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sind wir alle krank??

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von wavegirl, 24 November 2002.

  1. wavegirl
    Gast
    0
    will jetzt nicht sagen dass mich das nicht betrifft, aber ist das denn nicht wahnsinnig erschrecken fast schon beängstigend dass hier und in anderen Foren noch viel mehr fast alle Theme um Magersucht, Bullimie, SVV, Abhängigkeit, Sucht, Suizidgedanken,Depressionen und anderen wirklich erschreckenden Gedanken handeln??
    Ich meine sicher jeder hat mal kleine Probleme ,aber habt ihr euch schon mal überlegt warum sooviele menschen solche Probleme haben?
    Ich meine fast jeder hier im Forum hat irgendwas was wirklich ernst zu nehemen is...
    Ich meine das jetzt nicht böse ich finde es nur erschreckend dass in unserer heutigen Gesellschaft das an der Tagesordnung zu stehen scheint...
    Natürlich gibt es auch welche,denen es wirklich schlecht geht und die nimmt nacher niemand mehr ernst,weil es so viele nur sagen,um Aufmerksamkeit zu bekommen ...
     
    #1
    wavegirl, 24 November 2002
  2. bw42
    Gast
    0
    Im deutschsprachigen Raum haben wir eine Leidenskultur, wir beklagen uns lieber, als was gegen unsere Probleme zu tun. Jedenfalls gilt das für viele in unserer Gesellschaft. Das manche wirklich für sie unlösbar schwere Probleme haben, will ich damit nicht unterschlagen.

    Ein anderer Gedanke der mir zu dienem Beitrag einfällt ist, dass natürlich auch nur die Leute ihr Problem posten, die auch eins haben. Dann haben wir viele Probleme auf einem Fleck, aber von denen, die keine haben, hören wir ja nichts, deswegen kommt es einem auch manchmal nur so vor, als wären wir alle krank.
     
    #2
    bw42, 24 November 2002
  3. kaninchen
    Gast
    0
    Muss da dem Wavegirl zustimmen... Ich denk mal nicht dass sie das nur auf das Forum hier bezogen hat sondern auch auf den Rest ihrer Umwelt...

    Ist schon irgendwie erschreckend wieviele Jugendliche sich ernsthafte Gedanken über (z.B.) Suizid machen... Und wenn man mit ihnen drüber redet merkt man auch, dass sie wirklich ernsthafte Probleme haben und wirklich richtige Gründe haben sich umzubringen - nich nur ne schlechte Note oder so Kinkerlitzchen....

    ich weiß auch nicht... Will ja nich all zu pessimistisch sein aber wenn man mal so drübernachdenkt wieviele Junge Leute heute schon so kaputt und "verbraucht" sind wie sonst Leute um die 40 / 50... Prost Mahlzeit... Was soll das noch werden? :kopfschue :cry: :kopfschue
     
    #3
    kaninchen, 24 November 2002
  4. succubi
    Gast
    0
    ich denk es war schon immer so, dass menschen probleme gehabt haben - nur zu früheren zeiten galt suizid zB als todsünde, d.h. die menschen haben lieber ein unglückliches leben gefristet, als sich umzubringen mit der option, dass sie nicht in den himmel aufgenommen werden... hört sich blöd an, war aber wohl auch ein grund, wieso es net so oft zu selbstmord kam.

    und heutzutage machen sich junge menschen schnell mal stress... zB wegen schule, wegen probleme in der familie, wegen freunden, etc. - davor is kein jugendlicher geschützt. nur manche verkraften das gut, andre weniger... kommt auch auf die psychische stabilität des jeweiligen menschen an und ob er/sie jemanden hat, dem er/sie sich anvertrauen kann und will.

    aber ich muss auch sagen... es gibt viele leute, die sich ihre probleme auch selber machen... das is net bös gemeint - ich mach das ja auch ab und an, dass ich mich in was reinsteiger, was nur halb so wild is. aber naja, das is halt so... :smile:
     
