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  • fierra
    fierra (31)
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    11 Juli 2009
    #1

    Sinn des Lebens

    Jeder sieht sicherlich in seinem Leben einen anderen Sinn. Was macht euch dauerhaft glücklich, worin seht ihr euren Lebenssinn, eure Lebensaufgabe/ziele?

    Und was kann man machen, wenn man erkennt, dass man diesen Lebenssinn/diese Lebensziele vielleicht nie erreichen wird :eek:?

    Edit: Ich bin gefragt worden, was ich mit dem letzten Absatz meine, darum hier nachträglich eine Anfügung:
    Im Bezug auf nicht erreichbare Lebensziele: Dass mit dem "keine Kinder kriegen können" meinte ich zum Beispiel. Oder man sieht sein Lebensglück/ziel darin, mit einem ganz bestimmten Menschen zusammen alt zu werden und dieser Mensch hat aber andere Pläne oder stirbt vielleicht sogar.
    Oder man erkennt, dass einen nur Freunde/Partner/Familie glücklich machen, aber man ist einsam oder vielleicht der Traummann heiratet eine andere oder man ist irgendwann zu alt zum Kinderkriegen.
    Was macht man dann, wenn man begreift, dass das einzige, was einen dauerhaft glücklich machen würde, vielleicht nie erreichbar ist? Wie geht man damit um? Wäre es nicht von vorneherein besser gewesen, seinen Sinn des Lebens in Dingen zu suchen, die man garantiert erreichen kann? Anstatt sich jahrelang für eine Sache anzustrengen, die sich am Ende vielleicht doch als unerreichbar herausstellt?

    Also z.B. ist es für einen Slumbewohner nicht verfehlt, seinen Lebenssinn darin zu suchen, möglichst viel Geld zu verdienen oder sich zum Ziel zu setzen, Millionär zu werden? Ich meine klar nichts ist unmöglich aber die Wahrscheinlichkeit, dass man sein Leben lang unglücklich ist, weil das Ziel nie auch nur in greifbare Nähe kommt ist doch sehr hoch?!
    Aber andererseits, wenn einen z.B. nur Geld glücklich macht, KANN man sich denn überhaupt WILLENTLICH einen anderen Lebenssinn suchen? Ist es nicht unbewusst vorgegeben was glücklich macht und man kann da gar nicht mit Vernunft was dran ändern?
     
  • Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    11 Juli 2009
    #2
    Glücklich machen mich Freunde, Familie andere Mitmenschen.
    Ja, das macht dauerhaft glücklich.
    Ab und zu Urlaub, Musik, Bücher, Lieblingsclub, Malen, Lernen, Sport, Arbeiten... das macht auch glücklich.
    Einfach nicht rasten, sonst rostet man :grin:
    Das hört sich langweilig und einfach an, aber so ist das halt

    @fierra: Welches Lebensziel wirst du denn nie erreichen`?
     
  • Schmusekatze05
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    11 Juli 2009
    #3
    So ist es bei mir auch.

    Ich hab eigentlich kein spezielles Lebensziel, ich will weder einen Nobelpreis gewinnen, noch irgendwas tolles erfinden. Ich möchte einfach nur ein glückliches Leben führen und irgendwann, wenn ich alt und grau bin zurückblicken und sagen: Ja, ich habe mein Leben so gelebt, dass ich zufrieden sterben kann.
     
  • klatschmohn
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    11 Juli 2009
    #4
    Da gibt es nen schönen spruch- der sinn des lebens ist das Leben selbst.....mit allem was dazu gehört..denke ich mal....
     
  • squarepusher
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    11 Juli 2009
    #5
    das nach außen tragen und realisieren, was ich in mir habe und was mir seit ich mich nicht mehr wie ein kleines kind gefühlt habe im herzen brennt und nach draußen will. roar :grin:
     
  • happy&sad
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    nicht angegeben
    11 Juli 2009
    #6
    Ich habe kein Lebensziel, ich lebe einfach.
    Wenn jemand auf ein Ziel hinlebt und das irgendwann erreicht, was dann? Wäre dann sein Leben auf einmal wertlos, weil er kein Ziel mehr hat?
     
  • squarepusher
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    11 Juli 2009
    #7
    ich denke, dass ein erreichtes ziel zwar auch orientierungslosigkeit mit sich bringt, aber nur vorrübergehend und weniger als 50%. es überwiegt doch die "extase", und das gefühl, etwas erreicht zu haben, gemeinsam mit dem gefühl niemandem ausgeliefert zu sein, macht den kopf frei für neue ziele. meiner erfahrung nach :smile:

    man muss den lebenssinn auch nicht so projektbezogen sehen. ich habe eine vage vorstellung in mir, aber die lebt in allen möglichen "accomplishments".
     
  • ProxySurfer
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    11 Juli 2009
    #8
    Möglichst viel Glück zu haben und möglichst wenig Pech. Leider ist es meist umgekehrt.
     
