eines zuzuordnenden Datenbankeintrags geht.

    Generell kann man meiner Meinung nach aber trotzdem sagen: weniger ist mehr. Mehr Features bedeuten mehr Pflegeaufwand, mehr Fehlerquellen, mehr Support und im Optimalfall (unrealistisch :zwinker: auch mehr Dokumentation und Hilfe(-seiten).

    HTH
    Dominik

    PS: Falls du es nicht kennst, vielleicht interessiert dich folgendes "Buch": http://gettingreal.37signals.com/toc.php
     
    #9
    Lucky*Luke, 15 November 2007
  10. velvet paws
    0
    Off-Topic:
    mir scheinen beide moeglichen versionen jetzt technisch nicht so kompliziert, als dass das nicht auch die kurz vor der pensionierung stehende sekretaerin mit computeranalphabetismus hinkriegen wuerde?



    ich schliesse mich glashaus an: art des produktes und der sicher nicht geringe anschaffungspreis deuten eher auf eine extensive kaufentscheidung und high involvement hin. also kein dummer kunde der nach 10 sekunden aus dem bauch heraus entscheidet und sich nicht mit den details befassen will.
     
    #10
    velvet paws, 15 November 2007
  11. RebelBiker
    RebelBiker (38)
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    nicht angegeben
    Ich würde nie einen Kunden als blöd bezwichnen, denn jeder einzelne finanziert Deine Arbeitsplatz.

    Nenn es oberflächlich und es wird ein Schuh drauss.

    Pauschal kann man das nicht so sagen.

    Kunden an sich würde ich in mehrere Klassen einteilen. Die Loyalen, das sind die die alles tun weil sie stolz drauf sind Kunde bei Dir zu sein, dann die Perfektionisten (die sind dann nicht blöd!) und die Oberflächlichen.

    Du bzw. Dein Chef muss also analysieren welche dieser Kundengruppen seine wertigste ist um dann seine Marketingstrategie dahingehend auszurichten. Wenn als die "Oberflächlichen" die Mehrzahl bilden ist seine Aussage und sein Handeln richtig.

    Im allgemeinen ists aber so das Kunden zum Grossteil die Oberfläche betrachten und nicht die Qualität. Kauft nicht jeder von uns lieber eine gutaussehende Orange (die vieleihct sauer ist) und lässt die Fleckige (reife,süsse) liegen ?
     
    #11
    RebelBiker, 15 November 2007
  12. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    3.050
    Single
    Wenn's so einfach wäre... Ursprünglich war vorgesehen, dass da zusätzlich zur Auswahl per Klappfeld auch die Eingabe neuer Benutzerdaten möglich sein sollte. Für die Demo wollte ich es eigentlich bei einer einzigen Tabelle belassen, in der auch redundante Daten vorkommen - eine eigene Tabelle für die zugeordneten Personen (z.B. über die Personalnummer oder Personenkürzel) wollte ich aus Zeitgründen zunächst mal vermeiden. Außerdem werden die Daten, die nicht Stammdaten und mehr als 1 Tag alt sind, ohnehin per Skript gelöscht, damit uns die Datenbank nicht überläuft. Ich will jetzt auch nicht in alle programmiertechnischen Einzelheiten gehen, das würde zu weit führen. Aber wenn ich meinen eingeschlagenen Weg beibehalte, wird es ziemlich schwierig, ein Klappfeld und ein Textfeld so zu verbinden, dass sie optisch zusammengehörig sind und die Auswahl im Klappfeld die Verwendung des Textfeldes ausschließt, sofern nicht ein bestimmter Eintrag gewählt wird. Mit den neuen Anforderungen verkompliziert sich die ganze Geschichte merklich. Und das ist leider mein Problem. Klar, ich könnte eine Speziallösung dafür finden, aber wie buggy wird die? :ratlos:

    Trotzdem schon mal ein herzliches Danke für die Meinungen!
     
    #12
    User 76250, 16 November 2007
  13. HAY-Deez
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Es geht um das Produkt, über das der potentielle Kunde entscheiden muss.
    Und über das Kaufverhalten bzw. die Kaufentscheidung gibt es endlos viele Theorien ;-)

    Um was für ein konkretes Produkt geht es denn, wenn man fragen darf?
     
    #13
    HAY-Deez, 21 November 2007

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