    #4
    succubi, 25 November 2002
  5. TheDuck
    Gast
    0
    Ich glaube nicht, dass sich irgendwas zu früheren Zeiten geändert hat. Probleme werden heute einfach nur viel öffentlicher behandelt und dadurch hinter dem Schleier der Fassade sichtbar.
    Menschen haben wahrscheinlich schon immer dieselbe Grundproblematik hinter sich gebracht, nur änderen sich jetzt Facetten und Sichtweisen von Betroffenen und vielleicht auch Opfern bei speziellen Krankheiten. Wir sind eigentlich auf dem richtigen Weg, weil Betroffenheitsgespräche alle nach vorne bringen und einfach auch Alternativen für Auswege zeigen. Man fühlt sich also nicht mehr alleine, sondern hat ein Verbundenheitsgefühl mit anderen vermeintlich Kranken. So wird nun das eigene Schicksal erträglicher, weil es anderen ja schlechetr geht. Mmmm komischer Gedanke, aber Millionen schauen sich täglich Talksendungen an :grin:

    Drehen wir die Zeit um Jahre oder Jahrhunderte zurück, ist es nur eine Auffäligkeit die wir aufnehmen. Solche Probleme haben diese Leute nicht gehabt......Nöööö stimmt nicht, der instinktive Überlebenswille war einfach nur grösser und die Zeit um sich mit geistigen Kapazitäten auseinander zu setzten nicht vorhanden.
    Überleben hieß, arbeiten um zu Essen und fi... um im Alter zu überleben. Sieht man sich wiederrum die grossen Denker von verschiedenen Epochen an, fällt doch eins auf......sie hatten Gedanken die heute noch zu einer Identifikation mit deren Inhalt bewegen. Warum ???? Sie hatten Zeit !!!

    Einige Dinge sind natürlich auch bis zur heutigen Zeit aus künstlicher Ebene entstanden. Nehmen wir die Enthaltsamkeit und das Zölibat. Ersteres ist auf die Biedermeierzeit zurückzuschliessen. Ein Volk wollte neue Wertvorstellungen durchsetzen, oder waren es die Regierenden ? Man muss nur mal schauen wie lange diese Zeit her ist und wir knacken heute noch dran. Das Zölibat und damit ein Eckpfeiler unserer christlichen Erziehung, leider werden viele damit involviert, ist aus der Not entstanden. Da die Angehörigen der Kirche sich durch die Gegend gevögelt haben und leider viele an Geschlechtskrankheiten gestorben sind, hat man das Zölibat eingeführt. War also nix von Gott gewolltes. So sieht man nun unsere Gesellschaft und deren Werte mal aus dieser Perspektive, wird man feststellen dass wir in einem Zwiespalt der formalen Gesellschaft und unseren eigenen Bedürfnissen leben, und damit in Selbstzweifel verfallen.
    Wohin führen uns also die Erziehung unsere Eltern mit dem oben genannten Wertsvorstellungen---- in ein Delämmer das wir meinen wir wären krank. Mit grosser psychischer Krankheit, die anderen Menschen schadet, sollte man auch mit alten babarischen Mitteln begegnen, um eine Gefährdung von Unschuldigen zu vermeiden. Bei Menschen mit Depressionen und allen anderen Arten der psychischen Erkrankung, sollte man eher andere Wege der Genesung gehen, also eher ein bisschen ganzheitliche Medizin mit Zeit für den einzelnen Menschen.
    Wir leben leider in einer Welt in der Zeit für einzelne Problemfälle, z.B. in der Schule usw. nicht vorhanden ist, obwohl Betreuende dies gerne gestalten würden. ( Ich spreche aus Erfahrung...selbst Betreuer gewesen). Anforderungen an den Einzelnen werden immer grösser, ohne das geistige Kapazitäten aufgebaut werden.

    Leben heisst, seine eigenen Grenzen zu finden und zu akzeptieren.

    So.... ich will nicht langweilen :cool:

    Gruss Duck
     
    #5
    TheDuck, 25 November 2002

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