  • Dillinja
    Dillinja (35)
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    11 Juli 2009
    #9
    lebensziel: irgendwas hinterlassen, worin nachfolgende die herausforderung sehen können, mein erbe zu übertrumpfen
     
  • User 44981
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    11 Juli 2009
    #10
    Was macht euch dauerhaft glücklich?
    Bisher gibt es nichts, was mich wirklich dauerhaft glücklich macht.

    Natürlich gibt es Dinge, die mich sehr glücklich machen, aber auch dieses Glück verfliegt nach einiger Zeit und diese Zeit ist normalerweise kürzer als die Zeit bis zum nächsten Ergeignis, das mich wieder ähnlich glücklich macht.

    Ich fühle mich glücklich, wenn ich z.B. eine schöne Zeit mit mit guten Freunden verbringe, wenn ich Sport treibe, wenn ich ein Ziel erreiche (egal ob im Sport, im Studium oder im Privatleben) oder wenn ich irgendwelche besonderen Dinge erlebe, Herausforderungen bewältige, etc..

    Das größte Glück empfinde ich aber nach meiner ehrenamtlichen Arbeit, in der ich Kindern meinen Sport näher bringe...
    Wenn ich sehe, wie ich es mit großer Anstrengung geschafft habe, meiner großen Verantwortung für die Kinder gerecht zu werden, wenn ich sehe, wie viel die Kinder wieder innerhalb kürzester Zeit gelernt haben und vor allem wie viel Spaß sie bei der Sache hatten und wie sie glücklich, aber völlig erschöpft zu ihren Eltern zurückgehen, bin ich einfach nur glücklich (und genau so erschöpft wie die Kinder :zwinker:)
    (Während meiner ehrenamtlichen Tätigkeit bleibt mir überhaupt nicht die Zeit und Muße, wirklich glücklich zu sein... Glück empfinde ich allgemein eher in der Ruhe nach irgendeiner glücklich machenden Sache)

    worin seht ihr euren Lebenssinn, eure Lebensaufgabe/ziele?
    Da mich der Umgang mit Kindern (trotz oder gerade wegen der großen Verantwortung und Anstrengung) unheimlich glücklich macht, habe ich das Ziel, selbst Kiner zu haben, diese zu tollen, eigenständigen Menschen zu erziehen und viel Spaß mit ihnen zu haben.

    Ansonsten habe ich aber keine klar definierten Ziele, sondern möchte einfach ein möglichst schönes, glückliches Leben führen, auf das ich im Alter zufrieden zurückblicken kann.

    Ich habe nur noch ein sehr vage formuliertes Ziel:
    Ich möchte irgendetwas hinterlassen, das auch noch nach meinem Tod existiert.
    Einerseits wird dieses Ziel natürlich schon durch Kinder, die ja hoffentlich länger leben werden als ich und die hoffntlich die eine oder andere Eigenschaft von mir übernehmen, erfüllt...
    Andererseits gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten, dieses Ziel erreichen. Sei es die Entdeckung oder Entwicklung irgendeiner besonderen Sache oder auch einfach nur das Schaffen irgendwelcher materieller Gegenstände, die länger existieren als ich.

    Und was kann man machen, wenn man erkennt, dass man diesen Lebenssinn/diese Lebensziele vielleicht nie erreichen wird :eek:?
    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie ich damit zurecht kommen würde, wenn ich irgendwann sicher sein kann, dass ich niemals Kinder haben werde...
    Ich weiß nicht, ob ich dann noch irgendwie glücklich sein könnte.

    Erst mal macht es mich allgemein glücklich, irgendwelche Ziele zu erreichen. - Aber dieses Glück ist natürlich nur von beschränkter Dauer.
    Also brauche ich nach einiger Zeit wieder neue Ziele...
    Ein Leben ohne Ziele und Pläne, auf die man hinarbeiten kann, stelle ich mir furchtbar langweilig vor.

    Bei meinem perschönlichen "Lebensziel" ist das aber eine andere Sache. - Denn wenn man erst mal Kinder hat, kann man sich ja nicht darauf ausruhen, sondern damit beginnt die eigentliche Arbeit ja erst wirklich und die Kinder werden zwar älter und selbstständiger, aber sie bleiben im Normalfall, bzw. bis zu meinem Tod.
    Und auch später, wenn die Kiner mal aus dem Haus sind und ihr eigenes Leben führen, werde ich sicherlich mehr als genügend Dinge finden, die ich tun kann. - Da wird mir schon nicht so schnell langweilig...
     
  • xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    11 Juli 2009
    #11
    An und für sich hat mein Leben keinen Sinn, dass macht die Sache um sovieles einfacher. Glücklichsein ist eigentlich ein Dauerzustand von mir, wenn ich jetzt tot umkippen würde, ich würde glücklich sterben. Darauf kommt es mir an. Viele Menschen streben irgendwelchen idiotischen Idealen hinterher. Wenn es ein letztes Ziel geben sollte, dann am ehesten vielleicht aristotelische Eudaimonia.
     
  • 12 Juli 2009
    #12
    Da kann ich nur ein Zitat von mir hinklatschen:
    Der Sinn ist, nach dieser Maxime zu leben.
     
  • Subway
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    12 Juli 2009
    #13
    Ich möchte einfach nur ein zufriedenes Leben führen. Meinen Spaß haben, nicht zu viele Sorgen und am Ende zufrieden sterben.
     
  • Dr.evil
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    12 Juli 2009
    #14
    Ich lebe diesbezüglich auch nach einem hedonistischen Lebensprinzip, was der Eudaimonia von Aristoteles ja in etwa gleicht (oder?). Ich versuche möglichst oft glücklich zu sein und das Leben zu genießen. Allerdings gibt es da auch Einschränkungen durch eine recht utilitaristische Lebenseinstellung meinerseits. So versuche ich möglichst so zu handeln, dass eine Handlung das größtmögliche Glück produziert. Daher esse ich auch z.B. kein Fleisch. Das ist natürlich nicht immer durchzuhalten, aber als Leitmotiv durchaus brauchbar.
    Praktisch gesehen wäre der Sinn meines Leben jetzt gerade, irgendwann eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen. Das würde mich wohl glücklich machen. Dazu will ich keinen stressigen Job und möglichst wenig Zeit mit Arbeit verbringen (ich bin nicht aul, ich will Arbeiten, aber nicht nur der ARbeit wegen) um mich meiner Frau, meinen Kindern und meiner eigenen Persönlichkeitsentfaltung und Weiterbildung zu widmen.
     
  • User 49007
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    12 Juli 2009
    #15
    Hm Sinn des Lebens...schwere Frage. Habe mich nie damit auseinader gestzt und mir nie Gedanken darüber gemacht was der Sinn des Lebens sein soll und ich werde das auch weiterhin nicht tun! Lebe jeden Tag als wärs der letzte ist mein Motto
     
  • fierra
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    12 Juli 2009
    #16
    Das habe ich jetzt schon zweimal gelesen... klingt auf den ersten Blick cool, aber wenn man genauer darüber nachdenkt:
    Wenn man WIRKLICH so leben würde, als wäre jeder Tag der letzte, dann...:
    würde ich als HartzIV empfänger enden (ich glaube kaum, dass jemand an seinem "letzten Tag" arbeiten gehen würde :zwinker: )
    wird der Angebetete irgendwann genervt davon sein, dass ich ihm ständig mit Liebesgeständnissen komme :grin:
    werde ich bald im Müll leben (oder räumt ihr an eurem letzten Tag euer Zimmer auf? :zwinker: ich nicht
    würde ich spätestens am nächsten Tag bereuen, was ich alles peinliches gemacht und gesagt habe... und dass ich einem Bettler auf der Straße mein halbes Monatseinkommen geschenkt habe...:eek:

    Naja die Liste ließe sich fortsetzen, je nachdem auf welche seltsamen Ideen man an seinem letzten Tag kommen könnte. Finde das Motto daher wenig brauchbar.
     
  • User 49007
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    12 Juli 2009
    #17
    @fierra

    ich meinte das mit dem "lebe den Tag als wärs der letzte" nicht so. Niemand will als arbeitsloser enden oder so sicher nicht. Aber man soll halt jeden Tag geniessen den man kann. Mit Arbeit und allen Lastern die das Leben gibt
     
  • 12 Juli 2009
    #18
    Mit HartzIV kann man nun eben noch weniger machen, als mit einem guten Lohn.
    Darum fällt das schonmal aus.

    Zumal es genug Leute gibt, die sehr gerne arbeiten.



    Welche Beiträge hast du denn damit gemeint? foxi seiner und..?
     
  • neverknow
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    12 Juli 2009
    #19
    Erkenntnis, in Form von Selbsterkenntnis und in Form von echter Liebe zu einer anderen Person.
     
  • Fluxo
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    12 Juli 2009
    #20
    Was mir da grad so durch den Kopf geht....

    Hat das Leben überhaupt einen Sinn? Beziehungsweise - macht es Sinn, sich über den Sinn einer Sache (Leben) Gedanken zu machen, wenn das Ende davon (Tod) eh vorherbstimmt ist?

    Ich mein, alles Materielle was man im Leben erreicht wird einmal keinen Sinn mehr machen - lediglich die Erfahrungen... Und da niemand weiß, wie es nach dem Ende weitergeht ist fraglich ob einem die gesammelten Erfahrungen überhaupt was nützen.

    Selbst wenn ich meine persönliche Erfüllung in einem anderen Menschen finde - sei es nun der Partner für ´s Leben, Kinder, andere Menschen, etc. - so wird das Ganze nach meinem Tod doch weiter gehen bis irgendwann (vielleicht) einmal ein finales Ende erreicht ist? Von dem her finde ich es eig. unnötig, mir groß Gedanken darüber zu machen, da es klar ist, dass ich irgendwann mal nicht mehr sein werde.

    Das Ganze führt mich dann wieder zu foxi´s Aussage (oder zumindest einem Motto, das diesem sehr nahe kommt), von wegen man soll sich nicht groß Gedanken darüber machen und versuchen das Beste für einen selbst raus zu schlagen.

    Die Sache mit dem Bereuen steht m.M.n. auf einem anderen Blatt und hat für mich mehr mit der persönlichen Festigkeit zu tun.
     

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